Janaza (Totengebet) für unseren Bruder Hans am 25.05.12 in Köln insha Allah
Assalamu aleikum liebe Geschwister.
Nachdem unser Bruder Hans vor wenigen Wochen mit 80 Jahren den Islam angenommen hat, ist er nun heute Morgen (Inschallah) als Muslim verstorben. Wir rufen euch alle zu seiner Janaza am 25.05.2012 in Köln auf! Lass uns unseren Bruder Hans auf seinem letzten Weg begleiten!!!!
Adresse und Beginn der Janaza insha Allah: 25.05.2012, ab 8.30 Uhr, am West-Friedhof Venloerstr. 1132 in 50829 Köln
Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen seien auf ihm) gesagt hat:
"Wer an einem Trauerzug teilnimmt, bis das Totengebet verrichtet worden ist, der wird mit einem Qirat belohnt. Und wer daran teilnimmt, bis die Beerdigung vollzogen worden ist, der wird mit zwei Qirat belohnt." Jemand fragte den Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm): "Wieviel sind zwei Qirat?" Er antwortete: "Sie entsprechen zwei riesigen Bergen."
(Buchari & Muslim)
Nakba – was ist das?

Am 15. Mai 2012, jährte sich zum 64.Mal Jawm-al-Nakba (Tag der Katastrophe). Das ist der Jahrestag des Unrechts, als 1948 Kolonialisten den Zionistenstaat israel ausriefen.
Dieses künstliche Staatsgebilde wird mehr und mehr zu einem Apartheitsstaat, der nicht nur die Entrechtung der Palästinenser massiv betreibt, sondern mittlerweile kann man schon fast von dem Verbrechen einer ethnischen Säuberung sprechen.
Eine erfolgreiche Dawa wird immer bekämpft – Wie alles begann! Teil2/2
Dies ist eine Fortsetzung. Bitte zunächst den ersten Teil hier lesen.
Immer öfter wurden jetzt "Open-Air-Vorträge" gehalten. Der Nutzen war offensichtlich: Immer mehr Jugendliche haben zur Religion gefunden und sich in der Gemeinschaft gestärkt. Vor allen Dingen aber entwickelten sie nun Stolz für den Islam, den sie vorher von den Kulturvereinen nicht vermittelt bekommen hatten. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der immer stärker werdenden Medienhetze haben auch viele Nichtmuslime den Islam bei solchen Veranstaltungen angenommen.
Ein Höhepunkt dieser Hetze und Diffamierungen gegen den Islam und Muslime bildete die Situation in Mönchengladbach 2010. Eine Gruppe junger Muslime hatte etwa fünf Jahre zuvor eine eigene Moschee gegründet und somit hatte sich die muslimische Gemeinschaft dort immer weiter vergrößert. Dies war den Islamgegnern natürlich ein Dorn im Auge, aber da sich die Muslime dort vorbildlich und friedlich verhielten, konnten sie vorerst nichts unternehmen.
Kundgebung mit Pierre Vogel am 09.06.12 in Köln!
Newsletter pierrevogel.de:
As Salamu Aleikum! Liebe Geschwister im Islam,
wir möchten gerne am 09.06.12 eine Kundgebung in Köln abhalten und euch alle zu dieser Kundgebung (Open Air Vortrag) einladen. Wir haben extra eine Umfrage über unsere Seite gestartet, damit wir wissen, wie viele Leute an dieser Kundgebung teilnehmen werden. Wir möchten euch darum bitten, an dieser Umfrage teilzunehmen, damit wir planen können.
Des Weiteren suchen wir mindestens 50 Brüder, die sich als Ordner zur Verfügung stellen! Wenn du dich angesprochen fühlst und eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen möchtest, schicke uns eine Email mit deinem Namen und deiner Handynummer.
E-Mail: info@pierrevogel.co
Salam
Herzlich eingeladen sind Muslime und Nichtmuslime, außer diejenigen, die provozieren wollen! Muslime, die sich leicht provozieren lassen, bitte auch zu Hause bleiben.
