Über das Kopftuch und das Kopftuchverbot
Es ist ein politisches Symbol, es ist ein Zeichen der “schleichenden” Islamisierung. Es unterdrückt die Frauen und es ist ein kleiner Aspekt einer großen Verschwörung, die die Welt ins Verderben bringen wird. Wenn vom Kopftuch die Rede ist, sind diese stumpfen und bei genauer Betrachung inhaltslosen Thesen kaum auszudenken. Aktuell gab es immer wieder einen Streit in der Türkei: Muslimischen Frauen ist es nicht erlaubt, ein Kopftuch an Universitäten zu tragen.
Wenn man über das Kopftuch oder auch allgemein über den Islam sprechen will, begehen leider viele den Fehler, und versuchen aus ihren eingeschränkten Blickwinkeln dieses Thema zu kommentieren und zu erhellen. Man muss garnicht auf das Beispiel in der Türkei eingehen, dies ist nur eines vieler Fälle und mit Sicherheit lange nicht der letzte, wie man hier sieht. Das Prinzip ist immer dasselbe: Man stellt Thesen auf, indem man aus seiner Sicht der Welt, aus seinen persönlichen Ansichten, über andere Menschen urteilt.
Das Problem hier ist, dass jemand, der den Islam nur aus islamophoben Seiten oder aus den Nachrichten her kennt, auf keinen Fall in der Lage ist, wirklich aufschlussreich und fair über diese Sache zu urteilen. Denn nur weil ein Mensch für sich denkt, dass diese Sache ihm nicht zugute kommen würde, heißt dies noch lange nicht, dass dies auch für andere Menschen Gültigkeit besitzt. Ein Individuum kann aus seiner persönlichen Sicht heraus nicht über ein anderes Individuum richten, geschweige denn sagen, was von Nutzen oder Schaden ist. Insbesondere,  wenn es sich nie Gedanken über die Gefühle des anderen Individuums gemacht hat, wenn es sich nicht in das andere Individuum hineinversetzt hat.
Um es auf dieses Beispiel zu beziehen:
Wie kann der nichtmuslimische Otto-Normal-Bürger oder ein Muslim der seine Religion auch nur von den Medien kennt, einer Muslima, die ihre Religion aus ganzem Herzen praktiziert, sagen was gut bzw. schlecht für sie ist? Dies ist ein Widerspruch in sich. Denn wenn man nicht weiß, was für Ziele und Gedanken die muslimische Frau verfolgt, dann ist man auch nicht in der Lage sich in sie hineinzuverstzen. Und genau das ist unser aktuelles Problem: Frauen, die das Kopftuch aus Liebe zu ihrer Religion tragen, werden unterdrückt, indem man ihr etwas nimmt, was von grosser Wichtigkeit für sie ist.
Die Frauen werden gezwungen das Kopftuch zu tragen? Ja, das hört man oft, doch die Realität sieht anders aus: Frauen werden gezwungen, das Kopftuch, das sie aus Überzeugung tragen, abzulegen. Doch leider wird diese Tatsache gerne verschwiegen, obwohl sie doch so offensichtlich ist. Also frage ich nun alle Leserinnen und Leser: Ist dieses Verbot fair? Wenn man wissen will, ob das fair ist, sollte man nicht sogenannte “Islamexperten”, die gerne mal meinen, in den Medien belanglose und eingeschränkte Sätze aneinanderzureihen, fragen, sondern die muslimische Frau. Besucht unsere Foren, geht zu praktizierenden Muslimen und fragt sie, wie sie zu dieser Sache stehen. Alles andere wäre von Grund auf Unfair.
Meine weitere Frage ist: Was will man mit dieser Bewegung erreichen? Will man, dass die muslimischen Frauen sich dem aktuellen Strom anpassen und sich auch als sexuelles Lustobjekt verkaufen? Sogar die Menschen, die nicht dem Islam angehören, scheinen das langsam einzusehen:
Die Beschwerden aus der Bevölkerung wegen frauenfeindlicher Werbung häufen sich. Das berichtete der Deutsche Werberat in Berlin. Der Vorwurf der Frauendiskriminierung war 2008 bei 42 Prozent aller Proteste im Spiel, im Vorjahr waren es 33 Prozent. “Es hat also deutlich zugenommen”, sagte der Werberatsvorsitzende Hans-Henning Wiegmann.
Die meisten Beschwerden richteten sich gegen Werbekampagnen kleiner Firmen, wie ein “Fleischwaren Frischdienst”, der auf Lieferwagen mit einer nackten Frau warb.
