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Presse

Abu Anas: Pressemitteilung zu Salafisten und Terror

Ich, Muhamed Seyfudin Ciftci, gebe anlässlich des Artikels der Rheinischen Post vom 28.06.2011 mit dem Titel „Salafisten und Terror folgende Pressemitteilung ab:

Ich stelle unmissverständlich klar, dass – entgegen der Darstellungen im Online-Artikel der Rheinischen Post vom 28.06.2011 – die Organisation Aatrij keinesfalls Mujahideen ausbildet oder irgendwelche terroristische Aktivitäten fördert oder gar ausübt.  Vielmehr handelt es sich um einen kleinen Verein, der Kinderbetreuung für berufstätige Eltern anbietet.

Auch wenn mir die Person des Herrn Elvir Colakovic persönlich durch gelegentliche Begegnungen mit ihm als Privatperson bekannt ist, so habe ich mit dem Verein Aatrij in Bosnien weder organisatorisch noch im Rahmen meiner Tätigkeit Verbindungen.

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Ein Beispiel wie die BILD-Zeitung recherchiert

Das Kreuz mit der Griechen-Hetze

Am vergangenen Freitag erfand die "Bild"-Zeitung einen "Wirbel" um den deutschen Botschafter in Athen. Der habe "die Berichterstattung deutscher Medien in der Griechenland-Krise" kritisiert, stellte "Bild" fest, fragte treuherzig: "Wen hat Wegener damit gemeint?", bekam aber keine Antwort.

Und damit zu einem ganz anderen Thema:

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Was sagt die Schari’a zum Thema Pressefreiheit?

Die darwinistische Papiertiger

 
Neue Entdeckung in der Genetik rüttelt an den Dogma der Evolutionsphilosophie. 

Inhalt des Filmes:

Die Entdeckung eines schwedischen Sozialmediziners droht unser Weltbild zu verändern: Im Gegensatz zu den Lehren Charles Darwins lassen sich den Thesen von Lars Olov Bygren zufolge auch Erfahrungen weiter vererben – ohne Beteiligung der Gene.

War das Erdbeben in Japan absehbar?

Zu den Forschungsmethoden führte Biagi in dem Interview aus: "Momentan ist das großflächige Messen der Bodentemperatur mittels Satelliten unter Forschern sehr beliebt. Vor einem Erdbeben steigt die Temperatur der Erdoberfläche, und dies kann nur aus großer Höhe richtig beobachtet werden. Des Weiteren lassen sich Veränderungen der Ionenkonzentrationen in der Ionosphäre, einer oberen Schicht der Atmosphäre, messen. Sie treten ab zehn Tagen vor einem Erdbeben auf und werden von Gasen verursacht, die aus der angespannten Erdkruste aufsteigen, Wir bezeichnen diese Prozesse als Atmosphäre-Lithosphäre-Kopplung." Auch senden Felsen in akut hochaktiven Zonen spezifische elektromagnetische Wellen in den Tagen vor einem Erdbeben aus, und im Grundwasser zeigen sich deutliche Veränderungen kurz vor einem Vulkanausbruch.

Eicken: Bürgerinitiative besorgt über Hetze

Wilfried Schultz, der Vorsitzende der Bürgerbewegung sieht die Kanaldeckelattacke auf den Zamzam Shop von Bruder Sven Lau wie auch die Hundekotattacke (wir berichteten) auf dem Gebetsplatz in Mönchengladbach nicht  als selbstinsziniert .

Angeblich hat Schultz wiederholt Drohanrufe bekommen.

"Meine Geduld ist am Ende. Ich werde wieder Strafanzeige stellen", und "Es ist ärgerlich, dass die hiesige Staatsanwaltschaft diese Vorfälle nicht konsequent verfolgt."
Sagte Schulz.

Letzten Sonntag wurde die Bürgerinitative offen angeprangert. Eskalationen gab es nicht.

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PI auf BR

Am 18.März um 17:30 Uhr, konnte man im bayrischen Fernsehen einen Bericht über die Hetzseite "Pi-News" sehen.

Schwerpunkt waren die teils Verfassungs und  menschenrechtswidrigen Kommentare einiger Leser.

Pi selber bezeichnet sich in diesem Bericht als "Grundgesetz treu" . Aber ob man das zu Kommentaren wie " Jeder Moslem ist ein potenzieller Terrorist.Es fehlen nur Kleinigkeiten und jeder von denen wird zur Killermaschine" sagen, kann ist zweifelhaft und wurde in dieser Sendung Thematisiert.

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Offizielle Stellungnahme des ehemaligen Vorstandes der verbotenen Taiba-Moschee!

Der eine oder andere wird es wohl schon in den Medien erfahren haben, der ehemalige Vorstand der verbotenen Taiba-Moschee in Hamburg geht rechtlich gegen das Verbot vor.

WELT ONLINE: Trägerverein klagt gegen Schließung der Taiba-Moschee

Hamburger Abendblatt: Trägerverein klagt gegen Moschee-Schließung

FOCUS online: „Taiba Arabisch-Deutsche Kulturverein" reicht Klage ein
 

Im Rahmen dieser Entscheidung ist auch die folgende offizielle Stellungnahme vom ehemaligen Vorstand der verbotenen Taiba-Moschee verfasst worden. Mit freundlicher Genehmigung der Verantwortlichen werde ich die Stellungnahme hier veröffentlichen.

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Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba Teil 4

Stellungnahme zum Sendebeitrag bei NDR-Info
am 20.04.2010
 

"Ein Vertreter der Muslime, also der Vorsitzende einer muslimischen Vertretung, sollte den Islam studiert haben und nicht Medizin."

Dieses Zitat vernahmen wir erst kürzlich auf einer Sitzung der Moschee-Vereine des Steindamms, zu der ca 2 mal jährlich der Bünabe (Bürgernahe Beamte) des Polizeikommissariats 11 (PK11), Herr Polizeioberkommissar Jochen Kalina, einlädt. Sonderlich bewundernswert war sicherlich nicht der Inhalt dieses Zitates, welcher jedem ernsthaft praktizierendem Muslim einleuchten sollte, sondern vielmehr die Herkunft. Denn diese Weisheit entstammt einem Imam, der einer Moschee vorsteht, die Mitglied in einer solchen Vertretung war. Aber dazu später mehr…
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Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba Teil 3

Im Rahmen der Artikel-Reihe Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba veröffentlichen wir heute den 3. Teil der Reihe.