Eine erfolgreiche Dawa wird immer bekämpft – Wie alles begann! Teil1/2
In dieser Ausführung geht es speziell um die Islamhetze, die begann als die Dawa und damit der Islam in Deutschland in die Öffentlichkeit kam, nach jahrzehntelangem Schweigen der hier lebenden Muslime.
Dieser Rückblick möge denjenigen die Augen öffnen, die der Meinung sind, die Einschränkungen und Hetze gegen praktizierenden Muslime wäre auf eine falsche Dawa-Methode zurückzuführen oder sogar die Schuld bestimmter Personen…
Bis vor einigen Jahren gab es kaum Vorträge über den Islam auf Deutsch. Dies änderte sich als eine Gruppe von Muslimen in privater Initiative begann, die Dawa-Arbeit in deutscher Sprache in die Öffentlichkeit zu tragen, in Form von Videos auf Videoportalen und Internetseiten. Ihr Ziel war es Nichtmuslime über den Islam aufzuklären und den hier lebenden Muslimen zu helfen, zu ihrer Religion zurückzukehren und sich weiterzuentwickeln.
Ab etwa 2006 gab es nun Vorträge wie zum Beispiel "Die wahre Religion Gottes", "Der Sinn des Lebens", "Warum trägt die Frau im Islam Kopftuch?", "Was sagt der Islam zum Terrorismus?", "Sind Zwangsheirat und Ehrenmord ein Bestandteil des Islams?" usw.
Viele Nichtmuslime haben dadurch die Schönheit des Islams kennengelernt und sind zum Islam gekommen, andere haben ihre Vorurteile abgebaut.
Muslime, die weit weg vom Islam waren, sind zurückgekehrt und haben angefangen, ihre Religion zu praktizieren.
Muslime mit falschem Islamverständnis haben dieses korrigiert und andere mit oberflächlichem Wissen haben ihr Wissen vertieft.
Man hielt regelmäßig Vorträge in Moscheen und auch in Hallen.
Die Koranverteilung geht weiter! Lasst Euch nicht einschüchtern und seid stolz auf Eure Religion!
Die Dawa und die Koranverteilung geht weiter, insha'Allah. Abu Abdullah spricht u.a. über den Zusammenhalt der Muslime, über die Verteidigung des Propheten, Frieden und Segen auf ihm, über Gelehrtenbefragung in der Sache des Koran-Projekts und der Karikaturen…
Leutheusser-Schnarrenberger und Merkel sagen “Ja zum Islam”, Bosbach sagt “nein”
In einem am 14.5.2012 veröffentlichten Artikel von zeit-online ist zu lesen wie die Bundeskanzlerin anlässlich des Besuchs einer Berliner Schule sagte: "Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu", und sie erinnerte daran, dass viele Muslime Deutsche seien. "Deshalb gehört der Islam eben heute dazu", sagte Merkel abschließend.
Schon bei einer früheren Gelegenheit sagte Angela Merkel:
„Moslems sind heute ein Teil unseres Alltags und der Islam ein Teil Deutschlands. Die Aussagen des ehemaligen Bundespräsidenten sind eine Wahrheit, die zur Sprache gebracht wurde.
Es ist falsch zu behaupten, der Islam würde nicht zu Deutschland gehören. Oft vergessen wir, dass vieles von dem, was wir heute wissen durch den Islam nach Europa kam. Dies zeigt mir immer wieder: Auf der Welt gibt es keine Region, die über Jahrhunderte historisch führend war.“
Ganz ähnlich äußerte sich auch die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Gegenüber "Welt-Online" widersprach sie dem Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), indem sie sagte:
"Der Islam ist eine der Religionen, die in Deutschland ausgelebt werden. Deshalb gehört der Islam natürlich zu Deutschland".
Kanzlerin Merkel: “Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu”
ZEIT ONLINE – 14.05.2012
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist der Meinung, dass der Islam mittlerweile ein fester Bestandteil Deutschlands sei. "Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu", sagte sie bei einem Besuch einer Schule in Berlin. Viele Muslime seien Deutsche. "Deshalb gehört der Islam eben heute dazu."
