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Palästinensern wird der Zugang zum Wasser verweigert

von Stephen Lendman – www.palaestina-portal.eu

Nach OCHA,(dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten) haben die Palästinenser eine ernste Wasserkrise – es wird ihnen der Zugang zu ihren eigenen Wasserreserven verweigert.

EWASH, eine Koalition von fast 30 Wasser- und Kanalisationssektor-Organisationen in den besetzten Gebieten, sagte, dass viele empfindliche Gemeinden in Zone C ( 60% der von Israel kontrollierten Westbank) am schwersten  betroffen sind. Die palästinensische Wasserbehörde (PWA) hat nur begrenzte Kontrolle über ihre eigenen Ressourcen, da Israel sie selbst nützt. Ein internationaler Wasserexperte sagt dazu:

„Es ist leicht, die Wüste zum Blühen zu bringen, wenn man das Wasser anderer benützt und diesen anderen den Zugang zu ihrem eigenen Anteil Wasser verweigert."  … In einigen Gebieten kommen sie nur illegal an Wasser heran.

2009 hat Amnesty International (AI) dieses Problem in seinem Bericht folgendermaßen betitelt: „Trübes Wasser – Palästinensern wird der faire Zugang zum Wasser verweigert"  und erklärt, dass Wasser Leben bedeutet, Wasser zu stehlen, ein Verbrechen sei. Ohne es können wir nicht leben, wir nicht, die Tiere nicht, die Pflanzen nicht, sagte Fatima al Nawajah, eine Bewohnerin aus den südlichen Hebroner Bergen.

In allen besetzten Gebieten besteht das Problem schon lange und wird von der israelischen Wasserpolitik verschlimmert .. in dem  den Palästinensern das Recht auf ihre eigenen Ressourcen verweigert wird.

„Die ungleiche Aufteilung von Wasser zwischen Israelis und Palästinensern ist auffallend, besonders im Sommer, wenn der Bedarf groß ist. Die Palästinenser  verbrauchen etwa 70 Liter/pro Person und Tag .. weit unter den von WHO empfohlenen 100 Litern als Minimum, in manchen ländlichen Gegenden sogar viel weniger, nämlich 20 Liter.

Im Gegensatz dazu verbrauchen Israelis etwa 300 Liter …   aus dem Grundwasser des Berg-Aquifer ( unter der Westbank) und dem Oberflächenwasser des Jordan, das nur für Juden reserviert wird.

Die Folge davon ist, dass  etwa 200 000 Palästinenser in ländlichen Gegenden keinerlei Zugang zu fließendem Wasser haben, selbst in Städten und Dörfern, die mit dem Wassernetz verbunden sind, bleibt der Wasserhahn trocken. Die Rationierung von Wasser ist also normal, besonders im Sommer, so dass Dörfer und Stadtteile Wasser über die Wasserleitung nur einmal pro Woche oder in einigen Fällen nur alle paar Wochen erhalten.

Folglich müssen viele Palästinenser Wasser zu unerhört hohen Preisen kaufen, noch dazu  Wasser von recht zweifelhafter Qualität. Das ist eine große Belastung für arme Familien, die ein Viertel ihres Einkommens für Wasser ausgeben müssen, was sich also viele gar nicht leisten können.

Im Gazastreifen ist das südliche Ende des Küsten-Aquifers die einzige Wasserversorgung, eine unzureichende Ressource für 1,5 Millionen Menschen. Israel verbietet Transfer aus der Westbank. Doch ist der Aquifer  ziemlich erschöpft und  durch Übernutzung und durch  Abwässer und Einsickern von Meerwasser kontaminiert;'  dies macht 95 % des Wassers  für Bewässerung oder für menschlichen Gebrauch unbrauchbar.

Außerdem sind lebensnotwendige Ausrüstungen und anderes dringend nötig, um die Infrastruktur zu reparieren und zu entwickeln – aber Israel verbietet die Einfuhr. So  gerät  die Wasserversorgung und die Kanalisation jetzt an einen kritischen Punkt, besonders in den Flüchtlingslagern und in isolierten armen Gemeinden.

Seit über vier Jahrzehnten hat Israel die Ressourcen der besetzten Gebiete überstrapaziert, seine Wasser- und Kanalisations-Infrastruktur vernachlässigt, die Behörde daran gehindert, sie auszubessern und benützte die besetzten Gebiete als Müllplätze für seine Abfälle und  verschmutzt  auch so die Grundwasserressourcen und die Umwelt – und verletzt so seine Verpflichtungen als Besatzer. Die Palästinensische Behörde (PA), die palästinensische Wasserbehörde (PWA) und internationale Geberstaaten sind nicht in der Lage, dies  zu  kompensieren, weil Israel sie zerstört.

Da sie keine andere Wahl haben, bohrten einige Palästinenser illegal Brunnen. Andere zapften illegal Wasser vom Wasserleitungssystem. Und viele haben aufgehört, ihre Wasserrechnungen zu zahlen. Damit wird das Problem nur noch verstärkt und die Autorität der PWA und die wirtschaftliche Rentabilität unterminiert und so von den internationalen Gebern abhängig …
 

den kompletten Bericht hier lesen

3 Antworten auf Palästinensern wird der Zugang zum Wasser verweigert

  • Amina sagt:

    Neuigkeiten zu den Schiffen
    Salamaulleikum
    Amina
    Lebanese All-Women Aid Ship to Head to Gaza via Cyprus Sunday.

    Organizers of a Lebanese women-only aid ship which plans to break the Gaza blockade announced on Thursday they will sail to Cyprus on the first leg of their journey this weekend.

    “The ship Mariam will leave for Cyprus on Sunday at 10 pm (1900 GMT) from the port of Tripoli” in north Lebanon, organizer Samar al-Hajj told reporters outside the port.

    The Mariam, a Bolivian-flagged cargo ship, plans to carry aid to Gaza in a bid to break the four-year inhumane siege of Gaza with 50 Lebanese and foreign women activists on board.

    The Mariam, renamed in honor of the Virgin Mary, would need Cypriot authorization to depart for Gaza from its shores but officials in Cyprus have said the island was keeping in place a ban on ships departing for Gaza.

    “The Cypriot ambassador to Lebanon tried to convince us not to go and reiterated that his country would not grant us authorization to sail to Gaza,” Hajj told AFP. “But we are adamant,” she added. “We have no arms and we will go to Gaza.”

    The “Naji al-Ali,” another Lebanese boat organized by journalists and originally named Julia, has also announced it would sail to Gaza via Cyprus but has not yet received clearance from Lebanese authorities

  • Amina sagt:

    In einem Monat ist es soweit, allahmdullilah.
    Eins der nächsten Konvoys kommt aus Australien
    http://www.kiaoragaza.net/ … dies in Zusammenarbeit mit den zahlreichen Vivapalestina Convoys aus: England, malaysia, USA, Italien, Türkei, arabischen Ländern…. mashallah.
    Möge Allah taalah es Ihnnen allen leicht machen inshallah.
    Salam
    Amina

  • SalahCreations sagt:

    Was kann man da machen? Es gibt keine Macht noch Kraft außer bei Allah. Was man da machen kann ist jetzt sich auf die Zukunft vorbereiten damit so Gott will man dies in Zukunft verhindern kann.
    Verbreitet immer solche Nachrichten auf Facebook, MSN-Schnellnachricht oder sonst was.
    Alaykum Salam^^