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Zwangsumsiedlung /Deportation der uzbekischen Flüchtlinge

Die usbekische Regierung hat innerhalb der letzten drei Tagen alle offiziell registrierten Flüchtlinge zurück nach Kirgistan deportieren lassen. Nach verschiedenen Angaben sind es mehr als 100 000 Flüchtlinge, die die uzbekisch-kirgisische Grenze passierten, um vor dem Koflikt zu fliehen. Die Zwangsumsiedlung dauerte drei Tage und endete am 25 Juni. Ausnahmen wurden nur für Verwundete und Kranke gewährt. Die Regierungsvertreter im Andschian-Gebiet in Uzbekistan, wo 15-20 000 Flüchtlinge in mehren Flüchtlingslagern untergebracht wurden, haben beschlossen diese auf eine perfide Art und Weise loszuwerden. Es wurde Frauen und Kindern, vor allem denjenigen die ihre Ehemänner und Väter verloren haben und Angst haben zurückzukehren , dass für sie ein anderes Flüchtlingslager auf uzbekischem Gebiet errichtet wird. In Bussen sollten sie dahingebracht werden. Stattdessen hat man sie geradewegs zur Grenze gebracht und gesagt sie sollen gefälligst zurück nach Kirgistan zurückkehren. Das bestätigte ein Vertreter einer uzbekischen Organisation aus Dschalalabad.

Noch am 22 Juni waren diese Kinder und ihre Eltern im Flüchtlingslager in Hudschabad.
Dasselbe wiederholte sich im Fergan-Tal /Gebiet wo auch ca. 15-20 000 Flüchtlinge aus Batkent-Gebiet /Kirgisien sich aufhielten und auch zurückvertrieben wurden. Alle Flüchtlinge wurden seitens der Regierung aufgerufen sich im Flüchtlingslager zu melden, da die Lage in Kirgistan sich stabilisiert habe und es keine Gefahr mehr für sie bestehe.

So sehen einige Teile von Osh aus. Die Häuser sind vollkommen zerstört und abgebrannt. Das Bild wurde aus dem Helikopter gemacht. Die aktuelle Präsidentin Rosa Otunbajewa sah sich die Lage aus der Luft an.

Die Bürgerrechtler vermuten, dass die uzbekische Regierung die Flüchtlinge deshalb zurückgeschickt hat, damit diese im Referendum, das am 27 Juni stattfindet, teilnehmen. Würde das Referendum in einem Monat stattfinden, wären sie noch ein Monat geblieben, sagt ein lokaler Rechtsvertreter. Während die Deportation der Flüchtlinge in vollem Gange war, wurde in Uzbekistan humanitäre Hilfe für die Opfer gesammelt. Im Moment befinden sich im Fergan-Tal einige 500 bis 1000 illegale Flüchtlinge, die nicht gemeldet sind und bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf fanden.

Quelle: http://www.ferghana.ru/article.php?id=6632

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Eine Antwort auf Zwangsumsiedlung /Deportation der uzbekischen Flüchtlinge

  • Abud sagt:

    Die Kleinstaaterei der aus der ehemaligen Sowjetunion hervorgegangenen „unabhängigen“ Staaten ist ohnehin mehr oder weniger Unsinn und trägt nur zur Schwächung eines großen Potentials der Muslime in Zentralasien bei. Mir ist überhaupt unklar, welchen wesentlichen Unterschied es überhaupt zwischen Kirgisen und Usbeken gibt. Anstatt sich gegenseitig umzubringen, sollten sie sich darauf besinnen, daß sie alle mehrheitlich sunnitische Muslime sind, und sich auf dieser Grundlage vereinigen. Eigentlich ist es richtig, daß Usbekistan die Vertreibung der usbekischen Volksangehörigen aus Kirgisien nicht akzeptiert und die Flüchtlinge wieder dorthin zurückbringt. In diesem Falle aber sollte es auch die Möglichkeit haben, sie dort vor weiteren Übergriffen zu schützen. Vielleicht hätte Usbekistan in diesen Konflikt militärisch eingreifen und diejenigen Gebiete Kirgisiens besetzen sollen, in denen die Angehörigen der usbekischen Minderheit leben, um sie schützen zu können, und die Besetzung solange aufrechterhalten, bis eine neue kirgisische Regierung garantieren kann, daß diese Leute nicht vertrieben werden und es zu keinen weiteren Übergriffen seitens der Kirgisen kommt.