CDU-Fraktionschef Volker Kauder und Innenminister Hans-Peter Friedrich hatten sich vehement geweigert einzugestehen, dass der Islam zu Deutschland dazu gehöre. Dem widersprach nun Kanzlerin Merkel und meinte: "Zu sagen, der Islam gehört nicht zu Deutschland, finde ich, ist sicherlich falsch."
Das hört sich so ja ganz gut an: Eine Kanzlerin, die auch die muslimische Minderheit in Deutschland akzeptiert und anerkennt. Die Realität sieht dann leider aber doch ein wenig anders aus. Gar nicht allzu lange her wurde der dänischer Karikaturist Westergaard höchstpersönlich von Merkel geehrt. Sein "Verdienst"? Die Beleidigung und Beschimpfung eines Propheten Gottes und somit aller Muslime in Deutschland und auf der ganzen Welt. Bis heute sind diese Karikaturen der Anlass für Provokation, Gewalt und Unruhe in Deutschland. Auf solch eine Weise gehört der Islam also für Merkel dazu. Da braucht man sich keine Illusionen zu machen.
Aber Tatsache bleibt trotzdem, dass der Islam schon längst in Deutschland angekommen ist, auch wenn sich ein Friedrich das nicht eingestehen will. Der Islam ist unaufhaltsam am Kommen und hat schon viele Herzen der Deutschen erobert.
Eure Meinung zu Maischberger am 15. Mai 2012 mit Hassan Dabbagh
Wie ist eure Meinung zu der Sendung? War es nützlich, dass Hassan Dabbagh teilgenommen hat? Und konnte er Licht in die Sache des so genannten Salafismus bringen?
Islamfeindlicher Angriff in Graz – Stellungnahme der Initiative muslimischer Österreicher/Innen
Stellungnahme der IMÖ zum Angriff in Graz: "Schweineköpfe auf Moschee-Bauland abgelegt"
Geschrieben von Tarafa Baghajati am 09. Mai 2012 zu http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3013815/schweinekoepe-moschee-bauland-abgelegt.story
Das Ablegen von Schweineköpfen und Besudeln mit Blut am Bauplatz der neuen Moschee in Graz war sicherlich kein “Lausbubenstreich”. Dahinter steht eine klare rassistische und islamfeindliche Botschaft. Als solche soll sie auch bezeichnet und verurteilt werden.
Zunehmend Schändungen islamischer Gebetsstätten – Partei der Linken stellt Anfrage an Bundesregierung
Islamische Vereine stellen meist nur dann Anzeige wenn ihre Gebäude schwerwiegend beschädigt werden, oder wenn Menschen verletzt wurden. Wird die Fassade "nur" durch Blut oder Farbe verunstaltet, sehen sie oft von einer Anzeige ab, weil das Verfahren ohnehin meist wegen "Geringfügigkeit" eingestellt wird.

Es geht aber nicht nur um Sachbeschädigungen, sondern gefasste Täter (wenn sie denn gefasst werden) geben unumwunden zu, daß sie damit ein Zeichen gegen die "Islamisierung" setzen wollten.
Ist es Übermut? Vandalismus? Ausdruck der westlichen Werte? Hass auf Schweine? Eine Form der staatlich garantierten Meinungsfreiheit?
Grundsteinlegung einer Moschee mit Schweineköpfen gestört!
Halbierte Schweineköpfe und Blut
In Graz hatte ein bosnischer Islamverein dazu eingeladen am 12. Mai 2012 an einer Feierstunde zur Grundsteinlegung für ein geplantes Kulturzentrum teilzunehmen. Doch anstatt diese Einladung anzunehmen, oder schlicht und einfach fernzubleiben, hatten bisher unbekannte Täter den Baugrund mit sechs halbierten Schweineköpfen geschändet.
Das weiße Festzelt, was auch zum Gebet dienen sollte, war bereits aufgebaut, und die Täter hatten es schon Tage zuvor mit Schweineblut beschmiert.
