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Monats-Archive: September 2009

Das Fasten im Monat Schawwal

Der Stellenwert und die Vorschrift des Fastens von sechs Tagen im Monat Schawwal

Von Abu Ejjuba el-Ensarija, radijallahu anhu, wird überliefert, dass der Gesandte, sallallahu alejhi ve sellem, gesagt hat:

„ Wer den Monat Ramadan gefastet hat und danach sechs Tage im Monat Schawwal fastet, dem wird dies so angerechnet, als hätte er die ganze Zeit gefastet.“

Der Monat Schawwal ist deshalb gewählt worden, weil in diesem ein großer Bedarf an Nahrung ist und er nach dem Monat Ramadan kommt. In diesem Fall wird das Fasten anstrengend und allein deswegen ist die Belohnung noch größer. Im Hadith, den Sewbana überliefert (…) steht:

„ Wer den Ramadan fastet, ein Monat ist wie zehn Monate und dann sechs Tage nach dem Eidul-Fitr Fest fastet, dem wird es angerechnet, als ob er das ganze Jahr gefastet hätte!“

Damit meint man den Monat Ramadan und sechs Tage nach diesem. Imam En-Nevevi, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte:

„Die Gelehrten haben gesagt, dass der Wert dieses Fastens so ist, als ob man die ganze Zeit gefastet hätte. Aus dem Grund, da eine gute Tat wie zehn gute Taten angerechnet werden. Daher ist der Wert des Monats Ramadan wie zehn Monate. Und die sechs Tage wie zwei Monate.“ Imam Ahmed, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „ Bei den Hadithen, die dieses Thema behandeln, gibt es keinen glaubwürdigeren als diesen.“


Der Wert des Fasten im Schawwal

Mit diesen sechs Tagen des Fastens wird der Wert vervollständigt, als ob man die ganze Zeit gefastet hätte. Die Monate Schawwal und Schaban, sind wie die Sunnah-Gebete, welche vor und nach dem verpflichtenden Gebet kommen. (…)

Der Gesandte Allah´s, sallallahu alejhi ve sellem, hatte die Angewohnheit, so lange zu beten, bis seine Füße anschwollen. Als man ihn fragte:“Warum machst du das. Dir hat Allah alle vorhergehenden und alle zukünfigen Sünden vergeben?“- antwortete er: „ Soll ich ein undankbarer Diener sein?“ Allah, der Erhabenen hat Seinen Dienern befohlen, Dankbarkeit zu zeigen, indem Er sie mit der Wohltat des Fastenmonats Ramadan, gesegnet hat.

Der Erhabene sagt:

„ …. Soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein. „ (Al-Baqara, 185 vers)

(…)

Vorschrift des Fastens Der Sechs tage im Monat Schawwal

Sechs Tage im Monat Schawwal zu fasten ist ein empfohlene Tat (mustehab) Die Bestätigung des Fastens dieser sechs Tage finden wir in der Sunnah. Wenn wir diese Sunnah vernachlässigen aus Angst, dass dieses Fasten zum Fard wird, dann haben wir auch die anderen freiwilligen Fastentage, wie Tag der Aschura, drei weiße Tage und das Fasten der Tage Montag und Donnerstag, vernachlässigt. (..)

„ .. und tut das Gute, auf dass ihr Erfolg haben möget.“ (Al-Hajj, vers 77)

Wie sollen diese Tage gefastet werden?

Einige islamische Gelehrten sind der Meinung, dass man diese Tage sofort, wenn der Monat Schawwal beginnt, fasten soll. Das ist die Meinung von Imam Schafije und Ibn el-Mubareka. Andere wiederum meinen, es macht keinen Unterschied, ob man sofort nach dem Ramadan oder irgendwann im Monat Schawwal diese Tage fastet. Das ist die Meinung von Imam Ahmed und Weki´a. Die dritte Meinung ist, dass man sofort nach dem Tag des Eidul-Fitr Festes sechs Tage fasten sollte. Denn es ist erlaubt, den zweiten und dritten Tag des Eidul-Fitr Festes zu fasten, obwohl in diesen Tagen das Essen und Trinken erlaubt ist. Man lässt dem Fastenden die Möglichkeit, dass er sich selbst eine von diesen drei Meinungen aussucht. Und keiner kann ihn deshalb rügen.

Das Fasten der sechs Tage für diejenigen, die noch ein Ramadan-Tage nachholen müssen

Im Sahih Muslim finden wir den Hadith von Abu Ejjub el-Ensarije, radijallahu anhu, in dem steht, dass der Gesandte, sallallahu alejhi ve sellem, gesagt hat: „ Wer den Ramadan fastet und danach sechs Tage im Monat Schawwal, dieses wird ihm angerechnet, als ob er die ganze Zeit gefastet hätte.“ Aus diesem Hadith können wir schließen, dass wir zuerst die Tage des Ramadans nachfasten sollen. Damit hat man seine Verpflichtung erfüllt und die Vorschrift des Fastens im Monat Ramadan vervollständigt. (…)

(…)

Oh ALLAH, nimm’ unser Fasten und unsere Gebete an. Du bist wahrlich DERJENIGE, DER alles hört und weiß! Oh ALLAH, vergib uns unsere Sünden, denn Du bist DERJENIGE, DER viel verzeiht und Der barmherzig ist! AMIN!

(http://www.islamik.net, Scheich dr. Selman el-Awde )

JazakALLAHUhajren an Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

Weitere informative Texte:

Vorzüge des Fastens der sechs Tage des Schawwal

Fatawa der sechs Tage (Fragen und Antworten)

Englische Quellen:

http://islam-qa.com/en/ref/7859/Shawwaal

http://islam-qa.com/en/ref/40389/Shawwaal

http://islam-qa.com/en/ref/7860/Shawwaal

Islam in den Medien – ein Vortrag von Dr. Sabine Schiffer

Hier präsentieren wir euch eine interessanten Vortrag von Dr. Sabine Schiffer über das Thema "Islam in den Medien", gehalten im Audiomax der TU Clausthal.

Sie zeigt hier bestimmte Methoden und Vorgehensweisen der Darstellungen in den Medien auf und kommentiert diese auch.

Mehr über Sabine Schiffer: http://dawa-news.net/2009/07/interview-mit-dr-sabine-schiffer/

Keine Sorge bald gibt es das Video zu sehen auch wenn Frau Schiffer das nicht will, denn in einem E-Mail-Austausch bezeichnet auch sie uns für "Musels" also denkt nicht, dass sie für uns wäre, denn ansonsten hätte sie auch den Islam angenommen!!!

So da ist das Video:

Todesstaub – der Einsatz von Uranmunition

Die Tatsache, dass der 11.September und die folgenden Kriegen auf Lügen und einem Streben nach Macht beruhen, ist kein Geheimnis mehr. Doch über viele Kriegsverbrechen wird nur spärlich berichtet, sie werden oftmals auch ignoriert. Viele Menschen sind völlig verblendet von der Berichterstattung der Medien, die ganz bestimmten Ereignissen nicht viel Interesse schenken. Es handelt sich um Menschenrechtsverletzungen der höchsten Stufe. So sieht man in folgenden Videos grauenvolle Bilder von völlig enstellten Babys, die man nur schwer als als Menschen identifizieren kann – und was ist der Grund?

Der Einsatz von Uranmunition. Die Doppelmoral der Medien und besonders derer, die diese Kriege zu Verantworten haben, die Lügen, die diese abschleulichen Taten rechtfertigen sollen.

Doch das Traurigste ist – die Menschen nehmen es einfach so hin, sie hinterfragen die Ereignisse nicht. Sie glauben, dass man im Irak nur einen bösen Diktatur stürzen wollte – zum Wohle der Menschheit. Dabei ignorieren sie, dass dieser einige Jahre vorher von den Amerikanern mit Waffen und Geld unterstützt worden ist – doch nur solange er mit ihnen “mitgespielt” hat. Und genau so läuft das Spiel – es muss alles so laufen, wie es einige Länder für nötig halten.

Zu dem Thema Uranmunition möchten wir euch einige Videos präsentieren, darunter eine ausführliche Dokumentation.

1) Frieder Wagner über Depleted Uranium:

http://www.secret.tv/artikel4955061/Frieder_Wagner_ueber_Depleted_Uranium_

2) Dokumenation Todesstaub:

Der Film begleitet den deutschen Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft.

“Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra” wurde in der WDR Sendereihe “Die Story” einmalig ausgestrahlt und erhielt den europäischen Fernsehpreis. Daraufhin produzierte Regisseur Frieder Wagner einen Kinofilm aus dem Soff und fuhr dafür erneut in den Irak und den Kosovo.

Desweiteren gibt es auch in der Dokumenation “Kriegsversprechen” von Nuoviso einen Abschnitt, der sich diesem schrecklichen Thema widmet.

http://dawa-news.de/2009/07/unter-falscher-flagge-kriegsversprechen-nuovisio/

Buchvorstellung: Feindbild Muslim

Wir möchten euch hier das neue Buch von Kay Sokolowsky vorstellen. Der folgende Text stammt vom ArneHoffmann-Blog:

Von dem Medienkritiker Kay Sokolowsky, der beispielsweise durch seine ebenso pointierte wie bissige Abrechnung mit Alice Schwarzer bekannt wurde, ist in den letzten Tagen das Buch Feindbild Moslem erschienen. Wie man es von diesem Autor erwarten durfte, handelt es sich dabei um eine ebenso scharfe wie wortgewaltige Analyse der Islamophobie in unserer Gesellschaft.

Sokolowsky beginnt seine Analyse mit dem Kapitel “Die Angsthaber”. Darin veranschaulicht er an dem derzeit wohl drastischsten Beispiel antimuslimischen Fremdenhasses, zu welchen Extremen die Islamophobie in unserer Gesellschaft bereits geführt hat: mit den verschiedensten Zitaten aus dem rechtsradikalen Hetzblog “Politically Incorrect”. Solche oft schon in absurder Übersteigerung rassistischen Zitate – inzwischen fester Bestandteil längst nicht mehr allein in den Kommentaren, sondern auch in den redaktionellen Beiträgen dieses Blogs – verwendet Sokolowsky im Verlauf seines Buches immer wieder zur Illustration der dahinterstehenden Geisteshaltung. In einer Passage stellt er sogar Ausschnitte aus redaktionellen PI-Beiträgen und Ausschnitte aus Hitlers “Mein Kampf” einander gegenüber, was erschreckend deutlich macht, wie schwer unterscheidbar beide voneinander sind.

Texte aus diesem Weblog dienen Sokolowsky aber auch zu einer treffenden Psychoanalyse des typischen Islamophoben: “Fanatisch wirkt er aus Gerüchten und Halbwahrheiten eine Tapisserie des Schreckens, die selten die Realität doch stets das Grauen abbildet, das der Ängstliche ohne handfesten Anlass empfindet. Sämtliche Mitteilungen aus der Wirklichkeit hingegen, die seiner Wahnvorstellung von der Welt widersprechen könnten, ignoriert der Ängstliche oder denunziert sie als ‘Mainstream-Lügen’.” Mit dem Begriff “Gutmenschen” habe er auch einen Namen für diejenigen, die seine Angst nicht teilen, die sich, wie er meint, verschworen haben, ihm diese Angst auszureden. “Die allgegenwärtige Gewalt der Migranten, die der Angstgestörte fortwährend beschwört, schreit in ihm nach Blut und Rache. Allerdings traut er sich nicht, solange ihm keiner beisteht (…). Das Verzagen vor dem eingebildeten Feind enthält bereits den Hilfreruf nach der autoritären Macht (…) von der alle Reaktionäre schwärmen -, den Schrei nach einem rassistischen Staat, der den Wahn des Angsthabers teilt.” Dass der deutsche Staat sich dieser Forderung nicht fügt, erscheint den politisch Inkorrekten bereits als Hochverrat, wozu Sokolowsky süffisant anmerkt: “Noch hat, leider, niemand den Staatsanwalt auf sie gejagt, doch schon jammern sie, man habe es auf sie abgesehen. Sie fühlen sich so sehr im Recht, dass sie den Gedanken nicht ertragen können, mit ihren Hetztiraden und Terrorphantasien in staatlich sanktioniertes Unrecht gesetzt zu werden. Und schuld daran, dass sie als Rassisten künftig in ganz Europa, sogar in Deutschland, mit Strafe rechnen müssen, sind selbstverständlich die gefürchteten anderen, die verhassten Fremden.”

Immerhin gesteht es Sokolowsky auch den Islamophoben zu, lernfähig zu sein: “Sie haben kapiert, dass es nicht mehr oder noch nicht wieder gesellschaftsfähig ist, ‘Kanake’, ‘Kümmeltürke’, ‘Knoblauchfresser’ zu sagen, so gern sie es auch möchten.” Wo es aber nicht gesellschaftsfähig sei, auf “Dreckstürken” und “Kameltreiber” zu schimpfen, “so herrscht in weiten Teilen der Gesellschaft mittlerweile Einverständnis darüber, es sei Menschen, die sich zum Islam bekennen, nur bedingt zu trauen. (…) An diesem Punkt setzt die Propaganda ein, die Websites wie Politically Incorrect, Parteien wie die NPD oder Pro Köln und mehr als nur gelegentlich auch Politiker der bürgerlichen Parteien betreiben. Statt von Rasse redet diese Propaganda von Kultur, beschwört die Unvereinbarkeit des Islam mit der westlichen Demokratie, warnt vor einer globalen Konspiration der Islamisten gegen ‘unsere Werte’. Da das Medieninteresse am gewöhnlichen Leben muslimischer Bürger eng begrenzt ist, die Sensationsberichterstattung über Ehrenmorde und ‘Migrantengewalt’ jedoch die Titelseiten füllt, wird der unkritische Medienkonsument leichte Beute für die rassistische Propaganda. (…) Aufklärung tut bitter not, denn die Wortführer der Islamfeinde haben einen enormen Vorsprung in der medialen Aufmerksamkeit vor denen, die das ‘Islam-Bashing’ als das erkannt haben, was es ist: die neueste Verkleidung rassistischen Hasses. (…) Die Ausländerfeindlichkeit im Gewand der ‘Islamkritik’ vergiftet die bundesdeutsche Gesellschaft bis tief hinein ins bürgerliche und sogar linke Lager.”

Zu seinem Glück, das legt Sokolowsky im zweiten Kapitel seines Buches dar, könne sich der Angsthaber immer noch “auf Medien verlassen, die ihm die Realität so servieren, wie er sie am liebsten sieht: als Bedrohung.” Hier greift Sokolowsky insbesondere die Zeitschrift SPIEGEL heraus und erinnert daran, wie erfolgreich dieses Magazin bereits zu Beginn der neunziger Jahre Fremdenfeindlichkeit – damals gegen Flüchtlinge und Asylbewerber – geschürt hatte. Damals raunte der SPIEGEL von “10 Millionen Russen”, die bald gen Westen reisen würden, “100 Millionen Menschen” aus den südlichen Mittelmeerländern, darunter “2,3 Millionen jungen Türken”. Begeistert zitiert wurden etwa die Angstphantasien des damaligen Landesvorsitzenden der SPD in Brandenburg, Steffen Reiche: “(Große) Flüchtlingsströme aus dem Osten könnten der europäischen Kulur ein Ende setzen (…), sie könnten für Europa gefährlicher werden als die Rote Armee in den Zeiten des Kalten Krieges.” Damals wie heute, nur mit einer komplett unterschiedlichen Argumentation, bedeuteten Ausländer für manchen den baldigen Untergang Europas. Der Erfolg dieser Propaganda ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nachdem BILD und SPIEGEL den Höhepunkt ihrer Das-Boot-ist-voll-Rhetorik gefahren hatten, brandschatzte der rassistische Mob Hoyerswerda ausländerfrei. Unter anderem in Mölln, Solingen und Rostock-Lichtenhagen sollten weitere Pogrome folgen.

