“Die Welt ist im Wandel” – ein Kommentar
Das Video “Die Welt ist im Wandel” ist ein interessanter Beitrag, der im Grunde die Schlussfolgerungen und Voraussagen zeigt, die andere bereits vor einigen Jahren geäußert haben, wie der führende verstorbene Latinist Dr. Caelestis Eichenseer, der auch katholischer Geistlicher war und in einem auf Lateinisch geschriebenen Beitrag in der Zeitschrift “Vox Latina” seine Besorgnis ausdrückte, dass bereits in fünfzig Jahren ein Drittel der Bewohner Deutschlands islamischen Glaubens sein würden. Es sei jedoch davor gewarnt, zu glauben, allein schon durch ein zahlenmäßiges Verhältnis von über 50 v.H. könnten die Muslime in einem Land die Oberhand und die Herrschaft haben. Es gibt Beispiele von afrikanischen Ländern, in denen die Muslime die Bevölkerungsmehrheit besitzen, die jedoch von Christen regiert werden. In der Türkei sind deren Bürger mehrheitlich wohl mehr oder weniger gläubige und praktizierende Muslime, werden jedoch von einer Minderheit von Säkularisten beherrscht, die vom Islam ein Verständnis haben, das mit demjenigen der traditionellen Muslime unvereinbar ist.
Angesichts dieser Voraussagen für die Zukunft geraten die Vertreter der abendländischen christlich geprägten Kultur zunehmend in Panik und versuchen mit allen sich ihnen bietenden gesetzlichen und ungesetzlichen, moralischen und unmoralischen Mitteln, die Ausbreitung des Islams einzudämmen, wenn sie sie nicht grundsätzlich verhindern können. Dies äußert sich bspw. in Kopftuchverboten und Bürgerinitiativen gegen den Bau von Moscheen, wobei meistens nicht offen heraus gesagt wird, dass die Muslime, wenn man sie schon nicht dazu bringen kann, den Islam aufzugeben, in der Öffentlichkeit nicht als solche erkennbar sein sollen. Hierzu werden fadenscheinige Argumente herangezogen, wie die zu wahrende angebliche Neutralität des Staates oder das mögliche Auftreten von “Hasspredigern” in den neugebauten Moscheen. Ein besonders krasses Beispiel ist dasjenige eines evangelischen Pfarrers, der wegen der in seinen Augen zunehmenden Ausbreitung des Islams in Deutschland Selbstmord beging.
Hier muss man sich fragen, ob dieser Mann überhaupt ein gläubiger Christ gewesen sein kann, verbietet doch die christliche Religion – wie auch der Islam – Selbstmord. Wie mir von engagierten evangelischen Christen bestätigt wurde, glauben viele der evangelischen Geistlichen gar nicht an grundlegende christliche Glaubensartikel und an das, was sie lehren und predigen. Wenn ihre Kirchenführer sich strikt weigern, leerstehende Kirchengebäude an muslimische Gemeinschaften zur Nutzung als Moscheen abzugeben, so zeugt dies von blankem Neid angesichts ihrer eigenen abnehmenden Mitgliederzahl und der allein schon durch die höhere Geburtenrate zunehmenden Zahl von Muslimen, deren Bedarf an Gebetsräumen zu decken ist. Nicht umsonst betont der Qur’Än seine Warnung “vor dem Bösen eines jeden Neiders, wenn er neidet”. Wenn in dem Video davon die Rede ist, dass es in Südfrankreich bereits mehr Moscheen gibt als christliche Kirchen, sollte man nicht meinen, dass diese “Moscheen” in ihrer äußeren Form auch als solche zu erkennen seien.
Wie der Bericht zeigt, ist der Prozentsatz der Muslime höher als derjenige in Amerika, und auch deren Zuwachs infolge der höheren Geburtenrate, weshalb davon auszugehen ist, dass Europa noch vor Amerika muslimisch sein wird. Die genannten 9 Mio. Muslime in den USA machen bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 300 Mio. nur etwa 3 v.H. aus. In Rußland sind nach dem Fall des Kommunismus in zahlreichen Städten neu errichtete Moscheen zu erkennen (google-earth). Sogar das Stadtbild des nördlich des Polarkreises im Gebiet des unteren Jenissei gelegenen, als eine der zehn weltweit verschmutztesten Städte eingestuften Norilsk fällt durch eine im russischen Stil gebaute Moschee auf. Kasan an der Wolga ist gewissermaßen die islamische Hauptstadt Rußlands und besitzt eine weithin sichtbare neugebaute Moschee mitten in der historischen Zitadelle (Kreml). Als zu kommunistischen Zeiten eine Delegation islamischer Gelehrter einmal die frühere Sowjetunion besuchte, nutzten Moscheebesucher die Gelegenheit, um zur Wahrung des Scheins von Religionsfreiheit die eigens anlässlich dieses Besuches in die Regale gestellten Qur’Än-Exemplare an sich zu nehmen, da solche nur äußerst schwer und zu einem hohen Preis heimlich erhältlich waren. Heute werden in Kasan Qur’Än-Exemplare mit einem Vorwort auf Tatarisch in arabischer Schrift gedruckt, und russische muslimische Studenten, darunter auch Konvertiten, lernen in verschiedenen arabischen Ländern Arabisch und studieren die islamischen Religionswissenschaften.
