Der pädagogische Aspekt der Kindererziehung aus der Sicht des Islam (2)
von Schwester Behija
In diesem Bericht möchte ich zeigen, dass angelehnt durch das Wort unseres Schöpfers, die Religion als Wegweiser und Stütze in unserem Leben dient. Der Gesandte, Muhammed (Friede sei mit ihm) macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns ändern müssen, damit sich dann das Verhalten unserer Umgebung ändert. Die ganze Menschheit kann nicht geändert werden indem ich mich selbst und mein näheres Umfeld außer acht lasse. Eine Gemeinschaft ist sehr wichtig, doch auch das Bewahren der Individualität!
Besonders die Arbeit mit Kindern soll genutzt werden, um den natürlichen Wissensdrang unserer Schützlinge zu unterstützen und ausleben zu lassen. Hier geschieht ein Miteinander und ein Selbständiges handeln. Denn jeder Muslim und jede Muslima ist verpflichtet sich Wissen anzueignen
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„… wer den Weg der Wissenssuche folgt, dem erleichtert Allah den Weg ins Paradies”. ( Muslim, Vgl. “Odgoj djece u Islamu”, s. 186, Abdullah Nasih Ulvun, Zenica, 2003- “Erziehung des Kindes im Islam)
„… Sprich: ‚Sind solche, die wissen, denen gleich die nicht wissen?’…“ ( Die ungefähre Übersetzung des Qurans von Muhammed Ibn Rassoul, Kapitel Az- Zumer, Vers 9)
Sich weiterzubilden umfasst viele Bereiche, wie zwischenmenschliche Beziehungen, Psychologie, Naturwissenschaften, Physik, Medizin, Biologie, Zoologie, Botanik, Embryologie wird sehr umfassend erwähnt, Botanik, Astronomie, Geologie und Geografie.
In der Natur eines jeden Menschen liegt Zorn, Neid,…, es ist nur wichtig, wie ich in dieser Situation damit umgehe. Einige Vorschläge den der Gesandte, Muhammed (Frieder sei mit ihm) uns zum Thema Zorn gibt, sind: „… und wenn nun einer von dem (Zorn) an sich bemerkt, dann soll er sich aufs Bett oder flach auf den Boden legen.“ (Vgl. „Hadith für Schüler, An-Nawawyy’s Vierzig Hadithe mit Kommentar”, s. 132, IB Verlag islamische Bibliothek, 7. Auflage, 2001)
„Wenn einer von euch zornig ist und steht, soll er sich setzen…“ („Hadith für Schüler, s.134)
„… derjenige von euch, der zürnt, soll die rituelle Waschung vollziehen.“ (Hadith für Schüler, s. 133)
In so einer Situation unsere Position zu wechseln und von Angespanntheit in Entspannung überzuwechseln, ermöglicht uns Zeit zu gewinnen, die wir nutzen können, um unsere Gedanken zu ordnen. Dadurch entgehen wir unfaires Verhalten unsererseits und vorbildhaftes Verhalten gegenüber den Kindern, indem wir ihnen zeigen, dass in der Ruhe die Kraft liegt.
Den Zeitpunkt, was wir, wann und wie dem Kind sagen ist sehr wichtig einzuhalten. Es ist ein Üben, dass nur schrittweise erfolgen kann, besonders für Erwachsene ist es schwierig, vorhandene Verhaltensmuster umzuändern. Es erfordert sehr viel Konzentration und eine starke Willenskraft zur richtigen Zeit, ein korrektes Reaktionsmuster abzugeben.
Das ehrliche Gebet schützt vor schlechten Taten. Im Islam ist die direkte Verbindung, das Gebet, zum Schöpfer als Chance zu nutzen. Eine Chance sich ehrlich zu befragen und durch Loslassen sich immer wieder neu zu definieren.

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