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Die SÜDWEST PRESSE vom 30.01.2012 berichtet über einen Dialog zwischen Christen und Muslimen. 
Das Thema des Abends war:
"Weitergabe des Glaubens – wie kann das bei Christen beziehungsweise Muslimen gelingen".

Die Thematik klingt vielversprechend und eigentlich harmlos. Man könnte glauben, Muslime erhielten hier eine Chance, ihren Glauben darzustellen und zu erklären, und tatsächlich wird von drei jungen Frauen, die sich in der Türkisch-Islamischen Union DITIB in der Jugendarbeit engagieren, berichtet, dass sie das Eingangsreferat hielten.

Doch ist so ein Dialog tatsächlich harmlos oder birgt er Gefahren in sich, die von vielen beteiligten Muslimen gar nicht erkannt werden? Diese Besprechung möchte auf solche Gefahren aufmerksam machen und diesen Dialog-Abend im Göppinger Bürgerhaus als Beispiel nehmen!

Man sollte sich als Erstes einmal darüber im Klaren sein, wer dort eigentlich einlädt und ob das Gegenüber nicht viel besser ausgebildet ist als man selbst:

"Die Kräfte, von denen die Einladung zum Dialog ausgeht, sind Institutionen, die im Gegensatz zu den hier angesiedelten Muslimen eine lange und eigenständige Tradition in der Vermittlung ihrer Religion in einer säkularisierten Gesellschaft und im Umgang mit Andersgläubigen haben. Die Experten des Christentums haben die Zeit und die Möglichkeiten, sich hauptberuflich mit Neuansätzen in der Theologie und der Vermittlung von Religion zu beschäftigen. Die ihnen gegenüber sitzenden Muslime sind oft genug nur Hobbytheologen, die weder Halt in lebendig gelebter Religion haben, noch tieferes Verständnis von den islamischen Wissenschaften besitzen.

Und wenn es einmal einen ausgebildeten muslimischen Theologen gibt, so hat dieser aufgrund von Sprachproblemen die Schwierigkeit sich adäquat im Dialog zu verhalten." (Auszug aus "Dialog – Chance oder Gefahr?" (Al-Islaam.de)

Einige werden jetzt wieder sagen:"Warum müsst ihr alles immer so negativ sehen? Was kann an einem Dialog schon gefährlich sein?"

Wenn man sich den weiteren Verlauf des Abends anschaut, werden nun hoffentlich einige wach werden und ein wenig skeptischer sein, denn gegensätzlich zu dem ursprünglich angekündigten Thema ("Die Weitergabe des Glaubens") ist man wieder bei Reizthemen angekommen, die mit der angekündigten Thematik nichts zu tun haben: Die Rolle der Frauen im Islam und wie es denn mit der Feindesliebe im Islam aussähe!"

"Das Resultat ist der Muslim, der quasi auf der Anklagebank sitzend sich verteidigt, um Vorurteile abzubauen und anerkannt zu werden. Da die Muslime meist kaum von den langfristigen Beweggründen ahnen, lassen sie sich von Thema zu Thema treiben."*

Wen wundert es da noch, dass man tatsächlich in dem Artikel der SÜDWEST PRESSE liest: "Christliche Teilnehmer stellten auch kritische Fragen: "Wie ist das mit der Rolle der Frauen im Islam?" Das könnte ein Thema für den nächsten Dialogabend sein."

Warum kommt es immer wieder zu diesen Reizthemen?

"…es geht um die langfristige Beeinflussung bzw. Erprobung der Möglichkeiten von Einflussnahme auf die Gemeinde der Muslime."*

"Je mehr Kontakt mit nichtislamischen Werten und nichtislamischen Institutionen besteht, desto eher werden diese Uminterpretationen und Überbetonungen zwanghaft auf den einzelnen Muslim einwirken: man fühlt sich unbehaglich bei bestimmten „unangenehmen“, gesellschaftlich inakzeptablen Seiten der eigenen Religion. Neben den Massenmedien ist der Dialog genau der Begegnungsort, an dem dieser Druck vermittelt wird und die Bereitschaft zur Reform geboren wird."*

Man sollte sich bei Dialogen bewusst sein, dass es gewisse Vorgaben gibt, die vorhanden sind, obwohl nicht direkt vereinbart oder besprochen:

- Ich muss mich im Dialog als interessiert geben. Ich muss Interesse an der anderen Religion zeigen. Wenn ein Muslim sich jedoch nicht für den Ritus einer anderen Religion interessiert, so muss er dies vorheucheln, wenn er nicht gleich den Dialog verlieren und als egoistisch gebrandmarkt werden will…*

- Nicht die Suche nach der wahren Religion steht im Vordergrund, sondern das gegenseitige Verständnis. Verständnis ist jedoch immer an Zwecke gebunden. Der ausschlaggebende Grund ist nach modernem westlichen Verständnis die Akzeptanz auf einer gemeinsamen gesellschaftlichen Basis: da alle gleich sind, darf auch keine Religion sich als die einzig wahre bezeichnen.*

