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Rassismus im Islam

„Oh, ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget. Wahrlich, der Angesehenste von euch vor ALLAH ist der, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Gott ist Allwissend, Allkundig.“

(Die ungefähre Bedeutung des heiligen Qur’ an von M. Rassoul, Kapitel Al- Hugurat, Vers 13)

Der Gesandte (Friede sei mit ihm) sagte:

“ Oh, ihr Menschen! Euer Gott ist Einer und euer Stammvater ( Adam) ist einer. Ein Araber ist nicht besser als ein Nicht-Araber, und ein Nicht-Araber ist nicht besser als ein Araber, und ein roter (d.h. weiß mit rötlichem Schimmer) Mensch ist nicht besser als ein schwarzer und ein schwarzer Mensch ist nicht besser als ein roter Mensch, außer in der Frömmigkeit.“

( Vgl. Buchari, Hadith 1739, Buch „ Ein kurzer illustrierter Wegweiser, um den Islam zu verstehen“ )

Die Pilgerfahrt nach Mekka

Die jährliche Pilgerreise vereint viele Menschen, die sich aus jedem Teil der Erde, zu einem einzigen Ort vereinen. Männer müssen sich ein und dieselbe Kleidung anlegen, die ziemlich einfach ist und keine Unterscheidung zwischen Klassen und Kulturen zulässt. Dieses Einheitsbild entsteht besonders bei der Umschreitung des schwarzen Steines. Dieses Zusammenkommen lehrt uns, dass Rassismus gar nicht entstehen darf. Hier spielt diese zwischenmenschliche Beziehung eine große Rolle. Viele Vorurteile können entweder aufgeklärt werden oder man lernt sich und einander kennen. Dieses miteinander Reden und Verstehen fördert auch die Intelligenz und das Sozialverhalten, der Horizont erweitert sich, man lernt mehrere Sprachen.

Man kann eine Tatsache auf zwei Arten erleben, so erzählte mir eine Schwester, als sie im Kindergarten tätig war, gab es einen Jungen der aufgrund seiner Hautfarbe ausgelacht wurde. Er wünschte sich nicht mehr ausgelacht zu werden. Als sie dem Kind erzählte, das einer der besten Freunde des Propheten, Muhammed (Friede sei mit ihm) Bilal (ALLAHs Wohlgefallen sei auf ihm) dunkelhäutig und der erste Gebetsrufer war, machte ihn das stolz.

Ein gegenteiliges Beispiel von einem dunkelhäutigen Jungen, dessen Umgebung ihn vollkommen akzeptierte und er dadurch keine Unsicherheit kannte, erlebte ich selbst in einer Kindergruppe. Mir fiel auf, dass der Kleine jede Tätigkeit sehr präzise ausführte. Er schien sehr aufmerksam zu sein und einen scharfen Verstand zu besitzen, denn seine Auffassung war ausgezeichnet.

Es wäre vollkommen unlogisch, dass der Schöpfer seinen Geschöpfen Rassismus vorschreiben würde. Sollen wir uns gegenseitig umbringen? Was soll das bringen? Die Seele ist nicht schwarz oder grün, die Hautfarbe oder unsere Nasen, Augen, Haare unterscheiden uns voneinander, sonst rein gar nichts!

Bevor mir jetzt jemand mit dem Einwand kommt, dass wir Muslime Antisemitisten wären, möchte ich eines klarstellen. Es stimmt, Allah erzählt im Qur’ an sehr viel über die Israeliten (die ursprünglich einmal “das außerwählte Volk waren”), die eigentlich mit den heutigen Juden nicht allzuviel gemein haben (doch das gehört extra erklärt). Es geht um die Charakterzüge, die einige Juden genauso besitzen, so wie es im Qur’ an beschrieben ist. Das soll eine Lehre für uns Muslime sein, damit wir nicht dieselben Fehler machen, wie das frühere Volk. Das beste Beispiel dieser Charakterzüge, die im Qur’ an beschrieben werden, bietet das (selbsternannte) jüdische Volk selbst: Palästina, da ist jeder Kommentar überflüssig.

