Get Adobe Flash player

Suche




Jetzt Newsletter bestellen.
E-Mail-Adresse eingeben:


Besucher

Besucher gesamt: 24.801.172
Besucher heute: 4.985
Besucher gestern: 5.880
Max. Besucher pro Tag: 14.564
gerade online: 94
max. online: 1.377
Seitenaufrufe gesamt: 64.967.468
Seitenaufrufe diese Seite: 187
counter   Statistiken

Kategorien

Lästern als Volkssport

Heutzutage hat es sich bei den Menschen leider etabliert, lästern als Volkssport zu betreiben. Die Zunge wird durch das Weiterleiten von Gerüchten oder vermeintlichen Informationen über Nachbar, Freund, Arbeitskollege trainiert und durch Tratschübungen in Form gehalten.

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat im Auftrag von Reader`s Digest für die diesjährige Märzausgabe eine Umfrageaktion gestartet. Dabei kam heraus, das ganze 18 Prozent der Deutschen angaben, mindestens einmal pro Woche über einen Mitmenschen gelästert zu haben. Weitere 15 Prozent gaben zu, dies mehrmals in der Woche zu machen. Und 11 Prozent der Befragten reden mindestens einmal täglich schlecht über einen anderen.

Der Mensch und sein Trieb zu lästern, wurde nun anhand dieser Studien mit Zahlen unterlegt. Aber was treibt den Menschen dazu, schlecht über einen Anderen zu reden, falsche Informationen zu streuen? Ist ein übertriebener Geltungsdrang oder ein niederes Selbstbewußtsein daran schuld? Ein schlechter Charakter oder Neid der aus der Seele spricht?

Die Gründe um schlechte Rede zu führen, sind vielfältig und die Konsequenzen daraus fatal. Rufmord, Mobbing und gesellschaftliche Ausgrenzung sind nicht selten die Folgen, worunter ein Opfer von Lästerattacken oftmals zu leiden hat. Zudem entsteht eine Atmospäre des Misstrauens, da A hinter dem Rücken von B lästern könnte und umgekehrt. Es lässt sich also unschwer ausmachen, dass das Lästern ein Gift für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen ist und die schlechte Rede über einen dritten, den Zusammenhalt der Menschen insgesamt als Gesellschaft gefährdet.

Der Islam gibt auch hier eine Lehre auf: Ein Muslim der an Allah, dem Einen und Einzigen, und an den jüngsten Tag glaubt, darf weder schlecht über einen Mitmenschen reden, noch darf er sich an der üblen Rede beteiligen. Vielmehr ist er aus dem islamischen Verhaltenskodex heraus dazu verpflichtet, eine solcherart gestaltete Diskussionsrunde zu stoppen, oder aber diese zu verlassen. Die Abscheulichkeit des Lästerns wird von Allah, dem Einen und Einzigen ohne Teilhaber, mit dem Verzehr von totem Menschenfleisch in Vergleich gesetzt. So abstoßend für uns Menschen der Gedanke an den Genuß von totem Menschenfleisch ist, so abstoßend ist für unseren erhabenen Schöpfer die Tat des Lästern über eine andere Person. Schon allein das sollte uns zu denken geben.

 

O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet häufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. Und spioniert nicht und führt keine üble Nachrede übereinander. Würde wohl einer von euch gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Sicher würdet ihr es verabscheuen. So fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist Gnädig, Barmherzig. (Heiliger Koran Sure 49: Vers 12)

O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so vergewissert euch (dessen), damit ihr nicht anderen Leuten in Unwissenheit ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müßt, was ihr getan habt. (Heiliger Koran Sure 49: Vers 6)

Und sprich zu Meinen Dienern, sie möchten nur das Beste reden; denn Satan stiftet zwischen ihnen Zwietracht. Wahrlich, Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind. (Heiliger Koran Sure 17: Vers 53)

 