(ntv, 24.03.09)
Sollen die muslimischen Frauen jetzt auch im Bikini für Rasenmäher werben? Sollen muslimische Frauen, die ihre Scham bewahren wollen und aus Liebe zu ihrem Herrn, ein Kopftuch tragen, jetzt auch auf Auto-Tuning-Messen an Gogo-Stangen tanzen? Ich hoffe man merkt an dieser Stelle, dass die Frauen lediglich als Kaufanreiz dienen und nichts, aber auch rein garnichts, mit den Werbeprodukten zu tun haben. “Sex sells” nennt man diese Methoden der Marketing-Branche. Frauen, mit leichter Bekleidung sind ein Blickfang und steigern die Aufmerksamkeit und so auch die Kauflust und Kaufkraft.
Und ich hoffe, jeder der ehrlich zu sich ist, wird mir zustimmen und sagen, dass es das Recht einer Frau ist, diese Bewegung zu meiden und sich am ganzen Körper zu bedecken, was ihr den Respekt und die Ehre gibt, die sie verdient.
Allah sagt im Quran:
O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.(33:59)
Wir Muslime glauben, dieser Gesellschaft einen moralischen Wert zu geben, den sie verloren hat, indem wir unsere Religion praktizieren. Wir möchten keinem unsere Werte aufzwingen, wie es leider dargestellt wird. Doch was ist daran auszusetzen, wenn eine Frau sich aus eigener Überzeugung für das Kopftuch entscheidet? Es ist ihr Schutz und es gibt ihr etwas, was den meisten Frauen hier nicht gegeben wird: Ehre und Respekt.
Es ist heute auch normal, wenn Punks, Skinheads, Gothic-Anhänger, Metal-Hörer zu ihren Werten stehen. Warum reklamiert hier keiner? Warum dieser Aufruhr, wenn eine Frau sich entscheidet, ihren Körper mit einem lockeren Gewand zu bedecken? So wie es das Recht dieser Gruppen ist, so sollte es auch unser Recht sein, unsere Religion zu praktizieren und zu ihr zu stehen. Integration heißt nicht, dass man sich der diesigen Geselllschaft völlig unterwerfen und somit anpassen muss. Dieser Gedanke scheint aber bei Vielen vorhanden zu sein.
Darum hoffen wir, dass nun jeder, der ehrlich zu sich und offen für andere Meinungen ist, einsieht, dass es hier nicht um die “Befreiung” der muslimischen Frau geht, sondern um die Unterdrückung und die Beraubung ihrer Rechte.
An dieser Stelle möchte ich auf den Artikel von unserem Bruder Abud hinweisen.
Wir bitten Allah, dass dieses diskriminierende und untolerante Gesetz aufgehoben wird und unsere Schwestern die Möglichkeit bekommen, ihre Religion zu praktizieren und an den Universitäten ihre Bildung erweitern können. Denn diese Schwestern wollen kein Schaden anrichten, sie wollen einfach nur eine Möglichkeit wahrnehmen, die allen Anderen auch zusteht.
Möge Allah unsere Schwestern, die unter diesem Gesetz zu leiden haben, stärken und ihnen Geduld geben. Und möge Allah die Ebene dafür schaffen, dass diese Gesetze aufgehoben wird.

Assalam Alaikum,
ein schner Artikel, der die wahren Hintergrnde des Kopftuchtragens beinhaltet…und wir haben schon oft solche Artikel gelesen oder auf Videos gehrt…aber ich denke, dass was die Leute (Nicht-Muslime und “Muslime”) hier interessiert ist folgendes:
Hat ein Mdchen oder eine Frau, die in der Sharia lebt, die Mglichkeit ohne Kopftuch durch die Straen zu spazieren? Oder wird sie von der Gesellschaft dazu gezwungen Kopftuch zu tragen?
Denn genau dies meinen die intelligenten Leute, wenn sie von Kopftuchzwang reden.
Und allgemein gibt es hierbei ein berthema, nmlich Sharia und genau dieses Thema ist der Knackpunkt, ob die Menschen den Islam annehmen oder nicht…denn hierbei gibt es neben der Kopftuchfrage weitere Unterthemen, wie
-Was hat es mit Barmherzigkeit zu tun, dass Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden und Dieben ihre Krperteile amportiert werden?
-Gibt es Freiheiten in der Sharia, die man hier in D geniet bzw. in wie Fern beschrnkt mich die Sharia in meinem Leben?
-Gibt es Demokratie in der Sharia oder wird man von eine Art Diktator beherrscht?
usw.