Mehr als zehn Jahre später waren die furchtbaren Journalisten wieder am Werk – nur dass aus der Bedrohung durch Flüchtlinge die Bedrohung durch Muslime geworden war. Sokolowsky nennt hier in Kapitel 3, “Die Feindbildhauer”, deutlich Ross und Reiter: “Kein anderes Millionemedium in Deutschland, nicht einmal BILD, trug so überzeugt wie DER SPIEGEL dazu bei, die Angst vor dem Islam zu fördern”. Zwar hätten auch Zeitungen wie etwa die FAZ mit mancher Schlagzeile Öl ins Feuer gegossen (“Keine Toleranz im Islam”, “Der Islam will die Welteroberung” etc.). Jeoch habe die FAZ im selben Zeitraum auch solche Überschriften veröffentlicht: “Feminismus im Islam ist möglich”, “Die glorreichen Tage des Dschihad sind Geschichte”, “Der Islam ist keine Bedrohung für uns”. Dasselbe lasse sich etwa über die “Süddeutsche Zeitung” sagen. So gelangt Sokolowsky zu dem Fazit: “Die Redaktionen der FAZ und der Süddeutschen Zeitung haben versucht, das Bedrohliche des Islam zu kontern mit der Normalität, welche die meisten Muslime, auch in Deutschland, zu leben versuchen. Der SPIEGEL unter Stefan Aust hat sich ausschließlich für die Fanatiker, das Abnormale, die Bedrohung interessiert.” Wohin diese Berichterstattung führe, habe der Orientalist Navid Kermani in einem öffentlichen Brief an Aust klar benannt. Darin habe er Aust vorgeworfen, “jenes Klima noch anzuheizen, in dem Musliminnen in Deutschland auf der Straße angespuckt oder aufgefordert werden, zu den Mullahs zurückzukehren. (…) Genau das, was Sie heuchlerisch beklagen”, der Rückzug der Migrantenkinder “in die Imagination ihrer Elternkultur” werde durch die Titelgeschichten des SPIEGEL befördert. Eine öffentliche Antwort von Aust unterblieb.

Ich spare mir hier die Schilderung einzelner Beispiele für diesen SPIEGEL-Journalismus. Zum einen habe ich das in meiner Rezension zu Sabine Schiffers Buch “Die Darstellung des Islams in der Presse” bereits getan, zum anderen ist diese SPIEGEL-Kritik bereits wohlbekannt (siehe z.B. auch hier).

Kennzeichnend für Sokolowskys Analyse ist, dass er in “Stefan Austs antiislamischer Obsession” die Hauptschuld für diese Entwicklung verortet: “Das Feindbild namens Moslem hat Aust gemeinsam mit seinen Paladinen beim SPIEGEL genau umrissen. Sechs lange Jahre haben der Chefredakteur und seine Alliierten daran gearbeitet, die Muslime in Schreckgespenster zu verwandeln. Es ist fast unmöglich, Politically Incorrect und verwandte Internet-Hetzseiten zu mustern, ohne die Vorarbeit des SPIEGEL zu erkennen.” Bezeichnenderweise sei dem Hamburger Magazin nach Austs Abschied eine differenzierte, in keiner Weise verhetzende Titelgeschichte über den Koran sowie ein ähnlich seriöses, gruselfreies Sonderheft über den Islam und die Deutschen gelungen. Letzeres sei von folgender “Hausmitteilung” begleitet worden: “Muslime werden hierzulande immer wieder mit Fundamentalismus und Fanatismus, mit Gewalt und vormodernen patriarchalischen Traditionen gleichgesetzt. Der Vielfalt der mehr als drei Millionen Anhänger Allahs in Deutschland werden Pauschalurteile nicht gerecht, die Spannweite reicht von islamistischen Eiferern bis zu weltoffenen, liberalen Muslimen, die sich der westlichen Gesellschaft angepasst haben.” Wozu Sokolowsky anmerkt: “Selbstverständliche Sätze, gewiss. Aber sie lesen sich so, als sei nach vielen stickigen Jahren im Hochbunker an der Brandstwiete endlich wieder gelüftet worden.”

Dabei ist sich Sokolowsky klar darüber, dass die dunkle Ära unter Stefan Aust ihre Spuren in der Redaktion hinterlassen hat: “Konnte der SPIEGEL, der ja von Hunderten Journalisten hergestellt wird, schnell wieder zur Besinnung kommen, nachdem die Chefredaktion ausgewechselt worden war, so tun sich einzelne Autoren mit der Rückkehr zur Vernunft erheblich schwerer. Zumal bei ihnen, auch materiell, die Polemik gegen den Islam und seine Anhänger ebenso wie gegen ‘Multikultis’ und ‘Gutmenschen’ eine Aufgabe geworden ist, von der sie nicht lassen können.” Womit wir bei Henryk M. Broder wären.

“Die Muslimhasser, die auf Politically Incorrect (PI) zu Hause sind, wissen, was sie an ihm haben”, erklärt Sokolowsyk und zitiert schwärmerische, geradezu hingerissene Würdigungen, die die Rechtsradikalen an den SPIEGEL-Journalisten gerichtet haben. Diese ergänzt er durch Broders eigenen Unflat wie etwa es seien zwar nicht alle Moslems Terroristen, aber so gut wie alle Terroristen Moslems. Sokolowsky hat zu Broder und seinen Methoden sichtlich recherchiert: Da Broder “zu bequem und vielleicht auch zu eitel” sei, “sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen (…), fällt er schon mal auf Fakes herein und verbreitet sie weiter – zum Beispiel die Ente von den Sparschweinen, die aus einigen britischen Banken verbannt worden seien, um muslimische Kunden nicht zu provozieren. Als man ihm nachgewiesen hatte, dass er mit einer Falschmeldung hausieren ging, pöbelte er los, die ‘islamophile Bloggerszene’ sei vom gleichen Kaliber wie die ‘Scharen von Revisionisten’, die das Tagebuch Anne Franks als Fälschung denunzieren, um so die Schoah zu leugnen. Dieser Vergleich war selbst für Broders Verhältnisse von überraschender Ekelhaftigkeit.”

In solchen Passagen wird deutlich, dass Sokolowsky heute ein Autor ist, wie es Broder vor, sagen wir, 15 Jahren einmal war – ein Autor, der ebenso scharf beobachtet wie formuliert. Jetzt hat Sokolowsky Broders Veröffentlichungen im Zustand des moralischen und journalistischen Verfalls sichtlich zur Kenntnis genommen, das Prinzip dahinter verstanden und es macht eine Freude zu lesen, wie er dieses Prinzip in Worte packt: “Henryk M. Broder kümmert sich, wenn er die Muslime ins Visier nimmt, nicht um solche Nebensächlichkeiten wie Geschmack oder Recherche. Verschont von jeglichem Selbstzweifel, gepanzert mit dem stahlharten Halbwissen eines Fanatikers ist er beim Schimpfen auf die Muslime so firm geworden, dass es wirkt, als hätte er die Weisheit, die er uns um die Löffel haut, mitsamt den Löffeln gefressen. Um von seiner Oberflächlichkeit abzulenken, setzt der ‘Kant der Moderne’ (so ein User von Politically Incorrect) auf Rüpelhaftigkeit. (…) Henryk M. Broder interessiert sich für seriösen Journalismus eher wenig, außer wenn er dessen Vertreter anrempeln will. Die Anforderungen moderner Massenmedien kennt er allerdings genau” und wisse sie als “Fachmann für Krawall” zu bedienen. Hierzu zitiert Sokolowsky eine selbstentblößende Äußerung Broders: “Ich stehe morgens nicht auf und überlege mir, mit wem lege ich mich heute an. Ich schreibe, weil ich so oft staunen muss, weil ich so vieles nicht verstehe, weil niemand da ist, der es mir erklären könnte, so dass ich es am Ende selber tun muss.” Sokolowskys treffender Kommentar: “Er versteht vieles nicht, trotzdem erklärt er es – hätte Broder das nicht selbst gesagt, für diese bündige Beschreibung seiner Methode müsste der klagefreudige Schriftdarsteller sofort den Anwalt in Bewegung setzen.”

Sokolowsky schildert in Abgrenzung zu Broder den dänischen Karikaturenstreit mitsamt seiner politischen Vorgeschichte, bei der es nicht nur der rechten Zeitung Jyllands-Posten ganz offenkundig darum ging, zu Gewalthandlungen unter den Muslimen zu provozieren, um so den schon seit einiger Zeit geradezu inständig herbeigeflehten “Kampf der Kulturen” endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Broders Argumentation, der Westen habe “kapituliert”, als er, nachdem es zu den ersten Gewalthandlungen gekommen war, mit der muslimischen Welt nicht voll in die Kontroverse gegangen sei, erzeugt bei Sokolowsky vor allem Verachtung: “Die Sorge um Touristen, Botschaftsangestellte, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen oder Vertreter westlicher Firmen, das diplomatische Gebot, auf Wahnsinn mit Verstand zu reagieren, kennt Broder offenbar nicht. Was hätten die Politiker des Westens denn tun sollen, um in seinen Augen nicht feige zu erscheinen? Das verschweigt der Haudrauf, der keine Verantwortung zu tragen hat für Menschenleben, der nicht einmal für die Folgen seiner Bosheit so etwas wie Verantwortung kennt – sondern sich notfalls durch alle Instanzen klagt, damit er etwa die Tochter eines Auschwitz-Überlebenden, Evelyn Hecht-Galinski, weiterhin als Antisemitin anpöbeln darf.”

“Seine Art, die Welt zu sehen” fährt Sokolowsky in seiner Broder-Analyse fort, “ist der des islamistischen Mobs eng verwandt. Und die schlimmsten Beleidigungen, das ist keine Neuigkeit, fügen Familienangehörige einander zu. So liegt ein ziemlich strenger Geruch im Raum, wenn einer, der holzt wie Broder, sich Sorgen macht um den ‘Kern der Aufklärung’, denn für die Aufklärung hat er, im Kern, nichts übrig. (…) Respekt für andere Menschen, Rücksichtnahme auf ihre Empfindungen, Toleranz für abweichende Wertvorstellungen sind Broder ebenso gleichgültig wie dem Imam, der auf die stinkenden Ungläubigen flucht. (…) Über die Phobie ist Broder schon lange hinaus und tief im Hass gelandet.” Das alles wird mit Broders eigenen Äußerungen glänzend belegt. Hier findet und zitiert Sokolowsky immer wieder die aussagekräftigsten, bloßstellendsten Passagen.

Natürlich geht Sokolowsky nicht allein aufgrund mangelnder Sympathie so streng mit Broder ins Gericht. Was er stattdessen für offenkundig bedenklich hält, ist die Nähe eines SPIEGEL-Redakteurs zu rechtsradikalem Gedankengut bzw. zu rechtsradikalen Kreisen wie dem fremdenfeindlichen Hetzblog Politically Incorrect: “Broder der keine Beleidigung auslässt, wenn linke Journalisten und andere ‘Gutmenschen’ ihm in die Quere kommen, wehrte sich bislang mit keiner Silbe dagegen, von durchfallbraunen PI-Nutzern adoptiert zu werden.” In Broders Darstellung ist Politically Incorrect lediglich “monothematisch” und keineswegs schlimmer als beispielsweise das Bildblog. Was Sokolowsky wohl aus gutem Grund als einen Blödsinn erkennt, “den Broder allein deswegen in die Welt setzt, weil Bildblog-Mitbetreiber Stefan Niggemeier ihn einige Male als schlampigen Rechercheur und Taschenspieler überführt hat.” Als der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy von Broder wissen wollte, ob dieser das antidemokratische Deken, das auf PI zu Hause ist, für unproblematisch halte, wollte Broder dies bezeichnenderweise nicht beantworten. Nicht nur, dass Broder bis heute nicht auf die Idee gekommen ist, sich die Umarmungen von PI-Gründer Stefan Herre zu verbitten, hält Sokolowsky für vielsagend, sondern auch das folgende: “Online kann ein Foto besichtigt werden, das ihn strahlend vor Freude über solche Gesinnungsgenossen Seit’ an Seit’ mit Herre und weiteren Jungreaktionären in einem Biergarten zeigt. (…) Broder fühlt sich, scheint’s, wohl im Dunst der Rechten. So hatte er nichts dagegen, der Online-Schülerzeitung Blaue Narzisse ein langes Interview zu gewähren, ‘einer als rechtskonservativ bis rechtsradikal eingeschätzten Publikation’, die zwar mit der NPD nichts zu tun haben will, deren Autoren aber nicht müde werden, Gerechtigkeit für die Partei der Neonazis einzufordern. (Und) als ihn im Mai 2008 die Schweizerzeit einlud, einen Vortrag zu halten, war er gleichfalls gern dabei, obwohl das Blatt eng verbunden ist mit der erzreaktionären, migrantenfeindlichen Schweizerischen Volkspartei und sich nicht scheut, den Juden nachzusagen, sie seien selbst schuld am Antisemitismus und eine Bande von Beutezüglern und Beutelschneidern.”

Früher oder später muss Sokolowskys Broder-Analyse natürlich bei der Frage landen, wie einer, der noch im Jahr 1993 klarsichtige und integre Texte verfasst hat, eine derartig beängstigende Entwicklung nehmen konnte. Sokolowskys Mutmaßung: “Wahrscheinlich hat er mit den ‘Gutmenschen’ ein Problem, weil sie so viel Zeit mehr als er damit zubringen, gute statt boshafte Menschen zu sein, und weil sie es für sinnvoller halten, sich für die Rechte einer Minderheit starkzumachen als für den Chauvinismus einer ‘Mehrheitsgesellschaft’. Deren Stärke hat Henryk M. Broder irgendwann so beeindruckt, dass er beschloss, die faktisch Schwachen im Stich zu lassen, vor den Angsthabern und den Angstmachern zu kapitulieren und ihrer Paranoia mit großem Geschrei beizupflichten. Den Islamhassern wurde er damit zum lebenden Beweis, dass sie keine Nazis und Rassisten sein können. Denn mit Broder steht an ihrer Seite ja ein Jude, einer zumal, der komplett blind ist für den Antisemitismus, der in ihren Köpfen wütet.” In der Tat: Wenn einer wie Broder, der sonst aus jedem Komma noch eine antisemitische Entgleisung herauszulesen glaubt, den offenkundigen Judenhass in den geschilderten Kreisen völlig ignoriert, lässt das schon sehr tief blicken.

