Eine erfolgreiche Dawa wird immer bekämpft – Wie alles begann! Teil2/2
Dies ist eine Fortsetzung. Bitte zunächst den ersten Teil hier lesen.
Immer öfter wurden jetzt "Open-Air-Vorträge" gehalten. Der Nutzen war offensichtlich: Immer mehr Jugendliche haben zur Religion gefunden und sich in der Gemeinschaft gestärkt. Vor allen Dingen aber entwickelten sie nun Stolz für den Islam, den sie vorher von den Kulturvereinen nicht vermittelt bekommen hatten. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der immer stärker werdenden Medienhetze haben auch viele Nichtmuslime den Islam bei solchen Veranstaltungen angenommen.
Ein Höhepunkt dieser Hetze und Diffamierungen gegen den Islam und Muslime bildete die Situation in Mönchengladbach 2010. Eine Gruppe junger Muslime hatte etwa fünf Jahre zuvor eine eigene Moschee gegründet und somit hatte sich die muslimische Gemeinschaft dort immer weiter vergrößert. Dies war den Islamgegnern natürlich ein Dorn im Auge, aber da sich die Muslime dort vorbildlich und friedlich verhielten, konnten sie vorerst nichts unternehmen.
Eine erfolgreiche Dawa wird immer bekämpft – Wie alles begann! Teil1/2
In dieser Ausführung geht es speziell um die Islamhetze, die begann als die Dawa und damit der Islam in Deutschland in die Öffentlichkeit kam, nach jahrzehntelangem Schweigen der hier lebenden Muslime.
Dieser Rückblick möge denjenigen die Augen öffnen, die der Meinung sind, die Einschränkungen und Hetze gegen praktizierenden Muslime wäre auf eine falsche Dawa-Methode zurückzuführen oder sogar die Schuld bestimmter Personen…
Bis vor einigen Jahren gab es kaum Vorträge über den Islam auf Deutsch. Dies änderte sich als eine Gruppe von Muslimen in privater Initiative begann, die Dawa-Arbeit in deutscher Sprache in die Öffentlichkeit zu tragen, in Form von Videos auf Videoportalen und Internetseiten. Ihr Ziel war es Nichtmuslime über den Islam aufzuklären und den hier lebenden Muslimen zu helfen, zu ihrer Religion zurückzukehren und sich weiterzuentwickeln.
Ab etwa 2006 gab es nun Vorträge wie zum Beispiel "Die wahre Religion Gottes", "Der Sinn des Lebens", "Warum trägt die Frau im Islam Kopftuch?", "Was sagt der Islam zum Terrorismus?", "Sind Zwangsheirat und Ehrenmord ein Bestandteil des Islams?" usw.
Viele Nichtmuslime haben dadurch die Schönheit des Islams kennengelernt und sind zum Islam gekommen, andere haben ihre Vorurteile abgebaut.
Muslime, die weit weg vom Islam waren, sind zurückgekehrt und haben angefangen, ihre Religion zu praktizieren.
Muslime mit falschem Islamverständnis haben dieses korrigiert und andere mit oberflächlichem Wissen haben ihr Wissen vertieft.
Man hielt regelmäßig Vorträge in Moscheen und auch in Hallen.
Leutheusser-Schnarrenberger und Merkel sagen “Ja zum Islam”, Bosbach sagt “nein”
In einem am 14.5.2012 veröffentlichten Artikel von zeit-online ist zu lesen wie die Bundeskanzlerin anlässlich des Besuchs einer Berliner Schule sagte: "Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu", und sie erinnerte daran, dass viele Muslime Deutsche seien. "Deshalb gehört der Islam eben heute dazu", sagte Merkel abschließend.
Schon bei einer früheren Gelegenheit sagte Angela Merkel:
„Moslems sind heute ein Teil unseres Alltags und der Islam ein Teil Deutschlands. Die Aussagen des ehemaligen Bundespräsidenten sind eine Wahrheit, die zur Sprache gebracht wurde.
Es ist falsch zu behaupten, der Islam würde nicht zu Deutschland gehören. Oft vergessen wir, dass vieles von dem, was wir heute wissen durch den Islam nach Europa kam. Dies zeigt mir immer wieder: Auf der Welt gibt es keine Region, die über Jahrhunderte historisch führend war.“
Ganz ähnlich äußerte sich auch die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Gegenüber "Welt-Online" widersprach sie dem Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), indem sie sagte:
"Der Islam ist eine der Religionen, die in Deutschland ausgelebt werden. Deshalb gehört der Islam natürlich zu Deutschland".
