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Alhamdulillah, das geplante Islamseminar in Disentis hat stattgefunden und unser Bruder Pierre Vogel war mit dabei.
Aus meiner Sicht war es eine gute Entscheidung, die Teilnahme von Pierre Vogel zu verschweigen und nein, ich finde man hat damit niemanden "über das Ohr gehauen".
Nehmen wir mal an, man hätte von Anfang an erwähnt, dass Pierre Vogel am Seminar teilnimmt, was wäre passiert? Wie ein Lauffeuer hätte sich diese Information verbreitet, auch unter den Medien und jeder hätte erneut versucht auf seine Art Angst zu schüren und man hätte wieder in irgendwelchen Videos nach Stellen gesucht, die man aus dem Kontext reissen und damit für Unruhe sorgen kann.
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Wir sehen wie der Ball in der Schweiz mehr und mehr ins Rollen kommt.
Alles Lob gebührt Allah, denn nun gibt es auch für die Schweizer Brüder und Schwestern ein Seminar in ihrer Nähe.
| Islamisches Treffen Disentis 26.3.-28.3.2010 | ![]() |
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Islamisches Bildungsseminar in Disentis "Sag: Dies ist mein Weg!"
Am 26.-28. März 2010 findet das erste Bildungsseminar dieses Jahres in deutscher Sprache für Muslime statt. Nach Annahme der Minarett -Initiative hat die anti-islamische Propaganda eine neue Form der Steigerung angenommen. Der Islam steht im falschen Licht. Dies wirkt sich auch auf das Verhältnis der Muslime zu ihrer Religion aus. Es ist leider sogar so weit gekommen, dass einige Muslime davor zurückschrecken, ihre religiöse Identität öffentlich zu zeigen, aus Furcht vor Konsequenzen oder aus Scham, weil sie störende Kommentare erwarten.
Die islamische Identität ist dennoch das Herz und die Seele eines Muslims und es kann nicht sein, dass diese versteckt oder verlogen werden muss! Der Muslim begeht kein Verbrechen, nur weil er der islamischen Religion angehört und er hat auch nicht suspekt zu erscheinen, nur weil er diese in seinem alltäglichen Leben umsetzt.
Deshalb soll das Seminar auf diese Problematiken eingehen: Wie kann ich als praktizierender Muslim hier leben? Was kann ich für die Bewahrung meiner Religion und meiner religiösen Identität tun?
Nicolas Blancho, Mohammed Ciftci (Abu Anas) und Abu Jibril, werden sich mit verschiedenen Vorträgen zu diesen Themenfeldern äussern.
Es sollte durch das Seminar klar werden, dass der Muslim für die Umsetzung seiner Religion nichts zu befürchten hat und er stolz, kräftig und selbstbewusst sagen soll: „Sag: Dies ist mein Weg!“ (12:108) und davon wird mich niemand unter keinen Umständen abbringen.
Das Sportzentrum in Disentis wird für unser Seminar zur Verfügung gestellt. Es ist in einer wunderschönen, idyllischen Berggegend, wo sicher auch die Möglichkeit zum Wandern und Geniessen besteht.
Für ein schönes Wochenende mit Familie in einem brüderlichen und islamischen Rahmen!
Administrative Daten:
| Wann: | Beginn am 26.3.2010 ab 18.30 Uhr Eintreffen (Programm ab 20.00Uhr) | ||||||
| Ende: 28.3.2010 ('Asr Gebet) | |||||||
| Wo: | Center da sport e cultura, Via Alpsu 51, 7180 Disentis/Mustér | ||||||
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Preise*: |
Einzelperson Mitglied IZRS (CHF 50.--) |
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| Referenten: |
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| Geschlechter: | Familien, Kinder und Singles sind herzlich willkommen. Die Geschlechtertrennung ist während der ganzen Veranstaltung garantiert. | ||||||
| Kinder: | Für eine ausgeglichene Kinderbetreuung ist in einer extra zu diesem Zweck angemieteten Turnhalle gesorgt. Kinder werden sich austoben und spielen können. Bei gutem Wetter ist mit den älteren Kindern auch eine Wanderung möglich. | ||||||
| Anmeldung: | Plätze sind limitiert auf 260. Anmeldung ist Pflicht. Ohne Anmeldung kann das Seminar unmöglich besucht werden. Die Anmeldefrist endet am Sonntag, 21.3.2010 um 20.00 Uhr. |
Am 14.2.2010 fand in Zürich das vom IZRS (Islamischer Zentralrat Schweiz) organisierte Symposium statt. Alhamdulillah, etwa 700 Teilnehmer waren dabei. Ich – als Mitgründerin von Muslimnet.org – konnte diesmal leider nicht teilnehmen, möchte mich aber trotzdem dazu äußern, insbesondere zu den veröffentlichten Schlagzeilen in unseren Schweizer Zeitungen.
Wie immer ganz vorne dabei ist die kostenlose Zeitung "20 Minuten", welche sich in letzter Zeit viele ziemlich negative Berichte gegen Muslime leistet. Als zweites kommt der Tagesanzeiger.
Der Bericht in "20 Minuten", ist wie erwartet so negativ wie möglich gestaltet, kommen doch darin Sätze vor wie
Zitat:Die verschleierten Frauen beten einen Stock höher – denn es herrscht «strikte Geschlechtertrennung».
Damit will man wohl betonen, wie die ach so armen Muslimas behandelt werden. Ihr da draußen! Habt ihr euch schon mal überlegt, dass wir uns so wohlfühlen? Ich jedenfalls finde die Geschlechtertrennung gut, früher gab es das ja auch in Europas Schulen!
Weiter liest man Wörter wie "Islamisten, verschleierte Frauen, bärtige Männer"…
Hm, mein Vater, ein Nichtmuslim, trägt auch Bart, muss er in Zukunft fürchten deswegen angegriffen zu werden?
Es gibt (leider) auch viele Muslime ohne Bart, aber ob die deswegen weniger praktizierend, respektive "gefährlich" sind, bezweifle ich stark. Ebenfalls muss eine Muslima ohne Kopftuch nicht "harmloser" sein als eine verschleierte Frau. Aber eben, so weit kann "man" nicht denken.
Dann wird das Bild gezeigt, des "armen kleinen Mädchens" welches schon in seinem Alter ein Kopftuch tragen muss. Hat man das Mädchen gefragt? Ich denke nicht. Ich kenne Mädchen, die sind etwa im selben Alter und wollen das Kopftuch tragen! Warum? Weil die Frauen des Propheten Muhammeds s.a.s ein Kopftuch trugen und die anderen Frauen damals auch und weil sie danach handeln wollen. Alhamdulillah (Gott sei dank).
Zitat:Es waren vorwiegend versöhnliche Töne zu hören
Versöhnliche Töne? Warum, haben wir mal was anderes gesagt, als dass wir Frieden möchten? Als dass wir diskutieren möchten? Aber zumindest ist "versöhnlich" schon mal irgendwie positiv zu verstehen.
Der Zentralrat wolle sich unter anderem auch für einen Fatwa-Rat einsetzen, und auch dafür islamische Schulen und Moscheen zu schaffen.
Zitat:Den Juden würden auch eigene Schulen und Gebetsstätten zugestanden. «Aber wenn wir Muslime davon sprechen, dann heißt es sofort, wir schafften Parallelgesellschaften
Wie recht ihr habt, Brüder! Mormonen dürfen Tempel bauen mit einer großen Kuppel (die in Zollikofen leuchtet sogar im Dunkeln), Juden haben eigene Schulen, Gebetsstätten etc. und sind schon lange "integriert", wir Muslime sind die schwarzen Schafe, müssen den Kopf hinhalten für "sogenannte Muslime" die Schlimmes tun und es mit dem Islam rechtfertigen (was falsch ist!) und müssen tagtäglich um unsere Rechte kämpfen.
