Gastkommentar von Bruder Abud (4)
Von der Redaktion hervorgehoben
Der junge Mann mit Kopfverband am Ende des Videos sagt es: der Wille zum Widerstand ist ungebrochen und stärker als der israelische Militärapparat. Wie er, werden nun mehr Palästinenser als zuvor davon überzeugt sein, daß alle Verhandlungen mit den Zionisten zwecklos sind, und daß die von den Vereinten Nationen gegen sie gefaßten Beschlüsse ignoriert werden, und daß somit allein der Weg des Widerstandes und die Sprache der Gewalt den Palästinensern das Überleben sichern kann: „Sie (die Zionisten) verstehen nicht die Sprache der Menschlichkeit. Sie behaupten, eine Demokratie zu sein…“ Die Kinder, die die letzten schrecklichen Tage er- und überlebt haben, werden dies nicht vergessen, und in ungefähr zehn Jahren dürften sie imstande sein, am Widerstand aktiv teilzunehmen.
Sollten die Palästinenser einmal die Oberhand gewinnen, dann kann man von dieser neuen Generation nicht erwarten, mit den Zionisten schonend umzugehen, auch wenn sie dabei die Regeln der islamischen Religion einhalten und nicht Unrecht mit weiterem Unrecht vergelten. Durch die Apartheidsmauer im Westjordanland hat die heranwachsende palästinensische Generation keine Möglichkeit mehr, die guten Israelis, wie diejenigen von der Friedensbewegung, kennenzulernen. Was sie kennenlernen, ist, daß die Zionisten ihnen ihr Land und ihr Wasser wegnehmen, sie in Freiluftgefängnissen einsperren, in die sie von Zeit zu Zeit eindringen, um ihnen ihre Häuser zu zerstören, einige Personen von ihnen zu erschießen, andere zu verhaften, und sie demütigen und mißhandeln, wenn sie von einer Zelle dieses Gefängnisses in eine andere gelangen wollen. Während es angebracht wäre, sich bei den geschädigten Bewohnern von Gaza zu entschuldigen und sie zu entschädigen, besuchen Olmert und Barak stattdessen ihre verwundeten zionistischen Soldaten, und die Außenministerin Livni droht mit neuen militärischen Schlägen gegen Gaza.
König Abdullah von Saudi Arabien brüstet sich damit, Gaza mit einer Milliarde US-Dollar zu helfen, doch was ist dieser Betrag schon im Vergleich zu den über zweihundert Milliarden, mit denen Saudi Arabien der US-Wirtschaft und damit demjenigen Staat hilft, der gegen die Muslime weltweit Krieg führt! Zudem will er diese Hilfe den Menschen in Gaza nicht über die Organisationen von Hamas zukommen lassen, sondern über die Selbstverwaltungsbehörde von Fatah unter Präsident Mahmud Abbas, was bedeutet, daß die Leute in Gaza nichts bekommen, wenn sich die Führer von Hamas nicht der Fatah-Regierung unterwerfen und von ihr absetzen, inhaftieren, foltern und anschließend an das zionistische Regime ausliefern lassen. Und selbst dann dürften sie höchstwahrscheinlich kaum etwas bekommen, da Mahmud Abbas und sein Klüngel völlig korrupt sind (seine beiden Söhne sind Millionäre – wie sie das geworden sind, dürfte nicht schwer zu vermuten sein!) und ein Großteil der Hilfe in ihren Taschen verschwinden würde.
Irgendwo hieß es: „Israel braucht Freunde“. Es tut jedoch gerade alles, um sich die letzten Sympathien zu verderben und seine Freunde vor den Kopf zu stoßen. Es war die Rede davon, daß Interessenten an der hebräischen Sprache keine Aufenthaltserlaubnis in Israel erteilt wird, mit der Begründung, man könne Hebräisch auch anderswo lernen. Und das ist noch gar nichts zu dem, was sich das zionistische Regime gerade mit Gaza geleistet und damit die Weltöffentlichkeit gegen sich aufgebracht hat.
Wenn jetzt jedoch Olmert, Livni und Barak die Wahlen verlieren, könnten Netanyahu und Lieberman sie gewinnen. Lieberman hat geäußert, er würde gern eine Atombombe auf Gaza werfen und die 1,2 Mio. arabischer Israelis ausbürgern. Es ist zu hoffen, daß ihn jemand davon überzeugen kann, daß im Falle eines Atombombenabwurfs auf Gaza die radioaktive Strahlung auch all die benachbarten Orte und Gegenden verseucht und unbewohnbar macht, die sie derzeit vor den Raketen der Palästinenser schützen wollen. Nach dem Widerstand, den Gaza geleistet hat, könnten die arabischen Israelis vielleicht etwas gelernt haben und auch effektiven Widerstand leisten, wenn man sie ausbürgert und aus ihrer Heimat zu vertreiben versucht. Dann hätte Lieberman zu den bestehenden Problemen und Bedrohungen noch ein neues hinzu geschaffen, das mit zum Untergang des zionistischen Gebildes beitragen kann.

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