Mohammed, Allahs Segen und Friede auf ihm, der Diener und Gesandte Allahs, des Einen und Einzigen ohne Teilhaber, belehrt uns wie folgt über die schwere dieses Vergehens:

 

Ibn `Abbas berichtete:
„Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, ging an einem Friedhof in Al-Madina – oder in Makka – vorbei und hörte die Stimme von zwei Menschen, die in ihren Gräbern gepeinigt wurden. Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Sie werden gepeinigt, und dabei geht es um schwerwiegende Taten. Einer von den beiden pflegte sich während des Urinierens nicht vor der öffentlichkeit zu schützen, und der andere ging herum und verbreitete üble Nachrede über die anderen.“ Der Prophet ließ sich dann einen Palmzweig bringen, brach diesen in zwei Stücke und legte auf jedes Grab ein Stück davon. Er wurde darauf gefragt: „Warum hast du dies getan, o Gesandter Allahs?“ Er sagte: „Diese mögen ihnen die Pein erleichtern, solange sie noch nicht ausgetrocknet sind.“ [Sahih Al-Bucharyy Nr. 216]

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer das falsche Wort* und dessen tatkräftige Durchsetzung nicht unterläßt, von dem verlangt Allah nicht, dass er auf sein Essen und Trinken verzichtet.“ (*Das falsche Wort umfaßt sowohl das Wort als auch die Handlung wie das falsche Zeugnis, die Heuchelei, die falsche Beschuldigung an Menschen und die üble Nachrede) [Sahih Al-Bucharyy Nr. 1903]

`Abdullah Ibn `Amr Ibnal `As, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Ein Mann fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Wer ist der beste unter den Muslimen? Er erwiderte: Derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind. [Sahih Muslim Nr. 57]

Mu’ad Ibn Gabal, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: “Ich sagte: »O Gesandter Allahs, unterrichte mich über eine Tat, die mich in den Paradiesgarten bringt und mich vom Höllenfeuer trennt.« Er antwortete: »Du hast nach etwas Bedeutsamem gefragt, und dennoch ist es ein leichtes für den, dem Allah, der Erhabene, es leichtmacht. Diene Allah allein und geselle Ihm nichts bei, verrichte das Gebet, entrichte die Zakah, faste im Ramadan und pilgere zum Hause.« Dann sagte er: »Soll ich dir nicht die Pforten des Guten zeigen? Das Fasten ist ein Schutz, und das Almosen löscht die Missetat, wie das Wasser das Feuer löscht, und das Gebet eines Menschen mitten in der Nacht.« Dann rezitierte er: »Sie meiden mit ihren Seiten die Bettstellen«, bis er die Stelle erreichte: »Getan haben«. Darauf sagte er: »Soll ich dir nicht über den Anfang der Sache berichten, über ihre Säule und ihren höchsten Gipfel?« Ich antwortete: »Gewiß, o Gesandter Allahs.« Er fuhr fort: »Der Anfang der Sache ist der Islam, ihre Säule ist das Gebet und ihr höchster Gipfel ist der Gihad.«. Dann sagte er: »Soll ich dir nicht mitteilen, was die Grundlage zu all dem ist?« Ich entgegnete: »Gewiß, o Gesandter Allahs.« Da ergriff er seine Zunge und sagte: »Halte dich damit zurück.« Ich fragte: »O Prophet Allahs, werden wir getadelt werden wegen dessen, was wir mit ihr sprechen?« Er sagte: »(Es ist so ernst,) als ob deine Mutter dich verlieren würde, o Mu’ad! Was stürzt denn die Menschen auf ihre Gesichter nieder in das Feuer« oder er sagte: »auf ihre Nasen« außer der Ernte ihrer Zungen?«

 

