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Anhaltende Verfolgung muslimischer Uiguren in Xinjiang

Vielleicht sind die Uiguren für den einen oder anderen recht unbekannt. Die Uiguren sind das größte Turkvolk im chinesischen uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang, auch Ostturkestan genannt. Die Uiguren sind ursprünglich turkvölkischer Herkunft. Der Volksname setzt sich aus dem alttürkischen Wörtern zusammen und bedeutet gehorsamer, folgsamer Ogure. Sie waren das erste Turkvolk das Städte errichtete und bedeutenden Handel trieb. Die Mehrheit der Uiguren sind Muslime. Laut einer Volkszählung im Jahre 2000 leben dort 8.345.622 Uiguren.

Die chinesischen Behörden haben erstmals offizielle Zahlen über die Verhaftung von Angehörigen der Volksgruppe der Uiguren veröffentlicht. 2008 seien in den ersten elf Monaten 1295 Uiguren wegen “Gefährdung der Sicherheit des Staates” oder verbotener religiöser Aktivitäten festgenommen worden, berichtete der Tagesanzeiger der chinesischen Staatsanwaltschaft am Sonntag. “Die hohe Zahl der offiziell zugegebenen Festnahmen macht deutlich, dass die Olympischen Spiele in Peking für die Uiguren keine Verbesserung der Menschenrechtslage gebracht haben”, sagte der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ulrich Delius. “Doch die tatsächliche Zahl der aus politischen Gründen verhafteten Uiguren dürfte mehr als viermal so hoch sein.”
(Quelle: http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=1696&PHPSESSID=f786ca0a02c4b0637c991b90fcf6a07f)

Die Aggressionen gegen unsere Geschwister in Xinjiang wurde Jahrhunderte lang unbeachtet gelassen. Und Peking rechtfertigt die Unterdrückung der Muslime als Kampf gegen Terrorismus.

“Es gibt keine andere ethnische Gruppe in der Volksrepublik China, die so stark einer Verfolgung ausgesetzt ist”, behauptet Ulrich Delius von der deutschen “Gesellschaft für bedrohte Völker” (GfbV) in Göttingen.
(Quelle: http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-926/i.html)

Diese Unterdrückung, Verfolgung und Knechtung unserer Geschwister haben meist wirtschaftliche Gründe.

Ulrich Delius: “Xinjiang ist in den letzten Jahren zum wichtigsten Erdöl und Erdgaslieferanten der Volksrepublik avanciert.”
(Quelle: http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-926/i.html)

Weil die Uiguren Muslime sind, legitimiert China seine brachiale Politik gegenüber unseren Geschwister seit dem 11. September 2001 mit der Abwehr von Terrorismus. Ebenfalls die Tibeter haben Aggressionen gegen die Uiguren gebildet, weil die Muslime in der Region bis heute den Handel dominieren.

Dass die Muslime in der Region bis heute den Handel dominieren, haben sich die Tibeter nicht zuletzt selbst zuzuschreiben. Traditionell lebten sie fast ausschliesslich als Nomaden oder Bauern – und tun dies bis heute. Ortsansässige Muslime besetzten in früheren Jahrhunderten jene Berufe, die von den Tibetern als niedrig oder unrein angesehen waren. Dazu zählten Tiereschlachten, Handwerk und eben auch der Handel.
(Quelle. http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-926/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-922/i.html)

Und wie überall es auch der Fall ist, versucht Peking all diese Vorfälle unter dem Teppich zu kehren, denn sie wollen nach außen hin ein Idealbild der Harmonie zwischen den verschiedenen Volksgruppen wiedergeben. Doch das Idealbild entspricht keineswegs der Realität, denn man versucht die Uiguren zu einer Minderheit zu machen.

Systematisch werden Han-Chinesen in Xinjiang angesiedelt, angeblich treffen jeden Tag 1000 von ihnen dort ein. Von ehemals 93 machen die Uiguren heute nur noch 47 Prozent der Bevölkerung aus.
(Quelle: http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-926/i.html)

Sicherlich erhält momentan Gaza einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit. Doch sollten wir uns daran erinnern, dass wir viele Geschwister haben auf der Welt, die Opfer von Grausamkeit, Verfolgung und Terrorismus sind. Auch ich muss gestehen, dass ich zuvor nicht viel oder besser gesagt rein gar nichts von unseren Geschwistern in Xinjiang gehört habe. Und es mich erschüttert hat als ich die Zahlen der Gefangenen gelesen haben und welch eine brachiale Methode dort angewendet wird.

Bitte schließt alle unsere Geschwister in eure Bittgebete ein.

5 Antworten auf Anhaltende Verfolgung muslimischer Uiguren in Xinjiang

  • Djibril sagt:
  • Djibril sagt:

    Muslime werden gejagt und gettet, Brgerkrieg ist in China ausgebrochen:

    http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio40952.html

    http://www.tagesschau.de/ausland/chinauiguren112.html

  • Abu Abdillh sagt:

    @Djibril

    Mein lieber Bruder es sind mehr als 600 Opfer!!!