Broder ist indes nur einer der islamfeindlichen Autoren, die Sokolowsky insbesondere im Kapitel “Die Kronzeugen” seines Buches porträtiert. Mit derselben erkenntnisreichen Verve widmet er sich etwa auch Alice Schwarzer, deren abenteuerliche Verschwörungstheorien (“In konzertierten Aktionen wird seit einigen Jahren versucht, die Scharia in das deutsche Recht zu infiltrieren.”) sich inzwischen in zahllosen muslim- und imigrantenfeindlichen Polemiken wiederfänden. Zu Ralph Giordano, der Muslimas in der Tradition vieler Rassisten mit Tieren gleichsetze, merkt Sokolowsky an: “Sein Zorn, seine überschäumende Wut auf gläubige Muslime machen schon jetzt vergessen, weshalb er früher als ein Gewissen der Nation galt. (…) Giordano sollte sich jedenfalls nicht wundern, wenn viele Deutsche ihn heute nur mehr als den Mann kennen, der den Muslimen zeigt, was eine Harke ist (…). Es scheint, als habe sein absoluter Abscheu vorm Islam ihn in die frühen 50er Jahre zurückversetzt, als die einzige Wahrheit, die Giordano akzeptierte, von Josef Stalin verordnet wurde (…).” Bei Necla Kelek schließlich kritisiert Sokolowsky deren augenscheinliche Unfähigkeit, ihre kühnen Behauptungen auch mit Zitaten zu belegen. Zwar habe sie Bucherfolge damit errungen, dass sie dem deutschen Michel sagte, was der gerne hörte, aber wie Fachleute bemängelten, fehle es ihrem Werk an soliden und nachprüfbaren Daten. Während sie an einer Stelle sogar zugebe, selbst keine gesicherten Erkenntnisse zu besitzen, werfe sie mit regelrechten Horrorzahlen um sich – wobei sie drei Jahre zuvor in ihrer Dissertation zum Thema Islam noch zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sei als in ihrem Reißer “Die fremde Braut”. Auch Udo Ulfkotte und Seyran Ates (zwischen denen natürlich Welten liegen) verschont Sokolowsky mit seiner Kritik nicht.

Im Kapitel “Die Inkorrekten” seziert Sokolowsky die geistige Verfasstheit der Islamophoben weiter und befindet: “Die Realität kann der Maßlosigkeit dieser Angst nicht standhalten, also erschafft der Angsthaber sich eine eigene Wirklichkeit, in die nichts Eingang finden darf als das, was seine Angst befeuert. Er braucht die Horrormeldung so sehr wie der Masochist die Demütigung und Qual, und darum kann kein Gerücht über den Fremden so unwahrscheinlich, keine Übertreibung so böswillig, keine Lüge so durchsichtig sein, dass sie vom Angstgestörten nicht ernst genommen würde. Was ihm an Selbstkritik fehlt, kompensiert er durch rasendes Misstrauen gegen alle Fakten und Mitteilungen, die seinen Klischees widersprechen.” Wer auch nur eine Zeitlang die Kommentare etwa auf Politically Incorrect mitverfolgt hat, am besten noch in Verbindung mit den kontinuierlichen Richtigstellungen der islamophoben Meldungen, wie sie der Politblogger leistet, wird dem nur zustimmen können. Und es ist sehr aussagekräftig, dass Dietmar Näher, Betreiber des Politbloggers, für die Richtigstellungen der rechtsextremen Propaganda regelmäßig mit Gewaltdrohungen leben muss. So weiß auch Sokolowsky: “Diskussionen mit dem Angsthaber führen zu nichts, weil er alle für verrückt hält, die anders denken als er. Er lässt nicht mit sich reden, sondern lauert auf Gelegenheiten, es denen heimzuzahlen, die versuchen, ihn von seiner Störung zu befreien.”

“Gezwungen, Angst und Wahn zu bekennen”, fährt Sokolowsky in seiner Analyse der islamophoben Psyche fort, “nennt er alle, die ihm nicht beipflichten, Feiglinge und Verrückte, beschimpft sie als Kollaborateure, die vorm Zwang der fremden Macht kapituliert haben. Der Angstgestörte misstraut allem und jedem, weil er nicht mal sich selbst traut, und daher bliebe er am liebsten allein mit seinem Grauen.” Was zuletzt die geradezu überschnappenden Reaktionen im PI-Kommentarbereich nach den Wahlergebnissen für “Pro Köln” & Co. bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen hübsch veranschaulichten. Sokolowsky befindet zu solchen Leuten: “Ihre existenzielle Ohnmacht verbergen sie hinter einer Großsprecherei und verbalen Brutalität, die sich leider nicht einfach als Symptome eines zwar deformierten, doch vor allem furchtsamen Charakters abtun lassen. In ihren bösen Worten finden sie vor allem deshalb Befriedigung, weil die Flüche und Beleidigungen die bösere Tat vorwegnehmen. Die Angsthaber können den Tag nicht erwarten, an dem sie ungestraft so handeln dürfen, wie sie heute schon hetzen.” Oder, um einen der PI-Kommentare vom Abend nach den erwähnten Kommunalwahlen zu zitieren: “Dann soll der Bürgerkrieg lieber heute als morgen beginnen”.

In unerbittlicher Klarheit führt Sokolowsky weiter aus, was mittlerweile Sache ist: “Bei ehemals Linken wie Broder, Giordano, Aust oder Schwarzer, die es als Mission betrachten, vor dem Islam und seinen Anhängern als größter Bedrohung der Welt seit, mindestens, Adolf Hitler und den Nazis zu warnen, bei den Journalisten, Politikern und Bürgern, die ‘Muslim’ hören und ‘Selbstmordatentäter’ denken, die ein Kopftuch sehen und ‘Zwangsheirat’ oder ‘Ehrenmorde’ murmeln, die von einem Moscheebau lesen und ‘Parallelgesellschaft’ assoziieren: Bei all diesen Angsthabern ist die Grenze zur rassistischen ‘Ticket’-Gesinnung bereits überschritten. (…) Die anderen bleiben die anderen, was immer sie sagen und tun mögen; und am Tag der Abrechnung, auf den die Antiislamisten inständig hoffen, werden weder Kelek noch Cileli und Ahadi verschont werden. Egon Friedell, der über die Juden Dinge geschrieben hatte, die sich wie eine Rede auf dem Reichsparteitag lesen, war einer der ersten, die nach dem ‘Anschluss’ Österreichs ans Deutsche Reich von der SA besucht wurden. Er wusste, was ihm blühte, und entzog sich der Verbringung ins Konzentrationslager durch Suizid.”

Sokolowsky wird noch deutlicher: “Broder, Giordano, Kelek und Ates sind, mehr oder minder freiwillig, vor einen Karren gespannt worden, der sie gnadenlos überrollen wird, sollten sie einmal innehalten mit ihren Bannflüchen auf den Islam, ‘der das Problem ist’, oder auf die Linke, die ‘Parallelgesellschaften bildet’.” Vielleicht würde es Sokolowsky nicht so formulieren, aber das Fazit seiner Analyse ist eindeutig: Broder und Giordano sind inzwischen zu den Hofjuden der vereinigten Rechtsradikalen Deutschlands geworden – eine Karriere, die sie geradezu mit Inbrunst verfolgt haben. Man fragt sich unwillkürlich, was diese Herren vor z.B. 15 oder 20 Jahren gesagt hätten, wenn man ihnen prophezeit hätte, dass sie sich einmal auf diese Weise entwickeln würden.

Sokolowsky widerspricht vehement der beliebten Behauptung, Rechtsradikalismus und Rassismus seien in Deutschland erfolgreich an den Rand gedrängt worden: “Dass sämtliche Medien Deutschlands sich auf einen ‘Ehrenmord’-Fall stürzen, als ginge es ums Ganze der Einwanderung, dass der Bau einer Moschee erörtert wird, als wäre der Fortbestand des Christentums in Gefahr, dass ernsthaft von einer schleichenden Einführung der Scharia menetekelt wird, weil eine überforderte Familienrichterin sich zwischen Recht und Religion verhedderte: Dies alles deutet sicherlich nicht auf eine Marginalisierung des Rassismus hin, sondern auf den erschreckenden Erfolg, den er mit seiner Transformation zur ‘Islamkritik’ erzielt hat. Die unablässige Propaganda gegen ‘Multikulti-Illusionisten’ und ‘Gutmenschen’ zwingt mittlerweile alle in die Defensive, die den Rassismus in der Islamfeindschaft wittern und sich dem chauvinistischen Schlagetot-Diskurs verweigern. Sie und nicht die Rassisten müssen sich rechtfertigen, müssen sich entschuldigen, weil sie nicht von vorneherein jeden muslimischen Migranten für einen Schmarotzer, Dummkopf, Messerfuchtler, Drogenhändler, Schläger, Suizidbomber, Intellektuellenmörder, Frauenversklaver oder Rachemörder halten.” In seiner Auffassung, inzwischen seien die Gegner des Rassismus die eigentlich gesellschaftlich Verfemten, stimmt Sokolowsky etwa mit Sabine Schiffer überein (übrigens auch jemand, die wegen ihrem Eintreten gegen diese Fremdenfeindlichkeit Morddrohungen erhalten hatte).

Schließlich kommt Sokolowsky auch auf die Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) zur Islamophobie zu sprechen – eine Konferenz, die Henryk Broder & Co. zu einer regelrechten Hasskampagne gegen dieses Zentrum veranlasste. Sokolowsky erklärt, warum die islamophobe Szene insgesamt so heftig reagierte: “Die Konferenz des ZfA schreckte die Islamhasser von PI auch deshalb auf, weil sie sich lange Zeit vor gleichsam amtlicher Kritik an ihrem rassistischen Gebrüll sicher gewähnt hatten. Um bloß nicht in den Verdacht zu geraten, mit Neonazis zu sympathisieren oder selber welche zu sein, bekunden sie bei jeder Gelegenheit ihren Abscheu vor Antisemiten und Antizionisten.” Diese Strategie sei aber durchschaubar: “Die Identifikation mit den Israelis und besonders den IDF fällt der PI-Gemeinde nur deshalb so leicht, weil die israelische Armee tut, was der PI-Gläubige für die Ultima ratio hält: mit Waffen gegen Muslime vorgehen. Der Anblick von Kriegsbildern aus Palästina lässt die Islamhasser in Vernichtungsphantasien schwelgen, die sich besonders an Kollateralschäden entzünden.” Worum es den falschen Freunden Israels in Wirklichkeit gehe, wenn sie vom totalen Krieg gegen die Palästinenser halluzinierten, spreche der Kommentator “Hochdruckreiniger” aus: “Ich träume davon, dass sich diese Offensive über ganz Europa bis nach Neukölln ausweitet.”

So gelangt Sokolowsky in dieser Frage zu dem Fazit: “Die martialischen Loyalitätserklärungen für die IDF und Netanjahu sind weiter nichts als Ausreden für das eliminatorische Gebrüll gegen die Muslime der Welt. Sobald aber Juden sich kritisch äußern über die Politik Israels, weiß der PI-Fan sofort, was er von denen zu halten hat. Die erklärte Antizionistin Evelyn Hecht-Galinski (…) wird von den Inkorrekten nicht etwa politisch attackiert, sondern nach alten antisemitischen Maß- und Vorgaben begeifert.” Und auch der fragwürdige Umgang mit der deutschen Schuld im Kommentarbereich von PI lasse tief blicken, wie Sokolowsky anhand entsprechender Zitate verdeutlicht. Diese bringen ihn zu dem Urteil: “Der kulturalistisch verbrämte Rassismus von Politically Incorrect war bisher keinem Staatsanwalt ein Ermittlungsverfahren wert. Die offene Holocaust-Leugnung jedoch, welche die PI-Macher in ihren Foren zulassen, sollte Stefan Herre endlich mal eine Vorladung einbringen.”

Wer von Politically Incorrect spricht, muss natürlich auch von Pro Köln sprechen. Hier erläutert Sokolowsky in einer übersichtlichen Zusammenfassung die Hintergründe und Kontakte der führenden Figuren dieser Partei, die offensichtlich bis nach ganz rechts außen reichen. Sokolowsky räumt ein, dass die “Anti-Islamisierungskongresse” der Partei im September 2008 und Mai 2009 lausig frequentiert wurden, gibt aber zu bedenken, dass noch 1925 auch der NSDAP niemand zugetraut habe, eine Massenbewegung zu werden. Dennoch kann er ein gewisses Amüsement nicht verbergen, wenn etwa Political Incorrect bei einer dieser Veranstaltungen knapp 1000 Teilnehmer meinte gesichtet zu haben, wo die Polizei gerade mal 150 gezählt hatte: “Denn die PI-Fans – durchweg hinter Nicknames versteckt, todesmutig an der Tastatur, feige bis in die Knochen – blieben lieber daheim und bibberten vor den ‘Todschlägern’ der Antifa. Doch das sollte den Beobachter nicht dazu verleiten, PI für eher einflussarm und ungefährlich zu halten.” Mit dem Verweis auf mehr als 30.000 Zugriffe auf dieses Hetzblog pro Tag befindet Sokolowsky: “Die ‘Anti-Islamisierungskongresse’ fanden vermutlich auch deshalb fast ohne Claquere statt, weil die avisierte Klientel solche ‘Kongresse’ jeden Tag auf Seiten wie Politically Incorrect durchführt.” Und nicht zuletzt sei die Verbreitung der fremdenfeindlichen Mythen zwischen solchen Hassblogs und Teilen der Massenmedien ein Problem, denn schließlich “finden sich etliche Ressentiments gegen Muslime, die der Islamhasser im Web verbreitet, genauso in der seriösen Presse wieder. Wer hier wen inspiriert, ist nicht mehr präzise zu bestimmen.”

Soviel zum ersten Teil des Buches. Der zweite Teil von “Feindbild Moslem” enthält Interviews unter anderem mit Wolfgang Benz vom Zentrum für Antisemitismusforschung über die Verwandtschaft von Judenhass und Muslimfeindschaft sowie mit Lale Akgün über Integration und Politik.