Besuch in Masjid Taiba als Grund für Abschiebung

Eine unglaubliche Entwicklung geht hier in Hamburg vor sich. Jetzt soll schon eine 9köpfige Familien in ein Kriegsgebiet abgeschoben werden. Grund für diese Abschiebung sind nicht etwa schwere Straftaten oder Aufenthaltsbetrug, sondern das Engagment für einem gemeinnützigen Verein und der Besuch der Moschee, dessen Träger dieser Verein ist. Es handelt sich hierbei um unsere Masjid Taiba.

Die taz veröffentlichte am 03.03.2010 einen aufschlussreichen und lobenswerten Artikel:
(Im Anschluß eine kleine Stellungnahme)
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Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba Teil 2

m Rahmen der Artikelreihe Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba, zeigen wir heute eine weitere Stellungnahme des Arabisch-Deutschen Kulturvereins e.V. in Hamburg.

2. Teil
Der Journalismus steckt in einer Krise und wir Muslime müssen es ausbaden!

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) ist die Journalistenorganisation innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Sie ist eine Berufsgruppe innerhalb der Fachgruppe Medien in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Am 28.11.2009 veranstaltete die dju ihren alljährlichen Journalistentag unter dem Motto "Vom Wert unserer Arbeit!".
Das Ergebnis dieser Veranstaltung war vorauszusehen, ist aber trotz alledem nicht minder besorgniserregend.
"Vierte Gewalt in der Krise", Journalistentag 2009 warnt vor Qualitätsverlust durch Honorardumping und Medienkonzentration, titelt die junge Welt in ihrem Artikel vom 30.11.2009.

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Stellungnahmen und Pressemitteilungen der Masjid Taiba Teil 1

Der Arabisch-Deutsche Kulturverein e.V. in Hamburg ist der Träger der Masjid Taiba. Eine Moschee, welche in den letzten 9 Jahren wie kaum eine andere Ziel der Medienberichterstattung in Deutschland war. Grund dafür war ein Video, welches mutmaßliche Beteiligte an den Anschlägen vom 11. September 2001 bei einer Hochzeitsfeier in dieser Moschee zeigt. Aufgrund dieses Videos wurde die Masjid Taiba (die damals noch Masjid al-Quds hieß) als maßgeblicher Treffpunkt der sogenannten Hamburger Zelle bezeichnet und bekam somit ab dato von den gängigen Mainstream-Medien den Stempel "dschihadistische Terrormoschee" aufgedrückt.
Vollkommen überrascht und zutiefst erschüttert von der Penetranz, Rücksichtslosigkeit und Verlogenheit der angeheizten Medienmaschinerie, entschloss man sich, sich nicht mehr gegenüber den Medien zu äußern, da die Erfahrungen gezeigt hatten, dass die damalige Berichterstattung nicht differenziert, unabhängig und faktenorientiert war, sondern anscheinend schon ein vorgezeichnetes Bild als Ziel anstrebte.
Bis vor knapp 2 Jahren wurde dieser Entschluss beibehalten und man lehnte jegliche Interviewanfrage und Stellungnahme ab. Als Resultat dieser Funkstille konnten sich aber leider Mythen, Lügen und Halbwahrheiten in der öffentlichen Wahrnehmung verfestigen und auch angepasste Muslime sahen in der Hetze gegen die "bösen Salafisten" eine geeignete Möglichkeit zur Selbstprofilierung.
Aus diesen Gründen wurde die Phase der Stille und medialen Abschottung beendet und man äußert sich jetzt vermehrt auf der eigenen Internetpräsenz zu aktuellen Berichterstattungen und Angriffen.
Wir möchten mit dieser Artikel-Reihe einen kleinen Einblick verschaffen und so auch die Bemühungen der Taiba-Moschee unterstützen, sich gegen die ungerechten Angriffe der Mainstream-Medien zu wehren.
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Einladung zur Pressekonferenz

Aufgrund aktueller Geschehnisse und Behauptungen gegen den „Einladung zum Paradies“ e.V. laden wir zu einer Stellungnahme ein. Am Mittwoch, den 20. Januar 2010, wurden die EZP e.V. Moschee und diverse Privatwohnungen durchsucht, darunter die Wohnung von dem Prediger Pierre Vogel und Muhamed Ciftci. Durch die angebliche Suche nach verbotenen Büchern hat die Polizei sich Zugang zu den Gemeindehäusern verschafft und somit zusätzlich zu einem erneut negativen Bild in der deutschen und internationalen Presse gegen Muslime beigetragen.
Wegen  ständig wachsenden Ungerechtigkeiten gegenüber den Muslimen und dem propagandistischem Vorgehen müssen wir uns dazu äußern.

Eckdaten zur Pressekonferenz:
Start:         23. Januar 2010; 20:00 Uhr
Ort:            As-Sunnah e.V.
Eickener Str.164
41063 Mönchengladbach
Organisator:    Einladung zum Paradies e.V.
    Redner:        Muhamed Ciftci, Piere Vogel

Presse-Kontakt:
    Einladung zum Paradies e.V.
    Hamburger Str. 283
    D-38114 Braunschweig

Herr Muhamed Ciftci
Tel.: 0531 / 4828833
Fax: 0531 / 4828832
Mobil: 0176 / 63329727
E-Mail: info@einladungzumparadies.de
 

Mohammed-Karikaturen im Namen der Pressefreiheit

Trauer. Das war ganz persönlich meine erste Reaktion, als ich von der erneuten Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ gehört hatte.Wieso schafft man in Zeiten, in der ein Dialog von absoluter Notwendigkeit ist, eine Barriere, indem man erneut diese schrecklichen Karikaturen veröffentlicht?
Als ob es nicht schon genug Probleme gäbe.

Auf der einen Seite bemühen sich viele Muslime einen wahren Dialog zu schaffen, setzen sich für Respekt und Toleranz ein und verneinen jede Form von Gewalt und Terrorismus.
Und dann, diese Veröffentlichung als Reaktion auf den Mordversuch auf den Zeichner der Karikaturen, um in Beweis zu stellen, dass man sich, im Namen der Pressefreiheit, nicht den Mund verbieten lässt.

