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Religionen

Feindbild Religion

Dies ist ein Artikel aus der "islamischen Zeitung", der es auf den Punkt bringt. Ständig wird die Religion als Begründung für Unmengen von Konflikten auf der Welt genutzt. Eine Ausrede, mit dem sich noch so kapitalistisch begründete Konflikte erklären lassen. Wie erst vor kurzem mit der Teilung des Sudans. Um sinnlose Kriege und Gewaltakte zu begründen, die auf die verschiedensten Gründe zurückzuführen sind, spricht man gerne, um es sich leicht zu machen, von der Religion. Doch sind es meist andere Interessen, die gewalttätige Auseinandersetzungen begründen, sein es Rohstoffe, Wasservorräte, politische Grenzen oder ethnische Herkünfte. Doch meist um kapitalistische Interesse zu verschleiern, spricht man gerne vom allzu beliebten Sündenbock Religion. Doch die Geschichte hat bewiesen, dass ein Staat auch Menschen mit den unterschiedlichsten Religionen beherbergen kann, ohne dass dies in Feuer und Gewalt  endet, und dies besonders in islamischen Staaten der Vergangenheit. Man forsche nur einmal die Geschichte Andalusiens…

Feindbild Religion

Es ist schon erschreckend, für wie dumm sich die Menschen selbst halten. Ich sage bewusst, „Menschen selbst“, denn letztendlich sind die Instrumente (Politik und die Medien), die wir immer wieder beschuldigen für alles verantwortlich zu sein, ebenfalls von Menschen für Menschen.
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Revolution in Arabien und die angebliche Christenverfolgung

Reportage: Faszination Islam

Teil 1:

httpv://www.youtube.com/watch?v=oQPH7ok-dXQ&feature=channel_video_title

 
Teil 2:

Bosnien: Muslime ehren verstorbenen Papst

Bosniens Muslime kündigen den Bau eines Denkmals zu Ehren Papst Johannes Paul II. im Zentrum Sarajevos an. „Er war die wichtigste Figur des 20. Jahrhunderts“, so der Vorsitzende der islamischen Gemeinde in Bosnien, Mustafa Ceric. Ein Jahr nach Kriegsende 1997 in Bosnien-Herzegowina sei Woityla nach Sarajevo gekommen und habe vor der Kathedrale die Menschen gesegnet – auch Muslime. Die Menschen werden seinen Einsatz für den Frieden und seine Botschaft der Hoffnung nie vergessen, so Ceric. 

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Aufruf zur heutigen Kundgebung!

Niqab-Verbot in Frankreich, Hetze gegen den Islam in allen Zeitungen, Nachrichten und Magazinen, steigende Anzahl von Menschen die hasserfüllt und vorurteilbehaftet gegen den Islam eingestellt sind, Angriffe auf Moscheen und Muslimen etc.: Wo soll das denn noch alles hinführen? Haben wir hier in Deutschland nicht aus der Geschichte gelernt?!

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Entweder schmeicheln – oder du bist radikal!

Allah, der Erhabene, spricht:

<< Weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrem Glaubensbekenntnis folgst. Sag: Gewiss, Allahs Rechtleitung ist die (wahre) Rechtleitung. Wenn du jedoch ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so wirst du vor Allah weder Schutzherrn noch Helfer haben. >> (Sure 2:120)


Das Magazin "KATHOLISCHES" veröffentlichte heute einen Artikel mit Kritik an den "Großimam" (?!) Ägyptens "El-Tayeb" von der Al-Azhar:

“Moderater” Islam verweigert weiter Gespräche mit Vatikan

(Kairo) In einem Treffen mit dem Apostolischen Nuntius wiederholte der Großiman El-Tayeb die Vorwürfe gegen den Vatikan. Er kritisierte den Heiligen Stuhl, weil Papst Benedikt XVI. an die Regierungen appellierte, die Christen besser vor Verfolgung und Diskriminierung zu schützen.
Die Al-Azhar-Universität von Kairo, deren Großimam El-Tayeb ist, präsentiere sich gerne, so Asianews, als “moderates Gesicht des Islam”. Doch in Wirklichkeit verfolge sie die “harte Linie” gegen den Vatikan.

DAWA-NEWS: Wie soll man denn auch sonst auf solchen minderwertigen Populismus reagieren? In Ägyptens Straßen laufen die koptischen Priester mit ihrem gigantischen Schmuck und ihren Gewänder völlig sicher durch die Straßen, hier im "freiheitlichen Westen" hat eine Frau mit islamischer Bedeckung kaum die Chance, die Fußgängerzone zu durchlaufen, ohne verächtliche Blicke und dumme Kommentare sich anhören zu müssen. Das ist bloßer Populismus des Vatikan, um auf einen beliebten, schon fahrenden Zug mit aufzusteigen. Und beim letzten Satz konnte ich durch die Zeilen lesen, in etwa so: "Jeder Muslim der den Vatikan kritisiert und kein enger Verbündeter und notorischer Ja-Sager ist, ist radikal und ein Extremist." 

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Die Religion ist nicht das Problem

Es ist bemerkenswert, ja ich wurde sogar misstrauisch, als ich diesen Artikel bei der FAZ gelesen habe:

 

Das brennende Feuer verzehrt unsere Triebe: Schon ein Blick in den Koran lehrt, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Trotzdem wird die Unterdrückung der Frau oft zur Spezialität des Islam erklärt.

Es ist bequem, als Ursache für die Schlechterstellung der Frauen in muslimisch geprägten Ländern den Islam auszumachen, wie unlängst in dieser Zeitung in Bezug auf Ägypten geschehen (siehe Frauen in Ägypten: Die Ruhe nach dem Sturm). Auch sonst wird oft polarisiert zwischen Demokratie und Gleichberechtigung auf der einen Seite und Islam und Frauenunterdrückung auf der anderen Seite, als könnte es keinen Islam geben, der die Rechte der Frau achtet. Und das, obwohl der Islam bereits um 620 nach Christus Frauenrechte einführte, die für die damalige Zeit völlig undenkbar, ja, geradezu revolutionär waren, wie das Erb- und Scheidungsrecht. Die Frage ist nur, ob man sich durch diesen Geist der islamischen Lehre inspiriert sieht oder fundamentalistischer Buchstabengläubigkeit anheimfällt.

