Ägypten bereitet sich auf Wahl vor !
n-tv – 23.05.2012
Es ist die erste Präsidentenwahl in Ägypten, bei der der Sieger nicht im Voraus feststeht. Zwei Tage lang sind 50 Millionen Einwohner des Nillandes aufgerufen, in die Wahllokale zu gehen. Nicht zum letzten Mal: Aller Voraussicht nach müssen sie im Juni erneut zur Stichwahl.
Unter den wachsamen Augen des Militärs wählen die Ägypter an diesem Mittwoch einen neuen Präsidenten. Er wird die Nachfolge von Husni Mubarak antreten, der im Februar 2011 nach der "Tahrir-Revolution" zurücktreten musste. Seitdem herrscht in Ägypten ein Militärrat. Die erste Runde der Wahl, bei der sich die rund 50 Millionen Wähler zwischen zwölf Kandidaten entscheiden müssen, dauert zwei Tage.
Ursprünglich hatten sich mehr als 20 Kandidaten angemeldet. Rund die Hälfte von ihnen wurde von der Wahlkommission aus unterschiedlichen Gründen jedoch wieder ausgeschlossen. Meinungsumfragen sagen seit Wochen immer wieder andere als Favoriten voraus. Das erste Ergebnis der Wahl ist also kaum zu prognostizieren.
Koptischer Bischof drängt christliche Frauen zur Verschleierung
Bischof Bishoy ist der Sekretär der "Heiligen Synode der Koptischen Orthodoxen Kirche" und gilt als aussichtsreicher Anwärter für die Nachfolge des derzeitigen Koptenpapstes Pachomius. Letzte Woche gab er eine öffentliche Stellungnahme ab, die nicht nur unter den Angehörigen seiner Glaubensgemeinschaft, sondern auch in ägyptischen Medien große Aufmerksamkeit erregte. Der Bischof rief nämlich christliche Frauen dazu auf, "von den verschleierten Frauen der Moslems Anstand zu lernen", denn auch die Jungfrau Maria und die Heilige Demiana hätten "anständige Kleidung" getragen.
Dieser Mahnung fügte der Bischof die Vermutung an, dass sie "einigen christlichen Frauen missfallen" würde, womit er recht behielt: Am Freitag demonstrierten koptische Frauen vor der päpstlichen Residenz in Abbasseya und forderten, dass Bishoy seine Forderung zurücknimmt und sich dafür entschuldigt. Bishoys Vorgesetzten Pachomius, der sich bisher nicht zu dem Vorfall äußerte, riefen sie in Sprechchören zu "Warum schweigst Du, sind wir nicht Deine Töchter?" Andere Slogans lauteten "Nein zur Beleidigung koptischer Fraeuen!", "Die koptische Frau ist ein Symbol von Würde und Kraft" und "Die koptische Frau ist kein Werkzeug zur Durchsetzung politischer Interessen".
ÄGYPTER PROTESTIEREN GEGEN MILITÄRRAT UND WAHLKOMMISSION!
In Ägypten halten die Proteste auch nach dem Sturz des ehemaligen Staatspräsidenten Hossni Mubarak an. Nachdem auch der Berufungsantrag der Präsidentschaftskandidaten, die zuvor von der Wahlkommission ausgeschlossen wurden, zurückgewiesen wurde, gingen nach dem gestrigen Freitagsgebet hunderttausende auf die Straßen.
Sie protestierten gegen den Militärrat und gegen die Wahlkommission.
Frauen FÜR Scharia und FÜR Hazem Abu Ismail!
Dieser Artikel soll sich mit einem interessanten Foto und dessen Kommentar von den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" am 3.04.2012 bezüglich der anstehenden Präsidentschaftswahl in Ägypten beschäftigen.
Die Medien arbeiten natürlich bereits auf Hochtouren, um die Menschen durch Horrorszenarien in Angst und Schrecken zu versetzen, sollte der Präsidentschaftskandidat von den "Muslimbrüdern", Khairat al Shater oder auch insbesondere Hazem Abu Ismail, ein Kandidat, der der Al Nour-Partei nahesteht, einen Sieg erlangen. Wie nicht anders von den Medien üblich, werden bereits schlimme Zustände vor allem für Ägyptens Frauen prophezeit.
