Beten? Wär mir zu anstrengend!
Letztens hatte ich ein ganz nettes Gespräch mit einer Kommilitonin.
Sie hatte mir erzählt, dass sie einmal während sie auf ihren Bus gewartet hatte, einen Mann dabei beobachten konnte, wie er seinen Teppich an der Bushaltestelle ausrollte und einfach betete. Sie meinte, dass sie das total beeindruckt habe, da sie so was sonst nur im Fernsehen gesehen hatte. Dann fragte sie mich, ob ich denn auch bete und wie das eigentlich genau funktioniert.
Wir unterhielten uns und ich erklärte ihr das Gebet, zeigte die einzelnen Bewegungen. Ich erzählte ihr, dass es bestimmte Gebetszeiten gibt und dass das Gebet für jeden Muslim verpflichtend ist. Also einfach alles von A-Z .
Sie war fasziniert, doch ihr Résumee war letztlich, dass ihr das zu anstrengend und zeitaufwändig sei, fünf Mal am Tag zu beten. Das sei wie ein „Full-Time“ Job, den man sich in unserer Zeit ja gar nicht leisten könne.
Wir konnten uns leider bisher nicht mehr über diesen Punkt unterhalten, aber seitdem schwirrt mir ein Gedanke im Kopf: Stellt euch einmal vor, es gäbe das Gebet nicht?
Das wäre schrecklich, oder?
Das Gebet, die zweite Säule des Islam, wurde uns von Gott, dem Allmächtigen, dem Barmherzigen zur Pflicht auferlegt. Unbestreitbar. Ein aufrichtiger Muslim kommt dieser Pflicht ohne Wenn und Aber nach. Heutzutage aber werden Pflichten in unserer Gesellschaft als anstrengende Zwänge aufgefasst. Viele belächeln einen auch, wenn man sagt, dass man betet. Es wird als Zeichen der Schwäche angesehen, sich so einer Aufgabe, im wahrsten Sinne des Wortes, zu beugen.
Gewiss, ist das Gebet zwar ein Muss, aber nicht unser Schöpfer braucht die Gebete, sondern wir Menschen. Der wahre Sinn des Gebetes ist ein anderer. In erster Linie ist das Gebet aber eine Art "Zwiesprache mit dem Schöpfer", die die Quelle der Kraft, Ruhe und der Balance ist. Aus dieser Quelle schöpft der Muslim immer wieder neue Hoffnung, Demut, Geduld, Gelassenheit und Lebensfreude. Gleichzeitig ist es auch eine Rückzugsmöglichkeit, für einige Minuten sich aus der vergänglichen Welt zu verabschieden, seine Gedanken und Taten zu reflektieren und sich nur auf Gott zu konzentrieren.
Man kann es auch als einen „Constant Reminder“ betrachten. Wenn man betet und sich bewusst macht, dass man später ein „Treffen mit Gott“ hat, kommt man erst gar nicht auf die Idee, Dummheiten zu machen. Ein wahrer Muslim, der die Süße des Glaubens geschmeckt hat, wird das Gebet niemals unterlassen, weil es ihn von Gott nur noch weiter entfernen und entfremden würde.
Sogar wenn wir das Ganze linguistisch betrachten, stellen wir fest, dass das arabische Wort "Sila" (die Verbindung) und "Salah" (das Gebet), die einen ähnlichen Stamm haben (s-l-h), eine logische Ergängzung bilden. Das Gebet ist somit die direkte Verbindung des Muslims mit seinem Schöpfer. Es ist wirklich die reinste Form der Verehrung.
Im folgenden Video, manifestieren sich für uns, all diese zuvor genannten Punkte, auf das Äußere eines Bruders, der in den letzten 10 Nächten des Ramadan in der Moschee unseres Propheten Mohammed , Frieden und Segen auf ihm, in Medina das freiwillige Nachtgebet (Tahajjud) verrichtet.
Es ist erstaunlich mit welch einer Sicherheit und einem Gleichgewicht er sein Gebet verrichtet. Schaut euch an, welche Kraft er schöpft um Gott nahe zu sein und Ihn mit voller Demut und Ehrfurcht zu preisen. Die Verbindung zu seinem Schöpfer gibt ihm die Gewissheit, dass mit Gottes Allmacht und Weisheit der Mensch alle Hindernisse überwinden kann und alle Handlungen möglich sind.
Und jetzt frage ich dich: Wie ist DEINE Verbindung zu deinem Schöpfer? Was BEDEUTET dir das Gebet?
