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Buchempfehlung: “Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich”

Wir haben das Buch zwar selbst nicht gelesen, aber es klingt vielversprechend:

Buchankündigung: “Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich” von Sabine Schiffer und Constantin Wagner

Erinnern alleine reicht nicht…
Auch so könnte man die Auseinandersetzung überschreiben, die die Autoren in ihrem Buch austragen. Denn offensichtlich verhindert die Erinnerungskultur um den Holocaust nicht, dass der Antisemitismus weiterlebt und neue Formen von Rassismus am Horizont aufscheinen. Etwa das Feindbild Islam. Aber gerade das Thema Islamfeindlich¬keit scheint jene aufzuschrecken, die sich eingerichtet haben im Wohnzimmer der rückwärtsgewandten Betrachtung der Geschichte – ohne etwaige Erkenntnisse auf die Gegenwart zu beziehen. Dieser Prozess ist mit diesem Buch nicht mehr aufzuhalten.

In fast regelmäßigen Abständen ergibt sich die Diskussion, ob die heute feststellbare Islamfeindlichkeit mit dem Antisemitismus früherer Zeiten vergleichbar sei. Meist aufgeregt und schnell unsachlich kochen die Polemiken hoch. Unvergleichlichkeitsdogmen werden formuliert, Tabus beschworen sowie vermeintliche Tabus gebrochen und mit viel Verve und vergleichsweise wenig Sachverstand an Moral und Political Correctness appelliert. All dies dient nicht der Klärung.

Auch als sich das renommierte Zentrum für Antisemitismusforschung in seinem Jahrbuch 2008 und auf Tagungen mit diesen Fragestellungen befasste, erntete es vorgefasste Ablehnung statt sachdienlicher Auseinandersetzung. Der Streit deutet auf tiefsitzende Ängste einerseits, und ebenso tiefsitzendes Unverständnis und Unwissen andererseits hin. Haben wir die richtigen Lehren aus der deutschen Geschichte gezogen? Welche genau sind dies? Was wurde nicht erkannt? Und vor allem, warum gelingt es uns so schlecht, uns antisemitische Muster außerhalb des Nationalsozialismus zu vergegen¬wärtigen? Und wie kommen wir dazu zu glauben, dass wir heute davor gefeit seien, andere zu diskriminieren – ja gar zu verachten und schließlich zu entmenschlichen?
Dieser Fragenstrang bildet eine Grundlinie im Buch von Sabine Schiffer und Constantin Wagner „Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich“, das im Sommer 2009 im HWK-Verlag erscheint. Ein zweiter Fragenstrang betrifft die nüchterne Analyse und den Vergleich des antisemitischen Diskurses – vor allem Ende des 19. Jahrhunderts – mit dem antiislamischen von heute. In der Zusammenschau der jeweiligen Argumentationslinien und der Polemiken bzw. Verbalattacken ergeben sich sowohl Parallelen, etwa die Argumente der Synagogen- und Moscheebaustreitigkeiten, als auch Unterschiede, etwa in Bezug auf eine mehr oder weniger eingebildete globale Gefahr durch die jeweils dämonisierte Gruppe.

Neben diesen historisch ausgerichteten Diskursanalysen beschäftigen sich die Autoren aber auch mit vielen aktuellen Diskussionen. Weder wird der Fall Faruk Sen ausgespart, noch der sich zuspitzende Judenhass unter einigen Muslimen, wie auch der zunehmende Muslimhass unter einigen Juden. Auch der Nahostkonflikt als neuralgischer Punkt für Polarisierungen wird in seiner Funktion für die ein oder andere Argumentation mit einbezogen – denn gegenseitige Ressentiments speisen sich einerseits immer aus einem „wahren Kern“ und andererseits aus den darum herum konstruierten Mythen, Verschwörungstheorien und Dämonisierungen, die teils gewollt sind, teils auf Missverständnissen beruhen, wie die Autoren aufzeigen.

Der Hauptfokus des Buches liegt aber auf der aktuellen Situation in Deutschland und auf den Wirkungen, die die immer aggressiver werdenden Verbalattacken auf einzelne Gruppenmitglieder haben. Dabei gelingt es nachzuvollziehen, dass Zuspitzungen und Diskriminierungen sich nicht im luftleeren Raum entwickeln, sondern das Produkt eines komplexen Wechselspiels im täglichen Miteinander und den alles überlagernden öffentlichen Diskursen ist. Ohne die Akteure ihrer Verantwortung für die dann vollzogenen Handlungen zu entheben, eröffnen die Autoren jedoch eine Perspektive auf mögliche Ansätze zur Bearbeitung der entstandenen Vorurteile. Dazu führen sie am Schluss des Buches und sozusagen als Ausblick auf eine mögliche Zukunft eine Reihe von Beispielen an, die durch ihre Existenz alleine belegen, dass die künstlich aufgebauten Grenzen überwindbar sind.