Besonders bemerkenswert ist hier das Interview mit Ann Löwin, die Migranten bei Behördengängen begleitet, über amtlichen Rassismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Löwin weiß beispielsweise folgendes zu berichten: “Das Problem bei arabischen und türkischen Leuten ist, dass man schon im Namen sieht, ob sie in die Kategorie ‘Muslim’ fallen oder nicht. Sobald da ein muslimischer Name steht, ist der Umgangston eine Katastrophe. Ich habe nie Probleme, etwa bei weißen deutschen Frauen regulär jeden Amtsgang durchzukriegen. Man nimmt Kontakt mit dem Sachbearbeiter auf, geht einmal mit, erklärt, dass sie Probleme hat, ihre Briefe zu bewältigen, sie zu öffnen und sie zu beantworten und dass sie deshalb zu mir gekommen ist, und dann läuft es wie am Schnürchen. Die wird geliebt, sie wird unterstützt, es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten, sie wird in alle Praktika gelassen, die sie möchte, und es wird ihr stets zugute gehalten, dass sie sich bemüht. Wenn man aber mit einer jungen, besser noch: einer jungen alleinstehenden, am besten: attraktiven Frau mit einem türkischen oder arabischen Namen dahin geht, dann hat man von Anfang an verschissen. Wenn die alleine aufs Amt geht, fliegt sie hundertprozentig innerhalb von Minuten raus. Es wird ihr unterstellt, dass sie lügt und arbeitsunwillig, schlampig, unsauber ist, dass sie simuliert, dass sie unfähig ist, ihre Unterlagen zu bearbeiten. Wenn sie Schulabschlüsse hat und Qualifikationen, dann sind die nicht in Ordnung oder bringen angeblich nichts. Die ihr zustehenden Rechte werden ihr konsequent verweigert. Keine Informationen, keine Beratung, keine Hilfestellung für den Arbeitsmarkt. Die Leute gehen allein hinein und kommen psychisch gedemütigt wieder raus. Und dann gehen sie nie mehr dahin, die wollen nie wieder da rein. (…) Bei den Männern ist es dann meistens so, dass ihnen unterstellt wird, dass sie unter der Hand eine Menge Geld verdienen, aggressiv sind, uneinsichtig, sich von einer Frau nicht beraten lassen wollen – was völliger Blödsinn ist –, dass sie ihre Söhne verhätscheln und deshalb schlecht erziehen, ihre Töchter vernachlässigen, allgemein ihre Kinder vernachlässigen, dass sie zu Gewalt neigen und auch Gewalt an ihre Kinder vermitteln. Über diesen Männern, die zum Jobcenter gehen, hängt immer die Drohung, dass ihnen die Kinder weggenommen werden. (…) Es werden auch die Bewerbungen der Leute nicht akzeptiert. Wen wir vorlegen, dass wir zehn schriftliche Bewerbungen getätigt haben, dann wird einfach behauptet, das stimme nicht. Wir können Kopien vorlegen, wir können Postrechnungen vorlegen – prinzipiell wird behauptet, das sei alles erstunken und erlogen.”

Aus solchen Interviewpassagen wird deutlich, wie sehr die von Aust, Schwarzer, Broder und Konsorten geschürte Fremdenfeindlichkeit gegen Muslime und all die damit verbundenen Klischees und Vorurteile bereits in die Köpfe vieler eingesickert ist. Auch Polizisten, Rettungsdienste und die Feuerwehr scheinen solchen Schilderungen zufolge “nicht sehr zärtlich” mit muslimischen Patienten umzugehen – wozu Ann Löwin zu berichten weiß: “So was kriegen die anderen Leute aus der Community mit, und inzwischen greifen die ein. Besonders die jungen Leute, die gehen hin und regen sich auf und verlangen, dass der Mensch angemessen behandelt wird. Und das eskaliert immer öfter.” Was den Rassisten aus Journalismus und Bloggerszene natürlich Gelegenheit gibt, feixend über solche Eskalationen zu berichten, die Hintergründe und die Vorgeschichte aber einmal mehr komplett auszublenden, worauf wie immer bei dieser Methode das Bild entsteht: “Jaja, der Islam … bringt die Untermenschen immer wieder zum Austicken.”

“Dieses Buch” zieht Sokolowsky ein realistisches Fazit zu seinem Werk, “wird keinen einzigen Islamfeind bewegen, nachzudenken, in sich zu gehen und von seinem Wahn zu lassen. (…) Doch viel wäre schon gewonnen, würde die üble Nachrede von ‘den’ Muslimen nicht mehr autonomisch mit Literaturpreisen bedacht, bliebe das rassistische Treiben von Websites wie Politially Incorrect nicht länger ungestört, meldete sich endlich eine Öffentlichkeit zu Wort, die Hoyerswerda, Lichtenhagen, Mölln, Solingen, die ‘national befreiten Zonen’ und die 140 Todesopfer rechtsradikaler Gewalt seit 1990 für ein weit ernsteres Problem hält als das ‘Gutmenschentum’ und die Toleranz. Denn es ist höchste Zeit, den Antiislamismus gesellschaftlich als die korrupte, bigotte, intolerante, chauvinistische, verleumderische, ekelhafte, rassistische Hetzerei zu ächten, die er ist. Die Aufklärung über den radikalen Islam und die fundamentalistischen Muslime ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um sie allein den Propagandisten und verkappten Rassisten überlassen zu dürfen. Erst wenn sie ihre Deutungshoheit in den Medien und den Gremien verlieren, kann ein Bewusstsein dafür entstehen, dass die Islamisten den ‘inneren Frieden in unserem Land’ weit weniger bedrohen als ihre angst- und hasserfüllten Gegner. Denn die benutzen die Kritik am Islamismus bloß als Vorwand, um auf ‘die Musel’, ‘Mohammedaner’, ‘Kulturbereicherer’, auf den anderen, den Fremden nebenan einzudreschen. Bislang vor allem mit Worten, aber das kann sich schnell ändern.”

Mein eigenes Urteil über dieses Buch dürfte bereits in der Ausführlichkeit meiner Rezension klar geworden sein. Seine sprachlich-inhaltliche Kraft ist vielen der von mir zitierten Passagen zu entnehmen. Es handelt sich, mit einem Wort, um Pflichtlektüre für jeden, der sich mit der neuen Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft auseinandersetzen möchte. Anders als in den Büchern von Henryk Broder und Co. belegt ein ausführliches Verzeichnis von Endnoten jede auf diesen Seiten getätigte Behauptung. Dabei besteht der besondere Verdienst dieses Buches allerdings darin, die bislang vor allem im wissenschaftlichen Bereich stattgefundene Auseinandersetzung mit der Islamophobie (man denke hier etwa an die Werke von Sabine Schiffer, Constantin Wagner etc.) auf die journalistische Ebene zu tragen. Sokolowsky analysiert in einer auch für Laien in der Debatte problemlos zugänglichen, sprachlich fulminanten Weise die Verfasstheit des islamophoben Spektrums zwischen SPIEGEL und NPD.

http://arnehoffmann.blogspot.com/2009/08/buchvorstellung-feindbild-moslem-von.html

http://arnehoffmann.blogspot.com/2009/08/buchvorstellung-feindbild-moslem-von.html

Räuber nimmt den Islam an

Hier eine Meldung vom Juni 2009, auf die uns unter anderem unser Bruder Abud aufmerksam gemacht hat. Dieser schreibt:

(…) In dem zu New York gehörigen Long Island wurde ein Ladeninhaber pakistanischer Herkunft von einem Räuber überfallen, der als Waffe nur einen Knüppel hatte. Der Ladeninhaber zog unter der Theke ein Gewehr hervor, mit dem er dem Räuber überlegen war, so dass dieser sich ergab und um Gnade flehte. Als er dem Ladeninhaber seine Not schilderte, ergriff diesen Mitleid, und er gab ihm 40 Dollar aus seiner Kasse, sowie ein Stück Brot und Milch. Nachdem der Räuber sich über dieses Verhalten gewundert hatte und erfuhr, dass der Ladeninhaber dies getan hatte, weil seine islamische Religion ihn dazu auffordert, nahm der Räuber den Islam an. (…)

Hier das Video – sehr sympathisch ist uns hier der amerikanische Moderator von Fox News aufgefallen, der auch Wörter wie “inshaAllah” im Laufe des Interviews verwendet. Möge Allah auch ihn zum Islam führen, Amin! (Sofern er nicht schon den Islan angenommen hat)

BarakAllahu fiek an Bruder Abud

‘Eid Mubarek!

Liebe Geschwister im Islam, ‘Eid Muabarek!

Nun hat sich der heilige Monat Ramadan verabschiedet…

Möge Allah unser Fasten annehmen und uns unsere Sünden vergeben, Amin! Möge Allah uns die Gnade erweisen, diesen gesgeneten Monat noch einmal zu erreichen, Amin! Möge Allah uns und unsere Familie und die Muslime insgesamt segnen und festigen! Möge Allah unsere Familienbande stärken und uns mit seiner Barmherzigkeit segnen, Amin!

Mein schönstes Ramadan-Erlebnis

Salamualaikum wa rahmatuLlah,

ich möchte Euch mein schönstes Ramadan Erlebnis mitteilen.

Ich war wieder mal unterwegs mit dem Bus heimwärts aus der Klinik. Ich bin die letzten Monate viel unterwegs gewesen und mein Zeitgefühl ist wirklich schrecklich durcheinander geraten. Die 1.Ramadanwoche war gerade vorüber und da mein Mann einen schlimmen Epilepsi-Anfall hatte, bin ich später als sonst aufgebrochen und stieg kurz vor 21 Uhr in den nächsten Bus ein.

Es war gerade dunkel geworden und ich war froh endlich im Bus zu sitzen als der Busfahrer in den Rückspiegel blickte und rief: ” Schwester, haben sie schon Iftar gemacht????” Ich blickte mich automatisch mit allen Leuten im Bus nach hinten um, als mir bewußt wurde, dass der Fahrer mich meint- es war nämlich niemand mehr mit Kopftuch im Bus. “Subhanallah”, dachte ich , “meint der mich???” Ich schüttelte den Kopf, nein natürlich hatte ich noch nichts getrunken und gegessen und die Situation war mir etwas merkwürdig – die anderen Fahrgäste haben schon gesagt: “Hallo – geht die Fahrt denn nicht weiter??”

Der Busfahrer hielt weiterhin an und sagte: ” Ich bitte Sie, kommen sie doch mal vor, bitte!” Also ging ich vor und er sagte:” Hier Schwester, bitte nehmen Sie, selbstgemachte Pizza von meiner Frau – nehmen Sie doch endlich, bitte!!” Ich nahm mir ein Stück und er schob mir noch eins zu und sagte dann:” Moment bitte”- und griff unter seinen Sitz mit der Tasche, woraus er eine Plastikbox zog und mir geöffnet hinhielt:” Nehmen Sie auch bitte eine Dattel mit nach hinten!!” Ich war wie versteinert, ich war baff von soviel Freundlichkeit, stammelte “Barakallahu feek Bruder, möge Allah swt. dich reichlich belohnen!” und setzte mich hin, denn die anderen Fahrgäste waren nur am Kopfschütteln, dass der Busfahrer Essen verteilte. An der nächsten Ampel kam der Busfahrer dann plötzlich schnell hinter und streckte mir noch eine Flasche Sinalco-Cola hin….

Also den Abend dieses Ramadans werde ich wohl in guter Erinnerung behalten und mir ist an dem Abend noch klarer geworden, wieviel Wert es ist, zusammen zu halten, alhamdulillah. Denn ich war wirklich völlig schlecht drauf nach diesem harten Kliniktag. Ehrlich gesagt, würde ich den Mensch auch nicht mehr erkennen und somit möchte ich mein Dank durch dieses Erlebnis Euch allen mitteilen.

Eure Schwester im Glauben

Der Umgang mit unseren älteren Geschwistern

Für diese Bilder muss man kein Arabisch verstehen: Sheikh Yakoub und Sheikh Muhammed Hassan und ihr Umgang mit einem älteren Bruder im Islam. Allahu Akbar! Möge Allah uns zu denjenigen machen, die barmherzig zu ihren Eltern sind, die barmherzig zu älteren Menschen sind und für ihre Geschwister wünschen, was sie für sich selbst wünschen, Amin!

6:122 Al-Enam – offizieller Filmtrailer

Einige Brüder und Dortmund und Umgebung haben ein Projekt auf die Beine gestellt, welches wir bisher so nicht gesehen haben. Sie haben etwas vereint, was eigentlich nicht zusammenpasst: “Actionfilm” + “islamischer Charakter”.

Doch der Trailer ist sehr vielversprechend – vor allem erfreuen uns die Szenen mit unserem Bruder Abu Jibriel. Jeder ist eingeladen sich selbst ein Bild davon zu machen. Wir bitten mit vorzeitiger Kritik zu warten, bis der ganze Film zu sehen ist, inshaAllah.

Desweiteren muss gesagt werden, dass die Brüder kein professionelles Equipment zur Verfügung hatten. Das Ergebnis kann sich anhand dieser Tatsachen, inshaAllah, mehr als sehen lassen und wir hoffen, dass dieser Film einen Nutzen für diese Ummah darstellen wird.

Für weitere Informationen, bitte auf diese Webseite gehen (Story etc. dort zu finden):

http://invisiblepictures.de/

Kann wohl einer, der tot war und dem Wir Leben gaben und für den Wir ein Licht machten, um damit unter den Menschen zu wandeln, dem gleich sein, der in Finsternissen ist und nicht daraus hervorzugehen vermag? Und so wurde den Ungläubigen schön gemacht, was sie zu tun pflegten. (6:122)

Zeichnungen von unseren kleinen Geschwistern (1)

Wir möchten euch in dieser Serie ein paar Bilder zeigen, die unsere kleinen Geschwister gezeichnet haben. Wenn ihr auch kleine Geschwister kennt, die etwas gezeichnet haben und ihr diese Bilder der Öffentlichkeit zeigen möchtet, so schickt uns diese Bilder bitte an: redaktion@dawa-news.net

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LEILETUL – KADR

LEJLETUL – KADR

Autor: Edin (http://www.minber.ba – Pezic Elvedin)

Von Jahr zu Jahr hören wir immer wieder von der Nacht LEJLETUL-KADR. Dieser Text dient zu nichts anderem, als dazu, dass sich im Herzen des Autors und derjenigen die diesen Text lesen, der Wunsch äußerst , sich diese einzigartige Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Und vor allem können wir nicht sicher sein, ob wir diese einmalige Chance in unserem Leben noch einmal bekommen.
Haben wir, oh ALLAH´s Diener, jemals ehrlich über die Größe Seiner Wohltat uns gegenüber, nachgedacht? Darüber, dass er uns diese segenreiche und großartige Nacht geschenkt hat und uns erlaubt hat diese zu erleben? Mit dieser ER denjenigen die Gelegenheit gibt, SEINE versprochene Belohnung zu verdienen, die diese Nacht in Gottesanbetung (Ibadah) verbringen? Wenn wir ehrlich über die Größe dieser segenreichen Nacht nachgedacht hätten, hätten wir es uns nicht erlaubt, diese unvorbereitet zu erwarten. Der Gesandte, sallallahu alejhi ve sellem, hat empfohlen diese Nacht in den letzten zehn Tagen des Ramadans zu suchen. Das letzte Drittel des Ramadans ist gekommen, was ist aber mit uns? Haben wir uns fest entschlossen, uns dieses Jahr diese große Wohltat nicht entgehen zu lassen? Von dieser sagt ALLAH´s Gesandter, Friede sei auf ihm :“ Es ist der segenreiche Monat gekommen. In diesem gibt es eine Nacht die besser als tausende Monate ist. Demjenigen dem das Gute in dieser Nacht verwehrt bleibt, ihm ist alles Gute verwehrt. Doch es wird niemanden verwehrt bleiben außer einem wirklich Unglücklichen.“ (Ibn Madzde od Enesa ibn Malika, Nr. 1644 / hasenun-sahih)

Werden wir uns durch unsere Leichtsinnigkeit und Nachlässigkeit zu den wirklich Unglücklichen machen, so wie in diesem Hadith erwähnt? Oder werden wir uns an den Gesandten, sallallahu alejhi ve sellem, halten und uns wahrlich entscheiden, diese Nacht in Gottesanbetung dem Erhabenen ALLAH gegenüber, zu verbringen? Damit wir auf diese Weise die versprochene Belohnung bekommen. Wir kennen alle die Worte des Gesandten, sallallahu alejhi ve sellem: „ Derjenige, der die Nacht LEJLETUL-KADR in Gottesanbetung (Ibadah) verbringt, mit der festen Überzeugung der Segnung, damit er auf diese Weise die Belohnung des Erhabenen verdient, dem werden die vorigen Sünden vergeben.“ (Buhari und Muslim von Abu Hurejre, radijallahu anhu)

Ist es denn möglich, dass einige mit dieser spielen? Mit der Vergebung der Sünden, von denen jeder von uns reichlich hat? Mit der Gelegenheit die vielen gegeben wird, dass sie diesen Ramadan erleben und die ihnen kein zweites Mal gegeben wird. Können wir garantieren, dass wir nicht von denen sein werden, denen diese Gelegenheit ein zweites Mal nicht gegeben wird? Der nächste Ramadan ist soweit weg und hunderttausende Muslime werden diesen sicher nicht erleben.