Emittlungen dauern an
Anders als in Deutschland (wo bekanntlich verächtlichmachende islamfeindliche Karikaturen von der Kanzlerin als "Kunstwerke" ausgezeichnet wurden), ermitteln die österreichischen Behörden, aber nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern wegen Herabwürdigung religiöser Lehren.
Der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Rupert Meixner, vermutet "Täter aus der rechten Szene."
Dass die islamische Glaubensgemeinschaft diesen abscheulichen Angriff verurteilt, versteht sich von selbst. Aber sogar der Grazer FPÖ-Chef, Mario Eustacchio, sagte, daß hier die Grenze des Rechtsstaats überschritten worden ist. Er forderte, wer gegen den Bau eintritt, müsse dies auf demokratischem Wege tun.
Die Medien schlagen wieder zu – Wie Recht zu Unrecht wird…
FOCUS ONLINE – 13.05.2012
Die Überschrift lautet:
"Salafisten schlagen wieder zu – vier Verletzte"
Man kann Artikel schreiben, indem man ein Ereignis sachlich und fair von allen Seiten beleuchtet, doch solche Berichterstattung scheint es in den deutschen Medien bezüglich Muslime nicht mehr zu geben.
Und so ist auch dieser Beitrag pure Hetze. Es geht um Muslime – wie immer als Salafisten betitelt – die am vergangenen Wochenende einfach nur friedlich kostenlose Koran-Exemplare in Berlin am Potsdamer Platz an Interessierte abgeben wollten.
Doch da man wohl diese bundesweite Koranverteilung unterbinden will, werden die Koran-Verteiler nun zu "gewalttätigen Islamisten" (Zitat FOCUS ONLINE) in der bundesdeutschen Presse gemacht und da scheint es keine Ausnahmen mehr zu geben.
Es ist geradeso als ob alle eine Anweisung erhielten, die erfundene Gruppe der "Salafisten" – es handelt sich in Wirklichkeit um engagierte praktizierende Muslime - zu diffamieren und zu stigmatisieren.
Wie sonst könnte man diese Einseitigkeit von Politik und Medien erklären!?
Maischberger am 15. Mai 2012 mit Hassan Dabbagh – “Die Salafisten kommen: Gehört der Islam wirklich zu Deutschland?”
Nach den Ausschreitungen in Bonn diskutiert Sandra Maischberger mit ihren Gästen bei „Menschen bei Maischberger" am 15. Mai 2012 um 22.45 Uhr im Ersten
„Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ – es war einer der prägenden Sätze der kurzen Amtszeit des ehemaligen Bundespräsidenten Christan Wulff. In seiner Grundsatzrede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 in Bremen sagte er: „Zuallererst brauchen wir aber eine klare Haltung: Ein Verständnis von Deutschland, das Zugehörigkeit nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt, sondern breiter angelegt ist.
Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ Kontroverse Diskussionen: Gehört der Islam zu Deutschland? Diese Aussage hat zu vielen, zum Teil äußerst kontroversen Diskussionen geführt. Erst vor der letzten Sitzung der Islamkonferenz am 19. April 2012 äußerte Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Widerspruch zur Aussage Wulffs. Nach seiner Ansicht sei „der Islam nicht Teil unserer Tradition und Identität in Deutschland“ und gehöre „somit nicht zu Deutschland“. Kauder fügte hinzu: „Muslime gehören aber sehr wohl zu Deutschland. Sie genießen selbstverständlich als Staatsbürger die vollen Rechte.“
Provokationen von Pro-NRW
Seit Wochen sind engagierte Muslime (stets betitelt mit Salafisten) und die rechtsextreme Partei Pro-NRW in den Schlagzeilen. Immer wieder kommt es zu gezielten Provokationen vonseiten Pro NRW.
In Ahrensburg Moschee geschändet
Ahrensburg/Lübeck. Gewaltbereite Rechtsradikale vom Schlag der pro-NRW haben mutmaßlich zusammen mit extremistischen Zionisten in Ahrensburg eine Moschee geschändet.
