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Die Frau, unterdrückt und misshandelt

Von Bruder Sayfullah_Y

Ist in der westlichen Gesellschaft vom Islam die Rede, sprich, wird in Fernsehshows oder Zeitungen über den Islam berichtet, oder aber auch am Stammtisch über ihn gesprochen, dann ist das Thema “Die muslimische Frau” eines der beliebtesten Punkte, welche die ganze Islamexperten-Nation Deutschland immer wieder aufs Neue kritisiert und debattiert, aber in den meisten Fällen missversteht.

Woran liegt das? Nicht zuletzt sind wohl eines der größten Probleme die mangelnden Informationen über den Islam, aber vor allem Fehlinformationen sind die Ursache der Missverständnisse.

Der Otto-Normal Verbraucher weiß über die muslimische Frau Bescheid, sie ist unterdrückt, hat keine Rechte, wird geschlagen und möchte sich von ihrem Schleier befreien. So einfach ist das.
Schließlich gibt es Frauen, wie Necla Kelek, welche uns über persönliche Erfahrungen türkischer Frauen berichten. Diese Erfahrungen werden dann als der Islam verbreitet und die Nation erhält die Bestätigung dessen, was sie bereits im Fernseher von den Nachrichtensprechern gehört hat.

Richtig, Frau Kelek berichtet von tragischen Fällen türkischer Frauen, welche in Familien leben, die noch immer an ihrer Frauenverachtenden Kultur festhalten. Aber zur Überraschung vieler, stimmen wir als Muslime in vielen Punkten mit Frau Kelek überein, wir sind ebenso gegen Zwangs Verheiratung, gegen die Misshandlung der Frau und wir sind auch dafür, dass die muslimische Frau sich bilden soll.

Warum denken wir Muslime so? Wird den Menschen hier in Deutschland nicht pausenlos davon berichtet, wie schrecklich wir sind? Sagen die Quellen unserer Religion nicht, dass wir die Frau unterdrücken sollen? Wahrscheinlich haben sich die wenigsten mit den Quellen des Islam auseinandergesetzt um das Thema “Frau” wirklich objektiv beurteilen zu können. Denn unsere Quellen sagen uns, dass wir voller Güte und Respekt mit unseren Frauen umgehen sollen. Zu unserem Bedauern wird den Medien mehr geglaubt und ihre Lügen werden von der breiten Masse angenommen, denn schließlich würden die Aufgeklärten und völlig objektiv berichtenden Nachrichten Agenturen uns deutsche doch nicht belügen!

Ich sage:”Die Medien sind ein Mittel der Propaganda gegen den Islam, man kann ihnen keinen Glauben schenken und wer wirklich erfahren möchte, wie die muslimische Frau behandelt werden muss, der soll zu den Quellen des Islam gehen und lesen, nicht auf Frau Kelek & Co. hören und nicht jeglicher Information blind folgen!”

Unsere beiden Fundamentalen Quellen der Religion, der Qur´an und die Taten und Aussprüche des Propheten Muhammads (s) lehren uns Ansichten, welche mit den Forderungen Keleks übereinstimmen, nicht das wir es nötig haben die Meinung dieser Frau zu teilen aber Sätze wie…

“Als ich im Januar 2005 mein Buch “Die fremde Braut” in Hamburg vorstellte und auf den durch den Islam legitimierten “Zwang zur Ehe” vor allem unter muslimischen Migranten hinwies,…”

…können wir nicht einfach so hinnehmen, denn die Zwangs Verheiratung ist nicht Islamisch legitimiert, dieser Gedanke entspringt lediglich aus einigen Kulturen, die zwar mehrheitlich muslimisch ist, aber dies bedeutet nicht, dass der Islam es als zulässig erklärt, oder die Menschen aus diesem Kulturkreis alle aufrichtige und praktizierende Muslime sind, denn wir dürfen den Islam nicht an den Taten der Muslime messen, sondern wir messen ihn an seinen Quellen.