Also wenn das nicht an den Kindergarten erinnert. "Nimmst du mir mein Spielzeug weg, verkritzel ich dir dein Bild. Ätschi Pätschi. "
Kann man hier überhaupt die Presse noch ernst nehmen? Nur weil ein Individuum ein Verbrechen begeht, muss man sich hinstellen und die ganze muslimische Gemeinschaft bestrafen. Und, indem man sich auf die Pressefreiheit beruft, ist diese eindeutige Provokation plötzlich politisch korrekt.

Ich bin für die Pressefreiheit. Ja die Meinungsfreiheit ist eine hohes Gut, welches zu schützen gilt. Doch eine solche Freiheit beinhaltet auch eine große Verantwortung. Zudem hört doch die Freiheit eines einzelnen dort auf, wo die Rechte anderer verletzt werden. Somit sollte man zumindest darauf achten, wie man seine Meinung kundtut. Bevor Politiker, Zeitungen, Institutionen etc. in der Öffentlichkeit ihre Meinung abgeben, sollten sie sich bewusst werden, welchen Einfluss sie haben. Die Meinungsfreiheit hat allerdings Grenzen. Doch für den Islam, im Gegensatz zu anderen religiösen Gruppen, scheint dies wohl nicht zu gelten, wie man in diesem Video leider hervorragend sehen kann:

Wenn man die Bilder betrachtet, die unseren Propheten (saw) darstellen sollen, so sieht man eine absolut verzerrte Darstellung. Barbarisch, aggressiv und terroristisch — das ist das Bild, welches dem Leser präsentiert wird. Wird hier nicht eindeutig eine Feindschaft geschürt? Wem bringen solche Veröffentlichungen überhaupt was? Und wem schaden sie? Hass und Feindschaft ist doch das einzige Resultat!

Man kann ja fragen, wieso es verboten sein soll, ein Abbild des Propheten darzustellen. Nun, die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Als Moses die 10 Gebote holte, hatte die übrige Bevölkerung sich ein goldenes Abbild eines Kalbes erschaffen. Sie fanden es so toll, dass sie es danach angebetet haben. Götzendienst war schon im Alten Testament verboten. Das ist kein geringes Vergehen. Statuen und Bilder von Jesus haben die Menschen mit der Zeit dazu veranlasst , ihn als Gottheit anzubeten. Dasselbe gilt für Marienabbildungen und Heiligenstatuen. Alles sind Abbildungen, die zuerst die Nähe zu Gott bekunden sollten, aber danach als Gottheiten selbst missbraucht wurden.

Wo zieht man aber eine Grenze? Ist eine Zeichnung in Ordnung, solange es ästhetisch aussieht? Würde ein Mohammed-Abbild, das ihn respektvoll darstellt, die Muslime weniger aufregen? Wir Menschen haben eine unvollkommene Art, Dinge zu beurteilen. Daher benutzen wir die Grenzen, die uns vorgegeben werden und befolgen somit den Maßstab unser aller Gottes.

Trauer. In dieser dürfen wir nun aber nicht verharren. Unsere Aufgabe ist es nun die Menschen mit dem Leben unseres geliebten Propheten vertraut zu machen, damit sie verstehen, warum uns solche Zeichnungen verletzen. Was weiß schon der Durchschnittsbürger von Mohammed, Frieden und Segen auf ihm. Frauenliebhaber und Kämpfer – sind das nicht die üblichen Klischees in den Köpfen der Menschen?

Erzählen wir unseren Freunden, Nachbarn, Kommilitonen und Mitschülern doch von seinem vorzüglichen Charakter, seiner Gerechtigkeit, seiner Liebe und Barmherzigkeit zu Kindern, die er liebte und mit denen er gerne spielte. Erzählen wir von seiner Bescheidenheit, wie er in einer Lehmhütte lebte und auf einer Palmfasermatte schlief, während andere Herrscher sich im Luxus suhlten. Erzählen wir davon, dass er schon vor seinem Prophetentum unter seinen Landsleuten als Al-Amin (der Vertrauenswürdige) bekannt war. Nie beleidigte er jemanden, stets war sein Verhalten von Liebe, Güte und Fürsorge geprägt.

Nehmen wir uns doch alle, Muslime wie Nicht-Muslime, seinen vorzüglichen Charakter zum Vorbild.
Denn ist die Menschenliebe, die uns der Prophet, Frieden und Segen auf ihm, lehrt nicht besser als der Hass?

Friedlicher Protest gegen Minarett-Verbot


Was ist ein Minarett?
Laut Wikipedia ist ein Minarett ein erhöhter Standplatz oder Turm für den Gebetsrufer (Muezzin) bei oder an einer Moschee.


Im schweizerischen Verfassungstext ist nach der Minarett-Initiative der Zusatz eingefügt: "Minarette sind verboten" womit man den Bau neuer Minarette meint.

Laut der Definition ist ein Kirchturm kein Minarett, da es eine bestimmte Voraussetzung nicht erfüllt: Es ist nicht "bei oder an einer Moschee". (s.o).
Auch ein Burg- oder Wachturm ist kein Minarett. Eine Litfaßsäule ist kein Minarett. Ein zylindrisch angesammelter Haufen von Steinen vor der Haustür ist kein Minarett. Eine aus Pappe zusammengeschnittene, senkrechte Säule im Garten ist kein Minarett. Ein Plakat an einem Haus mit der Aufschrift "Das ist ein Minarett" macht das Haus nicht zu einem Minarett.


Den Muslimen wird vorgeworfen, zu wenig über ihre Religion aufzuklären. Das ist nur zum Teil wahr. Wir klären schon auf, aber das interessiert die Medien nicht.

Das ging durch die Presse.
Das ist die Art von Protest, die wir brauchen, damit man auf unsere Stimmen aufmerksam wird.
Das ist es, wozu wir euch ermutigen wollen.

Friedlicher Protest gegen das Minarett-Verbot

Solltet ihr ein eigenes Haus oder einen eigenen Garten besitzen, bastelt euch ein Minarett. Egal woraus, wie groß oder wohin (solange es euer Eigentum ist).