Dieses Bild findet man in den Potsdamer Neuesten Nachrichten:
Kommentiert wird es folgendermaßen: "Fromm und rückwärtsgewandt: Die radikalen Salafisten machen sich mit ihrem Kandidaten Hazem Abu Ismail (Foto) Hoffnung aufs Staatspräsidentenamt. Aber auch ein Sieg des Kandidaten der maßvolleren Muslimbrüder würde die Uhren zurückdrehen – mit Folgen vor allem für Ägyptens Frauen. Foto: Khaled Elfiqi/dpa"
Ichwan mit Mehrheit im Oberhaus
Nach dem ägyptischen Abgeordnetenhaus haben die Ichwan auch die Mehrheit im Oberhaus gewonnen. Die Partei der Muslimbrüder errang bei der Wahl zur Schura 105 Sitze, wie die Hohe Wahlkommission am Samstag mitteilte. Demnach erhielten die islamische Nur-Partei 45 Mandate, die liberale Wafd-Partei 14 und der liberale Ägyptische Block 8 Sitze. Weitere acht Sitze gingen an mehrere kleine Bewegungen.
Bei der Wahl wurden 180 der 270 Sitze im Oberhaus vergeben. Die restlichen Mitglieder werden vom Chef des Obersten Militärrats, Hussein Tantawi, bestimmt. Im Abgeordnetenhaus verfügen die Ichwan über drei Viertel der Sitze. Beide Parlamentskammern sollen gemeinsam eine Kommission zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung einrichten.
Ägypten unter Schock! Mindestens 74 Tote in einem Fussballstadion!
WELT ONLINE vom 2.02.2012 berichtet über diese schlimmste Fußball-Tragödie seit dem 16. Oktober 1996 in Guatemala City und dass diese Gewalt kein Zufall war, sondern lange Zeit geplant!
Mindestens 1000 Fans wurden bei den Krawallen verletzt, 150 davon sind in kritischem Zustand. Die meisten erlitten Gehirnerschütterungen und Schnittwunden.
Die Spieler der Kairoer Fußballmannschaft Al-Ahly wollen sich nach den Ausschreitungen mit mindestens 74 Toten bei einer Auswärtspartie in Port Said offenbar aus dem Profisport zurückziehen.
"Das war eine Terror-Atmosphäre“, sagte Sayed Hamdi, ein Spieler von Al-Ahly. Aufnahmen des ägyptischen Staatsfernsehens zeigen den Sturm der Al-Masri-Fans in Richtung Gästeblock, während die Einsatzkräfte dem Gewaltausbruch scheinbar hilflos gegenüberzustehen. „Die Menschen sterben hier, und niemand tut etwas. Es ist wie im Krieg“, sagte Mohammed Abi Trika und fügte hinzu: „Ist ein Leben so wenig wert?“
Al-Ahlys Co-Trainer Oscar Elizondo sprach von politisch gefärbter Gewalt. „Es gibt viel Hass“, sagte er. Das Verhalten der Polizei bezeichnete er als Schande: „Es gab 3000 Polizisten und wohl niemand wurde verhaftet“. Spieler und Trainer seien in „Militärfahrzeugen, die wie Kriegspanzer aussahen“, aus dem Stadion gebracht worden.
Allah ist unser einziger Helfer
Obama droht Ägypten mit Stopp der Militärhilfe
Ägyptens Militärrat verschärft die Gangart gegen ausländische Nichtregierungsorganisationen: Mitarbeiter werden sogar an der Ausreise gehindert – sehr zum Ärger der USA, denn unter den Betroffenen ist auch der Sohn des US-Verkehrsministers. Präsident Obama droht nun offen mit einem Aussetzen der Militärhilfe für Kairo.
Wir sagen kein Problem, sogar wir freuen uns, wenn Amerika aufhört sich überall einzumischen, besonders in einem islamischen Staat.
Sie können ihr Geld nehmen, ihre Leute und raus aus unserem islamischen Land. Die Ägypter wollen keine Westener da haben, aber das verstehen sie noch. Doch wird es ihnen bald klar werden in den kommenden Jahren.
“Versammlung der Bartträger” in Ägyptens erster Parlamentssitzung!