Drucken
Dieser Artkel wurde so oft gelesen: 1.313


Alhadulilah gibt es das Gebet Diese 5×5 min manchmal auch 6 oder 7 mal 5 min am tag sind das mindeste was mann machen kann um seine dankbarkeit an allah zu symbolisieren. Jeden tag atme ich jeden tag schlägt mein herz und bis zu dem tag an dem das nicht so ist bete ich mind 5 mal am tag….
Salam aleki liebe Schwester!
Ungern kritisiere ich Dich hier in aller Öffentlichkeit, aber ich denke Du gehst bei Deiner Meinung etwas zu weit wenn Du andere als Kaffirun bezeichnest und obendrein behauptest “sie haben nicht den gleichen Wert wie Muslime”.
Kannst Du in die Herzen der Menschen sehen? Woher willst Du wissen ob jemand ein Kafir ist oder nicht?
Den “Wert” eines Menschen bemißt einzig und allein Allah der Erhabene.
Sure 29/21
>>ER bestraft, wen er will, und erbarmt sich, wessen er (sich erbarmen) will. Und zu ihm werdet ihr alle zurückgebracht<Die Christen und die Juden sind Monotheisten; sie werden auch in der Zeit des Propheten Mohammad (s.) als “Ahl Althimma” bezeichnet.
Sie sind also im Schutze der Muslime gewesen, und sie unterscheiden sich von den Kuffar; sie sind für uns, im Gegensatz zu anderen, rein.>[...]diejenigen die bereuen und sich bessern und offen die Wahrheit bekennen, zu denen kehre Ich Mich mit Verzeihen, denn Ich bin der Allvergebende, der Barmherzige.<<
Möge Allah subhanahu wa taala uns alle rechtleiten damit wir niemandem Unrecht tun und uns nicht Unrecht getan wird. Amin.
Also wenn 5 Mal am Tag ein Full Time Job wäre, und so anstrengend ist,… verstehe ich nicht… wenn andere 2 bis 3 Stunden vor dem Spiegel stehen sich Stylen, schminken, frisieren, anziehen, ins Fitness-Center gehen, Hobbys, Sportarten etc. nachgehen, das ist doch alles eher Zeitaufwendig. Aber diese paar Minuten 5 Mal am Tag, sich die Zeit zu nehmen zu beten, und davor sich einer (Teil)-Waschung zu unterziehen ist ein Full-Time-Job? Naja, für manche lässt der Satan Kleinigkeiten, wie riesen große Berg aussehen.
Asalamu alaikum
@Lena: Das hab ich auch gedacht. Also so ähnlich. Subhanallah, Zeit 20mal am Tag eine Zigarettenpause zu machen haben sie, aber beten ?
Ich frag dann gerne so ähnlich zurück: “Es ist doch ganz wichtig Dankbar zu sein für das, was wir alles haben. Gott unsere Dankbarkeit zu zeigen. Hast du dich schon mal gefragt, was du für Gott gemacht hast ? Also nicht weil Er uns nötig hätte, aber als Beweis für deine Dankbarkeit ?…”
Subhanallah. Bisher hab ich das 3mal im Gespräch mit Nicht-Muslimen angewandt und alle drei mussten zugeben, dass sie noch nie versucht hatten Gott so zu danken, wie Er es von den Menschen möchte. Und sie haben sogar zugegeben, dass dies ein Fehler ist (Allah nicht zu danken, auf die Art, wie Er es von uns will. Nicht wie wir es wollen)
Zumal ein Wudu (Teilwaschung) den Kreislauf anregen kann. Sogar Ärzte empfehlen mitten in der Nacht ein Armbad, wo beide Arme ins kühle/warme Wasser gehalten werden und danach mit der Hand leicht trocken gestrichen werden.
“Nach dem kalten Armbad streift man das Wasser ab und bewegt die Arme, bis sie getrocknet und vollständig erwärmt sind.
Man soll die Arme deshalb nicht abtrocknen, weil Abtrocknen durch die Reibung mit dem Handtuch zu einer ungleichmässigen Trocknung führt. Durch ungleichmässiges Trocknen kann es zu unerwünschten Reizen auf den Körper kommen. ”
mehr unter
http://heilen-mit-wasser.de/baden/armbad.htm
Nebenbei sind Meditationen und Rückenübungen besonders in Büros angesagt, da solche Übungen zwischen durch dem Körper sehr gut tun. Die Bewegungen im Gebet schaden also dem Köprer bestimmt nicht, sondern im Gegenteil. Es tut sogar dem Körper und Geist sehr gut.
Rückenschule:
http://www.aok-bv.de/imperia/md/aokbv/presse/bilderservice/praevention/rueckenschule1_g.jpeg
http://www.sofortratgeber.de/gesundheit-medizin/ruecken/buero-rueckenuebungen/
….