Ist das korrekt?
Dabei gibt es auch unter den anderen Religionsangehörigen solche, die Schlimmes tun, sogar gegen Menschenrechte verstoßen, Menschen unterdrücken und peinigen (Stichwort Palästina) usw…
Wo ist da der Unterschied? Ich bitte alle Leser und Leserinnen, egal ob Muslim oder nicht, darüber nachzudenken, was Gleichberechtigung eigentlich bedeutet. Gerade hier in unserer einstmal "neutralen" Schweiz und auch sonst wo.
Wenn ein Christ etwas Verbotenes und absolut Schlimmes tut, gibt man diesem Menschen Schuld, aber nicht dem Christentum. Dieses Recht gilt auch für uns Muslime und alle anderen Religionen. Punkt.
“Der deutsche Islamist Pierre Vogel gibt nicht auf: Am 14. Februar will er in Zürich vor 1000 Leuten predigen. Eingeladen hat ihn der Islamische Zentralrat der Schweiz, der kürzlich noch auf Distanz zu Vogel gegangen war.”
(Quelle: 20 Minuten Online)
Die professionelle Spaltung geht weiter.
Nachdem wir klargestellt haben, dass der Islamische Zentralrat der Schweiz sich – entgegen der schlecht recherchierten Medienbehauptungen – nicht von Pierre Vogel distanziert hat, benutzt das Onlinemagazin der “20 Minuten” diesen Punkt als Aufhänger für ihre (Anti-)Werbung für den Vortrag am 14.2.2010.
Das war um 7:00 Uhr heute morgen, ein relativ später Artikel, da schon seit längerer Zeit auf der Seite von Pierre Vogel zu lesen ist, dass er am 14.2. zu der Veranstaltung fahren wird.
Doch um 11:25 Uhr teilt die Schweizer Bild-Zeitung “Blick” mit:
Der Stiftungsrat des Volkshauses hat sich einstimmig entschieden, die Veranstaltung abzublasen und den ZRS wieder auszuladen.
“Man habe erst heute Morgen von den umstrittenen Teilnehmern des Symposiums erfahren und gleich reagiert, erklärte Volkshaus-Geschäftsführer Marco Stella gegenüber Radio «Energy Zürich».
Auf der Seite des Zentralrats wird eine Pressekonferenz angekündigt. Ab 16:00 Uhr wissen wir, so wahr Gott will, mehr.
Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) verliest heute um 16.00 Uhr im Hotel Astoria, 3007 Bern eine Erklärung zum Medienwirbel rund um den geplanten Auftritt des deutschen Predigers, Pierre Vogel, am Symposium: “Die Schweiz nach dem Minarettverbot – Wohin steuert die Islamdebatte?”.
Ort: Hotel Astoria, Zieglerstrasse 66, 3007 Bern
Zeit: 16.00 Uhr
Keine Akkreditierung nötig.
Der Präsident, Nicolas Blancho, wird dem Anlass ebenfalls beiwohnen. Weitere Anfragen sind zu richten an den Pressedienst:
Momentan spüren wir einige Spaltungsversuche in der Umma.
Es hat sich – Gott sei gedankt – eine starke Fraktion gebildet mit:
Sheikh Abul Hussein
Sheikh Abu Anas
Abu Hamza
Abu Jibriel
Abu Alia
Abu Adam
…. und allen weiteren Leuten die hinter dem EZP-Team stehen.
Außerdem sind seit kurzem auch die Schweizer mit dem kürzlich gegründeten Zentralrat der Schweiz, dazu gestoßen.
Der Student und gleichzeitig Präsident des IZRS, Nicolas Blancho, erfährt große Beliebtheit bei den praktizierenden Muslimen in der Schweiz und vielen Muslimen in Deutschland. Aufgefallen ist er vor allem durch die Kooperation mit Pierre Vogel (Abu Hamza) bei der Kundgebung gegen das Minarett-Verbot in der Schweiz letzten Jahres.
Die Politik und die Medien bemerkten jedoch ziemlich schnell, dass sich für den Islam etwas äußerst Positives aufbaut, nämlich eine enge Zusammenarbeit von rechtschaffenen und extrovertierten Muslimen, die sich nicht mehr alles gefallen lassen – und das grenzüberschreitend.
Dies musste selbstverständlich umgehend verhindert werden, also bemühten sich die schweizer Politiker, nachdem Sheikh Abul Hussein bereits vor längerer Zeit ein Einreiseverbot erhielt, nun auch Pierre Vogel den Eintritt in die Schweiz zu untersagen – wenn auch temporär begrenzt, jedoch nun aufgehoben.
Nachdem sich der Zentralrat immer besser aufgestellt hat und mittlerweile einen relativ hohen Bekanntheitsgrad genießt, versucht die Presse (u.a. Basler Zeitung) wieder Druck zu machen und mit Artikeln bzw. Überschriften wie:
“Schweizer Muslime distanzieren sich von Pierre Vogel”
,die Muslime zu spalten. Wer nur die Überschrift liest (was generell fatal ist!), muss sich doch stark wundern, wie es sein kann, dass sich "Muslime" von Pierre Vogel distanzieren, während die Zusammenarbeit vor kurzem noch beispielhaft gewesen ist.
Der Artikel geht aber noch weiter:
“Es sei ein Fehler gewesen, den deutschen Islam-Prediger Pierre Vogel zur Kundgebung vom 13. Dezember des letzten Jahres auf dem Berner Bundesplatz einzuladen, sagte Blancho am Rand des Anlasses.”
Dieses Zitat stellt sich als ein, aus dem Kontext gerissenes und inhaltlich falsches Zitat dar, welches für Unruhen in den Rängen der Muslime sorgen kann.
Kurz nach der Veröffentlichung des Artikels wurden die ersten Stimmen der Verantwortlichen laut: Nicolas Blancho wird – so wahr Gott will – bald eine Aufklärung des Basler-Zeitungsartikels auf der Internetseite des IZRS’ veröffentlichen.
Schnell wird jedoch klar, dass es sich bei dem Zeitungsartikel um einen klaren Spaltungsversuch handelt.
Man hat sich von Pierre Vogel und seinen Ansichten ebenfalls, nicht als Person distanziert, es sei lediglich ein Fehler, einen Nichtschweizer für innerpolitische Probleme einzuladen. Und das ist tatsächlich ein Punkt über den man fair diskutieren kann.
Da wir uns sicher sein können, dass das nicht der letzte Spaltungsversuch gewesen sein wird, sollten wir aus dieser Sache für die Zukunft folgendes lernen:
1. Es gibt Mächte und Kräfte, denen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Muslime ganz und gar nicht gefällt.
2. Diese Mächte setzen all ihre gaunerischen Kräfte ein, um die Zusammenarbeit zu unterbinden, sie es mit politischen oder unterbewusst medialen Aktionen.
3. Die islamische Gemeinschaft darf sich nicht so leicht blenden lassen und nicht auf die plumpen Versuche einer Zeitung oder ähnlicher Medienanstalten hereinfallen.
4. Die Muslime müssen stets kritisch bleiben und nichts ungefragt hinnehmen.
5. Die Muslime müssen zusammenarbeiten, auch wenn sie unterschiedliche Meinungen haben.
Letztendlich müssen sie sich an Qur'an und Sunna halten.