“…dies ist eine Gemeinde der Vergangenheit, ihr wird zuteil, was sie sich erworben hat, und euch wird zuteil, was ihr euch erworben habt. Und ihr werdet nicht für das verantwortlich sein, was jene getan haben.

(Kapitel Al-Baqara, Vers 134)

Das sind keine erfundenen Geschichten,  sondern Tatsachen, die heute bestätigt werden.

Die Antwort auf die Frage “gibt es Rassismus im Islam?” lautet:

“Oh, ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget. Wahrlich, der Angesehenste von euch vor ALLAH ist der, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Gott ist Allwissend und Allkundig.”

Der Gesandte, Muhammed (Friede sei auf ihm) sagte:

“Oh, ihr Menschen! Euer Gott ist Einer und euer Stammvater (Adam) ist einer. Ein Araber ist nicht besser als ein Nicht-Araber und ein Nicht-Araber ist nicht besser als ein Araber, und ein roter (d.h. weiß mit rötlichem Schimmer) Mensch ist nicht besser als ein schwarzer Mensch und ein schwarzer Mensch ist nicht besser als ein roter Mensch, außer in der Frömmigkeit.”

Verfasst von Schwester Ahiret

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Eine Antwort auf Rassismus im Islam

  • Pitter sagt:

    Schner Artikel!
    Noch etwas dazu:
    http://www.way-to-allah.com/themen/Rassismus.html

    Die Welt muss unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, damit Menschen aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen

    Die Welt muss unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, damit Menschen aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen

    Mekka schien mir so alt wie die Zeit selbst zu sein, als wir es erreichten. Wir fuhren langsam durch die gewundenen Straen, die auf beiden Seiten von Lden gesumt waren und voll gestopft mit Bussen, Autos und Lastwagen. Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt beherrschten das Stadtbild. [...]

    Ich nahm meine Sandalen in die Hand und folgte dem Mutawaf. Dann sah ich die Kaaba, ein riesiges schwarzes Steinhaus inmitten der Groen Moschee. Sie wurde von Tausenden und Abertausenden von betenden Pilgern beiderlei Geschlechts und jeder Gre, Gestalt, Hautfarbe und Rasse aus aller Welt umschritten. Das Gebet, das gesprochen wird, wenn die Augen des Pilgers zum ersten Male die Kaaba wahrnehmen, war mir bekannt. bersetzt lautet es: “Oh Gott, Du bist der Friede, und Frieden geht aus von Dir. So empfange uns, Gebieter, in Frieden.”

    Ich fhlte mich dort im Hause Gottes wie benommen. Mein Mutawaf fhrte mich in die Menge betender, singender Pilger, die sieben Mal die Kaaba umrundeten. Einige gingen durch ihr hohes Alter gebeugt und waren voller Runzeln. Dies war ein Anblick, der sich tief ins Bewusstsein einprgte. Ich sah behinderte Pilger, die von anderen getragen wurden, Gesichter von wieder anderen waren in ihrem Glauben verzckt. Nachdem ich das siebte Mal herumgegangen war, kniete ich mich nieder, beugte meinen Kopf bis auf den Boden und betete zwei Rak’a. Bei der ersten Verbeugung betete ich den Koranvers “Sprich: Er ist Gott, der Einzige”; bei der zweiten Verbeugung “Sprich: Oh ihr Unglubigen! Ich verehre nicht das, was ihr verehret…” [...]

    Schlielich erhoben wir unsere Hnde im Gebet und in Danksagung und wiederholten Allahs Worte: “Es gibt keinen Gott auer Allah. Es gibt niemanden neben ihm. Sein sind die Macht und die Herrlichkeit. Alles Gute kommt durch Ihn, und Er hat Macht ber alle Dinge.” [...]

    Ich wusste nur, was ich in Amerika zurckgelassen hatte, und in welchem Kontrast es stand zu dem, was ich in der islamischen Welt vorgefunden hatte. Mit ungefhr zwanzig anderen Muslimen, die ebenfalls die Hadsch beendet hatten, sa ich in einem riesigen Zelt auf dem Berg Arafat. Als Muslim aus Amerika stand ich im Mittelpunkt des Interesses. Sie fragten mich, was mich an der Hadsch am meisten beeindruckt hatte, wobei einer fr die anderen bersetzte. Meine Antwort auf diese Frage war sicher nicht die, die sie erwartet hatten, aber sie brachte genau auf den Punkt, worum es mir ging.