Dieser Protest hat zwei Ziele:

1) Die Medien und die Nachbarschaft sehen den Protest und werden sich fragen, warum jemand ein Minarett aufgestellt hat. Man kann so seinen Standpunkt über das Minarett-Verbot (es geht eigentlich ja gar nicht um Minarette) darstellen und die Leute über die Initiatoren aufklären. Das Minarett ist einfach ein Ball, der eure Dawa ins Rollen bringen wird.

2) Das Minarett-Verbot kann durch die obersten Gerichte nur dann gekippt werden, wenn es eine Einzelfallentscheidung gibt. Die aktuellen Klagen werden nicht angenommen, da die Kläger selbst nicht direkt betroffen sind. Wenn offiziellen Stellen (Staatsanwaltschaft, Polizei, Ordnungsamt, Bauamt) euch schriftlich auffordern, das "Minarett" zu entfernen, weil Minarette in der Verfassung verboten sind, dann haben wir den Präzedenzfall.

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Macht Fotos von eurem Protest.
Schreibt Erfahrungsberichte, wenn ihr deswegen irgendwas erlebt habt.
Solltet ihr einen offiziellen Brief erhalten (was natürlich sehr unwahrscheinlich und lächerlich wäre) dann scannt diesen und schickt an uns.

Wir veröffentlichen euren Protest. Wir sorgen dafür, dass die muslimischen Organisationen, deren Klagen abgewiesen werden/wurden, auf euch aufmerksam werden.

Macht mit bei der Dawa.


Positive Berichte über den Mord an Marwa

Es gibt sie tatsächlich, die Neutralität und Objektivität in deutschen Medien, zumindest in einigen wenigen und das auch erst mit enormer Verspätung und Druck aus dem Ausland.
Deutschland hat es verpasst frühzeitig über den brutalen Mord an unsere Schwester Marwa zu sprechen und versucht das nun wieder wett zu machen.
Angela Merkel hat sich nicht zu Wort gemeldet und selbst die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden ist nicht zur Trauerfeier am 11. Juli erschienen.

Unten könnt ihr einige Artikel von westlichen Medien sehen. Nach unserer Meinung zählt auch die Islamische Zeitung zu einer eher westlichen Zeitung, nachdem schon unzählige Artikel gegen einige praktizierende Muslime veröffentlicht wurden.

Forum am Freitag
“Von dem Kopftuch geht letztlich nichts böses aus. [...] Das ist für mich ein islamfeindliches Verhalten.”
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/896392/Islamfeindliche-Deutsche%253F#/beitrag/video/896392/Islamfeindliche-Deutsche%3F

Taz
“Der Mord an Marwa El Sherbini hat das Problem der Islamfeindlichkeit ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Damit sollte man sich jetzt befassen.”
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/mordmotiv-hass-auf-muslime/

“Es bedeutete jedoch, dass das Bekämpfen der Islamfeindlichkeit – in den Medien, in den Schulen, in den Straßen, in den Gerichten – eine Aufgabe aller in Deutschland lebenden Menschen ist.”

http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/das-reine-deutsche-gewissen/

Islamische Zeitung TV
“Es ist absurd von einer Instrumentalisierung zu sprechen, es sind Emotionen nach einem Mord, die nicht zu verhindern sind.”
http://www.islamische-zeitung.de/iztv.cgi?id=12198&action=do_rate&rating=5

Cosmos TV
“Wird in Deutschland über den Islam gesprochen, geht es oft um: Terrorismus, Extremismus, Ehrenmorde.”

Höchststrafe für Alex W. *Update*

Der 28-Jährige Alex W.  ist heute zu einer lebenslänglichen Haft verurteilt worden. Zusätzlich wurde noch die “besondere Schwere der Schuld” festgestellt, was eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ausschließt. Des Weiteren muss der Täter für alle verursachten Schäden aufkommen:

Sowohl den Eltern der Getöteten als auch dem Witwer und dem dreijährigen Sohn müsse er “alle materiellen und immateriellen Schäden” ersetzen.

(…)

Unmittelbar vor der Urteilsverkündung haben rund 100 Muslime aus ganz Deutschland vor dem Landgericht gegen Diskriminierung protestiert. Es gehe nicht darum, Druck auf das Gericht auszuüben, sagte einer der Redner. Die Teilnehmer forderten von der Regierung, gegen antiislamische Hetze auf Internetseiten und in Vereinen vorzugehen

Hier zwei Videoausschnitte:

Al Jazeera,  Interviewausschnitt mit Bruder Pierre Vogel

Video von Reuters


http://www.mdr.de/sachsen/6848076.html

“Alex W. ist selber ein Opfer…”

Selbst wenn eine Schwester in einem Gericht getötet wird, fühlen sich einige Brüder nach wie vor nicht für diese Gemeinschaft zuständig. Vielen gucken auch weiterhin nur Fernsehen oder lenken sich anderweitig ab, damit sie bloß nicht handeln müssen. Das erinnert an 1939, als viele Juden sich gegenseitig aufmunterten und meinten “es ist doch gar nicht so schlimm”, oder “bald ist alles vorbei”. Die Ignoranten sind stets die, die es am schlimmsten erwischt, weil sie nicht vorbereitet waren und nichts gegen die Hetze unternommen haben!

Aber es gibt auch Brüder, die sich aktiv für die Gemeinschaft einsetzen.  Einer dieser Brüder ist Abu Anas. Mit seiner Tatkraft und seinem Engagement,  hat er nun auch das Dresdner Fernsehen angelockt und es entstand ein vier minütiges Interview.
Im Endeffekt wurde das Interview aber stark gekürzt (was auch völlig legitim und normal ist), wodurch aber ein entscheidender Satz von Abu Anas nicht hervorgehoben werden konnte: “Alex W. ist auch selber ein Opfer…” .

Selbstverständlich ist Alex W. keinesfalls nur Opfer, aber es evident, dass die ständige Lügenpropaganda und die vielen Hassparolen von politisch ignoranten Internetseiten wie PI-News oder (leider) vielen weiteren Seiten, welche mittlerweile ohne Probleme im Internet die Besucherrekorde brechen, einen großen Teil an dem Mord von Marwa  beigetragen haben.

