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Symposium von IZRS in Zürich 14.2.2010

Am 14.2.2010 fand in Zürich das vom IZRS (Islamischer Zentralrat Schweiz) organisierte Symposium statt. Alhamdulillah, etwa 700 Teilnehmer waren dabei. Ich – als Mitgründerin von Muslimnet.org – konnte diesmal leider nicht teilnehmen, möchte mich aber trotzdem dazu äußern, insbesondere zu den veröffentlichten Schlagzeilen in unseren Schweizer Zeitungen.

Wie immer ganz vorne dabei ist die kostenlose Zeitung "20 Minuten", welche sich in letzter Zeit viele ziemlich negative Berichte gegen Muslime leistet. Als zweites kommt der Tagesanzeiger.

Der Bericht in "20 Minuten", ist wie erwartet so negativ wie möglich gestaltet, kommen doch darin Sätze vor wie

Zitat:Die verschleierten Frauen beten einen Stock höher – denn es herrscht «strikte Geschlechtertrennung».

Damit will man wohl betonen, wie die ach so armen Muslimas behandelt werden. Ihr da draußen! Habt ihr euch schon mal überlegt, dass wir uns so wohlfühlen? Ich jedenfalls finde die Geschlechtertrennung gut, früher gab es das ja auch in Europas Schulen!

Weiter liest man Wörter wie "Islamisten, verschleierte Frauen, bärtige Männer"…
Hm, mein Vater, ein Nichtmuslim, trägt auch Bart, muss er in Zukunft fürchten deswegen angegriffen zu werden? :-) Es gibt (leider) auch viele Muslime ohne Bart, aber ob die deswegen weniger praktizierend, respektive "gefährlich" sind, bezweifle ich stark. Ebenfalls muss eine Muslima ohne Kopftuch nicht "harmloser" sein als eine verschleierte Frau. Aber eben, so weit kann "man" nicht denken.

Dann wird das Bild gezeigt, des "armen kleinen Mädchens" welches schon in seinem Alter ein Kopftuch tragen muss. Hat man das Mädchen gefragt? Ich denke nicht. Ich kenne Mädchen, die sind etwa im selben Alter und wollen das Kopftuch tragen! Warum? Weil die Frauen des Propheten Muhammeds s.a.s ein Kopftuch trugen und die anderen Frauen damals auch und weil sie danach handeln wollen. Alhamdulillah (Gott sei dank).

Zitat:Es waren vorwiegend versöhnliche Töne zu hören

Versöhnliche Töne? Warum, haben wir mal was anderes gesagt, als dass wir Frieden möchten? Als dass wir diskutieren möchten? Aber zumindest ist "versöhnlich" schon mal irgendwie positiv zu verstehen.

Der Zentralrat wolle sich unter anderem auch für einen Fatwa-Rat einsetzen, und auch dafür islamische Schulen und Moscheen zu schaffen.

Zitat:Den Juden würden auch eigene Schulen und Gebetsstätten zugestanden. «Aber wenn wir Muslime davon sprechen, dann heißt es sofort, wir schafften Parallelgesellschaften

Wie recht ihr habt, Brüder! Mormonen dürfen Tempel bauen mit einer großen Kuppel (die in Zollikofen leuchtet sogar im Dunkeln), Juden haben eigene Schulen, Gebetsstätten etc. und sind schon lange "integriert", wir Muslime sind die schwarzen Schafe, müssen den Kopf hinhalten für "sogenannte Muslime" die Schlimmes tun und es mit dem Islam rechtfertigen (was falsch ist!) und müssen tagtäglich um unsere Rechte kämpfen.

Ist das korrekt?
Dabei gibt es auch unter den anderen Religionsangehörigen solche, die Schlimmes tun, sogar gegen Menschenrechte verstoßen, Menschen unterdrücken und peinigen (Stichwort Palästina) usw…

Wo ist da der Unterschied? Ich bitte alle Leser und Leserinnen, egal ob Muslim oder nicht, darüber nachzudenken, was Gleichberechtigung eigentlich bedeutet. Gerade hier in unserer einstmal "neutralen" Schweiz und auch sonst wo.

Wenn ein Christ etwas Verbotenes und absolut Schlimmes tut, gibt man diesem Menschen Schuld, aber nicht dem Christentum. Dieses Recht gilt auch für uns Muslime und alle anderen Religionen. Punkt.

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3 Antworten auf Symposium von IZRS in Zürich 14.2.2010

  • Dajjal.TV sagt:

    Assalamu Alaikum wr wb
    ich war vor Ort auch wenn ich mich etwas verspätet habe habe ich dennoch Dajjal.TV/Dawa-News Flyer verteilt. ;)

    Ich rate allen Geschwistern IZRS behilflich zu sein in allen Formen, die sie können.

    Eure Chance ein Islamischen Zentralrat nach Quran und Sunnah zu haben. Im gegensatz zu den Kindergarten Vereinen in Deutschland.

  • gerta sagt:

    asalamaleikom wr wb

    Die Schwester hat recht. Warum dürfen wir Muslime nicht unsere Religion richtig ausleben? Wenn auch allhamdulilah inshallah islamische Schulen geplant sind was soll schlimm daran sein? Warum wird es indirekt so schllecht dargestellet ?subhanllah

    izrs ist eine gute chance für uns in der Schweiz lebende Muslime unsere Religion richtig zu ausleben zu könnenm und inshallah und auch inshallah, um richtig dawa machen zu können.

  • Djibrila sagt:

    Gerta, gerade im “richtig ausleben” liegt ja die “Gefahr”.

    Je mehr Muslime es gibt, desto weniger Reibach machen die Banken weil wir uns nur Geld leihen ohne Zinsen zu nehmen.

    Je mehr Muslime es gibt, desto schlimmer für die Porno-Industrie.

    Je mehr Muslime es gibt, desto weniger Angriffskriege. Dadurch verlieren die Waffenkonzerne.

    Wer sich das vor Augen hält versteht warum der Islam in der Öffentlichkeit verunglimpft wird.
    Die Wahrheit würde nämlich zu einem Bewußtseinswandel in der Bevölkerung führen und dann würden so einige Konzernchefs und Politiker dumm aus der Wäsche gucken.
    Das Werk unseres über alles erhabenen Schöpfers wird aber vollendet werden!
    Er hat es versprochen und wenn wir unsere Pflichten erfüllen wird der feste Halt nie zerreißen.