Wir kennen die Stellen aus dem heiligen Koran, wir kennen die Ermahnungen des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, wollen wir uns immer noch diesem üblem Zeitvertreib, dem Zerstörer von Bindungen, das sich Lästern nennt nachgehen? Ich denke nicht! Wißt ihr auch wieso ich das denke? Weil ich weiß, das keiner von uns möchte, das in seiner Abwesenheit über sein Privatleben oder seine Schwächen geredet wird. Wieso dann bei einem Anderen machen? Ich weiß, das jeder einzelne von uns genug eigene Probleme und Fehler hat an deren Lösung er arbeiten muß. Wieso sich dann an dem Leben von anderen auslassen? Und ich weiß auch, dass wir uns nicht auf etwas einlassen wollen, wodurch all unsere Bemühungen für Allah, dem Einen und Einzigen ohne Teilhaber, durch nur einen Zungenschlag zunichte gemacht werden. Stattdessen tun wir gut daran, so Allah der Erhabene will, uns an dem Ausspruch des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu halten der da lautet: “Sprich Gutes oder schweig”!

5 Antworten auf Lästern als Volkssport

  • Pitter sagt:

    Es wird so viel gelstert, dass es schon selbstverstndlich ist.
    Nicht Sport, sondern Alltag.
    berall hrt man Leute lstern:
    sei im Beruf/in der Schule, auf dem Weg zur Schule/Arbeit, beim Sport/Training, im Internet, beim Telefonieren usw usw.

    Als Muslim oder jemand, der sowas verscheut und sich daraus raushalten will, bleibt nur eines zu tun:
    Die Unterhaltung solange verlassen, bis es “anstndig” wird oder man die anderen daran erinnert, dass sowas schlecht ist etc.

    Aber:
    Auch wenn ich anderen sage, dass dies schlecht ist, so ist man sich dem nur kurze Zeit bewusst, bis der Nchste kommt und sagt: “Hey, x ist y usw.!”

  • Mert sagt:

    Hast vollkommen recht , Man lstern ohne ende merke ich gerade in meiner Schule auch, ber Aussehen,Klamotten usw usw aber was micht am Traurigsten macht , das sind meisten die Muslime selbst leider )=

    wa aleykumselam

  • Abud sagt:

    Zunchst noch ein paar Hadīthe zur Verdeutlichung, wie schwerwiegend im Islam das Lstern und die anderen von der Zunge begangenen Snden sind:

    Überliefert von ´Abdullāh ibn ´Amr – Allah habe Wohlgefallen an ihm und seinem Vater –, vom Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil –, der sagte:
    „Muslim ist, vor wessen Zunge und Hand die anderen Muslime sicher sind. Und Auswanderer ist, wer sich von dem fernhlt, was Allah verboten hat“ [Bukhārī, Nr. 10 u. 6484; Muslim, Nr. 40].

    Überliefert von Anas ibn Mālik, der sagte: „Allahs Gesandter – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – hat gesagt: ‚Der Īmān eines Gottesdieners ist erst dann gerade ausgerichtet, wenn sein Herz gerade ausgerichtet ist; und sein Herz ist erst dann gerade ausgerichtet, wenn seine Zunge gerade ausgerichtet ist. Niemand wird ins Paradies eingehen, dessen Nachbar nicht vor seinem Unheil sicher ist‘“ [Ahmad, Nr. 12575].

    Überliefert von Abū Barza al-Aslamī, der sagte: „Allahs Gesandter – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – hat gesagt: ‚O ihr, die ihr den Īmān (Glauben) mit euren Zungen bekundet, ohne da er in eure Herzen eingedrungen ist, verleumdet nicht die Muslime noch verfolgt ihre Schwachstellen, denn wer ihre Schwachstellen verfolgt, dessen Schwachstellen verfolgt Allah; und wessen Schwachstelle Allah verfolgt, den stellt Allah in seinem eigenen Haus blo ‘“ [Abū Dāwūd, Nr. 4880].

    Überliefert von Abū Huraira, der Allahs Gesandten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – sagen hrte: „Der Gottesdiener uert frwahr Worte, ber deren Bedeutung er sich nicht im klaren ist, und durch die er weiter ins Hllenfeuer gleitet als die Entfernung zwischen dem Osten (und dem Westen) betrgt“ [Bukhārī, Nr. 6477; Muslim, Nr. 2988].