Der heutige Artikel der Märkischen Allgemeine über die erste Parlamentssitzung in Ägypten zeigt deutlich, dass die Verwunderung und das Unverständnis der westlichen Medien groß ist, warum das ägyptische Volk sich für den Islam entschieden hat.
Weit verbreitete Propaganda, der Islam sei rückständig, freiheitsberaubend und würde den meisten Menschen aufgezwungen werden, kann auf einmal nicht mehr gerechtfertig werden, da die ganze Welt nun sieht, dass ein Volk, das sich selber von seinem totalitären Diktator befreite, sich mehrheitlich bewusst für neue Führer entschieden hat, die für die islamischen Gesetze nach Quran und Sunnah einstehen.
In dem besagten Artikel werden die gewählten Abgeordneten, wie man es von den Medien nicht anders kennt, als Islamisten, Salafisten und radikal bezeichnet. Warum? Weil sie beim Regieren des Landes den Islam eine entscheidende Rolle beimessen, wie es eben die Mehrheit des Volks bestimmt hat und somit auch von ihnen erwartet.
Der Bericht über die Al-Nour Partei (Ägypten) der tagesschau vom 23.01.2012
Es sind wieder die üblichen Worterfindungen wie "Islamisten", "Salafisten", "islamistisch", die ins Auge stechen! Wie schon so oft erwähnt und widerlegt, handelt es sich um MUSLIME!
Zitat-tagesschau, ARD Korrespondent, Kairo:
"Salafisten sind Islamisten, die meinen, das Ambiente zu kennen, das zu Zeiten von Prophet Mohammed in Mekka und Medina herrschte."
Sie "meinen das nicht nur zu kennen", alhamdulillah wissen Muslime dank der authentischen Hadith-Bücher heute noch bis ins kleinste Detail, wie der Prophet, Frieden und Segen auf ihm, gelebt hat und was er vor mehr als 1400 Jahren gelehrt hat!
Tagesschau: "Einer ihrer Sprecher ist Mohammed Nour. Zufällig heißt er mit Nachnamen so wie die Partei, "Al Nour", zu Deutsch "das Licht". Wer ihn besucht, ist überrascht: Nour empfängt seine Gäste in Maadi, einem eher gutsituierten Viertel Kairos, in den großzügigen Büroräumen seines Medienunternehmens."
Naja, wenn man dem allgemeinen Vorurteil anhängt, dass Muslime, die auf ihre Religion stolz sind und sie konsequent praktizieren, vom Mond kommen oder dem Mittelalter entsprungen sind, dann ist man sicherlich überrascht!
Nach demokratischen Wahlen: Ägypten entscheidet sich für den Islam!
Bei der ersten freien Parlamentswahl in Ägypten haben die islamischen Parteien über 70 Prozent der Mandate errungen. Die erste Parlamentssitzung ist für den kommenden Montag geplant.
Das Bündnis der Muslimbruderschaft holte 38 Prozent aller Listenplätze.
Die Al-Nur-Partei erhielt 29 Prozent der Mandate.
Die liberale Wafd-Partei belegt mit 8,4 Prozent den dritten Platz, gefolgt von der neuen liberalen Ägyptischen Allianz mit 6,6 Prozent.
Am Montag steht die Wahl des Parlamentspräsidenten an. Es wird erwartet, dass der Generalsekretär der Partei der Muslimbrüder, Saad al-Katatni, gewählt wird. Seine beiden Stellvertreter werden wahrscheinlich ein Mitglied der Wafd-Partei und ein Mitglied der Partei des Lichts.
Quran (13:11): "Gewiss, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist."
Christlicher Milliardär in Ägypten wegen Islam-Beleidigung vor Gericht
Die Staatsanwaltschaft habe den Fall dem Strafgericht des Kairoer Bezirks Bulak Abu al-Ela übergeben. Sawiris ist koptischer Christ und Gründer der liberalen Partei der Freien Ägypter. Ein Anwalt hatte ihn wegen Blasphemie und Beleidigung des Islam angezeigt.
