Muslime wüten gegen die USA
Kabul - Trotz einer Entschuldigung der US-Regierung hat die unbedachte Koran-Verbrennung durch Soldaten in Afghanistan schwere Ausschreitungen mit mehreren Toten ausgelöst. Am zweiten Tag der Proteste kamen nach Angaben des Innenministeriums bei Zusammenstößen in der Hauptstadt Kabul und in drei weiteren Provinzen sieben Demonstranten ums Leben, 30 Menschen wurden verletzt.
Landesweit protestierten Tausende Muslime. Das Innenministerium teilte am Mittwochabend (Ortszeit) mit, landesweit seien die Proteste vorerst beendet. Die Internationale Schutztruppe Isaf bestätigte, dass Soldaten in der US-Basis Bagram in Parwan Ausgaben des Korans zur Entsorgung versehentlich zu einer Verbrennungsanlage gebracht hätten. Hintergrund: In Bagram ist ein Gefängnis, in dem radikal-islamische Taliban als Verdächtige gefangen gehalten werden. Wachleute hatten geglaubt, Häftlinge nutzten den Koran aus der Bibliothek, um Botschaften auszutauschen.
“In Afghanistan gibt es eine echte Krise”
Das Bundeswehrcamp in der Hauptstadt der nördlichen Provinz Tachar sollte im März geschlossen werden. Zuletzt waren noch 60 Soldaten für das sogenannte Regionale Beraterteam (PAT) Talokan im Einsatz. ZDF-Korrespondent Uli Gack berichtet, dass angesichts drohender neuer Unruhen nach den Freitagsgebeten die Sorge um das Wohl der Truppe überwogen habe. Die Bundeswehrangehörigen seien am Nachmittag nach Kundus in Sicherheit gebracht worden. Am Morgen habe es Demonstrationen vor dem Stützpunkt gegeben, Steine seien geflogen. Ob jemand verletzt wurde, ist unklar.
Schon früher Überfälle
Ungute Erinnerungen dürften dennoch aufgekommen sein. Bereits vor einem Jahr hatte es am schwer zu verteidigenden Stützpunkt in Talokan Unruhen gegeben. Dabei wurden Demonstranten getötet und einige Bundeswehrangehörige verletzt. Dass ein Stützpunkt in Afghanistan in einer Gefahrensituation geräumt wird, dürfte ein Novum in der Geschichte der Bundeswehr sein.
Wie Juden im Iran behandelt werden
Frage: In welchem Land leben die meisten Juden im Gebiet des Mittlern Osten und Asien? Antwort: IRAN. Ja, da staunt der von unseren Medien gehirngewaschener Konsument, der jeden Tag mit Anti-Iran-Propaganda berieselt wird. Es leben ca. 35'000 Juden im Iran, die völlig gleich- berechtigt sind und das schon seit Tausenden von Jahren. Dabei wird uns erzählt, wie schlimm Minderheiten im sogenannten "Gottes Staat" behandelt werden. Alles nur gelogen. Hier einige Fakten über die jüdische Gemeinde im Iran:
Der jüdische Abgeordnete Siamak Morsadegh im iranischen Parlament neben seinen muslemischen Kollegen:
Allah ist unser einziger Helfer
Obama droht Ägypten mit Stopp der Militärhilfe
Ägyptens Militärrat verschärft die Gangart gegen ausländische Nichtregierungsorganisationen: Mitarbeiter werden sogar an der Ausreise gehindert – sehr zum Ärger der USA, denn unter den Betroffenen ist auch der Sohn des US-Verkehrsministers. Präsident Obama droht nun offen mit einem Aussetzen der Militärhilfe für Kairo.
Wir sagen kein Problem, sogar wir freuen uns, wenn Amerika aufhört sich überall einzumischen, besonders in einem islamischen Staat.
Sie können ihr Geld nehmen, ihre Leute und raus aus unserem islamischen Land. Die Ägypter wollen keine Westener da haben, aber das verstehen sie noch. Doch wird es ihnen bald klar werden in den kommenden Jahren.
Strittige Schritte zum Aufbau des Militärs
Libyen hat wieder einen militärischen Oberbefehlshaber. Die Ernennung von Yusef al-Manqusch am Dienstagabend ist ein Schritt hin zum Aufbau regulärer Streitkräfte. Vorausgegangen war ein Gefecht zwischen Milizen in der Hauptstadt Tripolis, bei dem fünf Kämpfer ums Leben kamen.