    Überliefert von Dschundab (ibn ´Abdillāh), der sagte: „Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – sagte: ‚Wer (die Leute von seinen guten Taten) hren lt, von dessen (wahrer Absicht) wird Allah (am Tage der Auferstehung die anderen) hren lassen, und wer Augendienerei betreibt, dessen (wahre Absicht) wird Allah (am Tage der Auferstehung) sehen lassen‘“ [Bukhārī, Nr. 6499; Muslim, Nr. 2987].

    Groe Gelehrte, die die menschliche Psyche und die Behandlung ihrer Schwchen gut kannten, wie Imām Abū Hāmid al-Ghazālī, haben in ihren Werken diese Krankheiten der Zunge und Wege zur Behandlung der von ihr verursachten Übel aufgezeigt, wie letzterer in seinem Werk „Ihyā’ ´Ulūm ad-Dīn“. Die meisten der qualifizierten Lehrer zur Luterung der Triebseele (Tazkiya) haben bestimmte Übungen fr ihre Schler, um sich diese sndhaften Fehlverhalten abzugewhnen. So sollte man sich bspw. am Ende eines jeden Tages genau in Erinnerung rufen, welche von diesen Snden man whrend jenes Tages begangen hat und dies schriftlich festhalten, um dann den nchsten Tag mit dem festen Vorsatz zu beginnen, diese nicht mehr zu begehen. Stellt man dann nach einigen Tagen fest, da die verzeichneten tglichen Verfehlungen noch nicht weniger geworden sind, so sollte einem dies Ansporn sein, sich mehr Mhe dabei zu geben, sich nicht dazu hinreien zu lassen. Und stellt man fest, da sie weniger geworden sind, so sollte einem dies Ansporn sein, sich zu bemhen, sie ganz loszuwerden. Scheich Nūh Hā Mīm Keller z.B. zhlt in seiner ersten Lektion zum geistlichen Kampf gegen die Triebseele die folgenden sieben Snden auf: 1. ble Nachrede, 2. Verleumdung, 3. Augendienerei, 4. das Streben nach gutem Ruf (von seinen guten Taten hren lassen), 5. Prahlerei, 6. Lge, 7. sich in nichtigem Geschwtz ergehen.
    Zu dem, was einem Muslim ebenfalls streng verboten, aber unter Nichtmuslimen verbreitet ist, gehrt es, unter Freunden oder Arbeitskollegen ber intime Dinge, wie die sexuellen Praktiken und Erlebnisse mit seiner Frau oder Freundin u.. zu sprechen.
    In einer Lesermeinung auf eine vor Jahren in der „taz“ verbreiteten Schmhung Allahs, des Erhabenen, sagte deren Verfasser, Gotteslsterung gehre zur deutschen Kultur. Als Muslim verzichte ich auf diesen Teil der deutschen Kultur, wie auch auf schmutzige und unanstndige Worte und Flche. Es gibt aber auch solche Deutsche, die dies durchaus nicht als zu ihrer Kultur gehrig ansehen. Unter US-Amerikanern scheint das Äuern von schmutzigen Wrtern und Flchen noch mehr verbreitet zu sein als unter den Deutschen. In synchronisierten Filmen sind diese groenteils abgeschwcht, und in manchen im Originalton wiedergegebenen Sendungen folgt nahezu ein Piepton auf den anderen, mit denen solche selbst fr nichtmuslimische Verantwortliche in Fernsehsendern unvertretbaren Wrter gelscht werden.

  • Pitter sagt:

    Vielen Dank fr das Posten der schnen Hadithe Bruder Abud!

  • Full_Of_Dreams sagt:

    Bismillah Al-Rahman Al-Rahim

    Salam Alaikum wa Rahmet Allah wa Barakato!

    Baraka Allahu Fikon fr diese lehrhaften Texte!
    Mgen wir immer zum Guten beitragen und das Schlechte ablehnen!