Sie schlugen Hakenkreuze in die Wand der neuerbauten Gebetsstätte die kurz vor der Ferstigstellung steht.
Mit Eisenstangen zertrümerten die Islamhasser die neuen Fensterscheiben des Gotteshauses das Ende Mai feierlich eingeweiht werden sollte.
Bei der geschändeten Moschee handelt sich um die Ulu Camii in Ahrensburg im Kreis Stormarn.
Gläubige Muslime stehen fassunglos vor dem teilweise zerstörten Gebäude, bei dem sie mit viel Liebe und Opferbereitschaft den Umbau vorgenommen hatten.
Das islamfeindliche Haßverbrechen wurde ausgerechnet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, dem heiligen Tag der Muslime, begangen.
NRW-Innenminister Ralf Jäger
Der Verfassungsschutz beobachtet seit 2009 die aus pro-Köln hervorgegangene selbsternannte "Bürgerbewegung" pro-NRW.
Begründung: Bei der Gruppierung gebe es „Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen“, heißt es im Jahresbericht des NRW-Verfassungsschutzes von 2010.
NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht in Pro NRW eine verfassungsfeindliche Partei mit antidemokratischen Zielen. Sie schüre islamfeindliche Agitation und Intoleranz und betreibe einen „schäbigen Wahlkampf“ und „geistige Brandstiftung“, wie ein Ministeriumssprecher sagte.
Nach Angaben des Verfassungsschutzes hat Pro NRW etliche ehemalige Kader der rechtsextremen NPD aufgenommen.
Schlüssel- und Schwerpunktthema sei – vor dem Hintergrund ihrer islamfeindlichen Agitation – die Ablehnung von Moscheebauten.
Neben Ausländerfeindlichkeit schüre Pro NRW aber auch die Herabwürdigung sexueller Minderheiten.
Was tun gegen die Gefahr des Rechtsextremismus?
Kulturkämpferischer Populismus rechtsgerichteter Parteien schürt Unruhe durch argumentative Munition und gezielte Provokation, worunter hauptsächlich wir Muslime leiden.
Diese vermehrt um sich greifende Bewegung stellt jedoch auch eine Gefahr für die Gesellschaft als Ganzes dar, weil durch ihre Aktionen die Grenzen zwischen der von uns allen gewollten Meinungsfreiheit und öffentlichen Beleidigungen verwischt werden.
Unterstellungen, gezielte Provokationen, Verunglimpfungen, falsche Koranzitate, Schmähkritik, Aufbauschen, Herabsetzung von religiösen Werten (Koranverbrennung), Erfindung von verächtlichmachenden Bezeichnungen (Salafisten), Sinnentstellung von Begriffen (wie es mit dem Wort Djihad passierte), Haß und Angst-Schüren, usw., all das ist laut der geltenden Gesetzgebung strafbar.
Aber selbst wenn die Behörden all dem nicht nachgehen, oder gar die Gesetze entsprechend ändern würden, damit diese Art der Volksverhetzung straffrei bliebe, wäre es ein großer gesellschaftlicher Schaden.
Für das Verständnis einer Religion ist die Kenntnis ihrer Grundlagen unerlässlich

Die "Aktion lies im Namen Deines Herrn" bei der wir in mehreren Städten kostenlos Koranübsetzungen verteilt haben ist nicht nur ausgesprochen friedlich abgelaufen, sondern auch bei den nichtmuslimischen Mitbürgern sehr gut angekommen.
Es herrschte respektvolles Interesse seitens der Passanten die die Info-Stände besuchten, und Muslime beantworteten ruhig und geduldig die eine oder andere Frage.
Erst durch einen übersteigerten Medienrummel kam Unruhe auf.
Wie aus dem Nichts gab es plötzlich Geschrei um angeblich gewaltbereite "Salafisten". Geradezu gleichgeschaltet prangten auf sämtlichen Zeitungen Überschriften von "Journalistenbedrohung", dabei hatte ein Bruder lediglich einen penetranten Medienmenschen in die Schranken verwiesen. Auch an einem Infostand gibt es ja schließlich so etwas wie das Hausrecht.