Ehemalige Rebellen aus Tripolis und Misurata lieferten sich stundenlange Feuergefechte im Stadtzentrum und setzten Maschinengewehre, Granaten und Flugabwehrgeschütze ein, wie Oberst Walid Schuaib vom Militärrat Tripolis gegenüber der Nachrichtenagentur dapd sagte. Auslöser der Gefechte sei die Festnahme eines Kämpfers aus Misurata gewesen, der von ehemaligen Rebellen aus Tripolis gefangen genommen worden sei. Ihm werde ein Raub zur Last gelegt. Die Männer aus Misurata wollten den Mann befreien und eröffneten das Feuer auf ein Gebäude, das vom Militärrat genutzt wird.
Gewalt in Syrien nimmt zu
Die USA erwägen nach einem Zeitungsbericht die Schließung ihrer Botschaft in Syrien. Die Sicherheitslage in dem Land sei mittlerweile zu bedrohlich und Präsident Baschar al Assad verweigere zusätzliche Schutzmaßnahmen für die amerikanische Vertretung in Damaskus, zitierte die "Washington Post" (Online) am Freitag einen namentlich nicht genannten ranghohen US-Beamten. Bis zum Ende des Monats könnten der Botschafter und seine Mitarbeiter abgezogen werden.
Der Bürgerkrieg in dem Land weitet sich aus. Aktivisten berichteten, in der Nähe des libanesischen Grenzübergangs Masnaa seien am Freitag Dutzende von Fahrzeugen mit Kämpfern der libanesischen Schiiten-Bewegung Hisbollah gesichtet worden, die über eine normalerweise nur vom Militär genutzte Straße nach Syrien gefahren seien. Sie hätten Kampfparolen gerufen und geschworen, der alawitischen Minderheit zu helfen, der Assad angehört.
Gleichzeitig meldeten die Aktivisten unter Berufung auf einen Offizier der libanesischen Armee, es gebe Pläne, die grenznahe syrische Ortschaft al Sabadani zu überrennen, die von der Protestbewegung kontrolliert wird. Dort hatte es diese Woche nach Kämpfen zwischen Deserteuren und Regierungstruppen eine Art "Waffenruhe-Vereinbarung" gegeben.
Libyen klagt Gaddafis Sohn selbst an
Libyens Übergangsregierung will Saif al-Islam selbst anklagen, ihn nicht nach Den Haag ausliefern. Wie sie einen fairen Prozess ermöglichen will, muss sie noch erklären.
Der Gefangene kann nur warten. In seiner improvisierten Zelle irgendwo außerhalb von Sintan im Westen Libyens gewähren die Wärter Saif al-Islam keinen Kontakt zur Außenwelt. Einige Bücher gibt es für den zweitältesten Sohn des früheren Machthabers Muammar al-Gaddafi zu lesen; Zeitungen, Radio oder Fernsehen sind tabu. Ja, er bekommt Besuch, von Mitgliedern der neuen politischen Führung, von Militärkommandeuren. Aber nur wenigen Vertretern von Menschenrechtsorganisationen oder des Roten Kreuzes war es erlaubt, ihn zu sehen. Ob er inzwischen mit einem Anwalt reden durfte, ist fraglich. Fred Abrahams, Experte von Human Rights Watch in New York, der ihn im Dezember treffen konnte, sagt aber, es gehe ihm gut: "Er hat sich nicht über irgendeine Art von schlechter Behandlung beschwert."
Erstes Zentrum für Islamische Theologie in Tübingen eröffnet
übingen (dapd-bwb). Das bundesweit erste Zentrum für Islamische Theologie ist am Montag an der Universität Tübingen offiziell eröffnet worden. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) betonte bei der Eröffnungsfeier dessen Bedeutung für die Verständigung zwischen den Religionen. Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland begrüßte das neue Institut als "Meilenstein" für die muslimische Religionsgemeinschaft.