In Kürze lest ihr hier eine Stellungnahme des Schweizer Zentralrats – so wahr Gott will -.
Was ist ein Minarett?
Laut Wikipedia ist ein Minarett ein erhöhter Standplatz oder Turm für den Gebetsrufer (Muezzin) bei oder an einer Moschee.
Im schweizerischen Verfassungstext ist nach der Minarett-Initiative der Zusatz eingefügt: "Minarette sind verboten" womit man den Bau neuer Minarette meint.
Laut der Definition ist ein Kirchturm kein Minarett, da es eine bestimmte Voraussetzung nicht erfüllt: Es ist nicht "bei oder an einer Moschee". (s.o).
Auch ein Burg- oder Wachturm ist kein Minarett. Eine Litfaßsäule ist kein Minarett. Ein zylindrisch angesammelter Haufen von Steinen vor der Haustür ist kein Minarett. Eine aus Pappe zusammengeschnittene, senkrechte Säule im Garten ist kein Minarett. Ein Plakat an einem Haus mit der Aufschrift "Das ist ein Minarett" macht das Haus nicht zu einem Minarett.
Den Muslimen wird vorgeworfen, zu wenig über ihre Religion aufzuklären. Das ist nur zum Teil wahr. Wir klären schon auf, aber das interessiert die Medien nicht.

Das ging durch die Presse.
Das ist die Art von Protest, die wir brauchen, damit man auf unsere Stimmen aufmerksam wird.
Das ist es, wozu wir euch ermutigen wollen.
Friedlicher Protest gegen das Minarett-Verbot
Solltet ihr ein eigenes Haus oder einen eigenen Garten besitzen, bastelt euch ein Minarett. Egal woraus, wie groß oder wohin (solange es euer Eigentum ist).
Dieser Protest hat zwei Ziele:
1) Die Medien und die Nachbarschaft sehen den Protest und werden sich fragen, warum jemand ein Minarett aufgestellt hat. Man kann so seinen Standpunkt über das Minarett-Verbot (es geht eigentlich ja gar nicht um Minarette) darstellen und die Leute über die Initiatoren aufklären. Das Minarett ist einfach ein Ball, der eure Dawa ins Rollen bringen wird.
2) Das Minarett-Verbot kann durch die obersten Gerichte nur dann gekippt werden, wenn es eine Einzelfallentscheidung gibt. Die aktuellen Klagen werden nicht angenommen, da die Kläger selbst nicht direkt betroffen sind. Wenn offiziellen Stellen (Staatsanwaltschaft, Polizei, Ordnungsamt, Bauamt) euch schriftlich auffordern, das "Minarett" zu entfernen, weil Minarette in der Verfassung verboten sind, dann haben wir den Präzedenzfall.
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Macht Fotos von eurem Protest.
Schreibt Erfahrungsberichte, wenn ihr deswegen irgendwas erlebt habt.
Solltet ihr einen offiziellen Brief erhalten (was natürlich sehr unwahrscheinlich und lächerlich wäre) dann scannt diesen und schickt an uns.
Wir veröffentlichen euren Protest. Wir sorgen dafür, dass die muslimischen Organisationen, deren Klagen abgewiesen werden/wurden, auf euch aufmerksam werden.
Macht mit bei der Dawa.
Die umstrittene Initiative für ein Volksentscheid zum Minarett-Verbot ist von den Schweizern angenommen worden und der schweizer Verfassungstext wird um den Zusatz "Der Bau von Minaretten ist verboten" oder "Minarette sind verboten" ergänzt. Die Abstimmung dazu war direkt-demokratisch. Er gilt aber in den Augen vieler als "verfassungswidrig".
Der frühere Sprecher der Genfer Moschee, Hafid Ouardiri, reichte eine Klage gegen den Volksentscheid vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein, weil das Verbot seiner Ansicht nach gegen die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot verstößt.
Allerdings wird die Klage sehr wahrscheinlich nicht angenommen, da zum einen der Kläger nicht alle Instanzen der Gerichte in der Schweiz ausgeschöpft hat, zum anderen er nicht konkret von dem Verbot betroffen ist. Es bedarf eines konkreten Bauverbotes für ein Minarett, bis sich ein Gericht mit dem Thema beschäftigt und den Verfassungstext für ungültig erklärt.
Jörg Paul Müller und Daniel Thürer, schweizer Rechtsproffesoren wollen auf diesen Präzedenzfall nicht warten. Sie schlagen einen "Tolleranz-Artikel" vor, der den Text des Minarett-Verbotes ersetzen soll.
Ihre Motive für den Vorschlag:
- Eine Verfassung soll nur ein Rahmen für Gesetze schaffen. Das Minarett-Verbot passt nicht in den Tenor einer Verfassung.
- Das rechtliche Problem soll nicht durch Gerichte, sondern durch den demokratischen Mechanismus gelöst werden.
- Die Geschichte hat gezeigt, dass Bestimmungen durch Volksentscheide früher oder später aufgehoben oder verändert wurden, weil sie ungerecht, unzumutbar oder nicht praktikabel waren.
Also ihre Motive im Klartext: Bevor die Gerichte das Verbot aufheben, muss man es anders ("freier") formulieren, solange man die Möglichkeit dazu hat.
Zitat aus der Ausarbeitung: "Vorschlag: Das geltende Minarettverbot durch einen fortschrittlicheren Toleranzartikel aufzuheben"
Zunächst der bisherige Verfassungstext:
Artikel 12 Glaubens- und Gewissensfreiheit
1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.
2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.
3 Jede Person hat das Recht, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören und religiösem Unterricht zu folgen.
4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.
Neu soll Absatz 5 eingefügt werden:
5 Die Religionsgemeinschaften nehmen in ihrer Darstellung im öffentlichen Raum, etwa mit Gebäuden, Aufrufen, Kleidervorschriften für ihre Mitglieder oder Symbolen, auf einander und auf das Empfinden und das Wohl der übrigen Bevölkerung Rücksicht.
Sie vermeiden ein bedrängendes Auftreten und tragen zu einem von Toleranz getragenen Zusammenleben bei. Sie fügen sich in ihrem Wirken in die Anforderungen einer demokratischen Gesellschaft ein und respektieren die Menschenrechte aller.
Kommentar:
Es geht in diesem neuen Absatz 5 von Art. 15 der Bundesverfassung darum, legitime Bedürfnisse der Befürworter der Minarettsinitiative aufzunehmen und in der Form von allgemeinen, d.h. nicht diskriminierenden Regeln darzustellen. Das jetzt geltende Minarettverbot wird dadurch überflüssig und gestrichen.
Der erste Satz betrifft das Aussenverhältnis. Es geht darum, das Auftreten der Religionsgemeinschaften gemeinverträglich zu gestalten. Dies wird mit der Formulierung ausgedrückt: „Die Religionsgemeinschaften nehmen auf einander und auf das Empfinden und das Wohl der übrigen Bevölkerung Rücksicht“. Die Wortwahl für einen Verfassungstext ist schwierig, obwohl zu gut Deutsch die Aussage: Wir wollen einen Staat, in dem es jedem wohl sein kann, durchaus verständlich und deutlich wäre.
