Das Ohrfeigengesicht vom Dienst – Aiman Mazyek
Wer des Öfteren zu Hause durch die TV-Kanäle zappt, kennt das Phänomen. Man sieht TV-Shows wie Dschungelcamp, DSDS oder der Bachlor und der eigene Körper gibt immer dieselben Symptome von sich: Schamesröte ertönt im Gesicht, man schüttelt den Kopf, schlägt sich vielleicht sogar die Hände vor’s Gesicht. Fremdschämen nennt man dieses Verhalten. Das heißt, man schämt sich als Unbeteiligter für etwas Bestimmtes, was eine dritte Person tut, während diese Person sich selbst meist nicht für ihr peinliches Handeln schämt. Diese Fremdscham, die ich für gewöhnlich empfinde, wenn ich mir diverse Gestalten ohne Selbstachtung im TV betrachte, empfand ich auch nun beim Lesen eines Interviews der Tagesschau mit dem selbsternannten Sprecher der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek. Viele Mainstream-Medien verfassten kritische Artikel zu dieser intransparenten Studie über junge Muslime in Deutschland, darunter der SPIEGEL und die ZEIT, und selbst Politiker der verschiedensten Parteien verurteilten teilweise sogar scharf diese sinnfreie Studie. Doch anders der Vorsitzende des meist im Verteidigen des Islams unauffällige Zentralrat der Muslime Aiman Mazyek.
Hündig ergebener Ja-Sager
Schande über’s Vaterland
Gestern Abend staunte ich nicht schlecht, als mir ein aufmerksamer Freund per Mail einen Link sendete, der von einer soeben veröffentlichten Studie handelt. Das Bundesministerium des Innern zeigt mal wieder wie gewissenhaft und kompetent es mit Steuergeldern und mit alles andere als transparenten Statistiken umgehen kann. Eine Studie, die das Innenministerium eigentlich erst am heutigen Donnerstag veröffentlichte hat, sorgt jetzt schon für kontroverse Debatten. Schon gestern Abend las ich kopfschüttelnd den wohl ersten Bericht zu dieser Studie im Webportal der BILD. Zunächst dachte ich, es wäre nur eine unerhebliche Studie wie viele andere, die keinerlei mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, da auf keinem anderen Nachrichtenportal über diese Thematik ein Beitrag zu finden war. Doch heute Morgen wurde ich eines besseren belehrt. Die BILD-Zeitung war nur das erste Medium, dass sich zähnefletschend auf diese Informationen einer – von außen scheinend – seriösen Institution geworfen hat. In etwa so wie ein gieriger Wolf sich auf ein ohnmächtiges Kaninchen wirft. Doch um was geht es genau? Die Studie erklärt offiziell, dass ein Viertel der Muslime in Deutschland, zwischen 14 und 32 Jahren – ohne deutschen Pass – nicht bereit sind, sich zu integrieren. Über diese Gruppe von Muslime heißt es im offiziellen Bericht: „Sie sind streng religiös, mit starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz.“ Wie man auf das Ergebnis gekommen ist? Man hat einfach 700 Muslime angerufen und telefonisch ausgefragt. Zudem wurden 692 Fernsehbeiträge aus Nachrichtensendungen analysiert. Telefonanrufe und TV-Sendungen. So schnell kann man eine populistische Diffamierung der Muslime in Deutschland seriös und transparent aussehen lassen.
Extremismus – Ahmad Abul Baraa
Ein sehenswerter Vortrag zum kontroversen Thema "Extremismus" vom Berliner Prediger Ahmad Abul Baraa (www.as-sirat.de):
Sheikh Muhammed Al-Arifi über die Lage in Syrien
Dies ist ein kurzer Ausschnitt aus der Predigt von Sheikh Al-Arifi nach seinem Besuch eines syrischen Flüchtlingslagers. Für die gesamte Predigt klicke hier (allerdings ohne deutschen Untertitel).
Falscher Patriotismus schnell erklärt…
Matt Damon redet sich in Rage (aus dem Film Good Will Hunting). Zwar nur ein Film, aber wie wahr diese Worte doch sind…
NSA = Militärnachrichtendienst der USA
Demokratisierung? Nein, danke.

