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Der nackte Zwang

Vor allem wir Muslimas wissen wie wertvoll es ist, dass wir unsere Schönheit bedecken und sie nur denen zeigen, denen es erlaubt ist sie zu sehen. Wir wissen was für ein tolles Gefühl es ist, wenn wir ohne Bedenken raus gehen können, ohne Angst zu haben man könne uns mit diesem neidischen oder gar verschlingendem Blick angucken, wie die jungen Mädchen heutzutage angeschaut werden. In dem Artikel „der nackte Zwang“ habe ich endlich jemanden gefunden, der sich traut die Wahrheit zu sagen!

Endlich wird der Gedanke, den wir vor allem Muslimas haben, ausgesprochen und zwar „der Zwang und Druck, das Kopftuch nicht zu tragen werden immer größer“. Wir werden in dieser Gesellschaft, in der es uns freisteht welcher Religion wir angehören und wie wir uns kleiden, gezwungen uns auszuziehen. Gleicht das nicht eher einer Gesellschaft, die pervers angehaucht ist?

„Alle möglichen gesellschaftlichen Gruppen sind angetreten, in paternalistischer Manier muslimische Frauen aus ihrer Unterdrückung und ihrer Verhüllung freizukämpfen: Rechtspopulistische Politiker, Boulevardblätter, Feministinnen, Sozialdemokratinnen, erzkonservative Katholiken und Ex-Muslime .Es eint sie der Glaube, Musliminnen seien unterjocht von ihrer Religion und von ihren Männern. Sie sind sich auch darin einig, die Kopfbedeckung nicht deswegen abzulehnen, weil sie ein religiöses Symbol sei.“

Wenn man den letzten Satz dieses Zitates genau liest und versteht, versteht man auch das Denken derer, die die Muslima ausziehen wollen. Ihnen geht es nämlich weniger um die religiöse Haltung der muslimischen Frau, nein, es geht ihnen darum jeden und alles so zu verbiegen wie sie es wollen und wie sie es für richtig halten. Steht denn irgendwo in unserem Gesetz, dass man sich ANPASSEN MUSS??

„Hohe Absätze, hautenge Jeans, frieren in der Kälte, ein Leben lang hungern, alles um den Körper vorzeigbar zu machen, dazu ständige Kontrolle, ob die Haarsträhnen richtig liegen, ob der Busen richtig steht, ob die Träger sitzen. „ – DAS nenne ich doch mal anpassen (oder Unterdrückung oder Zwang), oder nennt man das nicht eher die Richtung in eine psychische Krankheit? Man muss sich jetzt mal vor Augen halten, was für einen Sinn diese Menschen im Leben haben, die sich jeden Tag fragen „ Hm, wie steht mir die Hose?“ oder „ Wie soll ich mich heute schminken??“ „Was werden meine Klassenkameraden dazu sagen?“
Ich lebe zwar jetzt auch in Deutschland, doch habe ich damals nicht in dem selben Deutschland gelebt, wie ich es heute tue. Jeden Tag kamen diese Fragen auf, ohne Ausnahme!! Wo bleibt der Sinn?

Im Gegensatz zu dem Zwang der Muslima ihre Kopfbedeckung zumindest zu entfernen, wird die westliche Frau nicht dazu gezwungen sich auszuziehen, im Gegenteil. Sie können gerne halbnackt herumlaufen, denkt sich bestimmt jeder Zweite. Doch heuzutage ist es nicht mehr so reizvoll für den Einen oder Anderen diese Mädchen zu sehen, da sie nun allgegenwärtig ist.

„Dieser ganze Islam- und Verhüllungsdiskurs zeigt: Die Muslimin wird dringend benötigt, nämlich zur Verhüllung des Dilemmas, dass in dieser aufgeklärten Zeit Frauen zwar beinahe nackt herumlaufen dürfen, aber sonst wie eh und je wenig zu entscheiden haben. Keine Verschleierung, keine Unterdrückung, nein, so ist das offensichtlich nicht.“

Das muss man glaube ich nicht mehr kommentieren, denn wie wir wissen wird es schön geredet oder sogar versucht zu vertuschen, dass Frauen im Westen, für die gleiche Arbeit wie die des Mannes weniger Lohn bekommen. Da fragt man sich doch, wie ist es jetzt nocheinmal mit dem „Gender Mainstreaming“? Hier eine kleine Erläuterung ….

„Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um durchgängig sicherzustellen, dass Gleichstellung als Staatsaufgabe (Art. 3 Abs. 2 GG) insbesondere von allen Akteurinnen und Akteuren der öffentlichen Verwaltung verwirklicht wird.
Mainstreaming benennt ein Organisationsprinzip,
Gender ist der analytische Ausgangspunkt gleichstellungsorientierter Arbeit und Gleichstellung ist das Ziel.
Die Europäische Union spricht bei Gender Mainstreaming von der "Einbindung der Chancengleichheit" in alle Maßnahmen.“ (Quelle:http://www.gender-mainstreaming.net/gm/Wissensnetz/was-ist-gm,did=13986.html)

Achso ist das, ich glaube aber da ist etwas schief gelaufen, denn ausziehen dürfen sich die jungen Damen gerne, aber „Führungspositionen, Vorstandsetagen und Lehrstühle besetzen vornehmlich Männer“!? Für mich klingt das nicht nach Gleichberechtigung, sondern eher nach einer Unterdrückung nicht nur für Muslime.