Zweiter Satz: „Sie vermeiden ein bedrängendes Auftreten“ meint die Ablehnung jeden aggressiven Missionierens, aber auch der Kundgabe eigener religiöser Riten oder Herrschafts-/Machtansprüche gegen Aussen. Angesprochen ist auch das öffentliche Auftreten in Kleidungen, die etwa angesprochenen Personen im öffentlichen Raum (Verkehrsmittel, Läden) Angst einflössen könnten. Die extremen Formen der Verschleierung sind nach Meinung mancher geeignet, dies zu bewirken. Bedrängend für Mitbürger können auch Bauformen sein, die sich nicht ins Stadt- oder Dorfbild einfügen und unangemessen den Geltungs- oder Machtanspruch einer Religionsgemeinschaft ausdrücken.
Drittes Element: Beitrag zu einem von Toleranz getragenen Zusammenleben und Einfügung in die Anforderungen einer pluralistischen/demokratischen Gemeinschaft und Respekt der Menschenrechte aller.
Hier wird die Wirkung im Innern mit einbezogen: den Glaubensgemeinschaften wird Religionsfreiheit garantiert, sie sind aber auch an die Grundsätze demokratischen Zusammenlebens und des Respekts der Menschenrechte nach Innen und nach Aussen gebunden. Diese Forderung konkretisiert und verdeutlicht die bereits bestehende Verfassungsbestimmungen des Artikels 35 Abs. 1 und 3 Bundesverfassung, die bestimmen: Die Grundrechte sind in allen Teilen der Rechtsordnung zu verwirklichen und gelten grundsätzlich sowohl in öffentlichrechtlichen wie auch privatrechtlichen Beziehungen.
Mit der Bindung an die Menschenrechte sind auch Praktiken wie Mädchenbeschneidung und Zwangsheirat einbezogen.
Zitat Ende.
1) Was fügt der neue Absatz in ihrem Wortlaut inhaltich hinzu, was nicht durch die vorherigen Absätze klar ist?
Religionsfreiheit und kein Religionszwang sind doch schon festgehalten.
2) Soll dieser Text eine Entscheidung vor Gericht überflüssig machen?
Gerade das nicht. Dieser Text wird Grundlage sein, mit dem sich jeder jeden verklagen kann. Viel Arbeit für Richter und Anwälte.
3) Wer ist die "übrige Bevölkerung"?
Für Muslime sind es die Nicht-Muslime,
für Christen sind es die Nicht-Christen,
für Juden sind es die Nicht-Juden,
für die Gläubigen sind es die Nicht-Gläubigen usw.
Zunächst sind damit also vordergründig verboten: Minarett, Muezzin-Ruf, große Moscheenbauten, Burka, Hijab, Kopftuch, Halbmond mit Stern, arabische Inschriften auf Gebäuden, der Ausruf "Allahu Akbar", lange Bärte,…
Allerdings auch: Kirchtürme, große Kirchbauten, Glockenläuten, Nonnen-Uniformen, Pfarrer- und Priesterkleidung, Kreuzanhänger, Kreuze auf Gebäuden, Bibel- und Torah-Zitate in der Öffentlichkeit, Ausrufe wie "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes", das Verteilen von Broschüren und Bibeln/Koran, Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit…
Das wären die Sachen, wegen der die "Gläubigen" sich gegenseitig verklagen könnten.
Aber zum Schutz der Atheisten und Agnostiker müsste man aber generell das Beten, das Predigen und die religiöse Aufklärung in der Öffentlichkeit (Schule, Arbeitsplatz, Medien, usw) verbieten.
Man sieht also, dass dieser Text so schwammig geschrieben ist, dass er alles und nichts verbieten kann. Es ist keine Grundlage für ein friedliches Miteinander, nicht einmal für ein "friedliches Nebeneinander"
4) Die Religionen sollen bedrängendes Auftreten vermeiden.
Wenn also ein Mann in einem Weihnachtsmannkostüm (Gesicht nicht erkennbar, eindeutig religöse Kleidungsmotivation, künstlich vergrößerter Bauchbereich) auf mich zukommt (Aufdringlichkeit), dann verklage ich ihn.
Wenn Zeugen Jehovas an meiner Tür klingeln, dann verklage ich sie.
Wenn der Klassenlehrer meines Sohnes mich zweimal anruft, um zu erfahren, wieso mein Sohn nicht am Religionsunterricht teilnimmt, dann bedrängt er mich. Auch den werde ich verklagen.
Natürlich ist der Gesetzestext nicht für diese Beispiele gedacht.
Man sieht daran aber wunderschön, wie auch Rechtsprofessoren sich schwer tun, Diskriminierung, Ungleichbehandlung und Rassismus so auszudrücken, dass es genau nicht danach klingt.
5) In dem Kommentar wird gesagt, dass Riten wie Mädchenbeschneidung und Zwangsheirat, die religiös bedingt sind, verboten werden. Ich frage mich, in welcher Religion diese Riten geboten bzw erlaubt werden. Im Islam jedenfalls nicht.
Bedarf es denn überhaupt einem Verbot?
Mädchenbescheidung fällt unter Körperverletzung und Zwangsheirat ist im Eherecht verboten.
Wieder also eine diffamierende Äußerung mit Unterstellung.
In einer Diskussion wurde mir mal gesagt:
Es geht nicht um den Islam, es geht nur um die Minarette.
Der "Tolleranz-Artikel" zeigt:
Es geht nicht nur um die Minarette , es geht um den Islam.
Mein Vorschlag: Lasst das Gericht entscheiden.
Wenn das Gericht den Zusatz für rechtens erachtet, dann müssen wir ohne neue Minarette leben.
Wenn das Gericht den Zusatz für menschenrechtsverletzend erachtet, dann müssen "die 57% der Schweizer" mit einer richterlichen "Ohrfeige" leben.
Quelle: http://www.sonntagonline.ch
Raumverbot für israelischen Historiker – Einreiseverbot für deutschen Prediger Pierre Vogel
München, November 2009:
Dem israelischen Historiker Ilan Pappe, der ein kritisches Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ über die israelische Politik geschrieben hat, wurde die Genehmigung für einen Vortragsraum entzogen. In einem Brief an den Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) schrieb er: „Mein Vater wurde als deutscher Jude in ähnlicher Weise in den frühen 30er Jahren zum Schweigen gebracht, und es ist traurig, Zeuge der Wiederkehr der gleichen Zensur im Jahre 2009 zu sein.“ Er macht die Deutsch-Israelische Gesellschaft AG München für ihre Einschüchterungstaktik verantwortlich, „weil diese den Oberbürgermeister aufgefordert habe, ihm den für seinen Vortrag zugesagten städtischen Raum zu entziehen, weil sie eine »antiisraelische Propagandaveranstaltung« befürchtete“.
So viel zur freien Meinungsäußerung, wenn es der Regierung zu „heikel“ wird. Auf diese Weise werden unbequeme, öffentliche Personen (in diesem Fall ein israelischer Wissenschaftler) „mundtot“ gemacht.
Grenzübergang in Basel, Schweiz, Dezember 2009:
Dem deutschen und muslimischen Prediger Pierre Vogel wurde die Einreise in die Schweiz zu der geplanten Kundgebung in Bern am 12.12.09, verwehrt. Der Artikel 67 des Ausländergesetzes erlaubt Einreiseverbote gegenüber Ausländern, wenn diese «gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstoßen haben oder diese gefährden.
Mir ist zwar nicht klar, welche Kriterien Pierre Vogel erfüllt, dass man ihm die Einreise verwehrt, aber wer muss das schon verstehen? Die Behörden stehen ja unter Druck. So will man die unbequemen Muslime heute „mundtot“ machen.