Im vergangenen Sommer hatte der Mobilfunk-Magnat über den Kurznachrichtendienst Twitter eine Karikatur verbreitet, auf der die Comic-Figur Mickey Mouse mit langem Bart und einem Gewand zu sehen ist. Neben dem Mickey steht seine Gefährtin Minnie Mouse, die einen schwarzen Gesichtsschleier trägt.
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Ägypten – Alkohol schwindet aus der Öffentlichkeit!
Droht Ägypten ein streng islamisches Land wie Saudi Arabien zu werden? fragt die Autorin des Artikels der Frankfurter Rundschau vom 9.01.2012.
"Viel getrunken wurde im gediegenen „Fisch-Markt“ nie, doch so mancher ließ sich einen kühlen Wein zum Tintenfisch schmecken. Hier trifft sich die gehobene ägyptische Mittelklasse, die in ihren kleinen Nischen in Ägypten fast so lebt wie in Europa. Seit dem 1. Januar ist damit Schluss. Der Besitzer der Americana-Gruppe hat Alkohol verbannt."
Weiterhin spekuliert sie, ob die Muslimbrüder und die Al-Nur-Partei sich zusammenschließen werden. Die liberale Minderheit im Parlament wurde laut Beitrag offiziell von den Muslimbrüdern zur Zusammnenarbeit eingeladen. Diese wären zu einer Zusammenarbeit bereit unter dem Aspekt, dass die Muslimbrüder und die sogenannten Salafisten auf diese Weise nicht zusammenkämen.
Kauder besorgt über Wahlerfolg von Islamisten
Nach den Wahlerfolgen der Islamisten in Ägypten hat sich Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) besorgt über die Entwicklung in dem nordafrikanischen Land geäußert. „Die Christen leben zum Teil in großer Gefahr“, schrieb Kauder in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ vom Freitag. Mit Durchsuchungen würden Organisationen wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung unter Druck gesetzt. „Ob in Ägypten die Demokratie wirklich siegt, ist unklar“, schrieb Kauder. …
Dritte Runde der Parlamentswahl in Ägypten
Kairo (dapd – 03.01.2012). In Ägypten hat am Dienstag die dritte Runde der Parlamentswahl begonnen.
Rund 14 Millionen Wähler in neun der 27 Provinzen des Landes waren aufgerufen, über 150 Parlamentssitze zu entscheiden. Die Abstimmung sollte am Dienstag und Mittwoch stattfinden; es galt jedoch als unwahrscheinlich, dass sie den Wahlausgang noch beeinflussen kann.
Nach den ersten beiden Wahlgängen wurde erwartet, dass islamische Parteien, darunter die einflussreiche Muslimbruderschaft, eine Mehrheit der 498 Sitze im Unterhaus gewinnen werden. Liberale und säkulare Gruppen, die maßgeblich zum Sturz von Staatschef Husni Mubarak beitrugen, schnitten deutlich schlechter ab.
Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung von Staatsanwaltschaft vorgeladen.
Die ägyptische Regierung hat die Durchsuchung von Büros mehrerer internationaler Organisationen in Kairo verteidigt. Die betroffenen Vereinigungen hätten gegen ägyptisches Recht verstoßen, sagten zwei Regierungsvertreter. Untersucht und weiterhin blockiert ist auch das Büro der CDU-nahen Konrad Adenauer Stiftung in Kairo. Medienberichten zufolge will die ägyptische Staatsanwaltschaft in den kommenden Tagen den Kairoer Büroleiter der Stiftung, Andreas Jacobs, vorladen.
Ausländische Organisationen hätten nach dem Volksaufstand Anfang vergangenen Jahres "auf illegale Art und Weise Büros in Ägypten eröffnet und damit gegen das Gesetz verstoßen", sagte die ägyptische Ministerin für internationale Zusammenarbeit, Faisa Abul Naga. Das ägyptische Gesetz verbiete die Finanzierung politisch aktiver Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem Ausland, fügte sie zur Begründung hinzu.
Propheten-Bilder auf Facebook – Christliche Führer missbilligen die Islam-Beleidigungen
Kirchenvertreter zeigten Bedauern und sprachen von einem verantwortungslosen Handeln.
In verschiedenen Dörfern in Assiut, Oberägypten, protestierten aufgebrachte Menschen gegen die auf Facebook veröffentlichten, beleidigenden Bilder über den Propheten Muhammad, Frieden und Segen auf ihm.