Außerdem vergessen viele, dass das Prinzip des „Nicht-billig-Aussehens“ im Westen weit verbreitet war. Denn die Frauen wollten keine Objekte der sexuellen Begierden mehr sein. Doch im Moment sieht dieses Prinzip verdreht aus, wenn man sich nur die Hollywood Prominenz anguckt, deren Wettbewerb darin besteht, so wenig zu tragen wie nur möglich! „Aber dem Stoff-Minimalismus sind Grenzen gesetzt: Einem Nichts, das immer weniger wird, bis schließlich nichts mehr da ist, entspricht ein Reiz, der immer mehr wird, bis nur noch Reiz ist. Und dann ist keiner mehr gereizt, weder sexuell, noch moralisch.“ Dies ist der Schlusssatz der Autorin des Artikels, Ingrid Thurner.

Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir leben wollen. Als wertlose Objekte oder als gleichwertige Menschen…

 

Ein Artikel von "Muslima"

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6 Antworten auf Der nackte Zwang

  • Amatullah sagt:

    MashAllah Barak Allahu fik für den Artikel. Ist immer wieder schön erinnert zu werden wie wertvoll die Muslimische Frau ist.

  • Die Jury sagt:

    Asselamu aleikum…

    allahume barik für diesen tollen artikel..ich bin auch verwundert, dass jemand (als Nicht-Muslim) so einen Zeitungsertikel verfasst hat..
    Und muslima du hast völlig recht mit dem was du sagst..
    Niemand stört sich darum, dass sich eine Nonne für ihren Gott verhüllt (und sogar einen Ring am Finger trägt, weil sie mit Gott verheiratet zu sein glaubt..audhubillah)..aber, dass eine Muslima ein kopftuch trägt ist tragisch…alle sagen: hey nimm dein Koftuch ab, denn hier in Deutschland dudlen wir es nicht, dass jemand seine Religion nach außen trägt..aber hat jemand von euch jemals erlebt, dass das jemand auch über eine Kreuzkette die jmd am Hals trägt gesagt hat?
    Wenn ein Jude einen Bart trägt, dann respektiert man dies, weil er das aus Demut für seinen Glauben tut…Ein Muslim aber ist gleich ein Terrorist..
    Wenn eine deutsche Hausfrau ein paar Erziehungsjahre macht, um mit ihren Kindern zusammen zu sein, dann ist das sehr stark und bewundernswert..Eine muslima wird automatisch als Unterdrückte erachtet..
    Deutschland, warum fühlst du dich eigentlich so sehr vom Islam bedrängt ?? Weil die Muslime einen solch inneren Frieden ausstrahlen? Weil sie auf jede Frage eine friedvolle, authentische Antwort haben, die auf Fakten und nicht auf Pristern beruht? Oder weil ihr langsam aber sicher merkt, dass wir keine Terroristen sind, ihr uns aber unbedingt zu welchen abstempeln wollt und nur nach Gründen ausschau haltet?diese Gefühl der Ohnmacht macht euch wahnisnnig nicht wahr? Ja…das kann ich mir vorstellen..aber ich gebe euch einen Tipp: Lasst ab von eurem Fanatismus den Muslimen gegenüber und in jedem von ihnen eine Gefahr sehen zu wollen, denn die Realität sieht anders aus…Dutschland, wenn die Muslime “Unterdrücker” sind, dann bist du die Mutter der Unterdrückung!

    Peace

  • em sagt:

    @Die Jury
    mashallah

  • UmmSumeya sagt:

    As Salamu aleikum

    Ich finde diesen Artikel auch super da er von einer nicht-Muslima kommt und endlich die Wahrheit aufdeckt und sagt was Sache ist.
    Ich als Konvertierte verstehe es auch nict warum die gesellschaft so ist wie sie die Frau hinstellt und hinstellen möchte. Und das schlimmste ist das die meisten Nicht_ muslime nicht einmal bemerken wie sie manupuliert werden von den medien und natürlich wer steht dahinter der Shaytan, der die menschen in die Irree führt.

    Möge Allah swt. und rechtleiten und unsere Kinder vor solchen Fitnahs erretten und bewahren.

    aleikum salam

  • Agnostiker sagt:

    Ja, die Diskussion um Kopftücher wird ziemlich hysterisch geführt. Nach dem Motto Koftuch=religiöser Fanatismus. Möchte aber als Ex-Bürger einer ehemaligen atheistischen Republik (DDR) und Anhänger der Ideale der Aufklärung bemerken, dass es für mich auch schwierig ist Kopftücher bedingungslos zu befürworten. Hierzulande hat man lange um eine Trennung von Religion und Staat gekämpft. Religion als persönliches Bekenntnis ist in Ordnung. Deshalb sehe ich Kopftücher und Kruzifixe in Behörden und Schulen als problematisch an und das nicht erst seid Frau Aygül Özkan davon spricht. Mich stört auch der blöde Hinweis das wir scheinbar “ein christliches Land” wären. Wir sind ein religiöses mehrkulturen Land und wir sollten es auch bleiben.

  • Agnostiker sagt:

    Stimmt aber was die Autorin sagt. Ziemliche Doppelmoral, in der öffentlichen Rethorik. Grundsätzlich sollte niemand zur “Freizügikeit” gezwungen werden.