1. Zwangsverheiratung

Dies ist im Islam nicht zulässig, es folgen nun Beweise aus der Sunnah (Taten und Aussprüche) des Propheten (s):

“Eine Frau ohne Ehemann darf nicht verheiratet werden, bis sie zugestimmt hat, und eine Jungfrau darf nicht verheiratet werden, bis sie ihre Erlaubnis dazu gegeben hat. (Hadith: Ibn Majah, Abi Daud)”

“Eine Frau namens Khansa bint Khidam kam einst zum Propheten und beklagte sich: „Mein Vater zwang mich meinen eigenen Cousin zu heiraten, um damit seinen Status (in den Augen der Leute) zu erhöhen.“ Der Prophet sagte ihr, dass sie frei ist, diese Ehe aufzulösen und wenn auch immer sie wünscht zur Ehe auszuwählen. Sie antwortete: „Ich akzeptiere die Wahl meines Vaters. Meine Absicht war es, die Frauen wissen zu lassen, dass die Väter nicht das Recht haben, sich in die Eheschließung einzumischen.“ (Hadith: Ahmad, Nasa’i und Ibn Madscha)”

“Eine Frau, die schon einmal verheiratet war, hat mehr Verfügungsrecht über sich als ihr Vormund, und die Erlaubnis einer Jungfrau muss von ihr ersucht werden, und ihre Erlaubnis ist ihr Schweigen.” (Überliefert von Bucharyy und Muslim – also eine gesicherte Überlieferung).”

Somit ist bewiesen, dass die Aussage “Zwangsheirat ist islamisch legitimiert” falsch ist, und das derjenige der diese Aussage trifft, kein Wissen über den Islam besitzt oder negative Propaganda verbreiten möchte.

2. Misshandlung der Frau

Die gute Behandlung der Frau wird uns Muslimen sowohl im Qur´an als auch in der Sunnah befohlen, wir Muslime müssen unsere Ehefrauen ehren, sie schlecht und grob zu behandeln ist uns nicht gestattet.

Allah, der Erhabene sagt im Qur´an:

“…Und geht in rechtlicher Weise mit ihnen um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allâh viel Gutes in es hineinlegt.“ [al- Nisa’ 4:19]

Der Prophet (s) sagt:

“Die besten unter euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln, und ich bin der beste unter euch zu meinen Frauen.“ [Berichtet von al-Tirmidhi, 3895; Ibn Mâjah, 1977; von al-Albâni in Sahîh al-Tirmidhi als Sahîh eingestuft.]

Zum besseren Verständnis empfehle ich folgendes Buch “Frauen im Schutz des Islam”, es ist kurz und kompakt, leicht lesbar und bietet eine Menge Informationen zur Stellung der Frau im Islam, es wird auf alle Themenbereiche eingegangen, wie z.B. Heirat, Erbe, Zeugenaussage usw.:

Nun bringen manche Menschen das Argument, dass doch im Qur´an steht, dass man die Frau schlagen darf, zu dieser Thematik werde ich nun ein Rechtsurteil von einem wissenden Mann anführen, welches zum Verständnis dieses Verses beitragen soll:

“Frage: Darf man die Frau schlagen?

Der mit umstrittenste Vers im Qur’an lautet (4:34):

„So sind die gottgefällig gut tuenden­ Frauen (Allah gegenüber) ergeben und bewahren das vom Verborgenen (zwischen ihnen und ihren Ehemännern), was Allah zu bewahren auf­er­legt hat.

