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Mohammed-Karikaturen im Namen der Pressefreiheit

Trauer. Das war ganz persönlich meine erste Reaktion, als ich von der erneuten Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ gehört hatte.Wieso schafft man in Zeiten, in der ein Dialog von absoluter Notwendigkeit ist, eine Barriere, indem man erneut diese schrecklichen Karikaturen veröffentlicht?
Als ob es nicht schon genug Probleme gäbe.

Auf der einen Seite bemühen sich viele Muslime einen wahren Dialog zu schaffen, setzen sich für Respekt und Toleranz ein und verneinen jede Form von Gewalt und Terrorismus.
Und dann, diese Veröffentlichung als Reaktion auf den Mordversuch auf den Zeichner der Karikaturen, um in Beweis zu stellen, dass man sich, im Namen der Pressefreiheit, nicht den Mund verbieten lässt.

Also wenn das nicht an den Kindergarten erinnert. "Nimmst du mir mein Spielzeug weg, verkritzel ich dir dein Bild. Ätschi Pätschi. "
Kann man hier überhaupt die Presse noch ernst nehmen? Nur weil ein Individuum ein Verbrechen begeht, muss man sich hinstellen und die ganze muslimische Gemeinschaft bestrafen. Und, indem man sich auf die Pressefreiheit beruft, ist diese eindeutige Provokation plötzlich politisch korrekt.

Ich bin für die Pressefreiheit. Ja die Meinungsfreiheit ist eine hohes Gut, welches zu schützen gilt. Doch eine solche Freiheit beinhaltet auch eine große Verantwortung. Zudem hört doch die Freiheit eines einzelnen dort auf, wo die Rechte anderer verletzt werden. Somit sollte man zumindest darauf achten, wie man seine Meinung kundtut. Bevor Politiker, Zeitungen, Institutionen etc. in der Öffentlichkeit ihre Meinung abgeben, sollten sie sich bewusst werden, welchen Einfluss sie haben. Die Meinungsfreiheit hat allerdings Grenzen. Doch für den Islam, im Gegensatz zu anderen religiösen Gruppen, scheint dies wohl nicht zu gelten, wie man in diesem Video leider hervorragend sehen kann:

Wenn man die Bilder betrachtet, die unseren Propheten (saw) darstellen sollen, so sieht man eine absolut verzerrte Darstellung. Barbarisch, aggressiv und terroristisch — das ist das Bild, welches dem Leser präsentiert wird. Wird hier nicht eindeutig eine Feindschaft geschürt? Wem bringen solche Veröffentlichungen überhaupt was? Und wem schaden sie? Hass und Feindschaft ist doch das einzige Resultat!

Man kann ja fragen, wieso es verboten sein soll, ein Abbild des Propheten darzustellen. Nun, die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Als Moses die 10 Gebote holte, hatte die übrige Bevölkerung sich ein goldenes Abbild eines Kalbes erschaffen. Sie fanden es so toll, dass sie es danach angebetet haben. Götzendienst war schon im Alten Testament verboten. Das ist kein geringes Vergehen. Statuen und Bilder von Jesus haben die Menschen mit der Zeit dazu veranlasst , ihn als Gottheit anzubeten. Dasselbe gilt für Marienabbildungen und Heiligenstatuen. Alles sind Abbildungen, die zuerst die Nähe zu Gott bekunden sollten, aber danach als Gottheiten selbst missbraucht wurden.

Wo zieht man aber eine Grenze? Ist eine Zeichnung in Ordnung, solange es ästhetisch aussieht? Würde ein Mohammed-Abbild, das ihn respektvoll darstellt, die Muslime weniger aufregen? Wir Menschen haben eine unvollkommene Art, Dinge zu beurteilen. Daher benutzen wir die Grenzen, die uns vorgegeben werden und befolgen somit den Maßstab unser aller Gottes.

Trauer. In dieser dürfen wir nun aber nicht verharren. Unsere Aufgabe ist es nun die Menschen mit dem Leben unseres geliebten Propheten vertraut zu machen, damit sie verstehen, warum uns solche Zeichnungen verletzen. Was weiß schon der Durchschnittsbürger von Mohammed, Frieden und Segen auf ihm. Frauenliebhaber und Kämpfer – sind das nicht die üblichen Klischees in den Köpfen der Menschen?