Eure Meinung hier
Kauder besorgt über Wahlerfolg von Islamisten
Nach den Wahlerfolgen der Islamisten in Ägypten hat sich Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) besorgt über die Entwicklung in dem nordafrikanischen Land geäußert. „Die Christen leben zum Teil in großer Gefahr“, schrieb Kauder in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ vom Freitag. Mit Durchsuchungen würden Organisationen wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung unter Druck gesetzt. „Ob in Ägypten die Demokratie wirklich siegt, ist unklar“, schrieb Kauder. …
Islam steht auf dem Stundenplan
Islamunterricht ist auch, wenn Hussein einen Davidstern und Leila einen Weihnachtsbaum malt. Ein Besuch in deutschen Schulen
Herr Erdogan besitzt in Dinslaken acht Taxis. Ayhan, nicht Recep Tayyip, der türkische Ministerpräsident. Er findet den Islamunterricht gut. "Es wird ja Zeit, dass die anderen Kinder etwas über unseren Glauben erfahren", sagt er während der Fahrt zur Hauptschule am Volkspark. "Unwissen erzeugt Angst." Recht hat er, aber darum geht es nicht. Im Islamunterricht sollen die muslimischen Kinder etwas über ihren Glauben lernen. In der Schule, nicht nur in der Moschee. Und auf Deutsch. Auch gut, meint der Taxiunternehmer, aber wichtig sei das Voneinanderlernen. In Berlin gebe es gemeinsamen Ethikunterricht. Den müsste es überall geben, nicht getrennt wie hier in NRW. Mag sein. Aber außer in Berlin, Brandenburg und Bremen ist Religion nun einmal ordentliches Lehrfach und wird überall – außer in Hamburg, wo es den "Religionsunterricht für alle" gibt – getrennt unterrichtet. In allen westlichen Bundesländern gibt es daher in der einen oder anderen Form islamischen Religionsunterricht. Wie sieht der aus?
Was haltet ihr davon?
Regimegegner unter Beschuss – Gewalt eskaliert in Homs
Die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien soll das Blutvergießen beenden. Doch die Gewalt eskaliert. Jetzt in der Protesthochburg Homs.
Kurz vor dem offiziellen Besuch arabischer Beobachter in der syrischen Protesthochburg Homs gehen Regierungstruppen mit massiver Gewalt gegen die Opposition vor. Wie Aktivisten der Nachrichtenagentur dpa am Montag sagten, stand insbesondere der Stadtteil Baba Amro schon seit den frühen Morgenstunden unter Dauerbeschuss. Am Nachmittag war von mindestens 25 Toten die Rede. Auch ein Beobachter der Arabischen Liga wurde wahrscheinlich bei Angriffen der Regierungstruppen verletzt.
Islam als Unterrichtsfach
Als erstes Bundesland überhaupt wird NRW islamischen Religionsunterricht anbieten – nach über 20 Jahren Dauerkonflikt ist ein Ende des politischen Streites in Sicht
Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen zum kommenden Schuljahr schrittweise islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach ein. Die Regierungsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit der oppositionellen CDU beschlossen im Düsseldorfer Landtag gestern eine entsprechende Ergänzung des Schulgesetzes. Die FDP enthielt sich, die Linken stimmten dagegen. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts sei ein wichtiges Zeichen für mehr Integration und Teilhabe der Muslime.
Jahrzehnte lange Konflikte und Hinhaltetaktiken gingen voraus. Immer wieder haben die islamischen Religionsgemeinschaften auf die Umsetzung gepocht und sind, wie z.B. der Zentralrat der Muslime, durch die Entwicklung von Lehrplänen in Vorleistung getreten und haben sich so trotz allem immer gesprächsbereit gezeigt.
Muslime bei Parlamentswahl wieder vorne
Die Muslimbrüder und Salafisten gewannen bei der zweiten Runde zwei Drittel der Stimmen. Die liberalen Parteien schnitten deutlich schwächer ab.
Die islamistischen Parteien in Ägypten liegen auch in der zweiten Runde der Parlamentswahl vorne. Wie die Wahlkommission am Samstag in Kairo bekanntgab, baute die Muslimbruderschaft bei der Wahl der Direktkandidaten ihren Vorsprung weiter aus, ebenso die Salafisten. So konnte die Partei "Freiheit und Gerechtigkeit" der Muslimbrüder 35 der 60 der in dieser Wahlrunde vergebenen Sitze für sich gewinnen. Die Nur-Partei der Salafisten ("Partei des Lichts") kam auf 13 Sitze. Die restlichen Sitze verteilten sich auf andere Parteien.