Eine der größten Gelegenheiten, die dieser Ummah gegeben worden ist, ist die
Nacht LEJLETUL-KADR. Die Nacht die wertvoller als tausende Monate ist. Ja, wertvoller als tausende Monate, unglaublich! Dies bestätigen uns die Worte des ERHABENEN, die jeder Muslim auswendig kennt aber nicht über sie nachdenkt: „ Wir haben in der Nacht Kadr begonnen, ihn zu offenbaren – was glaubst du, was die Nacht Kadr ist? Die Nacht Kadr ist besser als tausende Monate.“

Die Gottesanbetung (Ibadah) in dieser Nacht ist besser als die Gottesanbetung in tausenden Monaten, in denen es diese Nacht nicht gibt. Denk nach, die Gottesanbetung in dieser Nacht ist besser als die Gottesanbetung von dreiundachtzig Jahren, in denen es die Nacht LEJLETUL-KADR nicht gibt!
Wenn der Mensch es im Laufe seines Lebens schaffen würde, zehn Mal die Nacht LEJLETUL-KADR in Gottesanbetung (Ibadah) zu verbringen, wäre es so, als ob er achthundertdreißig Jahre Gottesanbetung verrichtet hätte. Ist es schwer zehn Nächte in Gottesanbetung zu verbringen? Wenn der Mensch die letzten zehn Nächte des Ramadans in Gottesanbetung verbringen würde, dann würde er auf diese Weise sicher die Nacht LEJLTUL- KADR treffen. Ist das denn so schwer? Sollte ein vernünftiger Mensch überhaupt darüber nachdenken, ob er diese Nächte in Gottesanbetung verbringen soll? Der Gesandte ALLAH´s, sallallahu alejhi ve sellem, sagte:“ Bemüht euch im Suchen der Nacht LEJLETUL-KADR in den letzten zehn Nächten des Ramadans.“ (Muslim)

WANN IST DIE NACHT LEJLETUL-KADR?
ALLAH´s Weisheit und Gerechtigkeit liegt darin, dass er die genaue Zeit der Nacht LEJLETUL-KADR nicht preisgegeben hat. Deshalb ist es empfehlenswert, diese in den letzten zehn Nächten des Ramadans zu suchen. Individuell wird der Akzent darauf gesetzt, dass man diese in den ungeraden Nächten des letzten Drittels des Ramadans suchen soll. Auf Grund der Worte, des Gesandten, sallallahu alejhi ve sellem: „Bemüht euch die Nacht LEJLETUL-KADR in den ungeraden Nächten der letzten zehn Tage des Ramadans zu suchen.“ (Buhari und Muslim)

Am Ende dieses Textes, bitte ich ALLAH, den ERHABENEN, dass ER uns in der Gottesanbetung in dieser großen und segenreichen Nacht, IHM gegenüber, unterstützt; dass wir durch diese Nacht von den Sünden gereinigt werden und hervorgehen, wie am Tage unserer Geburt; dass er unsere Ibadah im Monat Ramadan annimmt, unsere Bittgebete erhört und die Situation der Muslime verbessert. AMIN.

JazakALLAHUhajren Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

Die letzten 10 Tage des Ramadans

Endspurt ist angesagt:

Bruder Abu Dujana über die letzten 10 Tage:

Gedichte

Oh ihr Büßer!

„ Kommt alle, die ihr anwesend seid, dass wir ihm zum Sehur an die Tür klopfen. Dass alle aus Trauer weinen, um diejenigen die ihn versäumten.“

o pokajnici!
“Dodzite svi koji ste prisutni
Da mu u sehuru na vrata pokucamo
Da svi od zalosti zaplacemo
Nad svima koji ga propustise”

„ Oh Du, der die Frucht des Fastens erwünscht, gib dem Fasten sein Recht. Gekrönt aus Demut, Duldung und dem Genuss der Mühseligkeit, begebe dich auf den Weg des Erwerbes. Für ein Leben in Sanftmut und Erbarmen. Wirf die Last, der Begierden von deiner Seele. Das ganze Jahr ist der Gläubige in seinem Körper – befrei ihn.“

“O ti koji prizeljkujes plodove posta
Podaj postu njegovo hakk
Sazdan od poniznosti, trpnje
I uzitka teskoce
Kreni na put sticanja
Za zivot ka blagosti i samilosti
Zbaci teret sa duse zaglibljene
Strastima…omcom
U ovom vjerniku je tijelo
Cijele godine…oslobodi ga”

„ ALLAH, Du kennst meine Bedürfnisse, Du erhörst mein verstecktes Flehen. Mein Herr, lehne meine Hoffnung nicht ab, und lenke mein Herz, das sich nach Deinem Geben sehnt, nicht ab. Mein Herr, beschütze mich, denn ich bin gefangen, erniedrigt, erschrocken und Dir unterwürfig. Allah, meine Sünde ist groß, aber Deine Vergebung dieser ist viel größer.“

“ALLAH, TI vidis moj hal i potrebu
TI moje skriveno dozivanje cujes
GOSPODARU, nemoj odbiti moju nadu, niti skrenuti
Srce koje cezne za TVOJIM davanjem
GOSPODARU, sacuvaj me azaba, ja sam
Zarobljen, ponizen, uplasen i TEBI ponizan
ALLAH, moj grijeh je velik
Ali je TVOJ oprost od toga mnogo veci”

„ Befreie die Seelen von deren Fesseln und führe sie in die schönsten Gärten der Gottesfurcht. Dass sie wie ein Licht durch die Gärten schreiten, schwimmend im hellen Horizont.

Diese durstigen Seelen im Ramadan, stille sie aus den reinen Quellen nach denen sie sich sehnen.

Die Begierde des Körpers hat sie in eine Wüste ohne Wasser gezwängt.

Die Nahrungsaufnahme des Körpers kann die Seele nicht sättigen.

Die Seelen leben von dem, was der Himmel ihnen durch das Fasten einbringt.

Oh Frühling der Seele, beginne und schenk ihr die Macht über die Last des Diesseits.

Sollen Menschen in Überfluss und Fortschritt leben im Guten, das ihnen das Diesseits bietet?

Wissen diejenigen, die Vernunft besitzen, dass die Begierden die Menschen auf Erden verführen?

Das Boot des Teufels in Menschengestalt, ist der Köder für die Krankheit der eigenen Überschätzungen.

Die Seelen können sich nur dann emporheben, wenn sie sich enthalten indem sie auf die Nahrung, die sie nicht brauchen, verzichten.

Sie sind beschaulich in ihrem Seelenleben, es genügen ihnen nur ein paar Tropfen und ein paar Bissen.

Es genügt ihnen, dass die Seele fromm ist, welche es schafft sogar die kräftigsten Geschöpfe zu Zartheit zu bewegen. „

“Oslobodi duse okova
Uvedi ih u lijepe basce bogobojaznih
Da kao svjetlost setaju bascama
Plivajuci u svijetlim horizontima
Ove duse u ramazanu zedne
Napoji sa cistih izvora onim za cime zude
Strasti tijala su ih bacile
U pustinju bez imalo vode
Raznovrsna hrana tijela
Ne moze dusu uciniti sitom
Duse zive na onome sto
Nebo u nju ubaci kroz post
O proljece duse, nastupi i podari joj
Vlast na dunjaluku teskom
Kako da ljudi zive u izobilju i napretku
Od dobra koje im dunjaluk daje
Znaju li oni koji pameti imaju da je
Strast ta koja zavede ljude na dunjaluku
Camac sejtana u bicu covjeka
Mamac je sa bolescu pretjerivanja na sebi
Duse se mogu uzdici samo sustezanjem
Ostavljajuci hranu koja im ne treba
One su spokojne u dusevnom zivotu
Dovoljno im je par gutljaja i zalogaja
Dovoljno im je da je dusa ponizna
Ona raznjezi cak i najsnaznija bica.”

„Vielleicht eilt ein junger Mensch zu jeder Sünde. Doch zu guten Taten, schleppt er sich mit Trauer hin. Das Leben erscheint schön und hat ihn verführt. Das Diesseits (die Dunja) kann blenden und vernichten. Zu so jemanden sage ich: Du hast im Schlechten übertrieben und Allah´s Grenze überschritten, oh miskin. Ich rate dir, suche Halt bei deinem Schöpfer, denn Er beschützt dich und gibt dir.“

“Mozda neki mladic zuri ka svakom grijehu a ka dobrim djelima – i to tuzan – puzeci hodi. Zivot mu se lijepim ucinio i zaveo ga a dunjaluk mladica zna obmanuti i srozati. Takvom kazem: Pretjerao si u zlu i Allahovu granicu presao, o miskinu. Savjetovao sam ga i rakao mu: Osloni se na Stvoritelja, On mladica cuva i daje mu.”

„Du lachst, oh Sünder, besser wäre es wenn du weinen würdest. Und über das, was du begangen hast, trauerst. Du hast deine schlechten Taten vergessen. Aber, der Allerbarmer, vergisst nicht. Deshalb oh Elender, beeile dich. Hör mit deinen Sünden auf und bereue bevor das geschieht vor dem du dich fürchtest. Vielleicht wird Allah zufrieden sein.“

“Zar se smijes, grijesnice a takvom je prece da place. I da nad onim sto si pocinio stalno tugujes. Zaboravio si svoja losa djela ali , Svemilosni ne zaboravlja. Zato, jadnice pozuri ostavi grijehe i iskrenu tevbu ucini, prije nego se desi ono cega se plasis. Mozda ce Allah zadovoljan biti.”

„Wende dein Herz zur Schönheit unserer Scheria , in der alle Schönheit aufgezeichnet ist. Wie viel Bedeutung liegt nur im Fasten des Gesandten, Friede sei mit ihm. Zarter als jede angenehme Prise eines Lüftchens. Sieh den Unterschied zwischen seinem und unserem Fasten.Vergleichbar mit dem Fluss Kewser aus der Quelle des Gesandten, Friede sei mit ihm. Wunderte mich über die Schönheit und Größe dieses. Meine Zunge begann nur die Schönheit dieses einen Bildes in Worte zu fassen. Leise begannen meine Lippen zu sprechen: LA ILAHE ILLALLAH – ALLAHU EKBER.“

“Usmjeri srce ka ljepoti naseg serijata u njemu su sve ljepote naslikane. Koliko samo ima znacenja u Poslanikovom postu, blazih od prijatnog povjetarca koji puhne. Pogledaj razliku izmedu njegovog i naseg posta. Poput rijeke Kevser sa Poslanickog izvora. Zacudih se njenoj ljepoti i velicini. Jezik mi poce govoriti znacenja samo jedne slike ljepote. Tiho potece sa usana: LA ILAHE ILLALLAH – ALLAHU EKBER.”

„ Oh Gott, vergib und bestrafe uns nicht für unsere Versäumnisse. Erbarme Dich unserer für jede Sünde die wir begangen haben. Wie inbrünstig bitten wir Allah wenn wir verzweifelt sind, aber wie schnell vergessen wir Ihn, wenn unsere Sorgen vergangen sind. Wir bitten Ihn auf dem Meere um Hilfe, wenn unsere Schiffe in Gefahr geraten. Doch wenn wir das Ufer erreichen, sind wir Ihm ungehorsam. In der Luft fliegen wir sicher und geborgen ohne dass uns bewusst wird, dass Allah unser Beschützer ist.“

“Moj Boze, oprosti i za propuste nas ne kaznjavaj. Smiluj nam se za svaki grijeh koji pocinismo. Koliko samo Allaha molimo kada nas nevolja zadesi. A kad belaji nasi produ, zaboravimo Ga. Molimo Ga na moru da lade nase spasi a kad na obalu stignemo, Njemu smo neposlusni. U zraku sigurno i spokojno letimo i ne padnemo, jer zastitnik je Allah.”

„Wie barmherzig ist Allah mir gegenüber, wenn Er mir die Zeit gegeben hat und mich versteckt hat, als ich in tiefer Sünde stand. Stunden und Tage sind ohne dass ich Reue gezeigt habe, vergangen. Ich habe nicht geweint, nicht gefürchtet und nicht getrauert um die Sünden, die ich aus Nachlässigkeit begangen habe. Oh Trauer, die das Herz in Zwiespalt bringt, du bist geblieben.“

“Kako li je Allah prama meni blag bio kada mi je vremena dao i sakrio me dok sam u grijesima duboko bio. Sati i dani su mi bez kajanaja prolazili. Nisam plakao, nisam strahovao i nisam tugovao. O grijehu u nemaru pocinjenom, prosao si o zalosti sto srce razdires, ostala sie.”

(Die Seeligkeit des Fastendens, Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)
(Duhovnost postaca, Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

BarakALLAHU fiki Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

I´TIKAF

DIE SEELISCHE BELEUCHTUNG DERER, DIE IM I´TIKAF SIND

Dank sei Allah, Seinem Gesandten, Friede sei mit ihm, seiner Familie, seinen Gefährten und allen die seinen Glauben unterstüzen.

I´tikaf ist ein jährlicher Zyklus , der durch die Sunna des Gesandten,sallallahu alejhi ve sellem, vorgeschrieben worden ist. Dieser hat eine herrliche Wirkung auf die menschliche Seele. I´tikaf ist der ununterbrochene Aufenthalt in der Moschee, dessen Sinn es ist, Gottesdienst und Ergebenheit Allah, dem Erhabenen gegenüber, zu verrichten. I´tikaf ist die Praxis und die Sunnah des Gesandten Allah´s, sallallahu alejhi ve sellem, festgesetzt im Kur´an.

Angenehm soll der Aufenthalt für denjenigen sein, der im I´tikaf verweilt! Es nähern sich die Tage der Zusammenkunft, die Tage der Reinheit des Herzens, die Tage des Begehrens. Es sind die Tage gekommen sich in den I´tikaf zurückzuziehen und deshalb sind die Herzen zärtlicher geworden.

I´tikaf ist – lieber Gläubiger und liebe Gläubige – die Unterbrechung der Beziehung mit den Menschen, damit man die Beziehung zum Schöpfer verwirklicht. Das Ablegen von allem, dass das Herz vom Gedenken an Allah (zikrullah) abhält. Die vollständige Ergebenheit der Gottesanbetung, dem Gedenken, des Bittgebetes (Dua), des Zikr, dem Istigfar (Reue), dem Rezitieren des Qur´an und dem Gebet.