Normalerweise wäre diese kleine verbale Auseinandersetzung keine Schlagzeile wert gewesen, aber weit gefehlt!
Es hatte den Anschein als ob das übrige Weltgeschehen unwichtig wäre.
Zeitungsschreiber tippten sich die Finger wund, mutmaßten über "Drahtzieher", rätselten über die Finanzierung der Bücher, erwähnten geflissentlich den Verfassungsschutz, und natürlich durften abgedroschene Begriffe wie "potentiell gewaltbereit" und "mutmaßlich salafistisch" nicht fehlen.
Das ZDF war da schon phantasievoller und schürt Vorurteile mit der plakativ prangenden Überschrift: "Salafistische Rattenfänger". Im Mediengesetz wird zwar eine ausgewogene Berichterstattung gefordert, und das Fernsehen solle zu Unterhaltung und Bildung beitragen, aber das ZDF scheint da eher eigene Gesetze zu befolgen.
Im Text des besagten Artikels erdreisten sie sich sogar zu behaupten die Koranverteilung sei "in Wirklichkeit" (woher wollen die das wissen?) "die subtile Verbreitung einer extremistischen Ideologie."
Die Begründung für diese anmaßende Unterstellung lautet: "Denn die selbsternannten Koranhändler sind Salafisten".
So, jetzt weiß aber auch der dümmste ZDF-Konsument Bescheid!
Falls das immer noch nicht reicht, klärt das ZDF weiter auf: "Der Salafismus ist nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ein Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten." Peng!
Man kann diese Unglaublichkeiten hier nachlesen:
http://terra-x.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/16268988/b07284/Salafistische-Rattenfaenger.html
Sicherheitshalber habe ich einen Screenshot davon gemacht, denn Meinungsfreiheit und falsche Behauptung sind immer noch zweierlei, und wir sollten uns bei Verächtlichmachung durch Massenmedien tatsächlich rechtliche Schritte vorbehalten.
Ich komme aber vom Thema ab. Eigentlich wollte ich der Frage nachgehen, wer denn ein Interesse daran haben könnte, gläubige Muslime, und damit den Islam als Ganzes in den Dreck zu ziehen.
Ich weiß es nicht.
Zunächst könnte man vielleicht denken, daß die katholischen und evangelischen Kirchen versuchen würden den Muslimen Steine in den Weg zu legen, dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil:
Zu der Koranverteilung sagte der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard: "Würde ich auf der Straße angesprochen, ich würde hingehen und versuchen, von Person zu Person ins Gespräch zu kommen. Mich würde der Hintergrund der Aktion interessieren".
Das Verhältnis der Religionen zueinander sieht Magaard entspannt.
Er meinte "die Aktion werde eher eine «innermuslimische Debatte» anstoßen. Es werde sichtbar, dass wir hier mit Muslimen unterschiedlicher Prägung zusammenleben".
Der evangelische Landesbischof Dröge kritisierte sogar den Bundesinnenminister Friedrich und warnte davor "zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen zu spalten." Er wandte sich auch gegen angebliche Gewaltbereitschaft und sagte "Terror speist sich aus Armut und Chancenlosigkeit."
Auch in Deutschland müsse man dafür sorgen, „dass kein Keil zwischen Menschen unterschiedlicher Religion getrieben wird, dass wir nicht Hass mit Hass, Ideologie mit Ideologie beantworten“, sagte der Bischof und kritisierte damit den Bundesinnenminister Friedrich, der aufgrund einer Studie über junge Muslime in Deutschland vor dem "Import von anti-demokratischen und religiös fanatischen Ansichten" gewarnte hatte.
Der Bischof ist der Überzeugung, die Studie selbst komme zu einem ganz anderen Schluss. Sie warne vielmehr davor, "mit undifferenzierten, plakativen Meinungen die Probleme der Integration noch zu verstärken."