Islamhass wird Alltag und Salonfähig.

Wenn die Politik nicht langsam Mal einschreitet und die anderen Medien nicht auch endlich anfangen, uns Muslime Mal zu Wort kommen zu lassen, dann kann das Ganze noch sehr gefährlich für uns alle enden. Unser Interesse liegt in einem friedlichen Miteinander, genau wie Abu Anas es auch in dem veröffentlichten Beitrag schildert: “Wir können alle zusammenleben. Wir können Meinungsverschiedenheiten haben, aber [wir] brauchen uns dafür nicht gegenseitig schlagen…”.

Siehe auch: Wir leben MITeinander nicht GEGENeinander.

Erwartungen an Prozess zum Mord an Marwa al-Sherbini werden enttäuscht

Von Francis Byrne

Mit großer Aufmerksamkeit wird in Ägypten der Prozess um den Mord an Marwa al-Sherbini beobachtet. Auch in Deutschland wird der Prozess von Muslimen, Migranten, Antirassisten und Antifaschisten sehr genau verfolgt. Marwa al-Sherbini war am 1. Juli diesen Jahres im Gerichtssaal des Dresdener Landgerichts vor den Augen ihres Mannes, ihres Sohnes, des Richters und vieler Zeugen mit sechzehn Messerstichen von Alex W. erstochen worden. Ihr Ehemann wurde bei dem Versuch, das Leben seiner Frau zu retten, von einem Polizisten angeschossen und sehr schwer verletzt.

Die Bild-Zeitung berichtet, dass dem Gericht Monate vor dem Mord ein Brief des Angeklagten vorlag, der von Marwa al-Sherbini wegen Beleidigung angezeigt worden war. Zum Prozessauftakt las die Richterin Birgit Wiegand Teile des Briefes vor: „Jeder weiß, dass der Islam eine gefährliche Religion ist”, schrieb er. „Es ist durchaus verständlich, dass ich sie (Muslime, die Red.) für Feinde halte.” Und weiter: „Das Kopftuch ist eine Unterwerfung vor den Männern und vor Satan. Damit hat sie mich beleidigt.” Die Prozesskosten wolle er auf keinen Fall bezahlen, ebenso wenig gehe er stattdessen in den Knast – „lieber sterbe ich.” (1)

Die antiislamische Hetze muss gesellschaftlich thematisiert werden

Viele an den Prozess und die dazugehörige Berichterstattung geknüpften Hoffnungen werden allerdings enttäuscht. Die muslimische Gemeinschaft in Deutschland ist verunsichert. Frauen mit Kopftuch und erkennbar muslimisch gekleidete Männer erleben täglich Ausgrenzung. Alex W. mag zwar nur ein unorganisierter Einzeltäter sein, doch die Stimmung in Deutschland ist durch eine allgemeine mediale Hetze gegen Muslime stark aufgeheizt. Unverzichtbar ist in dieser Situation die Aufarbeitung der Frage, wie es zu diesem giftigen Hass kommen konnte. Enttäuschend ist allerdings, dass die allgemeine Atmosphäre der Hetze und Aggression gegen Muslime in Deutschland in den Medien so gut wie nicht thematisiert wird. Gegenüber Linkezeitung.de kritisiert der muslimische Prediger und Bürgerrechtler Pierre Vogel, Abu Hamsa:
„Es geht nicht um die Frage, ob der Angreifer die Höchststrafe bekommt. Ganz sicher hat der Angreifer selbst mit der Höchststrafe gerechnet, denn wer vor so vielen Zeugen einen so brutalen Mord begeht, rechnet damit. Doch wir werden durch eine hohe Strafe Marwa nicht wieder zurückbekommen. Es geht doch jetzt darum, zukünftige Morde zu verhindern. Um weitere solcher Taten zu verhindern, muss die Hetze gegen die Muslime thematisiert werden.”

Karsten Schmitz vom Anti-Kriegs-Komitee Kein Blut für Öl beleuchtete in einem Gespräch mit Linkezeitung.de einen anderen Punkt kritisch: „Es ist ein Skandal, dass die deutsche Justiz nicht gegen den schießwütigen Einsatzbeamten ermittelt und die Medien seine Tat verschweigen. Dass der Mörder eine Waffe ins Gericht bringen konnte, ist ebenfalls skandalös. Das riecht nicht mehr nach Pannen, sondern nach vorsätzlicher Provokation der islamischen Welt.”

Auch Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienforschung äußerte sich kritisch gegenüber Linkezeitung.de. „ … anknüpfend an den skandalösen Text des Koalitionsvertrages, der Rechts- und Linksextremismus, Antisemitismus und Islamismus problematisiert, wird deutlich, dass das Potenzial der Islamfeindlichkeit weiterhin geleugnet wird – unsere Medien, die an dem Feindbild Islam fleißig mitbasteln, werden sich hüten, das Thema selbstkritisch aufzubringen.”

In ihrer Kolumne GeSpiegelte Ente schreibt Frau Dr. Schiffer über den Arbeitskreis Sicherheit bei der Deutschen Islamkonferenz:: „Es ging ausschließlich um die Sicherheit VOR Muslimen, nicht VON Muslimen – und auch nicht von Menschen, die von Muslimhassern bedroht werden. Es kann durchaus damit zusammen hängen, dass ein Fehlen der Vorstellung, dass Muslime bedroht sein könnten, dazu geführt hat, dass die verbalen und schriftlichen Drohungen eines Alexander Wiens keinerlei Schutzmaßnahmen für Frau El-Sherbini und ihre Familie nach sich zogen.” (2)

Wem nutzt die Hetze gegen die Muslime?

Spätestens seit den Attentaten in den USA am 11.9.2001 gibt es zumindest in den westlichen Ländern eine massive – medial unterstützte – antimuslimische Kampagne. Die Folge: Moscheen werden angegriffen und geschändet, muslimische Kolleginnen und Kollegen werden ausgegrenzt, bespuckt und stehen unter Generalverdacht.