- Ein gerechter Dialog basiert auf Gegenseitigkeit und völlig identischen Rechten. Dies ist die Grundlage der westlichen Demokratie und der Menschenrechte. Dies bringt aber die Muslime in Argumentationsnöte: Warum dürfen Muslime nach traditioneller Rechtsauffassung nicht aus dem Islam austreten? Warum haben die Schriftbesitzer zwar immens viele Rechte im islamischen Staat aber eben NICHT alle…*
 

- Ein Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Weltsichten braucht als gemeinsame Basis rational verständliche Argumente. Damit gerät derjenige, der sich an einem Maßstab wie Offenbarung oder prophetischem Vorbild orientiert in Erklärungsnot. Bestimmte Dinge, vor allem wenn es sich um Alltagsvorschriften handelt, kann er kaum mehr verteidigen, da er einer völlig machtlosen Religion und Kultur angehört…*

"Zum Menschsein gehört das Gespräch. Das Gespräch baut Brücken auf und Vorurteile ab. Da der Dialog ein gegenseitiges Unternehmen ist, wird von den Muslimen ebenfalls verlangt, ihre Vorurteile abzubauen. Doch ist der Abbau von Vorurteilen wirklich vordringlich für eine Gemeinschaft, die noch kaum Institutionen aufgebaut hat, die sich hier im Westen noch kaum selbst gefunden hat? Wenn die Muslime noch gar keine feste Gemeinschaft mit eigenen kulturellen und sozialen Grenzen bilden, welche Grenzen sollen dann überwunden werden?
Der Abbau von Vorurteilen kann nur für die Mehrheitsgesellschaft gelten, für eine Minderheit steckt eher der Ruf nach Assimilation dahinter. Wenn Personen, die als Gastarbeiter und Asylanten nirgends ernst genommen werden, denen man aber alleine im Dialog als Menschen begegnet, die es auch wert sind, angehört zu werden, so entsteht eine psychologische Abhängigkeit.
Wer solche Erlebnisse für sein Selbstbewusstsein benötigt, der wird alles daran setzen, dass dieser Dialog nicht aufhört. Und genau diese Abhängigkeit und Bindung ist das Entscheidende. Zutiefst menschlich ist auch das Prinzip des gegenseitigen Gebens: Geschenke gehen niemals in eine Richtung, sondern sie wirken auch zurück. Wer sich ständig beschenken lässt, ohne etwas zu geben, der fühlt sich selber schlecht und sein Ansehen sinkt. Wenn im Dialog andere den Islam loben, die Muslime in Schutz nehmen, eigene Fehler zugeben, dann verlangt man vom Muslim das gleiche für die andere Religion – auch wenn diese Forderung nicht offen ausgesprochen wird."*
 
Dialog ist nicht Da’wa
"Da’wa bedeutet andere Menschen zum Islam aufrufen und sie einzuladen. Es ist ein einseitiger Prozess, der nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Da’wa ist daher unpopulär, weil sie vom Schema Wahr-Falsch ausgeht, wie es in der qur’anischen Offenbarung gelehrt wird. Eine solche Einstellung wird in einer pluralistischen Gesellschaft als überheblich gewertet.

Dialog ist nicht Dawa. Vorurteile ausräumen oder für gesellschaftliche Anerkennung zu kämpfen sind akzeptable Ziele, aber sie sind eben nicht Da’wa. Auch hat Da’wa ein Ende: wenn die Darstellung des Islams an eine bestimmte Person oder Gruppe gerichtet wurde, so endet die Begegnung mit der Entscheidung für oder gegen den Islam. Der Dialog aber wird gerne als zeitlich unbegrenzte Begegnung dargestellt und ist auf Generationen angelegt. Daher tun sich die Muslime auch keinen Gefallen, wenn sie die Begegnungen des Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) mit den Christen aus Nadschran funktionalisieren, um hier den ersten Dialog der islamisch-christlichen Geschichte herauszulesen. Es war eine Begegnung mit dem Ziel die wahre Religion herauszustellen, nicht jedoch ein Dialog um Vorurteile abzubauen oder eine Annäherung zu bewirken. Der Dialog kann nicht zur Da’wa umfunktioniert werden, ohne dass sich die Muslime verstellen und heucheln – ein islamisch inakzeptables Verhalten."*

Schlusseinschätzung
Der Dialog ist nicht die private Initiative von einigen wenigen christlichen Kirchen. Es ist ein Instrument, das aus der Tradition der pluralistisch-demokratischen Gesellschaft erwächst. Mit religiöser Suche und der Hingabe an Gottes Willen hat es nur wenig zu tun. Vielmehr geht es um die Verankerung säkularer und pluralistischer Denkweisen bei den Muslimen, um einen „akzeptablen“ reformierten Islam zu schaffen, der sich mit seiner ihm zugewiesenen Nische zufrieden gibt."*

* Auszüge aus "Dialog – Chance oder Gefahr?" von Al-Islaam.de

Eine Antwort auf Dialog – Chance oder Gefahr?

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