Islamische Gelehrte legitimierten die Beschneidung von Frauen, heißt es. Frauen seien gezwungen, sich mit dem Kopftuch vor sexueller Belästigung zu schützen, der Mann gelte weiterhin als die Norm, als das „Maß aller Dinge“. Ehrenmord und Zwangsheirat sind weitere Schlagwörter. Das islamische Recht, die Scharia, richte sich gegen die Frauen. Als Lösung der Probleme wird daher postuliert, den Islam als Staatsreligion in Ägypten abzuschaffen.

Hassprediger diskriminiert Frauen

Der Ein oder Andere hat wahrscheinlich jetzt schon begeistert den Artikel angeklickt, mit der Hoffnung, etwas für die Bestätigung seiner Voruteile gefunden zu haben. Schauen wir uns an, was einer der sogenannten deutschen "Hassprediger" über die Stellung der Frau im Islam los wird:

httpv://www.youtube.com/watch?v=PMMdBR5hgKs

Ja zum Dialog – aber ihr gehört nicht zu uns!

Salaamu alaikum liebe Geschwister und Hallo allerseits,

"Ja zum Dialog – aber ihr gehört nicht zu uns" ist wohl das neue Motto der "erfolgsversprechenden" Islamkonferenz. Der Leiter dieser Konferenz, der neue Minister des Innern Hans-Peter Friedrich, versucht nun nach seiner spaltenden Aussage, dass die Religion der Muslime angeblich nicht zu Deutschland gehören würde, die Gemüter zu beruhigen. Er behauptete, dass man seine Aussage "einfach einseitig interpretiert hat, um einen Keil zwischen ihm und den Muslimen zu treiben".

Einen Keil?!

Wie kann man einen Keil in so einen gigantischen Leerraum treiben, Herr Friedrich?

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Der Islam ist Teil unseres Landes

Der Bundesfinanzminister Schäuble, der unter anderem auch die Islamkonferenz ins Leben gerufen hat, beglückte uns mit folgendem Zitat: 

 „Wir haben jedes Interesse daran zu sagen, der Islam ist Teil unseres Landes und die Muslime einzuladen, mit uns die Fortschritte, die wir im Abendland erzielt haben, wertzuschätzen“

Demokratie,Religion und Menschenrechte seien miteinander Vereinbar. Begrüßt wird diese Aussage vom Zentralrat der Muslime.

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Eicken: Bürgerinitiative besorgt über Hetze

Wilfried Schultz, der Vorsitzende der Bürgerbewegung sieht die Kanaldeckelattacke auf den Zamzam Shop von Bruder Sven Lau wie auch die Hundekotattacke (wir berichteten) auf dem Gebetsplatz in Mönchengladbach nicht  als selbstinsziniert .

Angeblich hat Schultz wiederholt Drohanrufe bekommen.

"Meine Geduld ist am Ende. Ich werde wieder Strafanzeige stellen", und "Es ist ärgerlich, dass die hiesige Staatsanwaltschaft diese Vorfälle nicht konsequent verfolgt."
Sagte Schulz.

Letzten Sonntag wurde die Bürgerinitative offen angeprangert. Eskalationen gab es nicht.

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Wie ist es denn in Deutschland ?

Es gibt Geld, es gibt Wohlstand, Sicherheit und Zukunft. Die Begriffe Freiheit und Gerechtigkeit sind der Allgemeinheit bekannt. Doch für wen genau gibt es diese Dinge in der Bundesrepublik Deutschland? Können wir Muslime auch daran teilhaben? In einem Land, in dem Toleranz und Frieden immer wieder genannt werden müsste es doch für jeden machbar sein, ganz egal welcher Religion er angehört. Zudem heißt es doch quer durch alle Gesellschaftsschichten, dass man in Deutschland aufgeklärt sei. Aber welche Aufklärung meinen diese Menschen? Die des Islam etwa? Oder die der eigenen Religion? Was wissen die Menschen der letzten 2 bis 3 Generationen denn über die Aufklärung? Und wenn sie nicht Gewissheit darüber haben, warum reden die alle darüber und identifizieren sich in dieser Gesellschaft damit? Allzu häufig bekomme ich in den Medien mit, wenn mit den Leuten mal wieder über den Islam gesprochen wird, dass im Zusammenhang mit dem Ablehnen dieser Religion plötzlich gesagt wird:

„Ich bin froh, dass ich in einem aufgeklärten Land lebe, in dem es friedlich und tolerant zugeht und man frei ist.“

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Umgekehrte Psychologie

Salaamu alaikum liebe Geschwister und Hallo allerseits,

Wie wird man ein Problem am besten los? In dem man es analysiert und interpretiert und anschließend mit Plan und Einsatz versucht zu lösen? Nein, dies wäre zu anstrengend und zeitaufwendig. Besonders in Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Wettrennens um die Vorherrschaft auf der Welt, kann man sich nicht mit minderen gesellschaftlichen Problemen beschäftigen. Doch wie löst man ein vorhandenes gesellschaftliches Problem? Ganz einfach: Man lenkt von diesem Thema ab. Und wie? Na, am besten durch umgekehrte Psychologie

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BRD: Christlich-jüdische Leitkultur?

