Grundwasser ist mit Radioaktivität verseucht

Die Hinweise auf eine Kernschmelze im AKW Fukushima verdichten sich. Im Grundwasser an der Anlage wurde jetzt eine 10.000-fach erhöhte Strahlung gemessen. Auch Rindfleisch ist mittlerweile belastet. In der Sperrzone können wegen der Strahlengefahr Hunderte Leichen nicht geborgen werden.
Kein Ende von der Atomkatastrophe in Sicht
Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Atomkatastrophe in Japan sind dramatisch gesunken.
Die Situation in den Unglücksreaktoren von Fukushima sei außer Kontrolle, räumte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch ein. Wann die Regierung die Lage wieder in den Griff bekommen werde, sei noch völlig unklar. Experten warnten, Japan könnte die Katastrophe und ihre wirtschaftlichen Folgen erst in einigen Jahren überwunden haben. Im Meerwasser nahm die radioaktive Belastung noch einmal zu. Nach der Veröffentlichung eigener Strahlenmessungen forderte Greenpeace die Behörden auf, die Bevölkerung besser zu schützen und die Sperrzone auf 40 Kilometer zu verdoppeln. Vor allem Kinder und Schwangere seien gefährdet.
Der Wind hat sich gedreht: Tokio nun in Gefahr
Der sich drehende Wind wird radioaktive Partikel von Fukushima nach Tokio tragen. Im havarierten Atomkraftwerk bleibt die Lage unvorhersehbar.

Die Anlage wurde durch das schwere Erdbeben und den Tsunami stark beschädigt.
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