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Islamhass im Alltag Nr. 4

Böse Blicke im Alltag

von Sarah A.

Ich möchte hier eine Geschichte anbringen, die ich in einem Altenheim erlebt habe. Zu der Zeit absolvierte ich gerade ein Praktikum, für die Ausbildung zur Familien- und Pflegehelferin.
Ich musste von Zimmer zu Zimmer gehen, um den Bewohnern den Blutdruck zu messen. Da ich das zum ersten Mal machte und so noch nicht wirklich in Übung war, tat ich mir mit den Klopfgeräuschen noch sehr schwer, sie zu hören. Da kam ich zu einer alten Dame, die  – wie sich später herausstellte – ziemlich mürrisch war. Ich pumpte die Manschette auf und lauschte den Klopfgeräuschen, doch sie waren nicht hörbar. Da probierte ich es noch einmal, doch vergebens. Drei mal darf man es an einer Hand machen, hatten wir in der Schule gelernt, also versuchte ich das noch einmal.
Ich bemerkte, dass die Bewohnerin immer böser drein schaute und auf einmal sagte sie wütend: “Ist eh klar, dass Sie nichts hören, wo Sie doch dieses Kopftuch aufhaben!” Nebenbei gesagt, ich hatte das Stetoskop so angebracht, dass es unterm Kopftuch war. Es hatte daher nichts damit zu tun. Ich wusste nicht recht, was ich sagen sollte und meinte: “Das stimmt nicht, denn ich hab das Kopftuch nicht dazwischen” Sie machte eine winkende Handbewegung, die heissen sollte: “Geh!”
Ich sah sie mit einem bösen Blick an und sagte: “Na, gut!” und ging.
Beim heimfahren dachte ich nach. Sollte ich jetzt immer einen Umweg um sie machen? Ich beschloss, auf die Frau zuzugehen und so zu tun, als wäre das Geschehene nie passiert.Vielleicht könnte ich ihr Bild von mir ja verändern.
So ging ich ganz normal auf sie zu und als sie eines Tages Geburtstag hatte, gratulierte ich ihr und sang mit den anderen Krankenschwestern das Geburtstagslied - jedoch mit gedämpfter Stimme, so dass mich keiner hören konnte und sie trotzdem das Gefühl hatte, ich bin dabei.
Eines Tages quatschten wir schon miteinander, sie fragte mich, warum ich das Kopftuch auf hätte und es wurde eine wirklich nette Unterhaltung. Zum Abschluss – bevor ich aus dem Zimmer ging – sagte ich: “Schönen Tag noch!” Da antwortete sie zu meiner Überraschung: “Und ich wünsche Ihnen einen noch viel schöneren!” Subhanallah, ich vertrug mich mit einer Frau, die eigentlich immer mürrisch war und einen schlechten Ruf bei den Schwestern hatte und vor allem die, die mich blöd angemacht hat.
Ich danke Allah dafür. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Man sollte den Leuten einfach zeigen, dass nicht jeder Muslim in das Klischee passt, das man so kennt.
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3 Antworten auf Islamhass im Alltag Nr. 4

  • MoJo sagt:

    Wo ist der Hass?
    War das nicht die berschrift Deines Beitrags?
    Weisst Du… frher war das Tragen des Kopftuchs auch in christlichen Lndern “gang und Gebe”. Ich erinnere mich jedenfalls noch daran, wenn es auch nicht so streng gebunden wurde.

    Du hast das Vorurteil gehegt, dass diese Frau Dein Kopftuch ablehnt, dachtest sogar, sie hasst Dich dafr. Das war wohl falsch, wie Du nachher feststellen musstest.

    Das Kopftuch der Muslimas wird eben als Indikator fr Fundamentalismus gesehen. Je vermummter sie ist, umso islamistischer. analog dazu wchst das Misstrauen. So einfach ist das.

  • Dawa Muslim sagt:

    Da hast du auch was falsch Verstanden mein lieber MoJo.
    Glaubst du die Frau htte so reagiert, wenn die Schwester kein Kopftuch angehabt htte? Das glaubst du doch selbst nicht.
    Das sind die “Kleinigkeiten” die wir Muslime jeden Tag -> und leider vor allem unsere Schwestern durchmachen mssen.

    Das Problem ist: Keiner hat je mit einer muslimischen Frau gesprochen und mein sagen zu knne, wie sie sich fhlt. Wir haben ja schlielich 80 000 Millionen Islamexperten in Deutschland, richtig?
    Absurd ist das!

  • Sarah sagt:

    @Mojo

    Du knntest recht haben. Vielleicht hat mich die Frau nicht wegen dem Kopftuch gehasst. Aber warum sprach sie es dann an?

    Egal, ob der Hass gegen das Kopftuch war, oder einfach ihr allgemeiner rger. Fest steht, dass ich mich GEHASST GEFHLT habe – wegen meiner Kopfbedeckung.

    Aber wie ich schon geschrieben habe, ich habe etwas daraus gemacht. Und ich bin stets bemht darum, mich mit Nichtmuslimen zu verstehen und ihnen die Augen zu ffnen.