    Ich sagte: “Die Brderlichkeit! Dass Menschen aller Rassen und Hautfarben aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen! Das war fr mich der Beweis fr die Macht des Einen Gottes.”

    Vielleicht war es nicht besonders taktvoll von mir, aber ich nutzte die Gelegenheit, ihnen auf die Schnelle eine kurze Predigt ber die Geiel des Rassismus in den Vereinigten Staaten zu halten.

    Das machte starken Eindruck auf meine Zuhrer. Ihnen war durchaus bekannt, dass die Lage der Schwarzen in Amerika “nicht besonders gut war, aber es war vllig neu fr sie zu hren, dass die Schwarzen unter menschenunwrdigen Verhltnissen leben mussten, die sie seelisch verstmmelten. Meine Zuhrer, alles Menschen aus den verschiedensten Erdteilen, waren zutiefst erschttert. Als Muslime empfanden sie ein starkes Mitgefhl fr alle Unterdrckten und verfgten ber einen ausgeprgten Sinn fr Wahrheit und Gerechtigkeit. Und durch das, was ich ihnen whrend unseres Gesprchs gesagt hatte, konnten sie sehen, nach welchen Mastben ich alles beurteilte – dass nmlich der Rassismus fr mich das explosionstrchtigste und bsartigste bel auf der Welt ist, in dem sich die Unfhigkeit der Geschpfe Gottes zeigt, als Gleiche unter Gleichen zu leben, vor allem in der westlichen Welt.

    Ich habe seitdem oft darber nachgedacht, dass ich in dem Moment, in dem ich mich hinsetzte, um Briefe zu schreiben, nur Gedanken niederschrieb, die sich lngst schon in meinem Unterbewusstsein geformt hatten. Die positiven Einflsse der Farbenblindheit der religisen Gemeinschaft der islamischen Welt und der Farbenblindheit der menschlichen Gesellschaft der islamischen Welt hatten jeden Tag eine grere Wirkung und eine wachsende berzeugungskraft auf meine bisherige Denkweise ausgebt. [...]

    Ich war sogar ber mich selbst verwundert, obwohl es hnliche Entwicklungen auch schon vor diesem Brief in meinem Leben gegeben hatte. Mein ganzes bisheriges Leben bestand aus einer Aufeinanderfolge von Vernderungen. Es folgt, was ich in dem fr die Presse bestimmten Brief schrieb… es kam von ganzem Herzen:

    “Nie zuvor habe ich eine derart aufrichtige Gastfreundschaft und einen derart berwltigenden Geist wahrer Brderlichkeit erlebt, wie sie mir von Menschen aller Hautfarben und Rassen hier im Heiligen Land, dem Lande Abrahams, Muhammads und all der anderen Propheten der Heiligen Schriften, entgegengebracht wurden. Whrend der ganzen vergangenen Woche war ich sprachlos und vllig fasziniert von der Freundlichkeit, die ich berall um mich herum an Menschen aller Hautfarben beobachten konnte.

    Mir ist die Segnung zuteil geworden, die Heilige Stadt Mekka zu besuchen. Gefhrt von einem jungen Mutawaf namens Muhammad habe ich die Kaaba siebenmal umschritten. Ich habe Wasser aus der Heiligen Quelle Semsem getrunken, bin siebenmal zwischen den Hgeln AI-Safa und AI-Marwah hin und her gewandert. In der uralten Stadt Mina und auf dem Berg Arafat habe ich meine Gebete zu Allah gesprochen.

    Dort waren Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt. Unter ihnen waren alle Hautfarben vertreten, von blauugigen Blonden bis zu schwarzhutigen Afrikanern. Aber wir nahmen alle am selben Ritual teil und verbreiteten einen Geist der Einheit und der Brderlichkeit, wie ich ihn nach meinen Erfahrungen in Amerika zwischen Weien und Nichtweien fr unmglich hielt.