I´tikaf ist der Genuss und Glanz dieser Welt. Er ist die genussvolle Quelle der Rechtschaffenen und der Gottesfürchtigen.

Die Frau ist genauso verpflichtet die Vorschriften, wie der Mann, einzuhalten. Für den I´tikaf braucht sie jedoch die Befürwortung ihres Mannes. Deshalb Schwester, du die Allah dient, bemühe dich. Und ihr – oh Ehemänner – hilft euch gegenseitig im verrichten guter Taten und der Gottesfurcht. Nimmt die Sunnah eures Gesandten Muhammed, sallallahu alejhi ve sellem, an und bemüht euch, dass ihr ihm in allem folgt. Damit sich Allah eurer und unserer erbarmt, und damit Er uns allen unsere Sünden vergibt. Es gibt viele Sünden und uns bleibt nur die Hoffnung, dass uns DER, DER alle Geheimnisse kennt, vergibt.

(aus dem Buch „DIE SEELE DER FASTENDEN“ – Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

JazakALLAHUhajren an Schwester Soomeyya für die Übersetzung!

Auf Bosnisch:

DUHOVNO OZRACJE ONOGA KO BORAVI U I´TIKAFU

Hvala Allahu, salavat i selam Allahovom Poslaniku, njegovoj porodici,ashabima i svima onima koji njegovu vjeru potpomazu.

I´tikaf je godisnji ciklus propisan sunnetom Vjerovjesnika, sallallahu alejhi ve sellem, koji ima divne utjecaje na ljudsku dusu. I´tikaf je stalni boravak u dzamiji ciji je smisao ibadet i pokornost Uzvisenom Allahu. I´tikaf je praksa i sunnet ustanovljen Kur´anom i sunnetom Allahovog Poslanika, sallallahu alejhi ve sellem.

Prijatno bilo onome koji ce boraviti u i´tikafu! Priblizi su se dani susreta, dani srcane cistoce, dani zudnje. Dosli su dani povlacenja u i´tikaf i zbog njih su srca zaljubljenika njezna postala.

I´tikaf je – dragi vjernici i vjernice – prekidanje veze sa ljudima kako bi se ostvarila veza za Stvoriteljem, izbacivanje iz srca svega onoga sto ga sprjecava od sjecanja an Allaha (zikrullaha), potpuna predanost ibadetu, razmisljanju, dovi , zikru, istigfaru,ucenju Kur´ ana, namaz, tevbi, skrusenosti …..

U i´tikafu je srce zasticeno o bespotebnog govora i pretjeranog druzenja s ljudima, pa se onaj ko se povukao u i´tikaf moze potpuno posvetiti Uzvisenom Allahu, Kur´anu i kijamu (tj. namazu)

I´tikaf je uzitak i sjaj ovoga svijeta, on je pitki izvor cestitih i hladno vrelo bogobojaznih.

Zena je obavezna izvrsavati propise kao i muskarac, s tim sto za i´tikaf ona mora imati dozvolu svog muza. Zato sestro, ti koja si Allahov rob, potrudi se, a vi – o supruznici – potpomazite se u dobrocinstvu i bogobojaznosti. Prihvatite se sunneta vaseg Poslanika Muhammeda, sallallahu alejhi ve sellem, i trudite se da ga u svemu sljedite, ne bi li se Allah smilovao i vama i nama, i ne bi li nam svima oprostio grijehe. A grijeha je mnogo i samo nam ostaje nada u oprost Onoga koji tajne zan.

(iz knjige DUHOVNOST POSTACA – Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

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Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (,sprachen Wir): “Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort.” Und Wir haben Abraham und Ismael auferlegt: “Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und Sich-Niederwerfenden.” 2:125

…Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Allahs, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Allah den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten. 2:187

`Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats ramadan zurückzuziehen.“
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 2025]

`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, Gattin des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats ramadan zurückzuziehen, bis Allah Der Erhabene ihn sterben ließ. Nach seinem Tod pflegten sich auch seine Frauen zurückzuziehen.“
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 2026]

Fetwas zum Thema: http://islam-fetwa.de/index.php?searchword=itikaf&option=com_search&Itemid=

„ Ich folge Dir oh Herr, ich folge Dir mit dem Fasten.“

Eine Ramadan Reisende

In der ersten Nacht des Ramadan wurde ich zu einer unsichtbaren Reisenden. Und das Ziel sind die Tore von Allah´s Barmherzigkeit, Zufriedenheit und Vergebung. Vor dem Morgengrauen erwarte ich die ersten Spuren des Sehur´s: Düfte, Geräusche aus Mutter´s Küche, die mit fast lautlosen Schritten und gedämpfter Stimme spricht , damit sie uns nicht weckt, um uns das Essen zuzubereiten. Es überströmt mich eine Dankbarkeit für diese Wohltätigkeit meiner Mutter. Ich spüre einen Duft, ungewohnt, süß und flimmernd. Es war nicht nur der Duft des Essen´s. Ich glaube es ist der Duft aller Seelen, die Erwartungsvoll auf die Barmherzigkeit und Vergebung Allah´s in diesen gesegneten Stunden vor Seinem Tor warten. Ich weiss, dass sie auch anklopfen werden, so wie ich, damit sich dieses lautlos öffnet. Mit den Augen der Seele suchend nach jedem Zeichen, einen Hauch von Liebe und Güte spürend, in Erwartung einer Liebkosung im Ramadan. Denn dann schaukeln alle Winde das Nest.

„Beeil dich, es ist Zeit für Sehur“ Ich stehe auf, obwohl ich schon seit langem wach bin. Ich konnte einfach nicht schlafen. Ich betrat das Zimmer und sprach den Selam. Alle schauten mich an und ich hatte das Gefühl, dass ich bei einer wichtigen Besprechung sei und warte, dass diese beginnt. Ich lächelte in mich hinein. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie mir meine Großmutter mit einer Geste deutete, sich zu ihr zu setzen. Ich sah die knochige Hand, das Gesicht umrahmt von einem Kopftuch. Ich nahm an, dass sie auch diese Nacht zu Allah gebetet hat, ihre Seele vor Ihm ausgebreitet hat und sich jedes mal auf´s neue Ihm anvertraut hat. Ich sah ihr Lächeln und ihre Trauer. Ich habe gelernt, unbemerkt die Züge auf den Gesichtern der Menschen zu deuten. Auf ihrem sah ich die Liebe und die Trauer, dass sie den ganzen Ramadan nicht fasten werden könne. Sie wollte alles, aber ihr Körper gab wenig. Ich bemerkte wie sie die Tabletten aus einer Papierschachtel nahm. Sie würde versuchen heute ganz zu fasten. Mit größter Vorsicht legte sie die Tabletten, die sie nehmen sollte, auf die Seite. So war sie immer schon. Alles was sie tat, tat sie mit Hingabe.

„Oma, mach dir keine Sorgen, Allah ist barmherzig“, sage ich leise. Von irgendwoher spürte ich ein Lüftchen der Barmherzigkeit und ich spürte Röte in meinem Gesicht wegen meiner Gefühle. Ich dachte nur, wie viele es gibt, die Fasten könnten. Sie es aber doch nicht können, obwohl ihre Seele sich danach sehnt, denn sie fesseln diese. Meine Oma die nicht kann, es aber doch kann. Ihre Seele sehnt sich danach und sie würde diese fliegen lassen. Und es war für mich verwunderlich, wie verschieden die Menschen doch sind. Während einige immer eine Ausrede finden, fasten andere mit Seeligkeit. Sie fasten mit ihrem Wesen, ihrer Seele, ihren Augen und ihren Ohren. Und das nicht nur im Ramadan. Aus meinen Gedanken riss mich die Stimme meiner Mutter: „Iss sonst bleibst du hungrig.“

Ich lächelte in mich hinein und wollte sagen, dass mein Zustand des Hungerns ein anhaltender Zustand ist. Mein Hunger ist der Hunger meiner Seele nach Vergebung, Liebe, Barmherzigkeit und Nähe. Bei diesen Gedanken flatterte meine Seele. Oh ja, die Freude in der Liebe zu Allah, das Glück in dem Wunsch nach Seiner Nähe, ist meine Anregung und meine Stärke. Am glücklichsten bin ich, wenn diese mich einhüllt und jeden Teil meines Körpers ausfüllt. Am unglücklichsten wenn dieses nachlässt.

Ich dachte an alle, die diesen Morgen zum Sehur aufgestanden sind, indem ich sie mit meiner Seele besuchte. Dachte auch an die , die es nicht tun. Die einfach schlafen. Ich spürte Mitleid und Trauer für diese. Dachte, dass sie viel stärkere Tabletten brauchten als meine Großmutter. Tabletten für die Seele. Denn wenn die Seele krank ist, dann ist alles krank; der Mensch, das Leben und alles um ihn herum ist von dieser Krankheit befallen. Doch er wird alles hinterlassen; das Auto, das Haus, die Medikamente …. Nur ein gesunder Mensch ist im Stande wahrhaftig in der Gegenwart zu leben. Er ist sich selbst und den anderen gegenüber liebevoll, Allah´s wegen. Doch am meisten sehnt er sich zu Allah zu kommen. Der Maßstab des Lebens ist der Maßstab der Ergebenheit. So stark wie ein Mensch glaubt, so sehr wird er in allen Segmenten des Lebens Erfolg haben. So viel er verlangt, so viel wird er erlangen.

Ich weiß, dass alle die nicht fasten, mich morgen mit schiefem Auge anschauen werden. So als ob ich diejenige wäre, deren Augen geöffnet werden müssten. In allem sehe ich Allah´s Werk und Leistung, sogar in ihnen. Im Fliegen der Vögel, im schwingen des Windes. Ich weiß, dass ihnen diese Ergebenheit, seltsam erscheint, so wie mir ihre seltsam erscheint. Denn, wenn du dein Herz nicht mit dem Dienen zu Allah beschäftigst, wird es dich mit deinen Begierden und negativen Handlungen, beschäftigen. Denn diejenigen, die sich an Allah stüzen, denen genügt allein Er. Diejenigen, die im Namen Allah´s handeln, denen genügt allein Er. So wie die Vögel, die hungrig erwachen, satt aber einschlafen. Doch auch Vögel verlassen ihr Nest; sie suchen und reisen. Sie fliegen auf der Suche nachdem, das sie am Leben erhält. Im Ramadan fühle ich mich wie ein Vogel. Ich bin froh, wirklich froh, dass ich nicht in einem Käfig bin. Ab und zu fühle ich die Leichtigkeit, des Daseins.

Ich wünsche mir, dass dieser Zustand immer währt. Am meisten spüre ich ihn im Ramadan. Ich denke, dass das Gefühl der Ergebenheit, der Liebe, der Zugehörigkeit und der Reise, es immer wieder wert ist, von neuem loszufliegen. Ich gedachte all der Ramadane, der Sehur´s und der Iftare. Ich höre die Worte voller Ergebenheit und Demut: „ Ich folge Dir oh Herr, ich folge Dir mit dem Fasten.“ Genau so, erfülle ich Deinen Befehl, mit Ergebenheit und Demut. In der Hoffnung auf Deine Vergebung und Belohnung. Oh Herr, erbarme Dich meiner, ich wünsche Deine Zufriedenheit und Deine Belohnung, die du Deinen fastenden Dienern, versprochen hast. Denn das Fasten ist Dein´s und Du belohnst dafür…………………..

(übernommen von minber.ba Ramazanski putnik – Alma Taletovic)

JazakALLAHUhajren an Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

Die Bereuenden, Teil 3

Die Träne

Ein Sünder, zusammengebrochen und traurig, dachte den ganzen Tag über die vielen Sünden, die er begangen hatte und über die wenigen guten Taten, die er vollbracht hatte, nach.

Dabei entrann ihm eine Träne, die fragte: „Allah´s Diener, warum bist du traurig?

Der Sünder fragte diese eine reine Träne:“Weshalb bist du entronnen?“

Die Träne sagte:“Wegen der Hitze in Deinem Herzen.“

Der Sünder: „Die Hitze in meinem Herzen? Was hat mein Herz mit Feuer erfüllt?“

Die Träne: „Deine Sünden und schlechten Taten.“

Der Sünder:“Können Sünden denn auf das Herz Einfluss haben?“

Die Träne: „Ja… hast du nicht das Bittgebet des Gesandten, Friede sei mit ihm, gehört?“

„Oh Allah, wasche meine Sünden mit Wasser, Schnee oder Eis.“ Jedes mal wenn ein Diener Allah´s eine Sünde begeht, entfacht er in seinem Herzen ein Feuer, dass nur Wasser oder Eis zu löschen, vermag.

Der Sünder: „Ich möchte dich etwas fragen.“

Die Träne:“Bitte.“

Der Sünder:“Ich spüre Derbheit in meinem Herzen, wie konntest du entfliehen?“

Die Träne:“Das ist angeboren, oh Allah´s Diener! Die Menschen haben ihr Herz vernachlässigt, so dass du kein frommes Herz finden kannst, dass dauernd in Verbindung mit Allah steht, außer einiger wenigen.“

Der Sünder:“Was ist der Grund dafür, meine Träne?“

Die Träne:“Die Liebe und der Hang dem Diesseits gegenüber. Die Menschen sind vom Diesseits geblendet, außer diejenigen, derer sich Allah erbarmt hat. Wisse, dass das Diesseits wie eine Schlange ist, sie betört dich mit ihrer Schönheit, tötet dich aber mit ihrem Gift. Dergleichen sind die Menschen, betören sich mit den Schönheiten dieser Welt ohne das Gift, das sie tötet ,zu sehen.“

Der Sünder:“Was ist das Gift?“

Die Träne:“Sünden und schlechte Taten, dies ist das Gift, dass das Herz tötet. Wenn man es nicht entfernt, dann stirbt das Herz.“

Der Sünder: „Wie sollen wir unser Herz von dem Gift reinigen?“

Die Träne:“ALLAH sagt: „Und diejenigen, die – wenn sie etwas Schändliches getan oder gegen sich gesündigt haben – Allahs Gedenken und für ihre Sünden um Vergebung flehen; und wer vergibt die Sünden außer Allah? – und diejenigen, die nicht auf dem beharren, was sie wissentlich taten.“
(Sure Ali Imran, 135 vers)

http://www.nur-islam.com

(auf der rechten Seite unter Pokajnici “Razgovor sa suzom” (Die Reuenden:”Das Gespräch mit der Träne”))

JazakALLHUhajren an Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

Bist du barmherzig?

An dieser Stelle möchten wir euch zwei wunderschöne kurze Videos zum Thema Barmherzigkeit zeigen, speziell was die Kinder betrifft. Besonders jetzt im Ramadan sollten wir uns bemühen, an unserem Charakter zu arbeiten und uns Ziele setzen, die wir mit Allahs Hilfe auch erfüllen. Denn wir sollten keinen Ramadan so verlassen wie wir in ihn eingetreten sind. Referent ist Sheikh Salem Al Amry, den ihr auch auf Peace TV verfolgen könnt.