Warum ist das so? Der Kapitalismus steht in einer sehr tiefen Krise, viele Analysten gehen davon aus, dass die gegenwärtige Krise des Kapitalismus noch stärker ist, als die Krise von 1929, die zu Holocaust und 2. Weltkrieg führte. In dieser Situation wird die antimuslimische Kampagne von den Herrschenden aus zwei Gründen dringend benötigt.

Erstens: Für die Misere, Auswegs- und Hoffnungslosigkeit des kapitalistischen Systems wird dringend ein Sündenbock gesucht. Dringend sollen die Unterdrückten gespalten werden, damit sie nicht auf die Idee kommen, gemeinsam gegen Entlassungen und Sozialabbau zu kämpfen.

Zweitens: In der Krise setzt der Westen verstärkt auf völkerrechtswidrige Angriffskriege. Von besonderer Wichtigkeit für den Westen sind die muslimischen Ölländer in der Golfregion, die Schauplatz dieser Angriffskriege sind. Ohne die massive Hetzkampagne würden sich nur wenige Soldaten finden, die am Hindukusch die Interessen des deutschen Kapitals verteidigen würden.

Stoppt die Hetze

In den bürgerlichen Medien wird jeden Tag ein klischeehaftes Bild des Islam und der Muslime in Deutschland präsentiert. Jeden Tag wird der Islam gleichgesetzt mit Gewalt, Hass, Unterdrückung, Irrationalität und vieles mehr. Nur wenige Medien und Autoren scheren aus dieser Hetze aus. Schon längst ist die Hetze in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie die Äußerungen des SPD (!) Mitglieds Thilo Sarrazin gegen Türken und Araber zeigen.

Auf vielen Homepages wie Politically Incorrect und in Foren wie Grüne Pest wird der Hass gegen den Islam und gegen Muslime allerdings auf die Spitze getrieben.

Jeden Tag gibt es auf diesen Internet-Seiten Dutzende und Hunderte Artikel und Kommentare, die recht eindeutig volksverhetzenden Charakter haben. Jeden Tag wird dort mit Gift und Galle gegen Muslime gehetzt. Das geht bis zu offenen Morddrohungen. In einem Kommentar auf PI wurde beispielsweise über einen muslimischen Aktivisten geschrieben: „Diese Kakaerlake gehört auf’s Schafott!”

Eine seriöse Berichterstattung über den Prozesses müsste also die Frage beinhalten, wie der Angreifer Alex W. so stark und brutalisiert gegen Muslime aufgehetzt werden konnte, und welche Rolle die Medien selbst bei dieser Hetze spielen.

Eine seriöse Prozessführung müsste die übelsten Gift- und Mord-Hetzseiten im Internet thematisieren. Die Staatsanwaltschaft müsste selbständig aktiv werden und öffentlich prüfen, ob diese Hass-Propaganda nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt.

Allerdings können wir nicht darauf hoffen, dass die Gerichte oder andere Institutionen gegen die Islamophobie am grünen Tisch kämpfen werden. Zu stark benötigt das System in der tiefen Krise die Spaltung der Menschen. Wir müssen selbst aktiv werden gegen die Hetze und gemeinsam auf Demos gegen Pro-Köln und andere Hetzer Stellung beziehen. „Wehret den Anfängen” ist unser Ruf gegen die Rassistien. Erschreckenderweise sind die Anfänge des offenen und staatlichen Rassismus gegen die Muslime in Deutschland mehr als deutlich erkennbar. Wir müssen jetzt aktiv werden!

Pastor Niemöller, selbst Betroffener von KZ-Haft unter den Nazis, hat uns ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

Quelle:

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7580&Itemid=286

Masjid Taiba und der Terror – eine Stellungnahme der Moschee

Hier eine Stellungnahme der Masjid Taiba:

Angefangen hat alles am 05.10.2009 mit einem Bericht des TV-Magazins REPORT MAINZ. Unter der Überschrift “Terrorangst nach der Bundestagswahl – Wie Al Kaida in Deutschland Attentäter rekrutiert“, berichtet das Magazin von einer Gruppe von 10 Männern, die sich angeblich zwecks einer “Terrorausbildung” in einem “Terror-Camp” in Pakistan aufgehalten haben sollen. Augenscheinlich berufen sie sich dabei auf einen internen Bericht des Hamburger Verfassungsschutzes.
Treffpunkt dieser 10er-Gruppe soll unser Moschee-Verein gewesen sein. Aus diesem Grund wird auch vor dem Gebäude der Moschee gefilmt. Eine vorherige Anfrage zu einem Interview gab es natürlich nicht. Den Besuchern des Freitagsgebetes wird vor der Eingangstür bei laufender Kamera ein Foto von einem rasierten jungen Mann präsentiert, mit der Frage, ob diese Person in der Moschee bekannt sei. Keiner der Befragten scheint ihn hier je gesehen zu haben. Als wir das Filmteam auffordern, die Kamera auszustellen, um unsere Besucher nicht zu verunsichern, heißt das dann: “Unsere Fragen sind hier unerwünscht.”
Die negative Ausbeute an zufriedenstellenden Antworten werden dann mit zwei Szenen von aufgebrachten Moscheebesuchern wieder wettgemacht.
Am gleichen Tag berichtet auch schon die WELT mit dem Titel: “Islamisten -Verfassungsschutz beobachtet Dschihad-Gruppe” unter Berufung auf den REPORT MAINZ und den ominösen internen Verfassungsschutz-Bericht. Auch hier ist unsere Moschee mit einem Foto der Außenfassade im Mittelpunkt der Berichterstattung.

Am Tag darauf berichten dann auch schon die Hamburger Morgenpost und das Hamburger Abendblatt mit folgenden Überschriften über die Angelegenheit:

“Hamburger in Terror-Camp ausgebildet” (Hamburger Morgenpost)
“Terrorismusverdacht – ARD: Islamisten-Gruppe in Hamburg” (Hamburger Abendblatt)

Auch in diesen Artikeln wird wieder unsere Moschee (in der Mopo sogar mit Foto) als Treffpunkt für diese Gruppe genannt, die als “gefährlich und gewaltbereit” gilt und von denen einige Männer bereit seien “Selbstmord-Anschläge zu begehen”.
Als Quelle für diese Informationen wird wiederum dieses interne Dokument genannt… jedoch ist es laut Hamburger Abendblatt plötzlich ein “Bericht des Hamburger Verfassungsschutzes und des Landeskriminalamts.