Bischof Dröge fügte hinzu: "Ich halte es für sehr problematisch, Menschen allein wegen ihrer Religion zum Problemfall zu erklären."
Zum Thema Populismus antwortete er mit einem Römerbrief und räußerte: Ein Mensch, der in dieser Gnade Gottes stehe, gewinne Halt und Kraft, er lasse sich nicht umhertreiben vom ständigen Wechsel und Wandel, von den Meinungen, die heute so und morgen anders um Aufmerksamkeit buhlten.
Wörtlich fügte er hinzu: „Ein Mensch, der in Gottes Gnade steht, ist wie ein Fels in der Brandung.“
Der Islamwissenschaftler und katholische Theologen Pater Felix Körner (Dozent an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom) kommentiert folgendermaßen:
"Die Mehrheit der Menschen, die hier das erste mal mit dem Koran in Berührung kommt, entdeckt damit eine neue Welt, entdeckt, dass es hier viele Diskussionsmöglichkeiten gibt und dass es ungeheuer anregend ist, sich mit dem Koran auseinander zu setzen. Insofern ist die Aktion „Lies!“ erst einmal nicht gefährlich, sondern bereichernd."
Auch Bischof Gerhard Ulrich hat sich für eine differenzierte Betrachtung ausgesprochen. Der Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche teilte zum Verschenken von Koranübersetzungen mit, gegen die Verteilung heiliger Schriften sei nichts zu sagen.
Für das Verständnis einer Religion sei die Kenntnis ihrer Grundlagen unerlässlich, hieß es in einer Erklärung des Bischofs.
Warum hört man solche Stellungnahmen so gut wie nie von Politikern? Welcher Sheytan flüstert ihnen ein, Hetzparolen seien "Islam-Kritik"?
Sie sollten sich lieber ein Beispiel an den zitierten Kirchenmännern nehmen!
Trotz unterschiedlicher Glaubensauffassungen sind diese hochrangigen Kirchenvertreter nämlich zum Dialog bereit statt eine imaginäre Gefahr herbeizureden.
Sie sind genau wie wir gegen Medienhetze.
Für uns ist Allah der über alles Erhabene, ein EINZIGER GOTT, und wir können mit der Dreifaltigkeit nichts anfangen. Wir können unseren obersten Glaubensgrundsatz anhand des edlen Qurans und sogar mit der Bibel belegen.
Die Bischöfe sehen das sicherlich anders, aber deshalb würden wir doch niemals übereinander herfallen.
Ein Mindestmaß an Kenntnissen der jeweils anderen Religion ist die Voraussetzung für sachliche Diskussionen und konstruktive Kritik.
Diesen Willen sich erst einmal zu informieren vermissen wir Muslime bei vielen Politikern und Medienvertretern, die mit Halbwissen drauflos schwadronieren.
Um so erfreulicher ist es, daß es wenigsten noch einige Christen gibt die unsere gute Absicht und den islamischen Willen zum Frieden erkennen.
Möge Allah suhanahu ta'ala uns alle rechtleiten und zu der einzigen richtigen Religion führen! Amin.
Umfrage unter Unwissenden!
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage (im Auftrag von RTL) mit der Frage nach dem Wissen über den Islam gaben 59% an sie seien ausreichend informiert, und 39% verneinten die Frage.
Wenn angeblich mehr als die Hälfte "informiert" sind, wie kann es dann sein, daß bei der untenstehenden NTV-Umfrage ein derart haarsträubendes Ergebnis herauskommt?
Bis jetzt sind 29.309 Wertungen abgegeben worden, und 93% der Teilnehmer sind sich darin einig, dass…. Seht einfach selbst:
Scheinbar wurden die Medienkonsumenten eher desinformiert. Sonst würde die Umfrage nämlich anders aussehen!
Außerdem frage ich wieso immer wieder der Stern und RTL die Forsa-Umfragen in Auftrag geben. Das ist doch teuer! Wahrscheinlich brauchen sie aber eine Erfolgskontrolle über die bisherigen Kampagnen, und die lassen sie sich was kosten.

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