Sheikh Salem Al Amry über die Barmherzigkeit des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, gegenüber den Kindern:

Sheikh Salem Al Amry über ‘Umar Ibn Al Khattab:

Die Bereuenden, Teil 2

Eine sehr schöne Geschichte ist die eines jungen Mannes, der Reue gezeigt hat und sich an den Erhabenen Allah gewendet hat.

Er hat aus dem Innersten seiner Seele erzählt, dass er ein Drogenabhängiger war. Dieser junge Mann ist viel gereist um Zufriedenheit in seinen Begierden zu erreichen. So erzählte er, dass eine Audiokassette sein Wesen verändert hat, die ein Freund ihm hinterlassen hat und die er sich angehört hat.

Der junge Mann berichtet: „Ich hörte einen Vortrag indem es um die Stütze an Allah geht, von dem schönen Benehmen Allah gegenüber und dass niemand einem schwachen menschlichen Wesen helfen und es beschützen kann, außer der Erhabenen Allah.(Ich habe mich ansonsten in allem auf die Droge gestützt. Diese war für mich Zufluchtsort und Unterschlupf für alles. ) Dieser Vortrag hat mich verändert und meine Welt ins Wanken gebracht. Und so wurde ich ehrlich mir gegenüber und begann mich zurechtzuweisen. Wie konnte ich Allah verlassen, den Großen und Allmächtigen und in diesem Unheil Zuflucht suchen?! Was für eine Seele habe ich? Erbärmlich und verachtend, die Gefangene von Tabletten? Oh Seele, oh Seele! Dann begann ich sorgenvoll zu weinen. Die Reue und das Leid haben mein Herz zerfressen. In diesem Moment gab ich dem Allmächtigen Allah, das Versprechen, das ich bereuen werde und mich ehrlich nur auf Ihn stützen werde. Ich habe es kaum erwarten können, dass die Sonne untergeht und dass die Nacht hereinbricht, damit ich mit meinem Herrn allein sein kann. In dieser Nacht ging ich in die Wüste und verrichtete im Dunklen der Nacht das Gebet. Ich drehte mich zur Kibla und sprach den Tekbir. Danach begann ich meinen Herrn innig mit dem Zustand eines Hoffnungslosen, um Hilfe zu bitten. Ich bat Ihn mit Gedenken Seiner schönsten Namen und Seiner Barmherzigkeit. Ich begann zu weinen, Ihn anzuflehen, mich zu beklagen in was für einem Zustand ich war und zu was dieser mich gemacht hat. Ich flehte Ihn an, mich von diesem Unheil fernzuhalten, mich zu schützen und mich zu heilen. Ich gestand Ihm meine Sünden, meine Schwäche, meine Armseligkeit, meine Abhängigkeit und meine Notwendigkeit, ein. Ich bemerkte nicht wie die Zeit verging und der Morgen nahte. Ich ging nach Hause und während ich wartete um das Morgengebet zu verrichten, schlief ich kurz ein. Ich träumte von der schönsten Frau, die ich noch nie im Leben gesehen habe. Sie sagte zu mir:“Steh auf – während sie mich mit meinem Namen rief. – steh auf und bete, du bist im Guten!“ Erschrocken erwachte ich, doch ich hatte das Gefühl, dass meine Haut eine andere war. Ich verspürte eine große Weite und Erleichterung in meiner Brust. Mit einem Wort, so als ob ich neu geboren wäre. Seit diesem Tag kenne ich die Droge nicht mehr und ich bereite mich auf die Prüfungen auf der Uni vor. Mit dem festen Halt und der festen Zuversicht, dass ausschließlich nur Allah mir helfen kann. Und mit der Hoffnung und Zuversicht, dass Allah mir Erfolg gibt. Nachdem ich den Genuss des Bittgebetes (der Dua) und die Bestätigung, dass Allah diese erhört hat,erlebt habe, möchte ich diesen Genuss mit nicht´s anderem auf der Welt tauschen….“

(“Duhovnost postaca”, “Die Seele des Fastenden”, Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

BarakALLAHU fiki an Schwester Soumeyya für die Übersetzung!

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„Bei Dir suchen wir Zuflucht. Kann jemand anderer uns Zuflucht gewähren außer Dir?

Darum gib Zuflucht Deinem schwachen Diener, der diese bei Dir sucht.

Oh Vergeber unserer Sünden, Allmächtiger. Du, der die Reue annimmt. Das bereuende Herz ruft Dich. Lehne es nicht ab und lehne meine ehrliche Reue nicht ab!

Erhaben bist Du und weit davon entfernt, dass du denjenigen, der Deinen Schutz sucht, ablehnst.

Oh mein Herr, bedeckt mit Scheuklappen war mein Herz und hat Dein Licht nicht gesehen. Und jetzt hast Du oh mein Herr, diese entfernt und mein Herz ist erleuchtet worden.“

(“Duhovnost postaca”, s. 92, “Die Seele des Fastenden”, Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

Die Bereuenden, Teil 1

SARA

(Buch von Amr Halid* “Sie öffneten ihre Herzen und Seelen” )
Diese Geschichte betraf mich persönlich (Vermerk von Amr Halid)

Vor etwa drei Wochen erhielt ich über E-mail einen Brief von einem Mädchen, das in Australien lebt. In diesem stand:

“Ich bin ein Mädchen mit libanesischer Herkunft. Mein Vater ist Muslim und meine Mutter Christin. Bis zu meinem 10 Lebensjahr, lebten wir im Libanon. Dann siedelten meine Eltern nach Australien und wir verloren den Kontakt mit dem Nahosten. Jetzt bin ich 22. Nachdem ich nach Australien gekommen war, habe ich jede Beziehug zu meinem Glauben verloren. Alles was ich wußte, war nur, dass ich Muslimin bin. Ich weiss nicht wie der Koran aussieht, nicht einmal die Al-Fatiha kann ich. Ich weiss nicht wie man betet und der Glaube hat in meinem Leben gar keine Bedeutung. Meine Eltern haben sich scheiden lassen und beide sind in eine neue Ehe eingetreten. Als ich mich in die Universität einschrieb, haben beide Elternteile Australien verlassen. Und mich ohne Familie und Verwandtschaft gelassen. Ich wußte nichts von meinen Vorfahren aus dem Libanon. Ich war gezwungen, arbeiten zu gehen. In der Früh ging ich auf die Uni und am Abend arbeitet ich in einer Bar. Ich hatte Freunde, im wahrsten Sinne der westlichen Bedeutung. Ich habe keine einzige Sünde ausgelassen ohne dabei Schmerz und Scham zu empfinden. Ich wurde zu einer richtigen WESTLICHEN.

Ich kenne die arabische Sprache nur flüchtig. Weil ich außerordentlich schön war, bewarb ich mich um den Titel der ” MISS NEUSEELAND” und gewann. Jetzt bereite ich mich auf das Finale vor. Ich wurde zum Model auf den Titleblättern. Zu diesem Zeitpunkt besuchte ich eine Familie aus Libanon die in Australien lebt. Bei ihnen sah ich eine Serie über den Ramadan und über Sittsamkeit. Ich sah auch die Webadrese. Ich war sehr erschüttert, denn die Serie hat mich direkt angesprochen. Deshalb schicke ich ihnen die Frage: “Ist es möglich, dass Allah sich meiner annimmt und dass ich zu Ihm zurückkehre?”

Als ich diesen Brief erhielt, dachte ich SubhanAllah, wie sehr auch die menschliche Seele am Boden ist, sie sehnt sich nach Allah. So sehr der Bauch nach Nahrung sich sehnt, so sehr sehnt sich die Seele nach Allah. Ich schickte ihr eine Antwort in der stand, dass Alalh, inschaAllah, ihre Reue annehmen wird. Und ich erklärte ihr die Bedingungen zur Annahme der Reue. Nach zwei Tagen rief sie mich an:”Ich habe bereut und meinen Freund verlassen. Ich werde ihn nie wieder sehen.” Nach zwei Tagen rief sie mich neuerlich an und sagte:”Ich will beten lernen.” Wieder nach zwei Tagen rief sie mich an:” Ich möchte Kasetten mit der Koran Rezitation.” Ich schickte ihr Kasetten von den Scheichs Adzemija und Meschari Raschid und einen Koran aus Medina. Eine Woche später rief sie mich an und sagte, dass sie den Tite der Schönheitskönigin abgegeben hat. Nach vier Tagen rief sie wieder an und überraschte mich damit, dass sie jetzt einen Hidschab trage. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Wieder nach zwei Tagen rief sie an und erzählte:”Ich spürte einen starken Schmerz und ging deshalb zum Arzt. Er sagte mir, dass ich einen Hirntumor habe und nur mehr eine Zeitlang zum Leben hätte.”

Sara wird am Freitag in Australien in einen OP gebracht, damit man ihr unverzüglich eine OP am Hirn durchführt. Diese Operation ist nur bei 20% erfolgreich, so schätzen es die Ärzte dort ein. So sagen es die Ärzte, sie aber hat mir einen Brief geschickt in dem Geschrieben steht, was nicht einmal Gelehrte und Gläubige im Stande wären zu sagen: “Ich freue mich auf die Begegnung mit Allah. Ich freue mich, dass ich bereut habe bevor ich von der Krankheit erfahren habe. Ich weiß nicht, ob meine Eltern erfahren werden, was mit mir geschehen ist, da sie mich selten anrufen.

Eine Bereuende bin ich erst seit drei Wochen, gesündigt Allah gegenüber habe ich 20 Jahre. Bitte für mich, dass Allah mich zu den Bewohnern des Paradieses macht; doch wenn ich überleben sollte, dass ich dem Islam auf ihrer Webseite diene, denn diese war mein Fenster zum Islam.”

Gepriesen sei Allah, der Seine Diener rechtleitet und ihre Reue annimmt um sie mit der Weite Seiner Barmherzigkeit zu übersähen. Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück. Allah, belohne uns für unsere Prüfungen und gib uns, die bleiben, dass wir besser werden als sie. Sara ist mit 22 Jahren gestorben. Sie ist auf dem islamischen Friedhof in Neuseeland begraben und ihre wurde das Totengebet gebetet. Vor der Operation hat sie mir einen kurzen Brief geschickt:”22 Jahre habe ich weit weg von Allah gelebt, doch habe ich vor drei Wochen bereut. Ich nehme sie als Zeugen, dass ich vor Allah Reue gezeigt habe. Meinen Freund, die Bar in der ich gearbeitet habe und den Schönheitstitel aufgegeben habe. Den Hidschab angezogen und zum Beten angefangen habe. Ich nehme sie als Zeugen, dass ich dies alles für meinen Herrn getan habe. Ich kenne keine anderen Muslime außer sie und die Leute von dieser Webseite, deshalb bitte ich euch, dass ihr Allah um Vergebung bittet für mich. Bittet Allah, dass er meine Mutter rechtleiten möge, denn sie weiss nichts von mir.

“Ich bitte euch, macht so viel ihr könnt gute Taten; Hadsch, Umra, Sadaka und Dua und schickt es Sara.

Habt ihr die Güte Allah´s Seinen Dienern gegenüber gesehen? Ihr war vorherbestimmt, dass sie zu diesem Zeitpunkt stirbt, doch Allah hat aus Seiner Barmherzigkeit bestimmt, dass sie drei Wochen vor ihrem Tod Reue zeigt.
Allah, der Erhabene sagt: ” In dem ist wahrlich die Weisung für denjenigen, der ein Herz hat oder hört, und sich dessen bewusst ist.”

* Wir sagen uns von einigen Aussagen dieses Bruders los, möchten aber auf den Inhalt dieser Texte aufmerksam machen.

BarakALlahu fieki an Schwester Soumeyya!

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“Sprich: “”O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.
(Sure 39, Vers 53)

Bittgebete:

„Ich bereue wahrhaftig. Und egal wie weit ich mich entfernt habe, bin ich DIR immer näher. Wie sehr ich die Grenze auch überschritten habe, ich wende mein Herz demutsvoll DIR zu.

Oh Gott, DU bist nah und erhörst mich. Ich rufe DICH um von DIR Erbarmen zu erhalten.“

(“Duhovnost postaca”, s. 108, “Die Seele des Fastenden”, Dr. Ibrahim ibn Abdullah Ed-Duvejjis)

Fasten- für die innere und äußere Schönheit

“O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget.” (Al-Baqara, Vers 183)

Jedes Jahr erwarten die Muslime auf der ganzen Welt sehnlichst einen wundervollen Gast, den Ramadan, die Zeit des Fastens. Die meisten Nichtmuslime sehen das als Qual, ganz besonders, wenn sie hören, dass sogar Kinder sich “das antun”. Bei einem Seminar, welches ich vor einigen Jahren besuchte, erzählte eine Schwester, dass eine Volksschullehrerin ihren islamischen Schüler vom Fasten abgehalten hat. Ich möchte hier betonen, dass sie ihn zum Essen gezwungen hat. Die besorgte Lehrerin ging davon aus, dass ihr Schüler aus lauter Angst vor den Eltern sich nicht traute, das Fasten zu brechen. Die Frage stellt sich hier, wie sie es hätten erfahren können; sie saßen nicht den ganzen Tag neben ihrem Kind in der Schule.

Der Vortragende dieses Seminars fragte die Schwester, ob sie in einer islamischen Familie aufgewachsen sei. Sie verneinte, verstand aber irgendwie, die Sorge um das Kind. Der Vortragende sagte etwas sehr interessantes. Wenn ein islamisches Kind in einer praktizierenden, islamisch lebenden Familie aufwächst, möchte es seine Familienmitglieder nachahmen. Denn es bekommt mit, dass dieser Fastenmonat etwas Besonderes ist. Es wird noch intensiver Qur’an gelesen. Es werden noch mehr zusätzliche Gebete verrichtet. Es beginnt ein “in sich Hineingehen”. Selbst die Menschen, die außerhalb des Ramadans nicht so viel Zeit in den praktischen Teil des Islams investieren, bemühen sich mehr darum.
Manchen gelingt mit ALLAH´s Hilfe eine Veränderung, die sie nach der Fastenzeit als besseren Menschen hervorbringen.

Man freut sich auch auf das gemeinsame Fastenbrechen. Die Vorbereitungen sind auch etwas besonderes, nur sollte man nicht zu viel Zeit für das Kochen und für sonstige Vorbereitungen des Essens vergeuden. Der Ramadan sollte eine Zeit des “in sich Hineinhörens” sein und nicht des Essens und der vielen Gerichte. Das alles bekommt ein Kind mit und deswegen möchte es das auch miterleben.

Kleinkinder bekommen während des Tages keine Süßigkeiten, damit sie auch wissen, dass die Fastenzeit etwas Besonderes ist. Diese Atmosphäre, die hier entsteht, muss man miterleben und kann eigentlich kaum beschrieben werden. Unser Vortragender versuchte all das zu erklären und wies die Schwester darauf hin, das Kind in Ruhe zu lassen, denn wie gesagt, wenn es Zwang wäre, hätten Kinder tausendfach die Chance das Fasten nicht einzuhalten.