Und die­jenigen Ehefrauen, deren Nuschuz (Widersetzlichkeit) ihr fürchtet, mit ihnen sollt ihr Wa’z (gütige Ermahnung), Hadschr (Meidung) in den Ehebetten und Darb (Schlagen) anwenden! Und sollten sie wieder auf euch hören, dann unternehmt nichts mehr gegen sie! Gewiss, Allah ist Erhaben und Groß.“

Erläuterung:

Hinabsendungs-Anlass (sababu n-nuzul)

Dieser Vers nimmt Bezug auf eine Begebenheit, als eine Frau zum Gesandten(s) kam, um ihren Ehemann anzuzeigen, da er sie geohrfeigt hatte, worauf der Gesandte(s) die Vergeltung anordnete. Daraufhin wurde zu diesem Thema mit 4:34 von Allah eine andere Vorgehensweise angeordnet. Nachdem dieser Vers hinabgesandt worden war, setzte der Gesandte(s) die von ihm beabsichtigte Vergeltung aus und sagte: „Ich wollte etwas, doch Allah, der Erhabene, wollte etwas anderes.“ Mit dieser Regelung sollte es unter Ehepartnern keine Vergeltung für solche Verfehlungen geben, um die angestrebte gütliche Lösung des Problems nicht unnötig zu erschweren. Der Vers 4:34 ordnet die Nicht-Vergeltung an und schlägt den Ehepartnern verschiedene Stufen der Vorgehensweise vor, um das Nuschuz- Problem nicht bis zur Scheidung eskalieren zu lassen und es möglichst in den Anfangsstadien auf gütlichem Weg zu lösen: nämlich Wa’z, Hadschr und Darb.

Definition von Nuschuz

Nuschuz bedeutet lexikalisch*(siehe Lisanul arab von Ibnu-manzur): „naschazatil-ardu“ – die Erde hat sich erhoben. Nuschuz seitens des Ehepartners bedeutet: Abneigung gegen den Ehepartner artikulieren, widerspenstig gegen ihn sein, sich über den Ehepartner erheben, Auflehnung gegenüber dem Ehepartner, was absichtlich böswilliges Verhalten einer Frau gegenüber ihrem Mann oder eines Mannes gegenüber seiner Frau umfasst.

Bedeutung von Wa’z

Wa’z bedeutet lexikalisch*: Ratschlag geben und die Erinnerung an bzw. der ernsthafte Hinweis auf die positiven sowie negativen Folgen einer Handlung. Der erste empfohlene Schritt der Problemlösung ist das ernsthafte Gespräch, die sachliche Dis­kussion, wobei das Verhalten der Partner analysiert wird und an die möglichen schwerwiegenden Folgen dieses Verhaltens erinnert wird. Die Vorgehensweise durch Wa’z sollte nicht nur einmalig, sondern mehrfach versucht werden und zwar unter möglichst entspannten Gesprächsbedingungen, bis der Ehepartner zu der Überzeugung kommt, dass dieser Weg keinen Erfolg mehr verspricht. Bedeutung von Hadschr in den Ehebetten bzw. Schlafstätten
Hadschr bedeutet lexikalisch*: Das Gegenteil von al-wasl in der Bedeutung von „In-Beziehung-Stehen und Intim-Sein“, d. h. Trennung, Vermeiden, Beziehung brechen, jemandem den Rücken kehren, keine Intimitäten pflegen.

Da der Vers von „Hadschr in den Ehebetten“ spricht, wird diese Trennung nur innerhalb der gemeinsamen Wohnung vollzogen, d. h. beide Ehepartner bleiben in der gemeinsamen Wohnung und schlafen im gemeinsamen Ehebett, jedoch ohne Intimitäten. Der Gesandte(s) sagte dazu: „(…) und du wendest Hadschr nur Zuhause an.“ (Ü. v. Ahmad und Al-baihaqi) Bei Hadschr soll also der Mann, in dem Fall, dass die Ehefrau nuschuz betreibt, der Partnerin für eine bestimmte Zeit im Ehebett den Rücken kehren und keine Intimitäten pflegen, als Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Situation. Weiter soll damit deutlich demonstriert werden, dass der Ehemann auch seinerseits auf Sexualität verzichten kann und somit durch die Verweigerung seitens der Ehefrau nicht unter Druck gesetzt werden kann. Ebenso soll dies eine weitere drastische Erinnerung daran sein, dass die Beziehung in einer ernsthaften Krise ist, die nunmehr gemeinsam gelöst werden sollte. Die Vorgehensweise durch Hadschr, sollte nur für eine bestimmte Zeit durchgeführt werden, weil eine Ehe ohne Intimitäten gewissermaßen einem Sinn und Zweck der Ehe widerspricht.