Und auch die großen islamischen Organisationen waren zur Kundgebung nicht eingeladen und distanzierten sich davon. Dieser Weg sei nicht dazu geeignet, um Andersdenkende zu erreichen und Ängste und Vorurteile abzubauen, sagte Taner Hatipoglu, Präsident der Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich, Dazu brauche es intensiven Dialog.
Erstens verstehe ich nicht wovon man sich distanziert. Davon, dass Muslime friedlich gegen Islamophobie und Hetze öffentlich protestieren?
Offene Fragen an Taner Hatipoglu:
Wie soll man eine große Gruppe von Menschen erreichen, wenn nicht durch Demonstrationen? In einem intensiven Dialog in einer Polit-Talk-Sendung? Auf der Couch von Maischberger oder bei Maybrit Illner?
Das kennen wir bereits schon. Da sitzen dann irgendwelche Vertreter, die wirklich keine Ahnung von der Realität der Muslime haben und meinen, für diese sprechen zu können! Nein danke. An so einem "DiaLüg" ist niemand mehr interessiert.
Zweitens: Wozu braucht es intensiven Dialog, wenn man versucht, Muslime mit allen Mitteln mundtot zu machen? Die Forderung nach „Kopftuchverbot“ ist erst der Anfang. Dann muss man aufstehen und sich wehren. Selbstverständlich auf eine friedliche und legale Art und Weise. Merkwürdigerweise nennt man das Zivilcourage, wenn jemand wie Thilo Sarrazin die vermeintliche Wahrheit ausspricht. „Schluss mit der political correctness“, ist dann zu hören. „Man muss endlich die Wahrheit sagen dürfen“. Jedoch wenn ein Muslim anfängt sich zu wehren, die Wahrheit ausspricht und seine ehrliche Meinung sagt, wird er bestraft und als Hassprediger abgestempelt. Das ist also die Meinungsfreiheit. Das ist das „freie, gerechte Europa“.
Nach dem Minarettenverbot in der Schweiz sind sich viele Menschen sicher: Bei den Minaretten bleibt es nicht. Was kann man noch verbieten? Welcher Minderheit soll man noch Rechte abnehmen? Soll man bei den Muslimen bleiben oder darf man auch andere nicht-christliche Religionen diskriminieren? Ganz nach dem Motto "Wenn wir schon dabei sind…" oder "Ganz oder gar nicht".
Christophe Darbellay seit 2006 Präsident der CVP Schweiz forderte das Verbot von Kopftüchern in öffentlichen Funktionen und keine neuen Friedhöfe für Moslems und Juden.
Hat er da eine Kleinigkeit zu viel gefordert? Muslimen die Rechte abzuschneiden ist doch in Ordnung, aber den Juden?
"Ich habe kein Verständnis dafür, dass er Verfassungsgrundsätze infrage stellt, um nach der Minarett-Initiative Aufmerksamkeit zu heischen", so Yves Kugelmann vom jüdischen Magazin «Tachles».
Verfassungsgrundsätze nach der Minarett-Initiative in Frage stellen? Der Grundsatz der Religionsfreiheit wurde doch schon vor der Minarett-Initiative in Frage gestellt. Für mich ist das doch eine "logische" Erweiterung der Forderung gegenüber Minderheiten.
"Mit dieser Forderung würde die Schweiz ins vorletzte Jahrhundert zurückkatapultiert", so Michael Chiller-Glaus von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus.
Genau. Der Muslimin/Muslima das Tragen von Kopftüchern zu verbieten katapultiert die Schweiz ins letzte Jahrhundert. Ach ne, damit war wahrscheinlich nur die Forderung nach den judischen Friedhöfen gemeint.
Laut SP-Präsident Christian Levrat hat der CVP-Chef «eine rote Linie überschritten»: «Er versucht, die Rechten rechts zu überholen. Das ist verantwortungslose Hetzerei.» Selbst in der eigenen Partei findet Darbellay keinen Rückhalt.
Endlich sagt jemand , was diese Forderungen sind. Verantwortungslose Hetze! Es wird energisch Hetze gegen Minderheiten getrieben. Würde dies auch Hetze genannt werden, wenn das Wort "Jude" nicht gefallen wäre?
CVP-Nationalrätin Kathy Riklin: "Wir sind sehr unglücklich darüber, dass er diese Diskussion ausgelöst hat."
Diese Diskussion wurde nicht erst hier ausgelöst, sie wird hier nur weitergeführt. Womöglich meinte sie: "Wir sind sehr unglücklich darüber, dass er diese Diskussion auf die jüdische Bevölkerung ausgedehnt hat" ?
Dabei ist der Graben zwischen einer geglückten Themensetzung und dem politischen Glatteis oft schmal.
Es ist geglückte Themensetzung, wenn man Kopftücher nur für Muslimas/Musliminen verbieten will. Es ist politisches Glatteis, wenn man den Juden ihre Friedhöfe verbietet.
In einem offenen Brief entschuldigt sich Christophe Darbellay: "
Meine Äusserungen waren persönlicher Art. Ich hatte sie auch in der Hitze des Gefechts [...] zuwenig differenziert ausführen können und wurde von der Frage bezüglich jüdischer Friedhöfe überrascht, gegen welche ich mich nicht aussprechen wollte.
[...] Wir [haben] als einzige Partei mit einem weiteren Grundlagenpapier reagiert "Sie sagen Minarette und meinen Moscheen- Es geht auch anders". In diesem Papier haben wir [...] die Stellvertreterdebatte um die Minarette klar verurteilt. Sogar die Befürworter der Initiative geben heute zu, dass es gar nicht um die Minarette ging. Weshalb haben sie dies nicht schon früher getan?"
Die Entschuldigung möge ernst gemeint sein. Er kann sich in "Hitze des Gefechts" zu diesen Äußerungen verleiten lassen haben. Wenn schon diesem Mann, einem Politiker, einem Präsidenten einer Partei, solche Forderungen leicht über die Lippen gebracht werden können, wie leicht ist es durch ständige mediale Verbreitung möglich, diese einem "normalen" Bürger zu entlocken?
Die ganzen Proteste auf eine einzige Forderung haben diesen Mann veranlasst sich dafür zu entschuldigen und diese Forderung wieder zurückzuziehen. Da merkt man den Umgang mit verschiedenen Minderheitenreligionen. Tausende praktizierender Moslems können da protestieren, verurteilen, Anstoß daran nehmen oder eine Entschuldigung verlangen. Ihnen wird gesagt, sie sollen mit den Rechten zufrieden sein, die ihnen – immer mehr eingeschränkt – gegeben werden. Der Forderung einiger weniger jüdischer und nicht-jüdischer Vertreter wird sofort nachgegangen.
Viele Kommentatoren dieser Hetzseiten empfinden dies als ein Rückschritt der Unterdrückung des Islams. Dieser "Vorfall" schade der richtigen "Diskussion". Wieso eigentlich? Dadurch, dass es zeigt, dass es nicht um die Einschränkung der "kleinen" Religionen geht, sondern speziell um die Einschränkung der Moslems?
Quellen: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Darbellay-stoesst-die-Juden-vor-den-Kopf-22838252
http://www.tagblatt.ch/aktuell/schweiz/tb-in/Darbellays-Tritte-in-den-Fettnapf;art143,1430482 http://www.kath.ch
/index.php?PHPSESSID=ujj2mki83on9r0g9mkva9knep4&na=11,11,0,0,d,44768
Heute erschien ein interessanter Artikel in der Schweizer Zeitung "20Minuten".