Heute möchte ich mich wieder einem weiteren heiß geliebten Neologismus der deutschen Politik zu wenden und erläutern:

"Die christlich-jüdische Leitkultur Deutschlands"

Wie halt allzu oft wird wieder mit Buchstaben jongliert und Begriffe geformt, die die wenigsten zwar erklären könnten, aber in Zeiten einer immer größer werdenden, unzufriedenen "Stammtisch-Bevölkerung", oft großen Zuspruch und Begeisterung finden. Ein Paradebeispiel ist das wohl neuste Lieblingswort von Frau Merkel und ihrer "christlichen" Anhängerschaft und zwar "die christlich-jüdische Leitkultur Deutschlands", die dieses Land geprägt hat und auch heute noch der entscheidende Maßstab des Landes ist. 

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Unterdrückung der Frau! Eure Meinung ist gefragt!

Neulich, als ich an einer Bushaltestelle vorbei fuhr, sah ich dieses Bild!

Ich bitte euch 2 Sachen zu kommentieren:

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Pierre Vogel will er die Bibel verbrennen?

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Das Dilemma des Minarett-Verbotes


Die umstrittene Initiative für ein Volksentscheid zum Minarett-Verbot ist von den Schweizern angenommen worden und der schweizer Verfassungstext wird um den Zusatz "Der Bau von Minaretten ist verboten" oder "Minarette sind verboten" ergänzt. Die Abstimmung dazu war direkt-demokratisch. Er gilt aber in den Augen vieler als "verfassungswidrig".

Der frühere Sprecher der Genfer Moschee, Hafid Ouardiri, reichte eine Klage gegen den Volksentscheid vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein, weil das Verbot seiner Ansicht nach gegen die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot verstößt.
Allerdings wird die Klage sehr wahrscheinlich nicht angenommen, da zum einen der Kläger nicht alle Instanzen der Gerichte in der Schweiz ausgeschöpft hat, zum anderen er nicht konkret von dem Verbot betroffen ist. Es bedarf eines konkreten Bauverbotes für ein Minarett, bis sich ein Gericht mit dem Thema beschäftigt und den Verfassungstext für ungültig erklärt.

Jörg Paul Müller und Daniel Thürer, schweizer Rechtsproffesoren wollen auf diesen Präzedenzfall nicht warten.
Sie schlagen einen "Tolleranz-Artikel" vor, der den Text des Minarett-Verbotes ersetzen soll.

Ihre Motive für den Vorschlag:
- Eine Verfassung soll nur ein Rahmen für Gesetze schaffen. Das Minarett-Verbot passt nicht in den Tenor einer Verfassung.
- Das rechtliche Problem soll nicht durch Gerichte, sondern durch den demokratischen Mechanismus gelöst werden.
- Die Geschichte hat gezeigt, dass Bestimmungen durch Volksentscheide früher oder später aufgehoben oder verändert wurden, weil sie ungerecht, unzumutbar oder nicht praktikabel waren.

Also ihre Motive im Klartext: Bevor die Gerichte das Verbot aufheben, muss man es anders ("freier") formulieren, solange man die Möglichkeit dazu hat.


Zitat aus der Ausarbeitung: "Vorschlag: Das geltende Minarettverbot durch einen fortschrittlicheren Toleranzartikel aufzuheben"

Zunächst der bisherige Verfassungstext:

Artikel 12 Glaubens- und Gewissensfreiheit
1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.
2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.
3 Jede Person hat das Recht, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören und religiösem Unterricht zu folgen.
4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Neu soll Absatz 5 eingefügt werden:

5 Die Religionsgemeinschaften nehmen in ihrer Darstellung im öffentlichen Raum, etwa mit Gebäuden, Aufrufen, Kleidervorschriften für ihre Mitglieder oder Symbolen, auf einander und auf das Empfinden und das Wohl der übrigen Bevölkerung Rücksicht.
Sie vermeiden ein bedrängendes Auftreten und tragen zu einem von Toleranz getragenen Zusammenleben bei. Sie fügen sich in ihrem Wirken in die Anforderungen einer demokratischen Gesellschaft ein und respektieren die Menschenrechte aller.

Kommentar:
Es geht in diesem neuen Absatz 5 von Art. 15 der Bundesverfassung darum, legitime Bedürfnisse der Befürworter der Minarettsinitiative aufzunehmen und in der Form von allgemeinen, d.h. nicht diskriminierenden Regeln darzustellen. Das jetzt geltende Minarettverbot wird dadurch überflüssig und gestrichen.

Der erste Satz betrifft das Aussenverhältnis. Es geht darum, das Auftreten der Religionsgemeinschaften gemeinverträglich zu gestalten. Dies wird mit der Formulierung ausgedrückt: „Die Religionsgemeinschaften nehmen auf einander und auf das Empfinden und das Wohl der übrigen Bevölkerung Rücksicht“. Die Wortwahl für einen Verfassungstext ist schwierig, obwohl zu gut Deutsch die Aussage: Wir wollen einen Staat, in dem es jedem wohl sein kann, durchaus verständlich und deutlich wäre.

Zweiter Satz:
„Sie vermeiden ein bedrängendes Auftreten“ meint die Ablehnung jeden aggressiven Missionierens, aber auch der Kundgabe eigener religiöser Riten oder Herrschafts-/Machtansprüche gegen Aussen. Angesprochen ist auch das öffentliche Auftreten in Kleidungen, die etwa angesprochenen Personen im öffentlichen Raum (Verkehrsmittel, Läden) Angst einflössen könnten. Die extremen Formen der Verschleierung sind nach Meinung mancher geeignet, dies zu bewirken. Bedrängend für Mitbürger können auch Bauformen sein, die sich nicht ins Stadt- oder Dorfbild einfügen und unangemessen den Geltungs- oder Machtanspruch einer Religionsgemeinschaft ausdrücken.

Drittes Element: Beitrag zu einem von Toleranz getragenen Zusammenleben und Einfügung in die Anforderungen einer pluralistischen/demokratischen Gemeinschaft und Respekt der Menschenrechte aller.

