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Dawa Freaks – lasst uns doch endlich in Ruhe!

Hier ein Vortrag, dort ein Aufruf. Immer mehr werden die Pierre-Fans und immer mehr wird geredet. Wann hört das endlich auf? Warum kümmern sich die Muslime nicht um ihre eigenen Probleme und lassen die Gesellschaft mit ihren "Paradies-Hölle-Geschichten" in Frieden? Ob Drogendealer, Zuhälter oder Alkoholiker – na und? Jeder ist doch für sich selbst verantwortlich.

Ist es wirklich so? Oder warum kümmern sich viele Muslime um das Wohl der Gesellschaft und geben Zeit und Geld, ohne etwas dafür zu verdienen – sie dürfen dafür nur reden – aber das genügt ihnen. Sie fahren von Stadt zu Stadt, reisen hier, studieren dort – reden, reden, schreien, diskutieren – all das zum Wohl der Gesellschaft und zu ihrem eigenen Wohl. Wie kann das sein?

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines jeden Muslims ist die Liebe zu den Mitmenschen. Egoismus ist hier völlig fehl am Platz, mitunter gehört dieser nicht zu den erstrebenswerten Tugenden im Islam. Ein Muslim ist davon überzeugt, dass der Islam, die Hingabe zu Gott, der einzige Weg in das Paradies ist. Also strebt jeder Muslim mit all seinen Kräften danach, sovielen Menschen wie möglich ins Paradies zu helfen. Das wäre das erste Ziel. Zum Zweiten hat ein Muslim natürlich auch Angst um seine eigene Haut. Eine Gesellschaft ist eben vergleichbar mit einem zweistöckigen Schiff, so wie es uns der Prophet (fsmi) lehrte. Alle müssen sich gegenseitig helfen, um an den Strand zu kommen. Dann erklärt es unser Vorbild so: Die auf dem oberen Deck lebenden Schiffsinsassen gelangen gut und leicht an Wasser und Fisch. Anders als die im unteren Deck lebenden Passagiere. Also planen sie, ein Loch in das Schiff zu schlagen, um leichter und direkt an Wasser und Nahrung zu gelangen.
Wenn sich die oberen Insassen nun "um ihre eigene Haut kümmern" und der unten lebende Teil der Gesellschaft "in Frieden" ihre Pläne ausarbeiten lassen würden, wo – glauben Sie – würden dann alle Insassen landen? Am Strand? Ich denke eher am Meeresgrund. Aber egal – ist doch eh alles Sand.
Wenn also uns Muslimen alles egal ist, was der Eine hier verbricht und der Andere anstellt, werden wir alle von Gott bestraft. Eine Gemeinschaft muss zusammen ans Ziel gelangen. Denn nur zusammen ist man stark.
Also aus Liebe zur Gesellschaft – und aus Liebe zu sich selbst, helfen wir einander, um jeden Preis das Paradies zu erreichen.
Erstaunlicher- und traurigerweise werden genau jene immer Hassprediger, Fanatiker und Terroristen genannt, die sich FÜR den Frieden und das Wohl der Gesellschaft einsetzen. Da können sie noch so oft über Frieden predigen, man nennt sie trotzdem Hassprediger. Man kann predigen was man will – gegen Terror oder für die Liebe und Toleranz – Hassprediger. Diskussionen über den wahren Weg zu Gott – Fanatiker. Öffentliche Vorträge mit Bart – Terrorist. Als wären im Gehirn nur diese Worte programmiert. Wie Gott im Koran sagt: "Die Ungläubigen sind wie Tiere, die nichts hören außer Tönen und Zurufen. Sie sind taub, stumm und blind und begreifen nichts."

Ich denke, das ist die Antwort auf meine Frage: Warum antworten sie immer mit der gleichen Antwort, wo sie doch die Vorträge hören? Ganz einfach: Sie hören sie gar nicht, sehen keinen Menschen, sondern nur den Bart des Predigers und reden nichts außer: Hassprediger, Terrorist und Fanatiker. Wie die Laute einer Kuh – ganz egal was man ihr ins Ohr flüstert. Egal ob es "ich liebe dich" oder "ich hasse dich" ist, sie antwortet immer mit (einem) "Muh".

Eure Schwester im Islam

 

Barakallahu fiek Schwester

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