Auch bei der Listenwahl erhielten die Muslimbrüder mit mehr als vier Millionen (36,3 Prozent) die mit Abstand meisten Stimmen. Die Nur-Partei erhielt 28,8 Prozent. Die liberalen Parteien – die traditionelle Wafd und der Ägyptische Block – schnitten mit 9,6 und sieben Prozent deutlich schwächer ab. Die Wahlbeteiligung lag mit rund 11,2 Millionen Stimmen bei 43 Prozent.
Demonstranten versammeln sich erneut auf dem Tahrir-Platz
Kairo – Nach Tagen gewaltsamer Unruhen mit 17 Toten haben sich am Freitag auf dem Kairoer Tahrir-Platz erneut Demonstranten versammelt. Die Aktivisten forderten den Rücktritt des regierenden ägyptischen Militärrats und empörten sich vor allem über das jüngste Vorgehen gegen Demonstrantinnen, die vergangene Woche von Sicherheitskräften teilweise verprügelt und halbnackt durch die ägyptische Hauptstadt getrieben worden waren. Die Kundgebung vom Freitag wurde von 24 politischen Gruppen unterstützt.
Erdogan wirft Franzosen Völkermord in Algerien vor
Istanbul (dapd) Das Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich belastet die Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich schwer: Als Reaktion auf das vom französischen Parlament verabschiedete Genozid-Gesetz hat Ankara dem Land vorgeworfen, während seiner Kolonialherrschaft in Algerien Völkermord begangen zu haben.
15 Prozent der Bevölkerung seien von den Franzosen "gnadenlos massakriert" worden, erklärte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einer emotionalen Rede. Zudem seien Algerier in Ofen verbrannt worden. Die Verabschiedung des französischen Gesetzes sei "ein klares Beispiel dafür, dass Rassismus, Diskriminierung und anti-muslimische Ressentiments in Frankreich und Europa einen neuen Höhepunkt erreicht" hätten, erklärte Erdogan.
Gefährliche Machtprobe in Tripolis
Der libysche Übergangsrat hat Mühe, für Sicherheit und Frieden zwischen den verschiedenen "Revolutionstruppen" zu sorgen. Nachdem es am vergangenen Wochenende Schießereien in der Nähe des internationalen Flughafens Tripolis gegeben hatte, kehrte am Montag zwar nach Angaben von Augenzeugen wieder Ruhe ein. Die Rivalitäten zwischen den verschiedenen Brigaden halten jedoch offensichtlich noch an.
Der Sprecher der Brigaden aus der Stadt Misrata, Mohammed Ibrahim, sagte der Nachrichtenagentur dpa in einem Telefoninterview, die meisten ehemaligen Kämpfer aus Misrata hätten die Hauptstadt Tripolis in den vergangenen Tagen verlassen. Einige noch verbliebene "Revolutionäre" hätten am Sonntag auf Befehl des Übergangsrates in der Ortschaft Sadada, rund 150 Kilometer westlich von Sirte, den Kommandeur Chalifa Haftar und seine Einheit aufgehalten. Diese habe vorgehabt, nach Tripolis vorzudringen, um dort "die Kontrolle zu übernehmen". Er fügte hinzu: "Wir werden unsere Waffen erst dann abgeben, wenn es Sicherheit und Polizisten auf den Straßen gibt."
Unruhen in Kairo beenden friedlichen Ablauf von Wahlen
Der weitgehend friedliche Ablauf der Parlamentswahlen in Ägypten ist nach zwei Tagen durch schwere Unruhen in Kairo beendet worden.
Am Dienstag wurden in der Nähe des Tahrir-Platzes fast 80 Menschen verletzt, nachdem Jugendliche bei Zusammenstößen Molotow-Cocktails sowie Steine warfen und Schüsse abfeuerten. Nach den Worten des Reformpolitikers Mohamed ElBaradei griffen "Schläger" Demonstranten an, die gegen das regierende Militär protestierten. Mit dem Begriff "Schläger" werden in Ägypten gewalttätige Anhänger des gestürzten, autokratisch regierenden Präsidenten Husni Mubarak bezeichnet, die etwa in den letzten Tagen des Regimes gegen die Demokratiebewegung auf dem Tahrir-Platz vorgegangen waren.


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