Ohne Schönfärberei, aber auch ohne Dramatisierung und trotzdem höchst interessant und oft spannend, tragen die Autoren auf 288 Seiten alles Relevante zum Thema zusammen. Sie zeichnen ein menschliches Bild von Konflikten und erklären Zusammenhänge, die eigentlich auf der Hand liegen, aber oft von kontraproduktiver Aufgeregtheit überdeckt werden. Es gehört zur Pflichtlektüre derer, die sich ernsthaft mit den Themen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Rassismus, Gruppendynamik, diskriminierende Diskurse und Feindbilder auseinander setzen wollen.

Entnommen aus:

http://www.presseanzeiger.de/meldungen/gesellschaft-kultur/280501.php

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9 Antworten auf Buchempfehlung: “Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich”

  • Cartesianer sagt:

    Der Vergleich ist unhaltbar.

    1. ist der Islam eine Religion/Ideologie und keine Rasse.
    Sich an den Ansichten einer Ideologie zu stren, die unsere Staatsordnung beseitigen will, ist etwas anderes als der Rassenhass der Nazis, liebe Freunde, etwas ganz anderes ;-)

    2. hat der Islam in Europa alles, was ihm zusteht:
    Freie Religionsausbung, solange andere Prinzipien der Verfassungen nicht tangiert werden.
    Aber das reicht dem Islam selbstverstndlich nicht, hier liegt doch der Hase im Pfeffer, wa ? ;-)
    Schlielich will er selbst Verfassung sein.

    3. Hat kein Jude damals vor Hitler zu Gewalt und Krieg gegen die deutsche Gesellschaft aufgerufen. Kein Jude hat missioniert und von der Eroberung des Westens getrumt.
    Heute musst du nur “Moslem” und “Unglubige” bspw. bei Youtube eintippen und du bekommst jede Menge Hass, Hass, Hass und martialische Kriegstrumereien.

    Nein Leute, der Antisemitismus hat wei Gott nichts mit Islamophobie zu tun.
    Die Islamophobie ist einzig und allein vergleichbar mit islamischer “Westophobie”.

    Denkt mal darber nach ;-)

  • Djibril sagt:

    @Cartesianer

    Da du dir soviel Gedanken ber den Islam machst, und wie man den Dialog frdern kann mchte ich dir eines mit auf dem Weg geben.

    1. DER Islam besteht aus Quran und Sunna! Das bedeutet: Das wir Muslime (Allah Ergebene) nach den Gesetzen Allahs leben. Du lebst nach deinen Gesetzen, wie es dir passt. Ob Christ, Agnostiker, Buddhist oder irgendwelchen anden …isten. Das ist nicht unser Glaube. Wir respektieren, die Gesetze anderer, da die meisten Gesetze der Menschen, mit dennen Allahs vereinbar sind. Wir lgen nicht, stehlen nicht, betrgen unsere Frauen und Mnner nicht, wir tten unsere Kinder nicht, oder ermorden unschuldigen sind nicht Homosexuell usw…

    Ich weiss du wirst jetzt aufschreien und sagen… aber die bsen Muslime in Afghanistan und Pakisten und berall auf der Welt… Nein das ist nicht Islam, das sind Muslime die nicht nach den Gesetzen Allahs leben, oder sie brechen. Denn viele Menschen brechen tglich das Grundgesetz, ob gewollt oder ungewollt. Wir leben nicht in diesem Gesetzraum, sonst wrde es keine Ungerechtikeit geben.

    2. Da wir Muslime nun nach den Gesetzen unserer Schpfers leben, vertrauen wir ihn so sehr, weil er am besten weiss, was fr seine Schpfung gut ist. Im Gegensatz zu dem Menschen, der heute immernoch nicht weiss, welches Gesetz nun Gerechtigkeit bringt. Der Mensch versucht es schon seit Tausenden von Jahren, ohne Erfolg. Immernoch gibt es Arm und Reich, Rassismus, Vorurteile, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Verbrechen usw…

    Da ich Menschen wie dich gut kenne, werde ich und sonst niemand dich zu etwas guten Aufrufen, wenn du willst das garnicht. Du mchtest das Bild vom Bsen Muslim und dem lieben Helden Cartesianer, der die Menschheit vor dem bsen Islam befreit und beschtz. Denn nehme es mir nicht bel, vielleicht bin ich etwas sakastisch, aber im inneren Trumst du bestimmt irgendein Held zu sein, wie Frodo aus dem Auenland, oder ein Cowboy im Wilden Westen zu sein, der die Siedler gegen die bsen Indianer schtzt.

    3. Ich wrde es gerne sehen, wenn ein Mensch seine Intelligenz, und ich bezweifel nicht das du Intelligent bist, sich mal Gedanken machen, wieso hat der Islam sich verbreitet, wieso hat der Islam zuviele Anhnger, was ist an dieser Botschaft dran. Wer war dieser Mensch Muhammad, Frieden und Segen sei auf ihm? Ich wrde mich persnlich, an deiner Stelle erkundigen, was die Muslime so an diesem Menschen bewundern, heute noch nach ber 1400 Jahren. Da muss doch was sein? Nein trotz all eure Wissenschaft, Technik, Entwicklung, schaffst du es nicht und viele andere auch nicht, ber seinen Schatten zu springen und neutral an eine Sache dran zu gehen.