Einen Tag später, am 07.10.2009, gibt es dann wieder einen Bericht in Hamburger Abendblatt, dieses Mal auch mit Foto und dieser Überschrift:

“Islamismus: Treffpunkt ist Moschee am Steindamm – Terrorgefahr: In Hamburg leben 50 “Heilige Krieger”" (Hamburger Abendblatt)


Mittlerweile ist die Anzahl der “gewaltbereiten Djihadisten” auf eine Gruppe von 50 Männern angewachsen…und wer hätte es anders erwartet…:
“Zentrum der rund 50 Hamburger Dschihadisten ist die Taiba-Moschee am Steindamm.” (Zitat / Hamburger Abendblatt)
Aber die große Sensation ist die Herkunft dieser Informationen (wir erinnern uns… erst Hamburger Verfassungsschutz, dann Hamburger Verfassungsschutz und Landeskriminalamt). Jetzt kommt das interne Papier auf einmal vom BKA:
“Das BKA sieht in der “Gruppe ein hohes Gefahrenpotenzial”. Das geht aus einer internen Einschätzung des BKA hervor (wir berichteten).” (Zitat / Hamburger Abendblatt)


Am 11.10.2009 dann endlich etwas mit Hand und Fuß. Abu Askar wurde auf einem angeblichen “Terror-Video” als ein Iraner mit ehemaligem Wohnsitz in Hamburg identifiziert.
Er soll einer derjenigen sein, “die in Videos Deutschland mit Terroranschlägen drohen.” berichtet die WELT
Und:
“Er wird zum „50er-Klub” der Masjid-Taiba-Moschee (früher Al-Quds-Moschee) gerechnet. Dieser Kreis von 50 Personen bildet einen inneren Zirkel unter den 160 Personen, die die Moschee regelmäßig besuchen, und er wird als tauglich für islamistische Aktionen eingestuft.” (Zitat / WELT)
Zudem wird geschrieben:
“Es kommt häufiger vor, dass junge Muslime in Hamburg angeworben und als Islamisten auf Linie gebracht werden.” (Zitat / WELT)
Und weiter:
“Den Islamisten ist so gut wie nie wirklich etwas nachzuweisen. „Die Al-Quds-Moschee ist weiter ein Treffpunkt und eine Drehscheibe für alle möglichen religiösen Krieger”, sagt ein Sicherheitsbeamter. Was aber hinter den Türen der Moschee geschieht, ist kaum bekannt.” (Zitat / WELT)

Das sollte erst mal als Einführung ausreichen.
Oder vielleicht auch nicht…ein Zeitungszitat möchten wir noch bringen:
“Koalition beschließt „BKA-Gesetz light” – Union und FDP haben bei einem ihrer größten Streitthemen Einigung erzielt: der inneren Sicherheit. Das BKA-Gesetz bleibt,…” (15.10.09 – FOCUS)

Wir hoffen, der Groschen ist gefallen.
Falls nicht, dann eben ein wenig deutlicher:

20.09.2009: Die heiße Phase des Wahlkampfes ist angebrochen. Eine Woche später (am 27.09.2009) sollen die Bundestagswahlen stattfinden. Die FDP hat hervorragende Umfragewerte. Sie fordert (gemäß ihrer freiheitlichen Gesinnung) eine Abschaffung des neuen BKA-Gesetzes… und hier insbesondere der sogenannten Vorratsdatenspeicherung, der Online-Durchsuchungen und der geplanten Internetsperren. Zudem sollen auch die EU-Pläne zur Speicherung und Auswertung von Flugdaten verhindert werden. Aber auch die SPD, die GRÜNEN und die LINKE sind gegenüber diesen Gesetzesvorlagen äußerst kritisch eingestellt. Einzig und allein die CDU und natürlich das BKA scheinen verständlicherweise ein ausgeprägtes Interesse an der Umsetzung dieser Gesetze zu haben.
Auf einmal erscheint ein äußerst eigenartiges und befremdliches “Al-Qaida”-Video auf der Bildfläche. Ein glattrasierter und gegelter Bakkay Harrach aka Abu Talha droht im chiken Zweireiher mit Krawatte und rotem Samtvorhang im Hintergrund, der Bundesrepublik Deutschland mit Anschlägen, falls sich die Wähler am Wahltag nicht gegen den Krieg in Afghanistan entscheiden.
Die Bedrohungslage steigt und somit der Ruf nach mehr innerer Sicherheit = mehr Stimmen für das neue BKA-Gesetz.
Dann der Tag der Entscheidung. Am 27.09.2009 wählen Teile des deutschen Volkes einen neuen Bundestag. Es kommt, wie es kommen musste.
Die CDU ist die stärkste Partei und die FDP hat das beste Wahlergebnis seit Bestehen der Partei.
Die Koalition zwischen CDU und FDP war im Wahlkampf bereits vorangekündigt, jedoch ging die FDP noch nie dermaßen stark in Koalitionsverhandlungen mit einer Regierungspartei. Das BKA-Gesetz scheint zu wackeln, denn die FDP hat im Wahlkampf eindeutig dessen Abschaffung gefordert.
Am 05.10.2009 sollen die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP beginnen.

05.10.2009???

War da nicht etwas? Ja, genau! Am 05.10.2009 strahlt die ARD das TV-Magazin REPORT MAINZ aus. Unter anderem wird ein Bericht namens “Terrorangst nach der Bundestagswahl – Wie Al Kaida in Deutschland Attentäter rekrutiert” ausgestrahlt. Verdächtig pünktlich. Die Informationen aus diesem Bericht entstammen angeblich einem internen Dokument vom Hamburger Verfassungsschutz. In folgenden Zeitungsberichten wird die Quelle dieses internen Dokumentes jedoch eruiert. Erst heißt es LKA, aber letztendlich wird das BKA als der Lieferant dieses Dokumentes ausgemacht.
Auch in den folgenden Tagen gibt das BKA bereitwillig Auskunft über die Gefährdungslage und bringt offen unseren Moschee-Verein und einige seiner Besucher damit in Verbindung. Die Dienste werden kurzfristig aktiviert und diverse Besucher unseres Moschee-Vereins werden (z.T. verdächtig auffällig) beschattet und zu kurzen Gesprächen kontaktiert.