Bedeutung von Darb

Das Verb von Darb ist „daraba“.

An dieser Stelle soll erwähnt werden, wie viele verschiedene andere Bedeutungen dieses Verb im Qur’an noch hat, was erneut zeigt, dass jemand, der der arabischen Sprache und der islamischen Vorgehensweise (Hinzunahme der Aussprüche des Gesandten(S) und die seiner Gefährten) nicht richtig fähig ist, jemals einen Vers richtig zu übersetzen, geschweige denn interpretieren zu können:
- Prägen von Gleichnissen, bzw. von Münzen
(36:78) „Und er prägte Uns ein Gleich­nis (wa daraba lana mathalan) und vergaß seine Erschaffung, er sagte: „Wer belebt denn die Knochen, wäh­rend sie etwas Verwestes sind?“
- Umherziehen, reisen (4:101) „Und wenn ihr durch das Land umherzieht (darabtum fil-ard), ist es für euch keine Verfehlung, wenn ihr das rituelle Gebet verkürzt.“
- Errichtung von Schallschutz (18:11) „Dann richteten Wir auf ihre Ohren (etwas Abtrennen­des) (fadarabna ‘ala adhanihim) in der Höhle ein, für abgezählte Jahre.“
- etwas abwenden, etwas fernhalten (43:5) „Lassen Wir von euch etwa die Ermahnung abwenden (afa nadribu ‘ankumudh-dhikra saf-han), weil ihr maßlose Leute wart?!“
- schlagen, auf etwas hauen (20:77) „Und gewiss, bereits ließen Wir Musa Wahy zuteil werden: „Brich nachts auf mit Meinen Dienern, dann schlage (fad-rib lahum) ihnen einen getrockneten Weg ins Meer!“
- erfassen, überziehen (2:61) „Und sie wurden von De­mütig­ung und Elend er­fasst (wa duribat ‘alaihimudh-dhilatu wal maskanatu).“
- errichten (57:13) „Dann wurde zwischen ihnen eine Trennmauer errichtet (fa duriba bainahum bisurin), die eine Tür hat, in deren Innenseite ist Gnade, während außerhalb Peinigung ist.“
- Andere Bedeutungen von daraba sind:
§„darabal-dschur-hu“ – die Wunde schmerzt,
§„darabal-’aq-rabu“ – der Skorpion hat gebissen,
§„darabal-qalbu“ – das Herz schlägt,
§„darabahu bi-bali-yah“ – man hat jemandem eine Schwierigkeit bereitet,
§„darabal-madsch-da“ – man suchte nach Ruhm,
§„darabatit-tairu“ – die Vögel sind weggeflogen,
§„daraba ’ala yadihi“ – an etwas hindern bzw. jemandem (Geschäfts-)Fähigkeit aberkennen,
§„daraba l-fah-lu n-naqata“ – das Kamelmännchen hat das Kamelweibchen bestiegen,
§„daraba akbadal-ibil“ – die Kamele reiten, etc.