    Denn Allah segnet nur denjenigen der ihn begegnen mchte und ihn entgegen kommt. Und trotzdem das du Leben darfst, dein Herz schlgt, allein dafr, solltest du jeden Tag dankbar sein. Nein, es ist alles selbstverstndlich und der gute Gott soll ich am besten noch Entschuldigen, fr all das Leid auf der Erde oder wie du es sagst “martialische Kriegstrumereien”. Hoffe das du nicht pltzlich wie im Traum vor deinen Herrn stehen wirst und du danach gefragt wirst. Mge Allah dich rechtleiten, ich wnsche es dir, weil ich fr dich das beste Liebe!

    Ich habe nichts davon, mir knnte das alles egal sein und ich knnte denken, ach lass den doch reden, der ist doch ein Unglubiger. Nein so sind wir Muslime nicht, der Begriff Unglubiger, ist eine Eigenschaft die man ndern kann. Arbeitsloser ist auch eine Eigenschaft, die kann man auch ndern. Auerdem wenn du an einen Gott glaubst, bist du kein Unglubiger. Wenn du aber den einen Gott, etwas dazugesellst, dann gehrst du wahrlich zu den verlieren.

    Deshalb bitte, geselle Gott niemals etwas dazu, bezeuge das es nur einen Gott gibt und das Muhammad sein Diener und Gesandter ist. Und du wirst fr die Ewigkeit Glcklich sein. Deshalb, bitte erkundige dich ber den Quran und das Leben des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihm! Wenn du was brauchst, sag bescheid!

    Denk bitte darber nach

  • Judgeisrael sagt:

    wieso schriebt ihr nicht ber unsere ermordetet schwetser marwa?

  • Ansar sagt:

    @Cartesianer. Ich muss davon ausgehen, dass du das Buch auf keinen Fall aufmerksam genug gelesen hast. Sonst wrdest du niemals zu den viel zu kurz bedachten Schlussfolgerungen kommen.

    Vielleicht hast du es doch gelesen aber es war etwas zu kompliziert oder so, Kopf hoch und noch aufmerksamer und langsamer lesen…

    Solltest du es jedoch nicht gelesen haben, finde ich persnlich es sehr arm irgendwas als unhaltbar zu bezeichnen oder zu zu erzhlem was mit was zu tun oder nicht zu tun hat.

    ich muss jetzt los

  • Cartesianer sagt:

    @Djibril
    War das jetzt Deine Dawa ? :-)
    Da solltest Du noch ein wenig dran feilen, zu viel Honig, klingt zu sehr nach Basar ! ;-)

    ” Trumst du bestimmt irgendein Held zu sein, wie Frodo aus dem Auenland ”

    Hehe, das ist wirklich ein groartiger Film, aber ich wre glaub ich lieber Gandalf oder der mit Pfeil und Bogen lol.

    Ne, ein Held muss ich nicht sein, mir reicht es, wenn unsere FdGO unangetastet bleibt.
    Und wenn eine Ideologie von sich behauptet “die Rettung der Menschheit” zu sein, (und das kam gerade im letzten Jahrhundert hfig vor) dann sollten alle Alarmglocken luten.
    Utopien haben IMMER ins Verderben gefhrt, ohne Ausnahme.
    Und weit Du auch, warum ?
    Unter anderem deshalb:

    ” Unglubiger, ist eine Eigenschaft die man ndern kann. Arbeitsloser ist auch eine Eigenschaft, die kann man auch ndern. ”

    Und so viel dann zum Thema Respekt gegenber anderen. ;-)

  • Djibril sagt:

    @Cartesianer

    Ich habe dir gesagt was du tun knntest, bewegen muss du dich selber. Um dies klar zu stellen, ich Respektiere Arbeitslose. Du hast den Sinn meines Vergleiches garnicht verstanden, aber macht nichts. Hoffe das du zu Vernunft in deinem Leben kommst.

  • Cartesianer sagt:

    @Djibril
    Du respektierst andere Lebensweisen als die islamische (was auch immer islamisch in Deinem Sinne heit) nicht als gleichwertig, sondern siehst sie als negativ an, deswegen der Vergleich der Unglubigen mit Arbeitslosen.

    Diese Einstellung gibt es rbigens ja nicht nur bei Moslems, auch missionarische Christen knnen andere nicht so akzeptieren, wie sie sind.
    Die abrahamitischen Religionen sind die intolerantesten berhaupt !

    Aber danke fr Deine Dawa fr die Vernunft !
    Nimm Du sie Dir auch zu Herzen :-)

    Und jetzt geniee zusammen mit mir das herrliche Wetter, gepriesen sei der Herrgott ! :-)

  • Djibril sagt:

    @Cartesianer

    :-) Danke fr den Ratschlag, habe ich bestmglich versucht, diesen wunderschnen Tag von Allah zu geniessen. Wnsche dir auch alles gut, damit du deinen Weg finden mgest. ;-)

  • Muslima sagt:

    Cartesianer, du wunderst dich ber den Hass, z.B. gegen solche Menschen wie dir gegenber und schrst ihn ganz hei, ha?