Hier wird die Wirkung im Innern mit einbezogen: den Glaubensgemeinschaften wird Religionsfreiheit garantiert, sie sind aber auch an die Grundsätze demokratischen Zusammenlebens und des Respekts der Menschenrechte nach Innen und nach Aussen gebunden. Diese Forderung konkretisiert und verdeutlicht die bereits bestehende Verfassungsbestimmungen des Artikels 35 Abs. 1 und 3 Bundesverfassung, die bestimmen: Die Grundrechte sind in allen Teilen der Rechtsordnung zu verwirklichen und gelten grundsätzlich sowohl in öffentlichrechtlichen wie auch privatrechtlichen Beziehungen.

Mit der Bindung an die Menschenrechte sind auch Praktiken wie Mädchenbeschneidung und Zwangsheirat einbezogen.

Zitat Ende.


1) Was fügt der neue Absatz in ihrem Wortlaut inhaltich hinzu, was nicht durch die vorherigen Absätze klar ist?
Religionsfreiheit und kein Religionszwang sind doch schon festgehalten.

2) Soll dieser Text eine Entscheidung vor Gericht überflüssig machen?
Gerade das nicht. Dieser Text wird Grundlage sein, mit dem sich jeder jeden verklagen kann. Viel Arbeit für Richter und Anwälte.

3) Wer ist die "übrige Bevölkerung"?
Für Muslime sind es die Nicht-Muslime,
für Christen sind es die Nicht-Christen,
für Juden sind es die Nicht-Juden,
für die Gläubigen sind es die Nicht-Gläubigen usw.

Zunächst sind damit also vordergründig verboten: Minarett, Muezzin-Ruf, große Moscheenbauten, Burka, Hijab, Kopftuch, Halbmond mit Stern, arabische Inschriften auf Gebäuden, der Ausruf "Allahu Akbar", lange Bärte,…

Allerdings auch: Kirchtürme, große Kirchbauten, Glockenläuten, Nonnen-Uniformen, Pfarrer- und Priesterkleidung, Kreuzanhänger, Kreuze auf Gebäuden, Bibel- und Torah-Zitate in der Öffentlichkeit, Ausrufe wie "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes", das Verteilen von Broschüren und Bibeln/Koran, Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit…

Das wären die Sachen, wegen der die "Gläubigen" sich gegenseitig verklagen könnten.
Aber zum Schutz der Atheisten und Agnostiker müsste man aber generell das Beten, das Predigen und die religiöse Aufklärung in der Öffentlichkeit (Schule, Arbeitsplatz, Medien, usw) verbieten.

Man sieht also, dass dieser Text so schwammig geschrieben ist, dass er alles und nichts verbieten kann. Es ist keine Grundlage für ein friedliches Miteinander, nicht einmal für ein "friedliches Nebeneinander"

4) Die Religionen sollen bedrängendes Auftreten vermeiden.
Wenn also ein Mann in einem Weihnachtsmannkostüm (Gesicht nicht erkennbar, eindeutig religöse Kleidungsmotivation, künstlich vergrößerter Bauchbereich) auf mich zukommt (Aufdringlichkeit), dann verklage ich ihn.
Wenn Zeugen Jehovas an meiner Tür klingeln, dann verklage ich sie.
Wenn der Klassenlehrer meines Sohnes mich zweimal anruft, um zu erfahren, wieso mein Sohn nicht am Religionsunterricht teilnimmt, dann bedrängt er mich. Auch den werde ich verklagen.

Natürlich ist der Gesetzestext nicht für diese Beispiele gedacht.
Man sieht daran aber wunderschön, wie auch Rechtsprofessoren sich schwer tun, Diskriminierung, Ungleichbehandlung und Rassismus so auszudrücken, dass es genau nicht danach klingt.

5) In dem Kommentar wird gesagt, dass Riten wie Mädchenbeschneidung und Zwangsheirat, die religiös bedingt sind, verboten werden. Ich frage mich, in welcher Religion diese Riten geboten bzw erlaubt werden. Im Islam jedenfalls nicht.
Bedarf es denn überhaupt einem Verbot?
Mädchenbescheidung fällt unter Körperverletzung und Zwangsheirat ist im Eherecht verboten.
Wieder also eine diffamierende Äußerung mit Unterstellung.


 

In einer Diskussion wurde mir mal gesagt:
Es geht nicht um den Islam, es geht nur um die Minarette.
Der "Tolleranz-Artikel" zeigt:
Es geht nicht nur um die Minarette , es geht um den Islam.

Mein Vorschlag: Lasst das Gericht entscheiden.

Wenn das Gericht den Zusatz für rechtens erachtet, dann müssen wir ohne neue Minarette leben.
Wenn das Gericht den Zusatz für menschenrechtsverletzend erachtet, dann müssen "die 57% der Schweizer" mit einer richterlichen "Ohrfeige" leben.

Quelle: http://www.sonntagonline.ch


Minderheit ist nicht gleich Minderheit

Nach dem Minarettenverbot in der Schweiz sind sich viele Menschen sicher: Bei den Minaretten bleibt es nicht. Was kann man noch verbieten? Welcher Minderheit soll man noch Rechte abnehmen? Soll man bei den Muslimen bleiben oder darf man auch andere nicht-christliche Religionen diskriminieren? Ganz nach dem Motto "Wenn wir schon dabei sind…" oder "Ganz oder gar nicht".

Christophe Darbellay seit 2006 Präsident der CVP Schweiz forderte das Verbot von Kopftüchern in öffentlichen Funktionen und keine neuen Friedhöfe für Moslems und Juden.

Hat er da eine Kleinigkeit zu viel gefordert? Muslimen die Rechte abzuschneiden ist doch in Ordnung, aber den Juden?

"Ich habe kein Verständnis dafür, dass er Verfassungsgrundsätze infrage stellt, um nach der Minarett-­Initiative Aufmerksamkeit zu heischen", so Yves Kugelmann vom jüdischen Magazin «Tachles».