Wie man unschwer erkennt, haben fast alle Bedeutungen von daraba mit „etwas verhindern, verlassen, trennen und schlagen bzw. auf etwas schlagen“ zu tun. Welche Bedeutung von daraba gilt nun in dem Vers 4:34 und wie wird diese Maßnahme durchgeführt? Wenn also eine Ehefrau gegenüber ihrem Ehemann „Nuschuz“(Auflehnung), was absichtlich böswilliges Verhalten umfasst, durchführt, sollte der Ehemann als erste Maßnahme Wa’z vollziehen, die wie schon erwähnt, eine freundliche Ermahnung darstellt, wobei der Ehemann seiner Ehefrau die negativen Folgen bei ihrem Beharren auf Nuschuz sowie die positiven Folgen für die Ehe, wenn sie dieses Verhalten korrigiert, erläutert. Wenn diese Methode versagt, so geht man zur nächsten über, die darin besteht, den Geschlechtsverkehr bzw. Intimitäten mit der Ehefrau einzustellen, was eine Maßnahme ist, die die Frau seelisch trifft. Wenn auch dies nicht hilft, wird dem als letzter Versuch der Schlag- der nicht gewalttätig sein darf – also ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf den Köper zu hinterlassen und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu schlagen, entgegengesetzt. Es soll keine körperliche Verletzung bewirkt, sondern es soll damit vielmehr eine symbolische erzieherische Maßnahme gesetzt werden, was in der Schari’a als ghair mubarrih (nicht quälend, verletzend, Schmerz verursachen) definiert wird. Das Schlagen im Affekt oder als grundsätzliche Methode der „Verständigung“ ist auf keinen Fall gestattet. Wie das ‚Schlagen’ in diesem Fall durchgeführt wird, wird vom Gefährten und Schüler des Gesandten(s) Ibnu-‘Abbas® erläutert, der sagte, dass mit „fad-ribuhun-na, wendet gegen sie Darb an“, „schubsen, mit dem Siwak (Hölzchen zum Zähne­putzen) berühren“ gemeint ist.

Dass das ‚Schlagen’ nur in der eben erwähnten Form durchgeführt wird, und nicht verletzend sein darf, zeigen uns viele verschieden Überlieferungen, sowie die Lebensweise des Gesandten(S) selbst, der für jeden Muslim bzw. Muslima als das beste Vorbild fungiert. So ermahnte der Gesandte Allahs(S) einst seine Gefährten: „’Schlagt nicht die Dienerinnen Allahs!’ Dann kam ’Umar® zum Gesandten Allahs(s) und sagte: ‚Allahs Gesandter! Die Frauen lehnen sich gegen ihre Männer auf?’ Dann erlaubte er(S), dass gegen sie Darb angewandt wird. Später kamen zur Familie des Gesandten Allahs(s) viele Frauen, die sich über ihre Männer beklagten, dann sagte der Prophet(s): ‚Viele Frauen kamen zur Familie Muhammads(s), die sich über ihre Männer beklagten. Diese (Männer) sind nicht die Guten unter euch!’ “ (Ü. v. Ahmad, An-nasai, Al-hakim)

Und der Gesandte(S) sagte zu den Männer auch: „Die besten unter euch sind diejenigen, die den besten Umgang mit ihren Frauen pflegen.“ (Ü. v. Ibnu-madscha, Ahmad und At-tirmidhi) Der Gesandte(S) selbst hat den Gedanken entschieden verabscheut, die Ehefrau in einer anderen, als die von Ibn Abbas überlieferten Form, zu schlagen, und mehr als einmal hat er gesagt: „Ist es für euch wirklich möglich, eure Frauen zu schlagen, als wäre sie eine Magd, und dann am Abend zu ihr zu gehen (d.h. mit ihr zu schlafen)?“ (Bucharyy und Muslim)

Und als der Gesandte(S) über das Recht der Ehefrau gegenüber ihrem Ehemann gefragt wurde, antwortete er(S): „Du speist sie, wenn du speist, du kaufst ihr Kleider, wenn du für dich Kleider kaufst, du schlägst sie nicht ins Gesicht, du beschimpfst sie nicht und wenn du Hadschr(siehe weiter oben) anwendest, dann nur Zuhause.“ (Ü. v. Ahmad und Al-baihaqi) ‘Aischa®, Ehefrau des Gesandten überlieferte, dass es vom Gesandten(s) nicht bekannt war, dass er jemals ein Kind oder eine Frau geschlagen hätte. So soll noch das Vorgehen des Gesandten(s) erwähnt werden, als er einen ernsthaften Streit mit seinen Frauen hatte. Bei dieser Krise hat er seine Frauen weder geschlagen, noch beschimpft oder bedroht, sondern er hat sich von ihnen getrennt und das Haus für einen ganzen Monat verlassen[1]. Dies tat er, ohne die Verwandten der Frauen darüber zu informieren, damit diese nicht etwas gegen die Frauen unternehmen.