Dagegen tut sich Deutschland mit der muslimischen Präsenz sehr schwer, und selbst der angeblich neutrale Staat bemüht sich nach Kräften, Leute zu fördern und heranzuziehen, die nicht den traditionellen Islam vertreten, sondern einen “modernen”, “fortschrittlichen”, “säkularen”, “aufgeklärten” usw. Islam, wohl in der Hoffnung, auf diese Weise künftige Generationen von Muslimen zu haben, die trotz einer überwiegend muslimischen Bevölkerungsmehrheit in einer pluralistischen freiheitlichen Gesellschaft damit einverstanden sind, sich von einer nichtmuslimischen Minderheit mit deren “Leitkultur” dominieren zu lassen.
Was die Situation in Amerika betrifft, so warnte bereits der 2008 verstorbene Propagator des “Zusammenpralls der Kulturen”, Samuel Phillips Huntington, davor, dass infolge der höheren Geburtenrate und der Einwanderung um das Jahr 2050 bereits die Hälfte der Bevölkerung der USA hispanomerikanischer Herkunft sein würde. Als mögliches Zukunftsszenario beschreibt Huntington eine Entwicklung der USA hin zu einer zweisprachigen und bi-kulturellen Gesellschaft, in der Latinos in einigen Staaten die dominierende Rolle einnehmen und Angloamerikaner in andere Staaten ausweichen. Allerdings sind die einstmals von den Spaniern und Portugiesen kolonisierten Amerikaner großenteils des Katholizismus überdrüssig geworden, weswegen in Brasilien der Protestantismus und manche christliche Sekten Verbreitung gefunden haben. Werden diese Leute in geeigneter Form mit dem Islam bekannt gemacht, so geben sie meist ihm den Vorzug. In der mexikanischen Provinz Chiapas ist auf diese Weise eine große Zahl von Nachkommen der Mayas nach anfänglicher Zuwendung zum Protestantismus zum Islam gekommen.
Letzthin hatte ich die Gelegenheit, einen brasilianischen Muslim kennenzulernen, der nach eigener Aussage evangelischer Pfarrer, für fünf Kirchen verantwortlich gewesen war und ein Monatsgehalt von sechstausend US-Dollar und vier Dienstwagen zur Verfügung gehabt hatte. Nach seinem Übertritt zum Islam verlor er all dies und dazu seine Familie, die sich von ihm distanzierte, und seine Ehefrau, die sich von ihm scheiden ließ. Trotz des Angebotes seines Arbeitgebers, all dies zurückzubekommen, wenn er den Islam aufgebe, zog dieser Bruder es vor, ein Leben ohne seine Familie und in Arbeitslosigkeit und Armut zu führen, anstatt wieder vom Islam abzufallen. Schließlich fand er Unterstützung durch einen anderen Muslim, der es ihm ermöglichte, nach Damaskus zu kommen, um dort Arabisch zu lernen und die islamischen Religionswissenschaften zu studieren.
Wie wir sehen können, kommt es also nicht allein auf die Zahl und die Bevölkerungsmehrheit der Muslime in einem Land an, sondern auch darauf, den Islam richtig zu verstehen, an ihm festzuhalten, sich darum zu sorgen, dass er unverfälscht und unverwässert an die kommenden Generationen weitergegeben wird, und dass in den eigenen Reihen genügend qualifizierte Religionsgelehrte wirksam sind. Einen nicht unbedeutenden Zuwachs können die Muslime außer durch die Geburtenrate auch durch den Übertritt von Nichtmuslimen zum Islam erhalten.
Es ist jedoch anzunehmen, dass dieser Wandel häufig nicht überall friedlich vor sich gehen wird. So wie nach Huntigtons Szenario in einigen Staaten die Latinos die dominierende Rolle einnehmen werden, während die Angloamerikaner in andere Staaten ausweichen, könnte man sich in Deutschland das folgende Szenario vorstellen, dass die Muslime in den Großstädten, wo sie die Bevölkerungsmehrheit stellen werden, dominieren, während sie in vielen ländlichen Gebieten nicht mehr als 10 v.H. ausmachen. Dann könnte es im Zuge der kulturellen und politischen Entwicklungen und Auseinandersetzungen daraufhin hinauslaufen, dass die Muslime in den von ihnen überwiegend bewohnten Gegenden die Macht übernehmen, während ihre Feinde sie in denjenigen Gegenden übernehmen, wo die Muslime in der Minderheit sind, und letztere von dort in die von Muslimen beherrschten Gebiete vertreiben. Damit wäre eine erneute Teilung Deutschlands vorprogrammiert: ein muslimisches Berlin wie eine Insel inmitten eines nichtmuslimischen Umlandes, das größtenteils dem Gebiet der ehemaligen DDR entspricht, und in den alten Bundesländern muslimische Ballungszentren und nichtmuslimische ländliche und kleinstädtische Gebiete. Es bleibt also abzuwarten, was die Zukunft bringen wird und ob diese Voraussagen eintreten.
Verfasst von Bruder Abud
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Allahu Akbar..
sehr schoener Artikel akhi.
Trkische Regierung gegen das bermchtige Trkische Militr, es wird wohl ernst in der Trkei. Kann man das Laizistische System strzen oder nicht?
Ein Artikel ber die aktuelle Lage und das Gerichtsverfahren, hoher Militrs:
http://www.welt.de/die-welt/article4158583/Regierung-in-der-Tuerkei-demontiert-die-militaerische-Elite.html
Steht nicht in Sure 108 Vers 3laut ungefhrer Bedeutung: “Wahrlich, der dich hat, ist es, der (vom Segen der Nachkommenschaft) abgeschnitten ist”
Das sagt schon einiges aus…