    Die Medien verschwiegen wie es berhaupt anfing!

    Am 26.06.2009 habe chinesische Nationalisten von der Gruppe “Han” 20 chinesische Moslem, die in einer Spielzeugfabrik arbeiten, kaltblutig ermordet und mehrere 100te verletzt!!!

    Die Familien Angehrige haben dann demonstriert.

  • pinkmoon sagt:

    Am Nachmittag zogen dann rund 1.000 Han-Chinesen mit Knppeln bewaffnet wtend durch die Straen von Urumqi. Verkaufsstnde von Muslimen wurden umgestrzt. Aufforderungen der Bereitschaftspolizei, anzuhalten, wurden von den Demonstranten missachtet. Sie zogen in Richtung einer Moschee.

    http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=148425775

  • Djibril sagt:

    Moscheen in Urumqi trotz Verbot zum Freitagsgebet geffnet

    In Urumqi, China, versammelten sich trotz des Verbots der ffnung von Moscheen hunderte Muslime zum Freitagsgebet. Die chinesischen Behrden hatten zuvor ein Verbot der ffnung angeordnet, zur Wahrung der ffentlichen Sicherheit. Jedoch wurden die Sicherheitskrfte an vielen Stellen offenbar zurckgedrngt, woraufhin die Muslime trotz Verbot ihr Freitagsgebet in einer Moschee abhalten konnten.

    Trotz eines Verbots der chinesischen Behrden haben in der Provinzhauptstadt von Xinjiang mehrere Moscheen ihre Pforten fr die Glubigen zum Freitagsgebet geffnet. Hunderte Muslime versammelten sich in Urumqi friedlich zum Gebet, nur fnf Tage nach den schweren Ausschreitungen zwischen Uiguren und Sicherheitskrften, bei denen mindestens 156 Menschen gettet und 1.100 weitere teils schwer verletzt wurden.

    Die Behrden in der nordwestchinesischen Provinz hatten zunchst die Schlieung aller Moscheen angeordnet, wie es hie zur Wahrung der ffentlichen Sicherheit. Die Sicherheitskrfte wurden an mehreren Orten aber offensichtlich angesichts des Ansturms der Glubigen zum Rckzug gezwungen. Im Stadtviertel Er Dao Qiao an der Weien Moschee stritten rund 100 Mnner mit den Sicherheitskrften, bis diese sie schlielich passieren lieen. Ein uigurischer Polizist, der seinen Namen nicht nennen wollte, sagte: Wir haben beschlossen, die Moschee zu ffnen, weil zu viele Menschen zusammengekommen waren. Wir wollten keinen Zwischenfall.

    Die nahe Yang-Hang-Moschee, an deren Pforten morgens auch noch ein Zettel mit dem Schlieungs-Dekret hing, war ebenfalls geffnet. Mehrere hundert Mnner strmten mit ihren Gebetsmatten in die Moschee. Ob alle Moscheen der Stadt mit ihren 2,3 Millionen Einwohnern wieder geffnet waren, war am Freitag zunchst nicht klar. Zuvor hatte die Regierung erklrt, die Leute sollten zu Hause bleiben und dort beten.

    Auslnder mssen Kashgar verlassen

    Urumqi steht inzwischen unter scharfer Kontrolle der Sicherheitskrfte. Whrend Han-Chinesen sich am Donnerstag auf den Straen versammelten und den in Massen einrckenden Polizisten zujubelten, zogen sich die Uiguren in ihre Huser zurck. Sie trauten sich kaum, mit Medienvertretern zu sprechen. Mehrere Uiguren brachten indes ihre Angst vor Verfolgung zum Ausdruck. Ihre Ehemnner und Shne seien vor drei Tagen verhaftet worden, ihr Aufenthalt sei unbekannt, berichteten vier Frauen einem Reporter der Nachrichtenagentur AP. Kurze Zeit spter kamen uigurische Beamte hinzu und forderten die Medienvertreter zum Gehen auf.

    In Kashgar im Sdwesten der Unruheprovinz nahe der pakistanischen Grenze forderten die Behrden unterdessen auslndische Journalisten und andere Besucher aus dem Ausland auf, die Stadt zu verlassen. Auch diese Anordnung wurde mit der Wahrung der ffentlichen Sicherheit begrndet. Die Uiguren sind eine in der zentralasiatischen Provinz Xinjiang beheimatete muslimische Minderheit, die der Regierung in Peking genauso wie die benachbarten Tibeter kulturelle und religise Unterdrckung vorwirft.

    Quelle: http://www.focus.de/panorama/vermischtes/china-moscheen-in-urumqi-trotz-verbot-zum-freitagsgebet-geoeffnet_aid_415714.html