Verfassungsgrundsätze nach der Minarett-Initiative in Frage stellen? Der Grundsatz der Religionsfreiheit wurde doch schon vor der Minarett-Initiative in Frage gestellt. Für mich ist das doch eine "logische" Erweiterung der Forderung gegenüber Minderheiten.

"Mit dieser Forderung würde die Schweiz ins vorletzte Jahrhundert zurückkatapultiert", so Michael Chiller-Glaus von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus.

Genau. Der Muslimin/Muslima das Tragen von Kopftüchern zu verbieten katapultiert die Schweiz ins letzte Jahrhundert. Ach ne, damit war wahrscheinlich nur die Forderung nach den judischen Friedhöfen gemeint.

Laut SP-Präsident Christian Levrat hat der CVP-Chef «eine rote ­Linie überschritten»: «Er versucht, die Rechten rechts zu überholen. Das ist verantwortungslose Hetzerei.» Selbst in der eigenen Partei findet Darbellay keinen Rückhalt.

Endlich sagt jemand , was diese Forderungen sind. Verantwortungslose Hetze! Es wird energisch Hetze gegen Minderheiten getrieben. Würde dies auch Hetze genannt werden, wenn das Wort "Jude" nicht gefallen wäre?

CVP-Nationalrätin Kathy Riklin: "Wir sind sehr unglücklich darüber, dass er diese Diskussion ausgelöst hat."

Diese Diskussion wurde nicht erst hier ausgelöst, sie wird hier nur weitergeführt. Womöglich meinte sie: "Wir sind sehr unglücklich darüber, dass er diese Diskussion auf die jüdische Bevölkerung ausgedehnt hat" ?

Dabei ist der Graben zwischen einer geglückten Themensetzung und dem politischen Glatteis oft schmal.

Es ist geglückte Themensetzung, wenn man Kopftücher nur für Muslimas/Musliminen verbieten will. Es ist politisches Glatteis, wenn man den Juden ihre Friedhöfe verbietet.

In einem offenen Brief entschuldigt sich Christophe Darbellay: "

Meine Äusserungen waren persönlicher Art. Ich hatte sie auch in der Hitze des Gefechts [...] zuwenig differenziert ausführen können und wurde von der Frage bezüglich jüdischer Friedhöfe überrascht, gegen welche ich mich nicht aussprechen wollte.

[...] Wir [haben] als einzige Partei mit einem weiteren Grundlagenpapier reagiert "Sie sagen Minarette und meinen Moscheen- Es geht auch anders". In diesem Papier haben wir [...] die Stellvertreterdebatte um die Minarette klar verurteilt. Sogar die Befürworter der Initiative geben heute zu, dass es gar nicht um die Minarette ging. Weshalb haben sie dies nicht schon früher getan?"

Die Entschuldigung möge ernst gemeint sein. Er kann sich in "Hitze des Gefechts" zu diesen Äußerungen verleiten lassen haben. Wenn schon diesem Mann, einem Politiker, einem Präsidenten einer Partei, solche Forderungen leicht über die Lippen gebracht werden können, wie leicht ist es durch ständige mediale Verbreitung möglich, diese einem "normalen" Bürger zu entlocken?

Die ganzen Proteste auf eine einzige Forderung haben diesen Mann veranlasst sich dafür zu entschuldigen und diese Forderung wieder zurückzuziehen. Da merkt man den Umgang mit verschiedenen Minderheitenreligionen. Tausende praktizierender Moslems können da protestieren, verurteilen, Anstoß daran nehmen oder eine Entschuldigung verlangen. Ihnen wird gesagt, sie sollen mit den Rechten zufrieden sein, die ihnen – immer mehr eingeschränkt – gegeben werden. Der Forderung einiger weniger jüdischer und nicht-jüdischer Vertreter wird sofort nachgegangen.

Viele Kommentatoren dieser Hetzseiten empfinden dies als ein Rückschritt der Unterdrückung des Islams. Dieser "Vorfall" schade der richtigen "Diskussion". Wieso eigentlich? Dadurch, dass es zeigt, dass es nicht um die Einschränkung der "kleinen" Religionen geht, sondern speziell um die Einschränkung der Moslems?

 

Quellen: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Darbellay-stoesst-die-Juden-vor-den-Kopf-22838252

http://www.tagblatt.ch/aktuell/schweiz/tb-in/Darbellays-Tritte-in-den-Fettnapf;art143,1430482 http://www.kath.ch

/index.php?PHPSESSID=ujj2mki83on9r0g9mkva9knep4&na=11,11,0,0,d,44768

Studie zeigt Vorurteile gegenüber Minderheiten

Studie zeigt Vorurteile gegenüber Minderheiten

In der am 13.11.2009 vorgestellten Studie der Amadeu Antonio Stiftung wurden je 1000 Personen aus mehreren europäischen Ländern gefragt, wie tolerant und aufgeschlossen sie gegenüber verschiedenen Minderheiten bzw. Lebensgewohnheiten sind. Eine genaue Presseveröffentlichung findet man unter:
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/gfepressrelease.pdf

Demnach sind Vorurteile negative Bewertungen von Gruppen und von Einzelpersonen aufgrund ihrer (tatsächlichen oder wahrgenommenen) Gruppenzugehörigkeit. Sie werden dazu benutzt, soziale Ungleichwertigkeit und Ungleichheit zu legitimieren.

Somit sind Vorurteile nicht mit einem demokratischen Verständnis vom Miteinander zu vereinbaren. Einige Ergebnisse dieser Studie (in Deutschland) sind:

Vorurteile gegenüber Einwanderern:

50,0% sagen : Es gibt zu viele Immigranten in ihrem Land.
37,6% „fühlen sich manchmal wie Fremde“ in ihrem Land.
42,4% sagen: Wenn Arbeitsplätze knapp sind, sollten sie [Einheimische] mehr Rechte auf einen Job haben als Zuwanderer.
25,0% stimmen der Aussage nicht zu: "Zuwanderer bereichern unsere Kultur".

