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Dawa-News

Ich bin deutsch- aber niemand glaubt mir das!

Kennst du das? Du sitzt in der Bahn oder wartest auf deinen Bus und wirst eingehend gemustert.

Dein Sitznachbar macht den Versuch einen Smalltalk zu beginnen und fragt dich nach dem Wetter. Nach dieser Frage folgt der Satz aller Sätze:

- „Sie sprechen ja akzentfrei deutsch, wie kommt das?“

- „Ja, ich bin Deutsche“

- „Ähm..ich meinte, wo sind die geboren?

- "In Deutschland".

- "Aber was haben sie denn für Vorfahren, Sie sind gewiss ein Mischling sozusagen?"

- (In Gedanken: hmm..sagt man so was nicht über Hunde? Ist dieser Person etwa nicht aufgefallen, dass ich auf zwei Beinen laufe?) „Nein, ich bin Deutsche.“

- Ganz aufgebracht: „Aber wie kommen sie dann bitteschön dazu?“ (Handbewegung, Kopftuch wird nachgezeichnet)

- "Ich bin Muslima".

- "Und sie sind Deutsche?"

- "Aber selbstverständlich."

- "Sind sie mit einem Türken verheiratet?"

- "Nein. Ich bin nur Muslima."

- "Und Deutsche?"

- "Ja."

Klar, diese Sätze eignen sich natürlich wunderbar als Basis für Dawa. Dennoch. Wieso darf ich als Deutsche, problemlos Christin, Jüdin, Buddhistin, Atheistin, Gothic usw. sein. Ich darf mich für jede x-beliebige Weltanschauung entscheiden, und kann mich dabei problemlos als Deutsche bezeichnen. Muslima und Deutsch Sein scheinen jedoch ein absoluter Widerspruch zu sein. Vor allen Dingen ,wenn man ein Kopftuch trägt.

Aber was ist denn Deutsch-Sein überhaupt? Hängt das wirklich von der Religion ab?

Kann man „nur“ dann deutsch sein, wenn man nicht-muslimisch ist?

In Frankreich scheint diese Antwort, zumindest für Nicolas Sarkozy, im Rahmen der Debatte „nationale Identität“, klar deffiniert zu sein. Nämlich,dass man nicht gleichzeitig „französisch“ sein darf und ein Kopftuch oder Niqab tragen.

Weiterthin erklärt er: "In Frankreich gibt es keinen Platz für eine Unterwerfung der Frau, unter welchem Vorwand auch immer". Ich nehme mir die Freiheit heraus seine Worte zu interpretieren. Eine Frau, die sich entscheidet, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen,weil sie eine Muslima (Gottergebene) ist, hat nicht mehr das Anrecht auf die französische Staatsbürgerschaft, geschweige denn in Frankreich zu leben? Mittlerweile dürfen Niqab-Trägerinen nicht mehr die französische Staatsangehörigkeit beantragen.

Werden wir ,als absolutes Novum, bald auch noch beobachten, wie französiche Bürgerinennen aufgrund ihres Niqabs ausgebürgert werden?

In LeMonde fügt der franzöische Staatspräsident hinzu, dass Religion „mit demütiger Unauffälligkeit“ ausgeübt werden soll. Denn nur dies achtet das Andersdenken der Mitbürger.

Sollen nun alle Menschen in der Öffentlichkeit vorgeben, dass sie das gleiche „glauben“ bzw. "nicht glauben"? Ist die freie Entscheidung in weltanschaulichen Fragen etwa nicht mehr unverzichtbarer Bestandteil der Selbstbestimmung, wenn es um das Praktizieren dieser Weltanschauung geht? Wieso wird die Ausübung einer Religion ( insbesondere des Islam) als Provokation erachtet? Wieso meinen "alle" man sei plötzlich ein anderer Mensch, bloß weil man ein Tuch auf dem Kopf hat? Wieso glauben die Leute, man hätte eine Gehirnwäsche bekommen, weil man an Gott glaubt? Und was hat man zu verlieren, wenn man an Gott glaubt? Was soll schon passieren, wenn es für andere offensichtlich ist, dass jene Person an Gott glaubt?

Ist man aus diesem einzigen Grund weniger französisch oder deutsch?

Der Islam ist in Europa angekommen. Er gehört zu Frankreich, genauso wie zu Deutschland.

Ja wir sind Muslime. Ja wir praktizieren auch diese Religion. Und ja, wir sind (auch) Deutschland!

Quellen:

http://derstandard.at/1256744703715/Sarkozy-verteidigt-Debatte-ueber-nationale-Identitaet

http://www.welt.de/politik/article2209026/Keine_Staatsbuergerschaft_fuer_Frauen_in_Burkas.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665990,00.html

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Diskussion

3 Kommentare für “Ich bin deutsch- aber niemand glaubt mir das!”

  1. Willkommen im Zionistischen Europa (Sackozy = Jude)

    Geschrieben von JudgeIsrael | Dezember 16, 2009, 20:24
  2. Und wir Schweizer Muslime schliessen uns an. Ja, wir sind Muslime, ja wir praktizieren unsere Religion und ja, wir sind auch in der Schweiz!

    Es ist an der Zeit zu realisieren, dass es nichts nützt, wenn man Muslimen die Einbürgerung verweigert, oder ihnen andere Hürden in den Weg stellt, denn immer mehr gebürtige “waschechte” Schweizer und Schweizerinnen werden Muslime! Es ist an der Zeit den Islamzu respektieren, genauso wie man es mit den anderen Religionen hier schon lange getan hat!

    Geschrieben von Karin Yamina | Dezember 24, 2009, 19:06
  3. <<Was soll schon passieren, wenn es für andere offensichtlich ist, dass jene Person an Gott glaubt?<<

    Ganz einfach. Wenn es durch die Kleidung ersichtlich ist daß Du zum Islam gehörst, weiß jeder daß Dir Modetrends egal sind, daß Du Krieg verabscheust (auch die "Aufbaumaßnahmen" in Afghanistan), daß Du gegen die Pornoindustrie bist, daß Du was gegen Finzanspekulationen und Zinsen hast, daß Du keinen Alkohol trinkst usw., und aus all diesen Gründen sehen so einige Machthaber ihren Profit schwinden.
    Darin liegt die eigentliche "Gefahr" des Islam.

    Geschrieben von Djibrila | Februar 14, 2010, 03:07

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    Stand: 06.03.2010

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