Malcom X: "Demokratie ist Heuchelei. Und wenn ich falsch liegen sollte, steckt mich in den Knast."
Die Islamisten! – neuer Wind in Marokkos Politik
Es ist zweifellos die reinste Genugtuung mit anzusehen, wie der Fall der arabischen Despoten während des arabischen Frühlings einen neuen Aufschwung der sogenannten Islamisten mit sich zog. Jahrzehntelang schien die arabische Welt – insbesondere in Nordafrika – zu stocken. Von Entwicklung und Fortschritt konnte kaum die Rede sein. Obwohl Länder wie Algerien und Libyen ein immenses Vorkommen an Bodenschätze, insbesondere an Erdöl und Erdgas vorweisen können, fragt man sich, wieso dennoch ein Großteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Man sollte sich nur mal über folgendes paradoxes Bild einige Gedanken machen: Slums mit "Häusern" aus Blech und Lehm stehen gigantische, exquisite Paläste gegenüber. Paläste, von denen Queen Elisabeth II. nur träumen könnte und in denen sogenannte "Staatsführer" hausen. Könnte man sich ein solches gesellschaftliches Bild in Deutschland vorstellen? Wohl er nicht. Unmenschen wie Muammar Gaddafi, Hosni Mubarak und "Zine Al-Fasiqin" Ben Ali bereicherten sich selbst am gottgegebenen Reichtum des Staatsterritoriums und beteiligten am Reichtum hier und da mal den und jenen, um die eigene Macht zu erhalten und zu pflegen. Westmächte wie die USA "spendeten" hierzu jährlich 1,3 Milliarden (!) US-Dollar an Mubarak, um das Militär zu stärken. Militärdeckung, ja, das ist der Hauptgrund, weshalb Despoten wie Mubarak jahrzehntelang an der Macht stehen konnten. Für die Entwicklung und den Wohlstand wurde (oder wird) nichts getan, stattdessen gibt es zwei Schichten in diesen Ländern: die reichen und die verdammt armen. Korruption, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Perspektivlosigkeit…das sind Schlagwörter, die die Lage vieler arabischer Länder genau definieren. Dessen ungeachtet konnten sich westliche Staatsführer immer mit einem breitem Lächeln mit den Despoten der arabischen Länder Hände schüttelnd ablichten lassen. Was ja grundsätzlich kein Problem ist, da genau dies ja Politik definiert: stets die eigenen Interessen vertreten. Wenn auch unmoralisch und heuchlerisch. Doch um das Kind beim Namen zu nennen: Die Unterdrückung und Tyrannisierung der arabischen Länder durch Despoten war für den Westen notwendig. Dazu später mehr. Weiterlesen
Abdullah Nhari über Gaddafis Tötung
Der wohl gefühlsbetonteste Prediger Nordafrikas in einer kurzen Ansprache über Gaddafis Tod und Leute, die mit ihm Mitleid haben, über die NATO und die Rolle der Muslime dabei mit passenden Geschehnissen aus Quran und Sunnah.
Abdullah Nhari ist ein international bekannter Prediger aus Oujda / Marokko. Er hielt über Jahre hinweg die Freitagspredigten in der Kauthar-Moschee in Oujda. Ich erinnere mich, wie ich schon als Kleinkind an seinen anziehenden Predigten teilgenommen habe. Die Moschee war stets überfüllt, dass sogar draußen Menschen bei 30° im Schatten auf selbst mitgebrachten Teppichen Platz nahmen. Während andere Imame ihre Freitagspredigten auf 15 Minuten beschränken und Predigten vorlasen, die sie von der Regierung zugesendet bekommen, war eine zwei Stunden Ansprache von Abdullah Nhari (ohne von Notizen abzulesen) keine Seltenheit. In seinen Ansprachen nimmt er kein Blatt vor dem Mund und spricht offen und direkt die gesellschaftlichen und politischen Probleme in Marokko und weltweit an. Doch seit diesem Frühjahr '11 hat die marokkanische Regierung einen Schlussstrich in Sachen Meinungsfreiheit gezogen und ihm die Leitung der Freitagspredigten verboten. Seitdem ist die Kauthar-Moschee nicht einmal mehr halbvoll…

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