Antisemitismus:

19,6% sagen: Juden haben in Deutschland zuviel Einfluss.
48,9% sagen: Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie während des Nationalsozialismus die Opfer gewesen sind.
29,4% sagen: Juden im Allgemeinen kümmern sich um nichts und niemanden, außer um ihre eigene Gruppe.
31,2% stimmen der Aussage, Juden bereichern unsere Kultur, nicht zu.

Vorurteile gegenüber Muslimen:

46,0% sagen: Es gibt zu viele Muslime in Deutschland.
54,1% sagen: Muslime in Deutschland stellen zu viele Forderungen.
52,5% sind der Meinung, dass der Islam eine Religion der Intolleranz ist.

Rassismus bezogen auf die Hautfarbe:

13,5% sagen: Schwarze und Weiße sollten besser nicht heiraten.
30,5% sagen: Es gibt eine natürliche Hierarchie zwischen Schwarzen und Weißen.

Sexismus:

12,0% meinen: Wenn Arbeitsplätze knapp sind, sollten Männer mehr Recht auf eine Arbeit haben als Frauen.
52,7% sagen: Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen.

Homophobie:

38,0% stimmen der Aussage, es gibt nichts Unmoralisches an Homosexualität, nicht zu.
39,7% stimmen der Aussage nicht zu: Es ist eine gute Sache, Ehen zwischen zwei Frauen bzw. zwei Männern zu erlauben.

 

Die vielschichtigen Gründe sind einfach und kompliziert zugleich:

1) Befürwortung von (gesellschaftlicher) Autorität und somit jegliche Ablehnung von Störfaktoren, die diese Autorität verändern oder in Frage stellen wollen. Dabei wollen die Minderheiten nur ihren Platz in dieser Gesellschaft einnehmen. Ausländer zB. sind keine Unruhestifter, gegen die man vorgehen muss. Die Forderung nach einem gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft wird aber von den Meisten als Aufruhr angesehen, die unterdrückt werden muss. Haben denn nicht genau diese Aufruhr und diese Konfliktpunkte dazu geführt, dass sich die Gesellschaft so weiterentwickelt hat (Revolution, Demonstrationen, Proteste)? Denkt mal drüber nach.

2) Wahrgenommene Bedrohung durch Immigranten. Die mediale Darstellung der Immigranten in sog. "Talkshows", Statistiken und die subjektiv ausgewählte Berichterstattung über Täter mit "Migrationshintergrund" (die Personen ohne MIgrationshintergrund sind wohl nicht so "berichtenswert"), schaffen einen Stereotyp des ungebildeten, kriminellen Ausländers, welcher völlig an der Realität vorbeigeht. Eine Kleine Anektodete dazu: Wenn auf einer Schultafel 10 leichte Aufgaben stehen, von denen neun richtig und eine falsch gelöst wurden und man die Schüler fragt, was ihnen auffällt: Was denkt ihr sagen die meisten bzw. alle Schüler? Was fällt eher auf? Neun richtige oder eine falsche? Denkt mal drüber nach.

3) Die Ablehnung von Vielfalt, welche z.B. durch die Sprichwörter: "Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht", "Gleich und gleich gesellt sich gern" oder "Schuster, bleib bei deinen Leisten" formulieren treffend, warum Menschen Veränderungen ablehnen. Man befürchtet, dass das Resultat der homogenen Gesellschaft die Einzelperson schlechter darstellt, als vor der "Vermischung". Dabei sollte man doch einfach bedenken, woher die Einflüsse kommen, die heute unsere Kultur so bereichern. Seien es Erfindungen, Speisen, Einrichtungen oder Architektur. (Dabei) Die Menschen streben doch (z.B. EU-Erweiterung, Wirtschaftszusammenarbeit und internationale Kongresse) nach einer gegenseitigen Bereicherung der Kulturen. Wenn man in der Geschichte jegliche Vielfalt und jeden Andersdenkenden abgeleht hätte, wo stünden wir heute? Denkt mal drüber nach.

4) Der Begriff der "Social Dominance Orientation", sagt aus, dass in einer hirarchischen Gesellschaft es Gruppen gibt, welche "oben" und welche "unten" zu sein haben. Die Angst vor dem Verlust der gesellschaftlichen Stellung impliziert die Vorurteile. Begriffe wie "assoziales Pack" oder "reiche Schnösel" zeigen die Diskrepanz der Bevölkerungsgruppen, um ihre "rechtmäßige" Stellung gegenüber anderen Gruppen zu rechtfertigen. Wäre es aber nicht die beste "naiv-optimistische" Lösung, dass alle "oben" sind oder dass alle in der selben "gesellschaftlichen Gruppe" sind? Denkt mal drüber nach.

5) Politische Machtlosigkeit betrifft diejenigen, die denken, dass sie keinen Einfluss auf die Regierung haben und sie von den Regierenden nicht ernstgenommen werden. Diese Machtlosigkeit führt zu Vorurteilen gegenüber den Gruppen, von dem man denkt, dass die Politiker sich um diese eher kümmern. Teures Benzin – Ölkonzerne. Soli-Zuschlag – Ostdeutsche. Leere Kirchen – Moscheen. Jedes Problem hat wohl also ein Sündenbock. Aber sollten wir nicht die Machtlosigkeiten gegenüber den Politikern nicht dadurch zum Ausdruck bringen, indem wir uns mit den Politikern auseinandersetzen und nicht "schnell und einfach" einen Schuldigen suchen? Denkt mal drüber nach.

6) Die politische Orientierung und die Sozialisation, in der man aufwächst, ob ganz links oder ganz rechts, ist prägend für Vorurteile und deren Verbreitung. Wenn ich also "rechts" bin, habe ich mich "rechts" zu verhalten und "rechte" Vorurteile zu haben. Handle ich immer so, wie man es von mir erwartet, oder betrachte ich mein Informationskonsum kritisch? Denkt mal drüber nach.