Weiter ist zu beachten, dass dieser Vers nur die Vorgehensweise in einem Ausnahmezustand in einer schweren Ehekrise behandelt und nicht die Regel darstellt. Denn im Normalfall darf ein Ehemann seine Ehefrau weder beleidigen noch demütigen, geschweige denn misshandeln. Er darf sie auch nicht im Bett meiden oder getrennt von ihr leben, denn Grundlage der ehelichen Partnerschaft sind nach qur’anischem Verständnis Liebe und Barmherzigkeit und nicht Gewalt und Unterdrückung: „Ebenso zu Seinem Vers zählt, dass Er für euch von eurem Wesen Partner­wesen erschuf, damit ihr bei ihnen Geborgenheit findet. Und Er setzte zwischen euch Liebe und Barm­herzigkeit. Gewiss, darin sind doch Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (30:21)

„Und verkehrt mit ihnen nach dem Gebilligten! Und solltet ihr gegen sie Abneigung empfinden, dann kann es sein, dass ihr einer Sache gegenüber Abneigung empfindet, in die Allah jedoch viel Gutes für euch gelegt hat.“ (4:19) Auch der auf 4:34 folgende Vers belegt die Ansicht, dass es um Versöhnung und nicht um Bestrafung geht, deshalb darf der Vers 4:34 nur in deren Lichte verstanden werden. „Und wenn ihr Streitigkeit zwischen ihnen (den Eheleuten) fürchtet, dann schaltet einen Schiedsmann von seinen Angehörigen und einen Schieds­mann von ihren Angehörigen ein. Und wenn beide Versöhnung wollen, wird Allah beide erfolgreich sein lassen. Gewiss, Allah bleibt immer allwissend, allkundig.“ (4:35)

Wenn die Frauen ihrerseits „Nuschuz“ seitens des Mannes befürchten (Sure 4:128), wird ihr empfohlen, mit diplomatischen Mitteln den Mann zur Vernunft zu bringen. Es wäre noch zu erwähnen, dass Männer, die nicht nach islamischen Normen handeln und die Frau verprügeln etc. falsch handeln und sündigen, wofür man aber nicht den Qur’an bzw. den Gesandten(S) verantwortlich machen darf. Im Qur’an heißt es weiterhin: „…Und verleumdet einander nicht und gebt einander keine Schimpfnamen. Schlimm ist die Bezeichnung der Sündhaftigkeit, nachdem man den Glauben angenommen hat, und jene, die nicht umkehren- das sind die Ungerechten.“ (Sura 49, Vers11) Hier sind diejenigen Männer angesprochen, die wissen müssen, dass es keine Misshandlung der Frau im Namen Allahs gibt, und dass Allah, Erhaben ist Er, vielmehr in Vers 21 der 30. Sura die „Zuneigung und Barmherzigkeit“ als Fundament des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau, als von Ihm gesetzt, erklärt. Die gütige Behandlung der Frau ist wie schon erwähnt in vielen Aussprüchen des Propheten Muhammad(Allahs Segen und Friede auf ihm) vorgekommen, wo der Prophet die Frauen als „Geschwister der Männer“ bezeichnet.

So ist der islamische Staat bzw. das islamische Rechtswesen (arab. Scharia) vorhanden, um das schwächere Geschlecht zu beschützen und wenn nun der Ehemann seine Frau verletzend geschlagen hat, so hat sie das Recht, ihn vor einem Gericht anzuzeigen, woraufhin er ihr eine Abfindung zahlen muss, in gewissen Fällen ist für ihn dann noch zusätzlich die Gefängnisstrafe vorgesehen.