Der Präsident der Liga der Muslime in Tessin, fordert eine islamische Partei in der Schweiz. Gasmi Slaheddine ist der Meinung, dass die Schweiz eine Islam-Partei braucht, da es gemäß seinen Worten, an der Zeit sei, unsere Rechte, die mit Füßen getreten werden, zu verteidigen. Er erwähnt aber auch, dass das Einführen der Scharia nicht in seinem Sinne sei.
Mit dieser Partei solle dann gegen weitere Initiativen – wie die Burka-Initiative – vorgegangen werden. Außerdem ist Gasmi Slaheddine der Meinung, dass die Schweiz eine einfachere Einbürgerung benötigt, damit mehr Muslime am politischen Geschehen teilnehmen können.
Das Letztere wird mit fast einhundert prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Wunschtraum bleiben. Wer stimmt schon zu, dass es auf diese Weise für "gefährliche" Menschen wie Muslime erleichtert werden darf, sich einzubürgern?
Stellt sich nun für uns Muslime die Frage: Benötigen wir wirklich eine politische Partei? Oder anders gesagt: Braucht es wirklich eine weitere, muslimische Partei oder einen weiteren, muslimischen Verein (mehr)? Die jetzt vorhandenen Vereine vertreten schon lange nicht mehr unsere Interessen und wetteifern untereinander. Außerdem: Warum sprechen wir nicht für uns selbst?
Natürlich hat das Ganze wieder ziemlich Staub aufgewirbelt, diskutiert man nun doch schon darüber, ob die Idee mit der Islam-Partei ein neuer Schachzug von Fundamentalisten sei. Man hinterfragt Gashmis Aussage bezüglich der Scharia, der "politische Islam baue auf der Scharia als Rechts- und Politiksystem auf." Somit müsse man sehr vorsichtig sein. Diese Meinung vertritt zumindest Politologin Regula Stämpfli.
Aber es gibt auch andere Meinungen: Politologe Michael Hermann (Forschungstelle Somoto) ist der Ansicht, dass Frau Stämpflis Äußerungen ebenfalls zu einem Problem führen könnten, denn " Es handle sich wohl nicht um Extremisten, (mit der Betonung auf "wohl"), sondern um eine Gruppe, die sich nach dem letzten Sonntag vor den Kopf gestoßen fühle"!
Verstehe doch einer noch diese Logik. Gründen Christen, Buddhisten, Katholiken und andere Religionsgemeinschaften eine Partei, so macht man da keine große Geschichte draus. Sind es aber die so gefürchteten Muslime, geht man doch tatsächlich der Frage nach, ob es sich dabei um Extremisten handelt!!
Aber es kommt noch besser. Jürgen Stahl vom SVP-Nationalrat meint zu dem Ganzen: Die zahlreichen, gut integrierten Muslime, die seit Jahrzehnten in der Schweiz leben, leiden unter der Radikalisierung des Islams .
Wie bitte? Nun spricht man PLÖTZLICH von gut integrierten Muslimen? Dabei gibt es doch die immerwährende Diskussion um die Integration von Muslimen im europäischen Raum und um die Meinung, dass diese sich nicht integrieren lassen.
Ja! Wo wurden denn all die gut integrierten Muslime während der Zeit dieser Diskussion versteckt? Es gibt sie also doch.
Man kann sich eben auch selber eine "Grube graben" bzw. über die eigenen Aussagen stolpern.
Ja. Es gibt sie. Die gut integrierten Muslime. In jedem Land der Welt. Auch hier in der Schweiz. Viele von ihnen sprechen Schweizerdeutsch, kennen und respektieren die hiesigen Traditionen und die schweizer Kultur. Sie sind hier aufgewachsen, studieren, arbeiten, andere von ihnen haben Schweizer Eltern und sind "waschechte" Emmenthaler, Thuner, Bieler, Zürcher oder Berner wie ich, die vor vielen Jahren zum Islam konvertiert sind. Wir sind alle integriert, aber nur so weit integriert, wie unsere nichtmuslimischen Mitbürger und Mitbürgerinnen es zulassen!
Einbürgerung ist schon schwierig, wenn man an jeder Ecke schikaniert wird. Wenn einem überall Steine in den Weg gelegt werden und wenn viele sich einfach abwenden, so dass manche Muslime gar nicht die Möglichkeit haben, etwas über unsere Kultur, Tradition und über unser Land zu lernen.
Liebe Mitmenschen, man sollte sich zwischendurch an die eigene Nase fassen. Vielfach ist man nicht unschuldig daran, wie es anderen geht oder wie die eigene Lage ist. Vielfach sind eben nicht nur die anderen schuld, in diesem Fall die Muslime, sondern auch jeder andere Mensch, der mithilft bei der Verachtung und Hetze gegen andere Religionen, Kulturen oder Hautfarben.
Es ist mutig, genial und ein Zeichen für den friedlichen Protest.
Mit dem muslimischen Gebetsturm auf dem Dach seines Gebäudes will der Schweizer Chef einer Schuhkette und Erbauer des jüngsten Minaretts in der Schweiz gegen den Volksentscheid vom 29. November potestieren.
Gleichzeitig soll es ein Zeichen des Friedens und der Toleranz gegenüber den Muslimen sein.
Guillaume Morand könnte einen Stein ins Rollen gebracht haben, denn ein Minarett für den Eigenbedarf ist nicht teuer,
so wahr Gott will, wird es viele Nachahmer geben, die sich nun auch ein Minarett auf das Dach stellen werden.

Spaß muss sein: Eine Schokoladenfirma stellt schonmal Schokoladenminarette her.
Den ganzen Artikel könnt ihr auf dem Schweizer Tagesanzeiger nachlesen.
Newsflash: Europa
Hier. Jetzt. Mitten unter uns. Vernetztes Europa. Vielfalt. Persönlichkeit. Vernunft. Menschen. Gemeinsam für ein gemeinsames Miteinander. Unabhängig von Rasse, Geschlecht, Stand, Kultur oder Religion. In Liebe, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit… Was zählt, ist das WIR. WIR und ein friedliches Miteinander.
Schluss mit dem Traum. Taucht ein in die Realität:
Mitten im Herzen Europas geschieht Unglaubliches.
Italien: In der Stadt Varallo wird ein Niqab-Verbot verhängt. Plakate, die Verbotsschildern gleichen, weisen auf italienisch und arabisch auf das Verbot hin.
Grund: Diese Gewohnheiten verstößen gegen die italienischen Traditionen und Sicherheitsnormen und schränkten die Personenidentifizierung ein
Frankreich: Die Regierungspartei „UMP“ fordert eine Ausweitung des Kopftuchverbotes, das sich bisher „nur“ auf Schulen beschränkt. Auslöser: Eine „betuchte“ muslimische Bürgerin war am 12. November 2009 bei einer Parlamentssitzung anwesend.
Besucherin wurde als absolute „Provokation“ empfunden.
Deutschland (Wolfsburg): Aufsehen erregte, wie soll es wohl anders sein, eine Muslima mit Kopftuch. Tätig als Beraterin im Ausländereferat, sieht ein Bürger ihr Kopftuch als kritisch an und beklagt sich über sie.
Schweiz: Die neutrale Schweiz verbietet nach Volksentscheid den Bau von zukünftigen Minaretten.
Argument: Minarette ähnelten Raketen. Kampf der schleichenden Islamisierung…
Mitten in Europa. Hier und Jetzt.