Erzählen wir unseren Freunden, Nachbarn, Kommilitonen und Mitschülern doch von seinem vorzüglichen Charakter, seiner Gerechtigkeit, seiner Liebe und Barmherzigkeit zu Kindern, die er liebte und mit denen er gerne spielte. Erzählen wir von seiner Bescheidenheit, wie er in einer Lehmhütte lebte und auf einer Palmfasermatte schlief, während andere Herrscher sich im Luxus suhlten. Erzählen wir davon, dass er schon vor seinem Prophetentum unter seinen Landsleuten als Al-Amin (der Vertrauenswürdige) bekannt war. Nie beleidigte er jemanden, stets war sein Verhalten von Liebe, Güte und Fürsorge geprägt.

Nehmen wir uns doch alle, Muslime wie Nicht-Muslime, seinen vorzüglichen Charakter zum Vorbild.
Denn ist die Menschenliebe, die uns der Prophet, Frieden und Segen auf ihm, lehrt nicht besser als der Hass?

11 Antworten auf Mohammed-Karikaturen im Namen der Pressefreiheit

  • JudgIsrael sagt:

    der zeichner der dänischen karikaturen Westergard ist jude, ich frage mich wenn ich jetzt karikaturen von juden mache ist das dann auch “meinungsfreiheit” ? oder werde ich für 5 jahre weggespert wegen “volksverhetzung” ?
    mir komts voll komisch vor das auegerechnet juden so intensiv bei der anti-islam hetze mitwirken

  • Taker sagt:

    mashAllah, ein sehr guter – auch sprachlich gelungener – Artikel!

  • Bosni sagt:

    @judgeisrael

    Nein Bruder, was du mal machen musst, du musst mal ins Kino gehen und aus spass schreien:”ICH HAB NE BOMBE”: , dadurch löst eine Massenpanik aus und zisch Leute werden totgetrampelt.
    Wenn die Polizei dich deswegen festnimmt sagst du einfach:”Meinungsfreiheit”

  • Wirklich sehr schöne Worte zum Schluß dieses Artikels!!!

  • Abdelhaq sagt:

    Subhan Allah…

    Eigentlich müssste Dein Artikel in sämtlichen Zeitungen und Internetportalen veröffentlicht werde. Jedoch wird dies leider nicht passieren – denn all diese Hetze ist doch perfiede geplant. Möge Allah (t) uns alle einen und schützen!

  • Abu Jihad sagt:

    Jetzt hat eine SCHEiSSrealische Firma T-Shirts mit diesen schlimmen Bildern auf den Markt gebracht.

    Aber solange die sogenannten Muslime schlafen können sich die Juden, Zionisten und andere Verbrecher ja eh erlauben was sie wollen.

  • felixhenn sagt:

    Es wird aber auch behauptet, Mohammed hätte Leute ermordet oder deren Ermordung befohlen. Auch wird gesagt, er hätte eine Frau wegen Ehebruchs steinigen lassen nachdem sie ihr Kind geboren hatte. Und es wird gesagt, er hätte das Schlagen der Ehefrau erlaubt.

    • noura sagt:

      da hast du doch schon die antwort, “es” wird behauptet und nicht “der Islam behauptet”

      –> Schau dir die islamischen Quellen Koran und Sunna lieber selbst ganz genau und glaub nicht alles was du siehst und hörst.

      Und wenn Unklarheiten oder andere. Fragen bestehen..dann nur her damit :-)

    • JudgIsrael sagt:

      es wird behauptet das juden ritualmorde begehen, es wird behauptet juden wären am 1. und 2. weltkrieg schuld, es wird behauptet die juden wären auch an der weltwirtschaftskrise schuld, es wird behauptet juden sind grosse hetzer, es wird behauptet,die juden haben die wirtschaft fets im griff, es wird auch behauptet geert wilders ist ein jude,es wird auch behauptet der talmud ist das werk des satans, und es wird und es wird und es wird ……………..

  • kitty sagt:

    komisch, dass sich die christen nicht mal annähernd so sehr über christliche karikaturen aufregen. gibt einem schon zu denken, irgendwie.

    • Djibrila sagt:

      Das ist nicht komisch, sondern sehr traurig.
      Daran sieht man wie weit sie sich schon Gott entfernt haben.