Es ist noch darauf hinzuweisen, dass:
„In der Bundesrepublik wird die Zahl der von ihren Ehemännern und Freunden misshandelten Frauen und Mädchen auf, gering gerechnet, 100000 pro Jahr geschätzt. Doch allein die Stadt Hamburg registrierte innerhalb eines Jahre 4000 telefonische Hilferufe bei der Polizei.“
(Der Spiegel Nr. 4/76)

„In jeder zehnten Familie sind Prügel an der Tagesordnung… Allein in diesem Jahr suchten 24000 Frauen mit 50000 Kindern Schutz in den 130 Frauenhäusern der Republik.“ (Stern v. 4.12.1989)
In letzen Statistiken in Großbritannien wurde erklärt, dass die Zahl der Frauen, die von ihren Männern brutal geschlagen wurden, von 6 400 im Jahr 1990 auf 30 000 im Jahr 1992 gestiegen ist. Diese Zahl sprang 1995 auf 65 400 Frauen. Statistiker vermuten, dass sich die Zahl bis zum Ende des 20. Jahrhunderts noch verdoppeln wird auf 124 400! (Al-Usrah Magazina, Jumada I, 1416 H.)

Diese Statistiken werden auf der Grundlage der Fälle, die der Polizei gemeldet wurden erstellt, wie der Bericht sagt. Aber was ist mit den Fällen, in denen Frauen geschlagen wurden, die nicht gemeldet wurden?

(Quelle: Zum Teil entnommen aus „Tafsir und Übersetzung der Ayah (4:34) von Amir M. A. Zaidan“)

Und Allah weiß am besten”

Quelle: http://islam-fetwa.de/index.php?option=com_content&task=view&id=182&Itemid=64

Sie können also sehen, dass es dem muslimischen Mann nicht gestattet ist, seine Frau ]zu misshandeln, somit sind Unterstellungen widerlegt, die behaupten “der Islam legitimiert Gewalt an Frauen”

3. Frauen sollen sich ebenfalls bilden

Zu diesem Punkt genügt ein einziger Ausspruch des Propheten Muhammad (s), welcher wie folgt lautet:

„Sich Wissen anzueignen, ist die Pflicht jeden Muslims.“ (Ibni Mâdscha, Mukaddima, 17)”

An diesem Ausspruch sehen sie also, dass es Pflicht ist für jeden Muslim sich Wissen anzueignen, somit müssen sogar unsere Frauen nach Wissen streben und wir Männer dürfen es ihnen nicht verwehren.

Der Prophet (s) selbst unterrichtete die Frauen:

“Die Frauen sagten zum Propheten: „Die Männer überwiegen bei dir im Vergleich zu uns. So gib uns von Dir aus einen Tag.“ Da versprach er ihnen einen Tag an dem er mit ihnen zusammentraf, sie unterwies und ihnen Anordnungen gab.” (Abu Said al-Chudri; Bucharyy[b]

Sie wissen nun, dass der Prophet (s) persönlich die Bildung der Frau gefördert hat, mit welchem Recht also, sollten wir Männer unseren Frauen verbieten sich zu bilden?

Zum Abschluss des Textes empfehle ich jedem Nicht-Muslim, sich nicht auf die Aussagen der Medien über den Islam zu verlassen, sondern lesen Sie in den Quellen des Islam, der Qur´an und die Sunnah (Taten und Aussprüche des Propheten (s)), so bilden Sie sich Ihre objektive und gerechte Meinung und tragen somit zum positiven Zusammenleben bei, denn Vorurteile haben noch niemandem geholfen.

„Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.“

Luther Burbank

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8 Antworten auf Die Frau, unterdrückt und misshandelt

  • Ahiret sagt:

    Ich bin eine Frau.
    Ich bin sehr gerne eine Frau und stolz darauf eine Muslima zu sein.

    Zum Fall, Frau Klenek, mchte ich nicht viel Zeit verschwenden, sie ist nur ein Beweis, was es bedeutet wenn eine Frau ungebildet ist und damit auch noch in die ffentlichkeit geht!