Quellen:
http://www.focus.de/politik/ausland/ital…57664.html
http://diepresse.com/home/politik/aussen…k/index.do
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid…d/11332552
Assalamun Aleikum wa Rahmetullahe wa Barakatuh
Minaretten sind im Moment in der Schweiz ein brisantes Gesprächsthema. Wenige Menschen sind dafür, den Bau von Minaretten zu erlauben, die Mehrheit der Schweizer Bewohner ist aber dagegen – dies aus verschiedenen Gründen.
Welche? Gehen wir doch mal ein wenig darauf ein:
•Da wird zum Beispiel genannt, dass dann mit der Zeit sicher Lautsprecher installiert würden und der Muezzin zum Gebet ruft – was klar nicht vorgesehen ist.
•Es wird auch erwähnt dass in islamischen Ländern auch keine Kirchen gebaut würden – Das ist aber nicht richtig! Schaut euch mal in muslimischen Ländern um!
•Viele nennen als Gegengrund auch, dass man damit dem Islam zuviele Freiheiten gibt – welche denn bitte sehr? Sind es nicht die gleichen Freiheiten die alle andern Religionen und zum Teil sogar Sekten schon lange haben?!
Man spricht immer wieder von Integration, Religionsfreiheit und Völkerverständigung, aber anstatt sich mit den Muslimen zu verständigen, sie ihre Religion leben zu lassen, versucht man sie auf allen Wegen zu provozieren. Wo bitte sehr ist hier die Völkerverständigung? Integration, wie soll man sich den integrieren wenn man falsch dargestellt wird und daher gar nicht erst willkommen ist und eine Chance erhält?
Sogar ich als Schweizerin werde in der Schweiz wie eine “von diesen muslimischen Ausländern” behandelt, dass man mich oftmals auf Hochdeutsch (so in halbem Kauderwelsch) anspricht, das kann ja noch gehen, aber dass man hinter und vor mir über mich lästert, finde ich da allerhand. Soll noch einer sagen, wir seien es die keine Manieren hätten!
Ich kann verstehen, dass viele Menschen vor Fremden und Unbekannten Angst haben, aber um dies zu ändern, sollte man versuchen die Angst zu überwinden und sich mit dem Unbekannten zu befassen.
-Es gibt Bücher über den Islam (aber bitte von Muslimen geschrieben, nicht von “Experten” etc.)
-Es gibt viele ehrliche und informative Webseiten über den Islam
-Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit uns Muslime einfach direkt anzusprechen.
Ja, natürlich! Ich bin sicher die meisten Muslime würden sich darüber freuen und Fragen beantworten. Auch ich werde manchmal im Zug von fremden Menschen angesprochen. Vor allem wenn sie merken, dass ich Deutsch spreche, wird ihr Interesse geweckt und der eine oder Andere traut sich, mich anzusprechen und mir Fragen zu stellen. Ich beantworte diese Fragen ALLE sehr gerne, sofern man mich anständig anspricht und mich nicht nur provozieren will.
Also sollten die Menschen Mut fassen, uns Muslimen eine Chance geben Ihr Bild vom Islam zu korrigieren, indem sie nicht nur hören und schauen was in den Medien gebracht wird, sondern uns, die Hauptdarsteller, zu Wort kommen lassen.
As salam alikoum wa rahmatullahi wa barakatuhu
Im Abstimmungskampf zur Initiative “Gegen den Bau von Minaretten” erhalten die Muslime Unterstützung. Der schweizerische Rat der Religionen, bestehend aus Juden, Christen und Muslimen, geht gegen diese Volksinitiative an.
Es gibt also doch Menschen, die merken, dass es der falsche Weg ist, wenn man solche Initiativen startet und Minarette so bitter bekämpft.
Der Rat der Religionen will sich dafür einsetzen, den religiösen Frieden in der Schweiz zu schützen. Durch Kampagnen gegen Muslime, Moschee und Minarette werde das Gegenteil erreicht.
Das grösste Argument des Rat der Religionen gegen diese Initiative ist, die Religionsfreiheit. Gemäss dem grundlegenden Freiheitsrecht hätten in der Schweiz normalerweise alle Menschen das Recht ihren Glauben innerhalb der Gesetzesgrenzen frei und offen auszuüben.
Die Volksinitiative ist nicht nur eine Angriff auf die Religionsfreiheit der Muslime, sondern auch Ausdruck von Ängsten der Bevölkerung. Ängste der Menschen müssen ernst genommen werden, aber mit einem Verbot von Minaretten wird diese Angst wohl nicht beseititgt werden.
Ich bin derselben Meinung wie der Rat der Religionen.
Wenn wir die Ängste der Menschen in unserem Land verstehen und gemeinsam für einen offenen Austausch der Menschen untereinander sorgen, wird dies viel mehr nützen.
Man sollte allgemein daran gehen, mit den Muslimen in diesem Bereich zusammenzuarbeiten und für breite Aufklärung sorgen. Gemeinsame Anlässe, vermehrte Tage der offenen Tür in den Moscheen sowie Informationsanlässe könnten, so Allah will, vielen Menschen helfen, einige Vorurteile und Ängste abzubauen und objektiv uns Muslimen zu begegnen.
Auch wir Muslime, tragen nicht immer dazu bei, dass ein positives Bild von uns ensteht.
Es gibt hier in der Schweiz und auch in anderen Ländern so viele muslimische Organisationen, manche stehen sich fast verfeindet gegenüber, zum Teil aus nicht nachvollziehbaren Gründen und viele Organisationen sondern sich ab und legen überhaupt keinen Wert auf eine Verständigung mit anderen Religionen oder einer angemessenen, offenen Integration.
Diese sollten sich einmal bewusst sein, dass auch sie dazu beitragen, solche Ängste zu verstärken.
Auch ich bin am Anfang meines Weges auf Muslime gestossen, die leider nicht alle Facetten des Islams wirklich praktizieren und/oder verstanden haben.
Kurz nach meinem Überbritt zum Islam vor mehr als 8 Jahren al hamdulillah, habe ich mehrere Vereine und auch Moscheen angeschrieben mit vielen für mich wichtigen Fragen, auch zur täglichen Ausübung meiner neuen Religion. Ich habe keine einzige Antwort erhalten, nicht nur keine Antwort, sondern überhaupt keine Reaktion auf meine insgesamt 10 verschickten Briefe. Traurig nicht?
Nun stellt man sich vor, ein Nichtmuslim wendet sich an diese Stellen und ist wirklich daran interessiert mehr über den Islam zu erfahren, die Muslime besser zu verstehen und sich objektiv ein Bild machen zu können.
Lässt man diese Menschen im Regen stehen? Was hätte der Prophet Muhammed (s.a.s) getan? Schämen sollten wir uns.
Islam heisst nicht nur für sich seine Religion leben, sondern auch diese zu zeigen und danach zu handeln. Wir Muslime müssen uns bei jeder Handlung bewusst sein, dass wir damit unsere Religion, den Islam repräsentieren.
Der ganze Text zu der Minarettinitiative und der Unterstüzung des Rat der Religionen ist hier zu finden: http://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft…true&ty=st
KarinY.
Diesen Aufruf haben wir von einer Schwester per E-Mail erhalten. Unsere Hilfe ist gefragt, liebe Geschwister!
Drei Schweizer Kommunen (in der Schweiz “Gemeinde” genannt) aus dem Kanton Bern versuchen Menschenrechte durch die Hintertür abzuschaffen. Das Kopftuch der muslimischen Frau ist ein Gebot ihrer Religion, eine Vorschrift des allmächtigen Gottes. Es ist durch die schweizerische Verfassung im Artikel 15:[1] geschützt.