@ Ahmed
die GG beinhalten viele scharia gesetze ob du es glaubst oder nicht.
und nun kommen wir zum thema kopftuch:
es ist-wirklich kein zufall das die islam hassenden medien fest in jüdischen händen sind,und genau da müssen wir anfangen das problem anzupacken,youtube ist schonmal ein guter anfang.
Der weg eines Deutschen Verlegers führt über Jerusalem nach Berlin.
-Axel “Der Jude” Springer
Wenn wir uns die Geschichte ansehen,wurden die Juden jarhundertelang vom Islam beschützt.Das war eine sehr starke Partnerschaft. Juden wurden in Christlicher Umgebung verfolgt,aber sie litten nicht unter Arabern.Als der Zionismus im 19. Jarhundert aufkam,aber vor allem ab 1948 zerstörte er die starke Verbindung zwischen Arabern und Juden und dass ist warscheinlich das größte Verbrechen des Zionismus.
- Gilad Atzmon
(Britisch-Israelischer Jazzmusiker und Autor)
In einem Interview des Muslim-Markts vom 26.03.2009 mit dem sterreicher Johannes Auer, dem Herausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift Abendland antwortet dieser auf die Frage nach dem Kopftuch:
MM: Ein besonders intensiv in sterreich in den letzten Jahren diskutiertes Thema war und ist das Kopftuch. Gerade die Vertreter der sich als rechts definierenden Parteien haben die verbal massivsten Angriffe auf das Kopftuch der Muslima gestartet. Wie kann es gelingen jene ngste mit denen manche Politiker spielen, zu berwinden?
Auer: Hier handelt es sich um eine Dummheit, leider kann man das nicht anders ausdrcken. Die Rechten, die sich sonst immer fr Anstand, Disziplin, Sauberkeit usw. einsetzen, wollen das Kopftuch verbieten? Wen strt das Kopftuch? Doch nur die Vertreter der hedonistischen, materialistischen Massengesellschaft, jene also, die das Bezeugen von Werten in der ffentlichkeit strt, die selben, die das Kreuz abhngen wollen. Ich finde es sogar angenehm, da auf der Universitt oft Muslimas mit Kopftuch erscheinen, sie setzen der ffentlichen Nacktheit einen angenehmen Kontrapunkt entgegen, sie stehen fr etwas und sind keine Mitlufer, sie sind fr mich ein Zeichen, da der Materialismus nicht siegt, wenn ich auch der Meinung bin, da manche Muslims ein bescheideneres Kopftuch tragen knnten, vieles gleitet auch hier in bertriebene Mode aus, aber das ist meine persnliche Ansicht. Eine kleine Anekdote dazu: Eine unserer Haushlterinnen trgt wie in Tirol im buerlichen Milieu weit verbreitet bei der Arbeit und beim Auerhausgehen ein Kopftuch. Sie wurde bereits obwohl sozusagen eine Urtirolerin als Trkin beschimpft. Sie sehen also, welche Rationalitt diesen Vorurteilen zu Grunde liegt, nmlich gar keine. [Zitat Ende]
Auch muslimischen Mnnern stnde eine Kopfbedeckung nicht schlecht. In frheren Jahrhunderten trugen auch im christlichen Europa die Mnner meistens Kopfbedeckungen: Barett, Kappe, Hte mit breiter Krempe, Dreispitz, Zylinder … bis vor nicht allzu langer Zeit noch war die Melone ein Erkennungszeichen der Londoner Brsenmakler, doch dann haben auch sie die Kopfbedeckung abgelegt und sich dem allgemeinen Trend zur Barhuptigkeit untergeordnet. Dabei ist der menschliche Kopf ein sehr empfindlicher Krperteil und das grte Wrmeloch desselben, weswegen es in khleren Regionen durchaus angebracht wre, die meiste Zeit des Jahres ber eine Kopfbedeckung zu tragen. Aber nein! Wo die Mnner noch vor wenigen Jahrzehnten einen Hut oder eine Schirmmtze trugen, nehmen sie es heute auf sich, selbst bei kaltem Wetter barhuptig im Freien zu gehen. Und die Muslime, die ja nach der Prophezeiung des Gesandten Allahs Allah segne ihn und gebe ihm Heil die Nichtmuslime in allen Dingen nachahmen selbst wenn jene in ein Eidechsenloch im Boden krchen, wrden sie ihnen dahin folgen , mchten ihnen dabei nicht nachstehen und zeigen z.T. sogar als Vorbeter in der Moschee lieber ihre Glatze, als eine Kopfbedeckung aufzusetzen, geschweige denn eine solche, die sie als Muslime erkenntlich macht.