    Mge ALLAH uns viele solcher Bder geben, die uns ber unsere Rechte aufklren mssen, denn anscheinend sind wir nicht imstande dazu und hirnlose Mchtegernmuslimas machen uns, in der ffentlichkeit, lcherlich. Das ist ein Armutszeugnis fr uns!

  • pinkmoon sagt:

    Als ich im Januar 2005 mein Buch Die fremde Braut in Hamburg vorstellte und auf den durch den Islam legitimierten Zwang zur Ehe vor allem unter muslimischen Migranten hinwies,

    Wie kann man denn so dreist Lgen? Ich frage mich wieso sie besonders nichts gegen den traditionellen Stolz von ihren Landsleuten erzhlt, die nur aus eigenen Emotionen schlimme Dinge tun. Tatsache ist auch, dass die meisten wo Zwangsheirat und Ehrenmord stattfindet, diese Menschen schon immer unislamisch gelebt haben. Wen wundert es also? Es reicht aber anscheinen einen islamisch klingenden Namen zu haben. Und sich wissen anzueignen ist berhaupt der erste Befehl im Islam. Oh Gott, wie bildungsresistent sind denn die Islamophoben, dass sie nur aus ihrer Phantasie Lgen verbreiten?

  • Abud sagt:

    In ihrer anllich ihr Auszeichnung mit der Mercator-Professur 2006 gehaltenen Rede uerte Necla Kelek unmiverstndlich, da sie nicht an den Qur’n als gttliche Offenbarung glaubt. Sptestens aus dieser Aussage sollte klar sein, da sie keine Muslima ist, keinen Anteil mehr am Islam hat, und nicht berechtigt ist, in irgendeiner Weise im Namen des Islams oder der Muslime zu sprechen. Dies sollte man den Muslimen in Deutschland und den dort lebenden Trken deutlich machen.

    Part1: http://video.google.com/videoplay?docid=7815944823333801032&q=The+Power+Of+Nightmares+-+Part+1+of+3

    Part2:
    http://video.google.com/videoplay?docid=-5114412158494442149&q=The+Power+Of+Nightmares+-+Part+2+of+3

    Part3:
    http://video.google.com/videoplay?docid=-8732625326538179377&q=The+Power+Of+Nightmares+-+Part+3+of+3

  • JudgeIsrael sagt:

    das ist volksverhetzung so einfach ist das.
    dreimal dürft ihr raten wer die medien kontroliert

    Wenn wir uns die Geschichte ansehen,wurden die Juden jarhundertelang vom Islam beschützt.Das war eine sehr starke Partnerschaft. Juden wurden in Christlicher Umgebung verfolgt,aber sie litten nicht unter Arabern.Als der Zionismus im 19. Jarhundert aufkam,aber vor allem ab 1948 zerstörte er die starke Verbindung zwischen Arabern und Juden und dass ist warscheinlich das größte Verbrechen des Zionismus.
    - Gilad Atzmon
    (Britisch-Israelischer Jazzmusiker und Autor)

  • JudgeIsrael sagt:

    kann jemand diesen herrn kelek nicht verklagen wegen volksverhtzung?
    irgendjemand msste doch genug mut haben dagegen vorzugehen wielange mssen wir uns noch diese dreissten lgen gefallen lassen?

  • Pingback: Kinderehen in Saudi-Arabien - Leserbrief Nr.2 | Islamically Incorrect

  • Djibril sagt:

    Studie zum Menschenhandel
    Moderne Sklaverei in Deutschland

    http://www.tagesschau.de/inland/menschenhandel104.html

  • Saturnous sagt:

    Anstatt immer Leute zu verleumden empfehle ich einfach Beweise in die Kommentare zu stellen. Vielleicht ein Foto von der letzten Semesterparty mit lauter Muslimas mit Kopftüchern ? Oder ein Kopftuchfreier voller Wartesaal eines Berliner Arbeitsamtes ?

    Solche Zwangsehepartnerinnen sind öffentlich kaum wahrzunehmen – meistens gehen sie nichtmal in die Moschee.