7) Selbstberichtete Religiosität ist der Hauptgrund für speziell religiöse Vorurteile. Die Bedrohung der anderen Religionen an dem, wovon ich denke, dass es das Richtige ist, erzeugt Kritikresistenz gegenüber Argumenten und Beweisen, die darauf abzielen mich in meinem Glauben zu beeinflussen. Diese Resistenz kann nur standhalten, wenn man sich allerdings nicht selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht und jegliche Andersdenkenden mit Vorurteilen belastet, um eine selbstgerichtete Blockade aufrechtzuerhalten. Wenn es aber nur einen Schöpfer geben kann, ist es dann nicht wichtig, sich selbst zu überzeugen, was er von den Menschen will und was nicht? Denkt mal drüber nach.

8 ) Die eigene finanzielle Situation relativ zu den anderen erzeugt Vorurteile, um sich selbst einzureden, wieso diese Differenz herrscht. Ein Türke, der einen BMW fährt, muss wohl ja nur ein Drogendealer sein. Wenn eine Frau den Arbeitsplatz bekommt, für den ich mich auch beworben hatte, muss sie wohl den Job bekommen haben, weil sie eine Frau ist. Wenn eine islamische Gemeinde Geld durch Spenden aufbringt, um Ihre Moschee auszubauen, aber durch meine Kirchensteuern sehe ich keine Verschönerung meiner Kirchen, dann muss es wohl daran liegen, dass die Finanzierung des Moscheenbaus dubios sein muss. Begründet man also seine derzeitige finanzielle Situation realistisch oder spielen Neid und mangelnder Einsatz eine Rolle? Denkt mal drüber nach.

9) Gruppenbezogene Deprivation (Mangel). Dazu aus der Studie: " Hier sollten die Befragten angeben ob sie den ökonomischen Status ihrer Landsleute besser, gleich oder schlechter einschätzen als den von Einwanderern in ihrem Land. Dies ist wieder ein rein subjektiver Eindruck und steht in keinem Zusammenhang mit realen Fakten. Diejenigen, die die Situation ihrer Gruppe (als) schlechter einschätzten, tendierten eher zu GMF [Vorurteilen]. Es scheint, dass Zielgruppen (von Vorurteilen) als Sündenbock für die eigene Entbehrung herhalten müssen." Denkt mal drüber nach.

10) Alter und Bildung Dazu die Studie: "Je älter die Befragten und je schlechter sie gebildet sind, desto mehr stimmen sie Vorurteilen im Allgemeinen zu". Da die Immigration, kulturelle Annäherung und Emanzipation eine Bewegung der "neueren" Zeit ist, überrascht es mich nicht, dass genau die Leute, die in ihrer Kindheit und in ihrem Arbeitsleben am wenigsten mit Ausländern, anderen Glaubensrichtungen und Lebensweisen zu tun hatten, eher vorurteilsbildend sind. Wissen es aber nicht genau diejenigen, die in der Schule einen farbigen Freund, im Büro eine russische Kollegin oder am Fließband einen türkischen Mitarbeiter hatten oder als Student ein Auslandsemester in Südamerika waren, wie Ausländer sind? Und wenn Bildung Vorurteile abbaut, wie sollte man die Leute mit Vorurteilen nennen? Denkt mal drüber nach. Alles in allem ist die Studie ein Ausdruck der Angst vor Immigranten, Juden, Moslems und Ausländern, wo auch immer der Grund dafür liegen mag. Aber die Studie zeigt indirekt auch, wie Vorurteile abgebaut werden können. Jeder sollte sich selbst fragen, welchen Vorurteilen er zusagt und wieso dieses Vorurteil bei ihm herrscht. Und wenn sich jemand nochmal die Zeit nimmt, zu untersuchen, mit offenem Herzen, ob dieses Vorurteil womöglich nicht stimmt, dann hat er sich schon viel mehr Mühe gemacht und ist erkenntnisreicher als jemand, der ein Vorurteil als Argumentationsgrundlage für Verbreitung von Zwietracht in unserer Gesellschaft benutzt.

Denkt mal darüber nach.

Zusatz von jana:

Neue Studie belegt: Fremdenhass in Europa ist weit verbreitet.

Eine neue Studie über „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa“ belegt, dass in vielen europäischen Ländern Vorurteile gegenüber Ausländern, Muslimen, Juden und Homosexuellen weit verbreitet sind.
http://www.welt.de/wissenschaft/article5204486/Vorurteile-gegen-Fremde-in-Europa-weit-verbreitet.html

Mehr als die Hälfte der Befragten halten den Islam für eine intolerante Religion und sind der Meinung, dass es zu viele Einwanderer im jeweiligen Land gibt. Außerdem befürworten ein Drittel der Befragten eine „natürliche Hierarchie zwischen Schwarzen und Weißen“. Ich frage mich an dieser Stelle, wie das wohl aussehen soll? Warum meint ein Mensch, dass es eine Hierarchie zwischen weißen und dunkelhäutigen Menschen geben muss? Ein Schlag ins Gesicht der Emanzipation: Die Mehrheit der Europäer (60,2%) befürwortet die traditionelle Geschlechterrollenverteilung und möchte, dass Frauen sich mehr auf ihre Mutterrolle konzentrieren. So viel zur Emanzipation in Europa.
Auch belegt die Studie, dass ein persönlicher Kontakt zu den betreffenden Personen zum Abbau von Vorurteilen geführt hat.

