Auszug vom Buch: Islamisches Benehmen

Ein Auszug vom Buch: Islamisches Benehmen

Zusammengestellt von Maadjid ibn Su’ûd Âli Ausschank


Nimmt euch etwas Zeit und liest es bidhinillah durch.

InshaAllah werden wir davon profitieren.

Barak Allahu feekum

· Man soll nicht vorurteilbehaftet sein.

· Folgendes sollte man unterlassen:

-Unnötig viele Fragen und dadurch den Gefragten bedrängen: „Drei Dinge sind für euch unerwünscht, wozu das viele Fragen gehört.“

Muslim (1715), Ahmed (Bd. 2, S. 27)

- Schnell zu antworten.
- Zu jeder kleinen oder großen Angelegenheit seine Meinung abzugeben.
 -Sich mit primitiven Menschen abzugeben und solchen, die nicht wissen, wie man sich benimmt.
-Nicht der Situation gemäß zu sprechen.
 -Über Dinge zu reden, die einen nichts angehen, denn der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren) sagte: „Zum guten Islam eines Menschen gehört, dass er unterlässt, was ihn nichts angeht.“

Sahih Attirmidhi (1886), von Alalbani als sahih eingestuft.

- Sich in Gegenwart einer Person zu unterhalten, die dies nicht wünscht.
-Das Gesagte unnötig zu wiederholen.
-Gegenüber den Zuhörern hochmütig zu erscheinen.
-Unaufmerksamkeit gegenüber dem Sprecher.
-Den Sprecher darum bitten, sich kürzer zu fassen.
 -Den anderen darin zuvorzukommen, ihre Sätze zu vervollständigen.
-Aufstehen, bevor der Sprecher zu Ende gekommen ist.
 -Den Sprecher vorschnell als Lügner anzusehen.
 -Jüngere beim Gespräch zu vernachlässigen.
 -Vorschnell Nachrichten zu verbreiten, bevor man sich über deren Richtigkeit und Erlaubtheit, diese zu weiterzugeben, vergewissert hat.
-Mundpropaganda und diese kritiklos und ohne Vergewisserung zu akzeptieren.
-Harte Worte zu verwenden, wo doch Allah der Erhabene sagt: „Und sag zu meinen Dienern, sie sollen das Beste sagen, wahrlich der Schaitan flüstert ihnen ein, wahrlich der Schaitan ist dem Menschen ein klarer Feind.“(Sure Alisrâ 53) und Allah sagt: „Und sagt den Menschen Gutes.“ (Sure Albaqara (83))

-Harte Kritik.
-Die Benimmregeln beim Sprechen zu missachten.
-Die emotionale Seite zu vernachlässigen.
-Sarkasmus bei Unterhaltungen.
-Herausforderungen und andere zum Schweigen zu bringen.
-Den Namen des Gesprächspartners zu ignorieren.
-Von einem sicheren und richtigen Prinzip ablassen.
-Auf Fehlern beharren und sich weigern, zur Wahrheit zurückzukehren.
-Wenig Wissen über das Gesprächsthema zu haben.
-Von Beginn des Gesprächs an voreingenommen zu sein.
-Sich in Details verlieren und vom Gesprächsthema abkommen.
-Immer das Gegenteil zu behaupten und etwas anderes sagen zu müssen.
-Sich in oberflächlichen Themen zu verlieren.
-Viel Tadel.
-Sich viel über die Menschen beschweren.
-Viel über Frauen (bzw. das andere Geschlecht) zu reden.

-Viel leeres Gerede.
-Viele Späße.
-Viel zu schwören, denn Allah sagt: „Und bewahrt eure Schwüre.“ (Sure Almâ’ida (89))

-Die Fehler des Gegenübers suchen.
-Dem Gegenüber zu verstehen geben, dass man gelangweilt ist.
-Den Anwesenden aufbürden, einen zu bedienen.
-Etwas Geschmackloses tun, wie etwa Menschen zu befingern, in Anwesenheit anderer zu spucken, laut zu lachen, mit dem Bart oder Schnurrbart zu spielen, etc.
-Unislamisches beim Zusammensein zu praktizieren.
-Zu Vergnügungsveranstaltungen zu gehen und häufiger Kontakt zu Leuten haben, welche diese mögen.
-Auf eine Art posieren, die auf geringen Anstand hinweist.
-Sich mitten in einen Kreis zu setzen.
-Sich übermäßig der Hochsprache (oder feinen Redensart) bedienen, wenn man diese nicht beherrscht, denn der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren) sagte: „Es wird Leute geben, die mit ihren Sprachen essen, wie die Kühe von der Erde fressen.“  (Sahihsammlung (419))

- Man soll nicht zitieren, wenn man nicht zitieren oder etwas genau wiedergeben kann.
-Man soll die Schwächen seines muslimischen Bruders decken, denn der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren) sagte: „Wenn immer ein Diener eines Dieners Schwäche deckt, so verdeckt Allah seine (Schwächen) am Tag der Auferstehung.“ (Sahihsammlung (7713))

-Man soll sich keine Spottnamen geben, denn Allah sagt: „Und gebt euch keine Spottnamen!“ (Sure Alhudschurat) und Er sagt: „Wehe jedem Spottenden und übel Nachredenden.“ (Sure Alhumaza (1)) und der Gesandte (möge Allah ihn in Ehren halten und
bewahren) sagte: „Es ist schon übel genug, wenn ein Mensch seinen muslimischen Bruder gering schätzt.“(Sahihsammlung (7242))

-Wenn man eine Gruppe anspricht, so soll man sich nicht einer Person zuwenden und die übrigen nicht beachten.
-Wenn ein Mensch etwas Falsches gesagt hat, dann soll man ihn nicht deswegen verurteilen, auch wenn die Aussage Kufr wäre. Der Beweis hierfür ist der Hadith, den Muslim erwähnt: der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren) sagte: „Allah freut sich über die Reue keiner seiner Diener mehr, als irgendjemand von euch, dessen Reitkamel in der Wüste war und dieses ihm mitsamt seinem Essen und Trinken entlief und der Mensch schließlich aufgab, zu einem Baum kam und sich in dessen Schatten legte, wobei er schon die Hoffnung aufgegeben hat. Während er so da lag, stand das Tier plötzlich wieder vor ihm, worauf er es beim Halfter nahm und vor lauter Freude sagte: „Oh Allah, du bist mein Diener und ich bin dein Herr“, wobei er vor Freude das falsche sagte.“

Muslim (2747), Buch der Reue.

Unverändert übernommen.

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