Bei einem Treffen mit dem Gouverneur versuchten christliche Priester und muslimische Sheikhs die Spannungen zu beruhigen, indem sie auf die Forderungen der Demonstranten reagierten, die den Studenten Masoud Abdullah zuvor zur Strecke bringen wollten.
Sie forderten, dass Abdullah und seine Familie Assuit für immer verlassen müsse und dass er für Blasphemie bestraft würde.
Quelle: Ahram Online – 31.12.2011
http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/30632/Egypt/Politics-/Coptic-leaders-in-Assiut-condemn-student-for-insul.aspx
In der europäischen Presse wird der Fall – z. B. WELT ONLINE – mal wieder so einseitig dargestellt als wären Muslime gewalttätige Wilde, wenn es um ihre Religion geht.
Ägyptische Beamte durchsuchen Adenauer-Stiftung in Kairo
Vergangenen Monat hatte das ägyptische Justizministerium erklärt, dass zahlreiche Bürgerrechtsgruppen nach dem Sturz des Präsidenten Hosni Mubarak im Februar illegal aus dem Ausland finanziert würden.
Die ägyptischen Behörden haben die Büros von 17 Menschenrechtsorganisationen und ausländischen Institutionen in Kairo durchsucht, darunter die Räumlichkeiten der Konrad-Adenauer-Stiftung, um die Lizenzen zu überprüfen.
Quelle: ZEIT ONLINE – 29.12.2011
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-12/aegypten-durchsuchungen-organisationen
Muslimbruderschaft organisiert Schutz für Christen!
Außerdem, wie könnte man eine angebliche Christenverfolgung glaubhaft machen?
Die Muslimbruderschaft rief Ägyptens regierenden Militärrat auf, für die koptischen Weihnachtsfeierlichkeiten am 7. Januar 2012 Sicherheit zu gewährleisten. Des Weiteren fordern sie vom Militärrat den Schutz koptischer Wohngebiete bzw. Kirchen. Die Muslimbruderschaft will diesen Schutz für die Kopten als Ausdruck nationaler Einheit organisieren. Weiterlesen
Muslime bei Parlamentswahl wieder vorne
Die Muslimbrüder und Salafisten gewannen bei der zweiten Runde zwei Drittel der Stimmen. Die liberalen Parteien schnitten deutlich schwächer ab.
Die islamistischen Parteien in Ägypten liegen auch in der zweiten Runde der Parlamentswahl vorne. Wie die Wahlkommission am Samstag in Kairo bekanntgab, baute die Muslimbruderschaft bei der Wahl der Direktkandidaten ihren Vorsprung weiter aus, ebenso die Salafisten. So konnte die Partei "Freiheit und Gerechtigkeit" der Muslimbrüder 35 der 60 der in dieser Wahlrunde vergebenen Sitze für sich gewinnen. Die Nur-Partei der Salafisten ("Partei des Lichts") kam auf 13 Sitze. Die restlichen Sitze verteilten sich auf andere Parteien.
Auch bei der Listenwahl erhielten die Muslimbrüder mit mehr als vier Millionen (36,3 Prozent) die mit Abstand meisten Stimmen. Die Nur-Partei erhielt 28,8 Prozent. Die liberalen Parteien – die traditionelle Wafd und der Ägyptische Block – schnitten mit 9,6 und sieben Prozent deutlich schwächer ab. Die Wahlbeteiligung lag mit rund 11,2 Millionen Stimmen bei 43 Prozent.
Demonstranten versammeln sich erneut auf dem Tahrir-Platz
Kairo – Nach Tagen gewaltsamer Unruhen mit 17 Toten haben sich am Freitag auf dem Kairoer Tahrir-Platz erneut Demonstranten versammelt. Die Aktivisten forderten den Rücktritt des regierenden ägyptischen Militärrats und empörten sich vor allem über das jüngste Vorgehen gegen Demonstrantinnen, die vergangene Woche von Sicherheitskräften teilweise verprügelt und halbnackt durch die ägyptische Hauptstadt getrieben worden waren. Die Kundgebung vom Freitag wurde von 24 politischen Gruppen unterstützt.





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