Nun wird wohl die breite Bevölkerung in Deutschland höchstwahrscheinlich keine Erfahrungen auf persönlicher Ebene mit Einwanderern oder Ausländern gemacht haben. Wie erklärt man sich sonst die wachsende Ablehnung gegenüber Ausländern und Muslimen, wenn sie auf ihre religiöse Ausübung bestehen und eine Moschee bauen wollen? In Deutschland hat man vor allem Fremden Angst. Diese negative Berichterstattung beeinflusst die Menschen, so dass sie vielleicht erst gar nicht Kontakt zu Migranten haben möchten, weil sie eben schon eine vorgefertigte Einstellung haben. Man braucht sich nur die Medienberichterstattung zu dem Thema Islam und Muslime anzuschauen. Es sind immer dieselben Schemata: Ist ein Minarett nicht ein Zeichen des Machtanspruches des Islam in Deutschland? Das Kopftuch ist ein politisches Symbol und unterdrückt die Frau! Der Islam ist eine intolerante Religion und immer politisch. Die Mehrheit der Muslime lebt in Parallelgesellschaften und ist nicht integriert. Damit meint man aber wohl „nicht assimiliert“. Denn integriert sind hier wohl die Meisten. Sie beherrschen die deutsche Sprache, arbeiten, zahlen ihre Steuern und schicken ihre Kinder auf deutsche Schulen und Kindergärten. Es ist einerseits richtig, dass viele Muslime ihren Ruf durch ihr schlechtes Verhalten geschädigt haben. Andererseits darf man nicht eine Religion am Verhalten einiger ihrer Anhänger, die sie nicht praktizieren, beurteilen.

Noch halten sich die Politiker mit ihren öffentlichen Äußerungen zurück. Political correctness nennt man das. Aber warten wir ab, bis es einer so direkt und unverblümt bei M.Illner, Maischberger oder in einer Parteiversammlung ausspricht. Dann wird eine Welle ausgelöst….

Wie Martin Luther am 15.2.1546 öffentlich in seiner letzten Kanzelabkündigung damals sagte:

“ Darum sollt ihr Herren sie (die Juden) nicht leiden, sondern wegtreiben.“ (Martin Luther, “Von den Juden und ihren Lügen“, Erstausgabe Wittenberg 1543)

Stellt euch mal vor, Roland Koch oder Kristina Köhler (die Islamismus- und Terrorismusexpertin der CDU) würden das ungefähr so ausdrücken: „Ihr sollt die (kriminellen) Muslime nicht leiden, sondern wegtreiben (abschieben)“. ( „Von den Muslimen und ihren Lügen“, 2039)

Der Eine oder Andere mag das übertrieben finden oder gar unmöglich. Aber die Geschichte wiederholt sich. Die Menschen lernen nicht aus der Geschichte. Als 1941 die ersten Juden deportiert wurden, konnte es noch keiner von ihnen glauben. Letztendlich wurden 4 Millionen Juden vergast. So furchtbar kann die Geschichte sein. So furchtbar ist der Mensch.

Ehemaliger Rapper konvertiert zum Islam [update]

[update]

Vor längerer Zeit haben wir euch ein Video präsentieren können, bei dem euch der ehemalige Rapper Loon vorgestellt wurde, der sich vom "Bad Boy" zum "Good Boy" verändert hat. Nach dem sehr erfolgreichen Interview mit "Al Jazeera English", welches als Video etliche Male angeschaut und neu im Internet hochgeladen wurde, wollten wir euch auch das 25minütige Interview mit Loon in der "Deen Show" nicht vorenthalten.

"Das schönste Lied, das ich gesungen habe, war der Gebetsruf (Athan)", Loon.

 

[update Ende]

 

Aufsehen erregte vor kurzem der ehemalige Rapper „Loon“. Der christlich erzogene Chauncey Lamont Hawkins, so hieß „Loon” früher, konvertierte zum Islam, da er nach eigener Aussage, in dem „Rap-Business“ nie die volle Zufriedenheit erlangen konnte. Mittlerweile hat Hawkins einen islamischen Namen: „Amir Junaid Muhadith“. Früher zog „Loon“ die Aufmerksamkeit durch die Zusammenarbeit mit namenhaften Künstlern wie P.Diddy oder Usher, auf sich. Er wirkte bei dem Lied „I Need A Girl“ mit und erhielt tatkräftige Unterstützung von seinen Rap-Kollegen. In Anspielung auf das ehemalige Plattenlabel von P.Diddy („Bad Boy Records“), beschreibt der heutige Amir in einem Interview mit „Al Jazeera English“, seinen Werdegang, als „Weg vom „Bad Boy“, zum „Good Boy“. Die meiste Zeit verbringt Amir momentan damit, sich mit dem Islam zu beschäftigen und noch mehr Wissen zu erlangen, um den Medien und anderen Menschen, die ihn in Zukunft viele Fragen zu dieser Entscheidung stellen werden, entgegen treten zu können. Besonders positiv fällt unser neuer Bruder dadurch auf, dass er auf die penetrante Bitte des Moderators, noch einmal für den Sender zu rappen, nicht eingeht, weil er sich „von diesem „Lifestyle“ endgültig verabschieden möchte“. Das Interview mit“ Al Jazeera English“ fand kurz nach der Umrah statt, die Amir bestritt. Aus dieser habe er, wie er behauptet, genug Kraft getankt hat, um sich jetzt „auf die Da’wa zu fokussieren“ Ob Amir sein Talent, das Schreiben von Texten, in Zukunft mit seiner Da’wa (Einladung zum Islam) verbindet, möchte sich der sympathische Amerikaner noch offen halten. Bevor ihr euch das Video anschaut, noch ein Zitat von Amir, welches er kurz vor Schluss äußerte und mich damit sehr gerührt hat. „Ich konzentriere mich auf all die schönen Sachen, die mir seit der Annahme des Islams passiert sind“ und er führt fort: „Allah hat mich definitiv mit einem schönen Ersatz gesegnet [zu dem alten „Lifestyle“] und ich bin einfach so dankbar[…]“.

 

Leider hat „Al Jazeera English“ die ehemaligen Rap-Videos ( in denen halbnackte Frauen tanzen) fast die ganze Zeit über mitlaufen lassen. Deshalb haben wir die rechte Seite schwarz überblendet und die Fitna, so gut es ging, eingeschränkt. Verteilt das Video bitte weiter, liebe Geschwister! Möge Allah euch dafür segnen!