Zu allererst dient das Fasten der seelischen und geistigen Reinheit. Auch außerhalb des Ramadans muss sich jeder Muslim bemühen seinen Charakter zu verbessern, es gibt keine üble Nachrede, keine sündigen Blicke, usw. Im Ramadan hat man die große Chance noch intensiver daran zu arbeiten, denn die Tore des Paradieses sind offen und die Tore der Hölle verschlossen und die Teufeln (die einen ständig reiten) in Ketten gelegt. Selbst ein Nichtmuslim kann sich (wenn auch nur gedanklich) in einen Menschen versetzen, der einige Stunden nichts isst. Man denkt nicht nur an diejenigen, die hungern müssen, sondern man geht in sich hinein und erkennt viele Fehler die einen zu schlechten Taten führen. Es schmerzt, wenn man sich einiges eingestehen muss, aber als Muslim sollte man ALLAH danken, dass man die Chance bekommen hat, seine negativen Seiten mit Hilfe von ALLAH in positive umzuwandeln. Solange du lebst hast du die Chance dich zu ändern, doch mit dem Tod ist alles vorbei. Möge Allah uns davor bewahren in einem Zustand der Sünde und des Unglaubens zu sterben.

“Ja! Wenn (die Seele eines Sterbenden) bis zum Schlüsselbein emporsteigt und gesprochen wird:”Wer kann die Zauberformel sprechen (um sie zu retten)?’ und er (der Mensch) erkennt, dass (die Stunde des ) Abschieds gekommen ist und sich Bein mit Bein (im Todeskampf) verfängt, dann wird an jenem Tage die Rückkehr zu deinem HERRN sein, denn er spendete nicht und betete nicht, sondern er leugnete und wandte sich (von IHM) ab. Dann ging er mit stolzem Gang zu den seinen. Wehe dir denn! Wehe!

Und abermals Wehe dir! Und nochmals wehe! Meint der Mensch etwa, er würde sich selber überlassen sein? War er denn nicht ein Tropfen Sperma, der ausgestoßen wurde? Dann wurde er ein Blutklumpen, dann bildete und vervollkommnete ER (ihn).

Alsdann erschuf ER aus ihm ein Paar, den Mann und die Frau.
Ist ER denn nicht imstande, die Toten ins Leben zu rufen?

(Die ungefähre Bedeutung des heiligen Qur’ an, Kapitel Al-Qijama, Vers 26-40)

Man glaubt gar nicht, was für einen Einfluss zu viel Essen und Trinken auf unseren Geisteszustand hat. Ihr kennt sicher den Ausspruch “ein voller Bauch studiert nicht gerne”, das bedeutet auch wenn du wollen würdest, du könntest dich nicht mehr konzentrieren. Du bist nicht mehr fähig klar zu denken, wenn du zu viel gegessen hast.

Der der fest im Islam ist, isst in einen Darm hinein, die Ungläubigen in sieben.”
(Aussage von dem Gesandten, Friede sei auf ihm, überliefert bei Buhari, Muslim, Tirmizi, Ibn-Madze, Ahmed)

Weisheit kann nicht in einen vollen Bauch gelangen. Wer die Menge seiner Nahrung verkleinert, wird auch weniger trinken, wer die Menge seiner Flüssigkeitszufuhr verkleinert, erleichtert seinen Schlaf und wer seinen Schlaf erleichtert, führt ein segenreiches Leben. Derjenige, der seinen Bauch füllt, muss viel trinken, wer viel trinkt, erschwert seinen Schlaf, wer einen schweren Schlaf hat, führt ein schweres Leben (kein segenreiches Leben).
(Vgl. “Ishrana Poslanika Muhammeda, a.s. -Hrana izmedzu Bolesti i Lijeka, s.79/ Die Nahrung des Gesandten Muhammed, sallallahu alejhi ve sellem – Essen zwischen Krankheit und Heilmittel, S.79)

“O Kinder Adams, habt eine gepflegte Erscheinung an jeder Gebetsstätte, und esst und trinkt, doch überschreitet (dabei) das Maß nicht, wahrlich, ER liebt nicht diejenigen, die nicht Maß halten.”

(Die ungefähre Bedeutung des heiligen Qur’an, Kapitel Al-A’raf, Vers 31)

“Der Mensch kann keinen schlimmeren Sack füllen als seinen Bauch. Es genügen einige Bissen, um aktiv zu bleiben und um weiter tätig zu werden. Doch wenn er schon weiteressen möchte, so soll ein Drittel für die Nahrung, ein Drittel für die Flüssigkeit und ein Drittel zum Atmen vorhanden sein.”
(Aussage von dem Gesandten, Friede sei auf ihm, überliefert bei Tirmizi)

Wer zufrieden ist, ohne Völlegefühl seines Bauches, hat seinen Körper gut ernährt und den Zustand seines Herzens und seiner Seele verbessert. Wer die Lust nach Nahrung verspürt, bringt Unruhe in seinen Körper, tut seiner Seele schlechtes und wird hartherzig. Deswegen nehmt euch in Acht vor den köstlichsten Speisen, denn sie vergiften euer Herz mit Kälte, schwächt die Ergebenheit gegenüber ALLAH und macht das Ohr taub für gute Ratschläge…”

(Aussage von dem Gesandten, Friede sei auf ihm, überliefert bei Buhari, Ahmed)

Das Fasten, also von der Sonnendämmerung bis Sonnenuntergang nichts zu Essen und nichts zu Trinken und keinen Geschlechtsverkehr zu haben, erhöht die Disziplin, stärkt die Seele und den Körper. Du sollst deinen Körper unter Kontrolle halten und nicht der Körper dich. Du sollst deinen Geist unter Kontrolle bekommen und nicht übermannt werden von deinen Gelüsten (Schokolade, Einkauf, Fernsehen, Gesellschaft, Frauen, Männer, Hass, Neid, Autos, usw.) Du sollst nicht manipulierbar sein, wenn du zum Beispiel einkaufen gehst und du das Gefühl bekommst, deinen übergroßen Einkaufswagen füllen zu müssen. Oder, dass die einzige Marke, die dich als Menschen wertvoll macht, “Levi’s” ist. Oder, dass dein Kind nur in der Traumwelt von Winnie Pooh und Co leben muss, denn es ist ja noch ein Kind.

Warum sollen Kinder nicht auch lernen, dass andere Kinder vielleicht nicht die Möglichkeit haben sich Stofftiere zu kaufen? Warum einem Kind nicht die Möglichkeit des Teilens bieten und sich um andere kümmern? Sich um andere kümmern; Egoisten gibt es doch genügend auf der Welt und bringen die uns die Zukunft? Es gibt keinen Menschen, der etwas nicht anbetet, wenn es nicht der SCHÖPFER ist, dann ist es Winnie Pooh, der Mercedes, die Blonde, die Kinder oder einfach nur die Lieblingsserie. Das Fasten ist eine Chance sich von seinen schlechten Gewohnheiten zu trennen, zum Beispiel verbotenen Blicke, Klatsch und Tratsch, nur auf die Fehler von anderen schauen, usw.

[24:30] Sprich zu den Männern, die fest im Islam sind, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist dessen, was sie tun, recht wohl kundig.
[24:31] Und sprich zu den Frauen, die fest im Islam sind, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten…”

“O ihr, die ihr fest im Islam seid! Vermeidet häufigen Argwohn, denn mancher Argwohn ist Sünde. Und spioniert nicht und führt keine üble Nachrede übereinander. Würde wohl einer von euch gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Sicher würdet ihr es verabscheuen. So fürchtet ALLAH. Wahrlich ALLAH ist Gnädig, Barmherzig.
(Kapitel 49/ Vers 12)

O ihr, die ihr fest im Islam seid, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so vergewissert euch (dessen), damit ihr nicht anderen Leuten in Unwissenheit ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müsst, was ihr getan habt.”
(Kapitel 49, Vers 6)

“Und sprich zu MEINEN Dienern, sie möchten nur das Beste reden, denn Satan stiftet zwischen ihnen Zwietracht. Wahrlich, Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind.”
(Kapitel 17, Vers 53)

“Ein Mann fragte den Gesandten, Muhammed, Friede sei auf ihm:’ Wer ist der Beste unter den Muslimen?’ Er, Friede sei auf ihm, antwortete:’ Derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind.”
(dokumentiert bei Muslim, Nr. 57)

Mit ALLAHS Hilfe sollte das Fasten uns alle verändern – Schritt für Schritt, aber nur zum Besseren. Im Islam müssen wir uns Wissen aneignen, in die Praxis umsetzen und verinnerlichen. Wenn wir im Herzen Entscheidungen treffen, die uns unserem SCHÖPFER näherbringen, hilft uns ALLAH weiter. Dies alles geht leichter, wenn wir in uns “hineingehen” und uns selbst durchleuchten. Oft sind andere Menschen unser Spiegelbild und helfen uns mit Lob oder Kritik bei unserer Charakterbildung. Am Schluss sind nur wir diejenigen, die entscheiden, ob wir es annehmen oder nicht, ob der Gegenüber recht hat oder nicht. Manche Menschen meiden dich, wenn du nicht nach ihrer “Pfeife” tanzt, doch da musst du selbst entscheiden, ob dieser Mensch dir nur seinen Willen aufzwingen will oder dir wirklich nur einen guten Ratschlag geben möchte und perfekt wird es, wenn es die Person in Namen ALLAHS macht.

Unser Leben lang werden wir damit beschäftigt sein, an uns selbst zu arbeiten, somit haben wir gar keine Zeit auf die Fehler unserer Mitmenschen zu achten. Wir werden immer Fehler machen. Jedes Mal, wenn wir vom rechten Wege abschweifen und es dann erkennen, sollten wir reumütig zu unserem SCHÖPFER zurückkehren, denn:

“Die Freude ALLAHs über die Reue und Rückkehr seines Dieners ist größer als die Freude eines Mannes der in der Wüste sein Kamel verliert. Seine ganzen Vorräte, Nahrung und das Wasser, befanden sich auf dem Kamel. Er verliert die Hoffnung sein Tier jemals wiederzusehen und legt sich, völlig entmutigt, in den Schatten eines Baumes. In diesem Zustand, steht plötzlich sein Kamel, mit seinen Vorräten, vor ihm. Vor lauter Freude sagt er:’ Oh mein SCHOEPFER, du bist mein Diener und ich bin dein Herr.’ und verwechselt sich mit seinem Herrn, vor lauter Freude.”
(Der letzte Prophet, Muhammed, Friede sei auf ihm, dokumentiert bei Muslim- Vgl.”Srcani ibadeti”-”El-Ibadatul-kalbijje ve eseruha fi hajatil-mu’minin”, Muhammed bin Hasan bin Akil Musa es-Serif, Sanski Most, 2004)

“ALLAH ist gütiger zu seinen Dienern als eine Mutter zu ihrem Kind”
(Muslim- Vgl. “Srcani ibadeti…”/ Muslim- Vgl. „Gottesanbetung des Herzens)

“Wenn euer Herz, vom Ersten bis zum Letzten, aller Menschen und Ginn gleich wäre, wie der Gottesfürchtigste unter euch, das würde MEINE Macht kein bisschen vergrößern. Genauso verhält es sich, wenn ihr, vom Ersten bis zum Letzten, alle Menschen und Ginn genauso seid, wie der Abtrünnigste unter euch, würde das nicht ein bisschen MEINE Macht verkleinern”!

(Hadis-Kuddsi, Vgl. “Srcani ibadeti…”/ Muslim- Vgl. „Gottesanbetung des Herzens)

“Der Diener begeht eine Sünde und bittet ALLAH um Vergebung, dann sagt ALLAH: ‘Mein Diener hat eine Sünde begangen und weiß, das es Einen SCHOEPFER gibt DER vergibt’, und somit vergibt er ihm. Danach begeht der Diener eine weitere Sünde und bittet wieder um Vergebung, ALLAH sagt:
‘Mein Diener hat eine Sünde begangen und weiß, das es einen SCHOEPFER gibt DER vergibt, und somit vergibt er ihm. Danach begeht der Diener wiederum eine Sünde und bittet ALLAH um Vergebung. Dann sagt ALLAH: ‘Mein Diener hat eine Sünde begangen und weiß, das es einen SCHOEPFER gibt DER vergibt’, und vergibt ihm. ‘Tu’ was du willst, ich werde dir, solange du Sünden begehst und du aufrichtig (aus vollem Herzen!) bereust, vergeben
.

(Muslim- Vgl. “Srcani ibadeti…”/ Muslim- Vgl. „Gottesanbetung des Herzens)

Bittgebete:

Oh mein Herr, ich kann meine Sünden nicht rechtfertigen, daher möchte ich mich entschuldigen. Ich habe keine Macht, um mir zu helfen und mich zu erretten.
Ich bin nur ein Sünder, der um Vergebung bittet.
Oh mein Herr, ich kann meine Sünden nicht rechtfertigen, Vergebung ist DEIN Recht, und das ist nur meine Sünde.
DU kannst mir vergeben, wenn DU mir nicht vergibst, ist das DEIN Recht!

Oh mein SCHOEPFER, das was ich getan habe, habe ich nicht getan, um DICH zu demütigen, auch nicht, weil ich DICH nicht kenne, auch nicht, weil ich leugne, das DU alles siehst, DEINE Warnungen ignoriere ich nicht. Mich haben meine Gelüste übermannt und ich hatte keine Kraft mich vor ihnen zu schützen. Ich hoffe auf DEINE Vergebung, lehne mich an DEINE Barmherzigkeit an, ich denke sehr gut über DICH, und erwarte DEINE edle Großzügigkeit. DU bist der ALLERBARMER und barmherzig. Ich ließ mich von meinen Gelüsten führen und meine Unwissenheit hat mich darin unterstützt. Ich kann nicht auf dem rechten Wege bleiben, ohne DEINE Hilfe. Niemand kann mir helfen, DIR vollkommen ergeben zu sein, außer DEINE Rechtleitung.”

Ich bitte DICH, weil DU die Macht hast und ich schwach bin.
Ich bitte DICH, weil DU Reichtum besitzt und ich von DIR abhängig bin.
DEINE Diener gibt es zu genüge, doch ich habe nur EINEN SCHOEPFER!
Es gibt kein Versteck oder Rettung außer bei DIR.
Ich bitte DICH, als DEIN kleiner erbarmungsloser Diener.
Ich rufe DICH als DEIN verängstigter und blinder Diener.
Derjenige der sich DIR völlig ergibt, ob er will oder nicht, demjenigen dessen Augen voller Tränen sind, wegen DIR und dessen Herz DIR vollkommen ergeben ist.
Ich bitte DICH bei DEINER Größe, ich bin DIR vollkommen ergeben, erbarme DICH meiner!”

(Vgl. “Srcani ibadeti…”/ Muslim- Vgl. „Gottesanbetung des Herzens)

“Wer das falsche Wort (Heuchelei, falsche Beschuldigung an Menschen, üble Nachrede, usw.) und dessen tatkräftige Durchsetzung nicht unterlässt, von dem verlangt ALLAH nicht, dass er auf sein Essen und Trinken verzichtet.”
(Aussage von dem Gesandten, Muhammed, Friede sei auf ihm, dokumentiert bei Sahih Al-Bucharyy, Nr. 1903, siehe Artikel von Bruder Ryad: http://dawa-news.de/2009/02/lastern-als-volkssport/ und dazu den Kommentar von Bruder Abud)