Ich (der Verfasser dieses Artikels) persönlich hatte das Vergnügen, mit einem Vertreter des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz zu sprechen. Bereitwillig gab er mir Auskunft darüber, dass dieses interne Dokument aus dem REPORT MAINZ-Bericht nicht vom Verfassungsschutz stamme.
Zum 15.10.2009 entspannte sich die gesamte Lage wieder. Die Dienste scheinen ihre “offene Beschattung” eingestellt zu haben und die Medien berichten auch nicht mehr in diesem Ausmaße über unsere Moschee. Kein Wunder. Am 15.10.2009 endeten die Koalitionsverhandlungen zum Thema Sicherheit/Justiz zwischen CDU und FDP…hier nochmal das Zitat aus dem FOCUS:
“Koalition beschließt „BKA-Gesetz light” – Union und FDP haben bei einem ihrer größten Streitthemen Einigung erzielt: der inneren Sicherheit. Das BKA-Gesetz bleibt,…” (15.10.09 – FOCUS)

Warum man den ganzen medialen Zirkus nicht schon viel früher, nämlich im März/April 2009 veranstaltet hat, als offensichtlich wurde, dass einige Menschen mit Reiseziel Pakistan abheben wollten, ist nun auch klar. Terror-Schlagzeilen schüren Angst. Angst ist eine Autobahn für Sicherheitsgesetze. Und der beste Zeitpunkt, diese Ängste zu bedienen ist natürlich kurz vor den Wahlen und pünktlich zu den Koalitionsverhandlungen.


Geschätzte Geschwister im Islam und geehrte Besucher,

unser Moschee-Verein sieht sich als Opfer einer großen Medienkampagne, einem schlechten geheimdienstlichen Schmierentheater und einer fingierten politischen Posse.
Unsere Moschee ist ein offenes Gebetshaus. Jeder ist herzlich eingeladen, uns zu besuchen und sich über unser Angebot zu informieren.
Weder werden bei uns Kämpfer für den Djihad angeworben, noch bringen wir Islamisten auf Linie.

In unseren Räumlichkeiten finden keine illegalen oder sonst wie konspirativen Treffen und Verschwörungen statt. Abgeschlossen sind in unserem Gebäude nur menschenleere Räume.
Sobald in einem Raum ein Unterricht, ein Gebet, eine Unterhaltung oder eine Diskussion stattfindet, dann ist dieser Raum offen und für jeden Besucher zugänglich.
All unsere Unterrichte, egal ob für Kleinkinder, Jugendliche oder Erwachsene, finden in deutscher Sprache statt und sind für JEDEN offen.
Die Predigt zum Freitagsgebet wird zwar in arabischer Sprache gehalten, jedoch findet im Anschluss an das Gebet eine Versammlung im Unterrichtraum statt, wo es eine deutschsprachige Erläuterung der Predigt gibt.
Die Inhalte der angebotenen Unterrichte und der Predigten befassen sich mehrheitlich mit der Glaubenslehre (Aqida) des Islams und hier insbesondere mit dem Wesen des islamischen Monotheismus (Tauhid). Außerdem wird sich viel mit der Auslegung
von Quran-Versen und Überlieferungen (Tafsir) befasst. Politik und aktuelle Kriegsgeschehen sind nicht Inhalt unseres Unterrichtsstoffes.

All das kann jederzeit überprüft und bestätigt werden.
Es wird weder in Unterrichten und Predigten, noch in konspirativen Versammlungen innerhalb der Moschee Werbung für jedwede Kampforganisationen gemacht.


Unsere Moschee ist für jeden frei zugänglich. Für jeden Muslim und jeden Nichtmuslim. Ein anständiger Mensch genießt bei uns vollkommenes Gastrecht.
Wir erkundigen uns grundsätzlich nicht über die Herkunft, die politische Gesinnung oder die zukünftigen Reisepläne unserer Besucher.
Es ist jedoch ausdrücklich verboten, ohne die Einwilligung des Moschee-Vorstandes einen Unterricht, Vortrag oder eine Predigt abzuhalten. Nur vertrauenswürdige Personen dürfen solche durchführen und der Moschee-Vorstand hat immer ein waches Auge darauf.


FAZIT: Die Masjid Taiba ist ein Moschee-Verein mit einem Angebot an diversen Unterrichten und Vorträgen. Sollte es tatsächlich Muslime geben, die Deutschland verlassen haben um in Afghanistan oder anderswo zu kämpfen, dann waren für diese Entscheidung weder die Gebete, noch die Unterrichte und Vorträge in unserer Moschee der Auslöser dafür. Jedem in der Moschee ist bekannt, dass sich der Fokus der hiesigen Sicherheitsorgane speziell auf unseren Moschee-Verein richtet. Sollte also ein Besucher ein solches Vorhaben der Ausreise mit sich tragen, dann würde er diese Absicht sicherlich nicht ausgerechnet in unserer Moschee besprechen. Für alles was außerhalb der Moschee passiert, z.B. in den Wohnungen unserer Besucher, im Internet oder anderswo, kann und will die Masjid Taiba keine Verantwortung übernehmen.


Liebe Leser dieses Artikels,

öffnet die Augen fürs Wesentliche und erkennt die Zusammenhänge dieser Vorkommnisse.
Fernsehsender, Zeitungen und Internetblogs sind nie wirklich neutral und oft sogar Handlanger in der hiesigen Politik.
Sogar die Sender des öffentlich rechtlichen Fernsehens sind oft durch ihre Intendanten politisch gebunden oder zumindest beeinflusst.

Der REPORT MAINZ z.B. wird vom SWR (Südwestrundfunk) produziert. Baden-Württemberg wird von der CDU regiert (FDP als Koalitionspartner) und ein Blick auf den Artikel zum REPORT MAINZ bei Wikipedia (unter Geschichte) sagt schon einiges über ihre politische Neutralität aus.
Wir freuen uns über Eure Unterstützung.


Eure Masjid Taiba

Quelle: http://www.masjid-taiba.de/index.php?option=com_content&view=article&id=110&