Aber von Menschenrechten scheinen einige Schulen nicht viel zu halten. Klammheimlich versuchen sie die muslimische Frau zu unterdrücken und ihr die Freiheit zu nehmen. Kopftuchausziehzwang! Uns sind drei Schulen bekannt, die über die Hausordnung versuchen, den gläubigen Schülerinnen ihr Kopftuch zu verbieten.
Hier nun ein Auszug aus den Richtlinien zum Umgang mit kulturellen und religiösen Symbolen, sowie der Bekleidung in den Schulen Studen, Aegerten und Schwadernau-Scheuren:
Kleider, Kopfbedeckung, Haartracht
Worum es geht:
Wir begegnen in der Oeffentlichkeit vermehrt Angehörigen von Religionsgemeinschaften oder ethnischen Gruppen, die bestimmte Bekleidungs- und Haartracht-Vorschriften befolgen und damit u.a. ihre Gruppenzugehörigkeit dokumentieren.
Rechtliches:
Der Kanton Bern hat für Schulen keine Bekleidungs- oder ähnliche Vorschriften erlassen.
Weisung:
An den Schulen Studen, Aegerten und Schwadernau erwarten wir korrekte Kleidung. Religiös motivierte, provokative, politisch herabwürdigende, allzu freizügige Kleidung ist untersagt.
Kopfbedeckung jeglicher Art sind während des Unterrichts und in der Tagesschule nicht erlaubt.
Die Richtlinien treten am 1. August 2009 in Kraft.
–
Wir haben nur durch Schülerin A von diesem Skandal erfahren. Die gläubige und praktizierende Muslima besucht seit einigen Jahren eine dieser genannten Schulen. Bisher war das Kopftuch nie ein Thema gewesen. Aber nun soll sie es plötzlich nicht mehr tragen dürfen. Es sei schließlich ungerecht gegenüber den Jungs, denn diese müssen ihre Mützen im Unterricht ja auch ausziehen, meinte eine Lehrerin dazu. Doch Schülerin A hat nicht aufgegeben und sich geweigert ihren Hijab auszuziehen. Sie kämpft um ihre Religionsfreiheit. Elterngespräche haben bereits stattgefunden. Der Kampf geht weiter.
Obwohl die Freiheitsberauber selber zugeben müssen, dass der Kanton keine Kleidervorschriften erlassen hat, haben sie damit leider großen Erfolg. Viele Muslime kennen sich mit den Rechten diesbezüglich nicht genügend aus und tappen in die Falle. Sie lassen sich einschüchtern und unterdrücken. Und so scheinen solche Hausordnungen gerade arg im Trend zu sein. Man sagt, dass es auch in weiteren Gemeinden wie z.B. Münchenbuchsee, Lyss und vielen anderen mehr solcher Fälle gäbe. Aber leider war es uns nicht möglich dies in so kurzer Zeit zu überprüfen.
Liebe Geschwister, wir brauchen eure Hilfe! Bitte schreibt E-Mails, Briefe, Faxe oder ruft an. Jedes einzelne Schreiben zählt. Wir müssen uns für die Schwestern einsetzen und gegen diese Menschenrechtsverletzung kämpfen.
Möge Allah euch belohnen.
Hier findet ihr zwei Musterbriefe. Aber bitte kopiert sie nicht einfach, sondern ändert sie wenigstens geringfügig ab. Das Ziel ist nicht, dass diese Gemeinden x gleiche Schreiben erhalten. Eine Idee wäre es auch im Schreiben einen Link zu einer authentischen Islamseite anzugeben, so dass die Leute inscha Allah auch die Möglichkeit haben, sich über den Islam zu informieren.
Musterbrief 1
Sehr geehrte Damen und Herren.
Wie ich erfahren musste, versuchen Sie Menschenrechte durch die Schulordnung abzuschaffen! In Ihren “Richtlinien zum Umgang mit kulturellen und religiösen Symbolen, sowie Bekleidung in den Schulen Studen, Aegerten, Schwadernau-Scheuren”, schreiben Sie unter anderem:
“An den Schulen Studen, Aegerten und Schwadernau erwarten wir korrekte Kleidung. Religiös motivierte, provokative, politisch herabwürdigende, allzu freizügige Kleidung ist untersagt. Kopfbedeckung jeglicher Art sind während des Unterrichts und in der Tagesschule nicht erlaubt.”
Dies ist eine klare Menschenrechtsverletztung! Das Kopftuch der Muslimin ist ein Gebot des Islams (siehe Koran, Surah 24:31, Surah 33:53 und Surah 33:59) und ist somit durch die Religionsfreiheit in der Bundesverfassung Artikel 15:[1] geschützt. Diese “Richtlinie” ist daher rechtswiedrig und illegal.
Ich verlange deshalb, dass Sie diese sofort zurückziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Name xxxx
–
Musterbrief Nr. 2
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf Ihre “Richtlinien zum Umgang mit kulturellen Symbolen…”. Mit folgender Vorschrift versuchen Sie hier geschickt Menschenrechte durch eine Schulordnung außer Kraft zu setzen:
“Religiös motivierte, provokative, politisch herabwürdigende, allzu freizügige Kleidung ist untersagt. Kopfbedeckung jeglicher Art sind während des Unterrichts und in der Tagesschule nicht erlaubt.”
Die Kleidung der muslimischen Frau, wozu bekanntlich auch das Kopftuch gehört, ist durch die Religionsfreiheit geschützt. Das Kantonsgericht Neuenburg erlaubte 1999 einer islamischen Schülerin ausdrücklich, ihr Kopftuch während des Unterrichts zu tragen. Deshalb fordere ich, dass sie diese rechtswidrige “Vorschrift” auf der Stelle streichen.
Mit freundlichen Grüßen
Name xxxx
–
Adressen:
Studen:
Gemeindeschreiberei
Hauptstrasse 61, Postfach 128, 2557 Studen
Telefon 032 374 40 80, Telefax 032 374 40 99
E-Mail: gemeindeschreiberei@studen.ch
Aegerten:
Schulleiterbüro
Lily Bachmann und Philipp Althaus
2558 Aegerten
Tel. 032 372 12 40
schuleaegerten@bluemail.ch
Einwohnergemeinde Aegerten
Schulstrasse 3
CH-2558 Aegerten
Tel. 032 374 74 00
gemeinde@aegerten.ch
Und zuständig für Aegerten:
Schulinspektorat Seeland
(Kreis 13)
Zentralstrasse 32 a
Postfach, 2501 Biel
Tel. 032 328 70 21
Zuständig: Dieter Sturm
Schwadernau:
Gemeindeverwaltung Schwadernau
Hauptstrasse 52
2556 Schwadernau
Tel 032 373 72 10
Fax 032 373 12 77
gemeindeverwaltung@schwadernau.ch
Primarschule Scheuren / Schwadernau
Schulhaus Schwadernau
Schulstrasse 17
2556 Schwadernau
schule@schwadernau.ch
Scheuren:
Primarschule Scheuren / Schwadernau
Schulhaus Scheuren
Hauptstrasse 56
2556 Scheuren
primscheuren@bluewin.ch
Hier alle E-Mailadressen nochmals, bereits mit Komma verbunden, so dass ihr sie nur kopieren könnt:
gemeindeschreiberei@studen.ch, schuleaegerten@bluemail.ch, gemeinde@aegerten.ch, gemeindeverwaltung@schwadernau.ch, schule@schwadernau.ch, primscheuren@bluewin.ch











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