    Amerika muss unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, weil er die einzige Religion ist, die in der Lage wre, das Rassenproblem dieser Gesellschaft zu beseitigen. Whrend meiner Reisen in der islamischen Welt habe ich Menschen getroffen, habe mit ihnen gesprochen und sogar mit ihnen gegessen, die man in Amerika als “wei” bezeichnen wrde – aber ihr islamischer Glaube hatte alles, was wir als “weie” Haltung kennen, aus ihrem Geist entfernt. Ich habe niemals zuvor erlebt, dass Menschen aller Hautfarben gemeinsam eine derart aufrichtige und wahre Brderlichkeit praktizieren knnen, ohne dass die Hautfarbe eine Rolle spielte.

    Vielleicht werden Sie erschttert sein, diese Worte aus meinem Munde zu hren. Aber was ich auf dieser Pilgerfahrt gesehen und erfahren habe, hat mich dazu gebracht, viele meiner bisherigen Denkschemata zu verndern und einige meiner frheren Schlussfolgerungen ber Bord zu werfen. Das ist mir nicht allzu schwer gefallen. Trotz meiner festen berzeugungen bin ich immer ein Mensch gewesen, der versucht, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Realitt des Lebens zu akzeptieren, wie sie sich durch neue Erfahrungen und neues Wissen entwickelt. Ich habe mir immer einen offenen Geist bewahrt, der notwendig ist fr eine innere Beweglichkeit, die Hand in Hand gehen muss mit jeder Form der vernnftigen Suche nach der Wahrheit.

    Whrend der vergangenen elf Tage hier in der islamischen Welt habe ich vom selben Teller gegessen, aus dem selben Glas getrunken und im selben Bett geschlafen (oder auf dem selben Teppich) und zum selben Gott gebetet wie meine muslimischen Glaubensbrder mit ihren blauen Augen, blonden Haaren und ihrer weien Haut. In den Worten und Taten der ‘weien’ Muslime war dieselbe Aufrichtigkeit zu spren, wie ich sie unter den schwarzen Muslimen aus Nigeria, dem Sudan und Ghana empfand.

    Wir waren wahrhaftig alle gleich (Brder), weil der Glaube an den Einen Gott alles ‘Weie’ aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.

    Daran wurde mir deutlich, dass die Weien in den Vereinigten Staaten, wenn sie die Einzigartigkeit Gottes akzeptieren knnten, dann vielleicht auch in der Realitt die Einzigartigkeit der Menschheit akzeptieren knnten – und aufhren wrden, andere aufgrund ihrer ‘Verschiedenartigkeit’ in der Hautfarbe zu bewerten, zu behindern und zu verletzen.

    Da der Rassismus die USA plagt wie ein unheilbares Krebsgeschwr, sollten die Herzen der so genannten ‘christlichen’ weien Amerikaner empfnglicher sein fr eine bewhrte Lsung eines derart destruktiven Problems. Vielleicht ist es noch nicht zu spt, und die USA knnten vor der drohenden Katastrophe gerettet werden. Es geht um dieselben Krfte der Zerstrung, die der Rassismus ber Deutschland gebracht hat und die schlielich auch die Deutschen in die Katastrophe fhrten.

    Mit jeder Stunde hier im Heiligen Land konnte ich tiefere Einsichten in das gewinnen, was in den USA zwischen Schwarzen und Weien passiert. Man kann den Schwarzen in Amerika fr ihren Rassenhass keine Schuld zuweisen – sie reagieren nur auf vierhundert Jahre bewusster Rassendiskriminierung von Seiten der Weien. Da der Rassismus die USA aber in den Selbstmord treibt, glaube ich nach den Erfahrungen, die ich mit den Weien der jngeren Generation in den Colleges und Universitten gemacht habe, dass sie die Zeichen der Zeit begreifen werden und sich dem spirituellen Weg der Wahrheit zuwenden werden. Er ist der einzige Weg, der Amerika noch geblieben ist, um die Katastrophe abzuwenden, in die der Rassismus unweigerlich fhren muss. [...]

    Gelobt sei Allah, Gebieter ber alle Welten.

    Ihr ergebener

    Auszge aus “Malcolm X – Die Autobiographie”
    EI-Haj Malik EI-Shabazz