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Anti-Islam-Propaganda

Ein Vergleich: Antisemitismus-Islamophobie

Raumverbot für israelischen Historiker – Einreiseverbot für deutschen Prediger Pierre Vogel

München, November 2009:


Dem israelischen Historiker Ilan Pappe, der ein kritisches Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ über die israelische Politik geschrieben hat, wurde die Genehmigung für einen Vortragsraum entzogen. In einem Brief an den Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) schrieb er: „Mein Vater wurde als deutscher Jude in ähnlicher Weise in den frühen 30er Jahren zum Schweigen gebracht, und es ist traurig, Zeuge der Wiederkehr der gleichen Zensur im Jahre 2009 zu sein.“ Er macht die Deutsch-Israelische Gesellschaft AG München für ihre Einschüchterungstaktik verantwortlich, „weil diese den Oberbürgermeister aufgefordert habe, ihm den für seinen Vortrag zugesagten städtischen Raum zu entziehen, weil sie eine »antiisraelische Propagandaveranstaltung« befürchtete“.
So viel zur freien Meinungsäußerung, wenn es der Regierung zu „heikel“ wird. Auf diese Weise werden unbequeme, öffentliche Personen (in diesem Fall ein israelischer Wissenschaftler) „mundtot“ gemacht.

Grenzübergang in Basel, Schweiz, Dezember 2009:

Dem deutschen und muslimischen Prediger Pierre Vogel wurde die Einreise in die Schweiz zu der geplanten Kundgebung in Bern am 12.12.09, verwehrt. Der Artikel 67 des Ausländergesetzes erlaubt Einreiseverbote gegenüber Ausländern, wenn diese «gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstoßen haben oder diese gefährden.

Mir ist zwar nicht klar, welche Kriterien Pierre Vogel erfüllt, dass man ihm die Einreise verwehrt, aber wer muss das schon verstehen? Die Behörden stehen ja unter Druck. So will man die unbequemen Muslime heute „mundtot“ machen.

Und auch die großen islamischen Organisationen waren zur Kundgebung nicht eingeladen und distanzierten sich davon. Dieser Weg sei nicht dazu geeignet, um Andersdenkende zu erreichen und Ängste und Vorurteile abzubauen, sagte Taner Hatipoglu, Präsident der Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich, Dazu brauche es intensiven Dialog.

Erstens verstehe ich nicht wovon man sich distanziert. Davon, dass Muslime friedlich gegen Islamophobie und Hetze öffentlich protestieren?
Offene Fragen an Taner Hatipoglu:
Wie soll man eine große Gruppe von Menschen erreichen, wenn nicht durch Demonstrationen? In einem intensiven Dialog in einer Polit-Talk-Sendung? Auf der Couch von Maischberger oder bei Maybrit Illner?
Das kennen wir bereits schon. Da sitzen dann irgendwelche Vertreter, die wirklich keine Ahnung von der Realität der Muslime haben und meinen, für diese sprechen zu können! Nein danke. An so einem "DiaLüg" ist niemand mehr interessiert.

Zweitens: Wozu braucht es intensiven Dialog, wenn man versucht, Muslime mit allen Mitteln mundtot zu machen? Die Forderung nach „Kopftuchverbot“ ist erst der Anfang. Dann muss man aufstehen und sich wehren. Selbstverständlich auf eine friedliche und legale Art und Weise. Merkwürdigerweise nennt man das Zivilcourage, wenn jemand wie Thilo Sarrazin die vermeintliche Wahrheit ausspricht. „Schluss mit der political correctness“, ist dann zu hören. „Man muss endlich die Wahrheit sagen dürfen“. Jedoch wenn ein Muslim anfängt sich zu wehren, die Wahrheit ausspricht und seine ehrliche Meinung sagt, wird er bestraft und als Hassprediger abgestempelt. Das ist also die Meinungsfreiheit. Das ist das „freie, gerechte Europa“.

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