Islamfeindlicher Angriff in Graz – Stellungnahme der Initiative muslimischer Österreicher/Innen
Stellungnahme der IMÖ zum Angriff in Graz: "Schweineköpfe auf Moschee-Bauland abgelegt"
Geschrieben von Tarafa Baghajati am 09. Mai 2012 zu http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3013815/schweinekoepe-moschee-bauland-abgelegt.story
Das Ablegen von Schweineköpfen und Besudeln mit Blut am Bauplatz der neuen Moschee in Graz war sicherlich kein “Lausbubenstreich”. Dahinter steht eine klare rassistische und islamfeindliche Botschaft. Als solche soll sie auch bezeichnet und verurteilt werden.
Zunehmend Schändungen islamischer Gebetsstätten – Partei der Linken stellt Anfrage an Bundesregierung
Islamische Vereine stellen meist nur dann Anzeige wenn ihre Gebäude schwerwiegend beschädigt werden, oder wenn Menschen verletzt wurden. Wird die Fassade "nur" durch Blut oder Farbe verunstaltet, sehen sie oft von einer Anzeige ab, weil das Verfahren ohnehin meist wegen "Geringfügigkeit" eingestellt wird.

Es geht aber nicht nur um Sachbeschädigungen, sondern gefasste Täter (wenn sie denn gefasst werden) geben unumwunden zu, daß sie damit ein Zeichen gegen die "Islamisierung" setzen wollten.
Ist es Übermut? Vandalismus? Ausdruck der westlichen Werte? Hass auf Schweine? Eine Form der staatlich garantierten Meinungsfreiheit?
Grundsteinlegung einer Moschee mit Schweineköpfen gestört!
Halbierte Schweineköpfe und Blut
In Graz hatte ein bosnischer Islamverein dazu eingeladen am 12. Mai 2012 an einer Feierstunde zur Grundsteinlegung für ein geplantes Kulturzentrum teilzunehmen. Doch anstatt diese Einladung anzunehmen, oder schlicht und einfach fernzubleiben, hatten bisher unbekannte Täter den Baugrund mit sechs halbierten Schweineköpfen geschändet.
Das weiße Festzelt, was auch zum Gebet dienen sollte, war bereits aufgebaut, und die Täter hatten es schon Tage zuvor mit Schweineblut beschmiert.
Emittlungen dauern an
Anders als in Deutschland (wo bekanntlich verächtlichmachende islamfeindliche Karikaturen von der Kanzlerin als "Kunstwerke" ausgezeichnet wurden), ermitteln die österreichischen Behörden, aber nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern wegen Herabwürdigung religiöser Lehren.
Der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Rupert Meixner, vermutet "Täter aus der rechten Szene."
Dass die islamische Glaubensgemeinschaft diesen abscheulichen Angriff verurteilt, versteht sich von selbst. Aber sogar der Grazer FPÖ-Chef, Mario Eustacchio, sagte, daß hier die Grenze des Rechtsstaats überschritten worden ist. Er forderte, wer gegen den Bau eintritt, müsse dies auf demokratischem Wege tun.
In Ahrensburg Moschee geschändet
Ahrensburg/Lübeck. Gewaltbereite Rechtsradikale vom Schlag der pro-NRW haben mutmaßlich zusammen mit extremistischen Zionisten in Ahrensburg eine Moschee geschändet.
Sie schlugen Hakenkreuze in die Wand der neuerbauten Gebetsstätte die kurz vor der Ferstigstellung steht.
Mit Eisenstangen zertrümerten die Islamhasser die neuen Fensterscheiben des Gotteshauses das Ende Mai feierlich eingeweiht werden sollte.
Bei der geschändeten Moschee handelt sich um die Ulu Camii in Ahrensburg im Kreis Stormarn.
Gläubige Muslime stehen fassunglos vor dem teilweise zerstörten Gebäude, bei dem sie mit viel Liebe und Opferbereitschaft den Umbau vorgenommen hatten.
Das islamfeindliche Haßverbrechen wurde ausgerechnet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, dem heiligen Tag der Muslime, begangen.
Was tun gegen die Gefahr des Rechtsextremismus?
Kulturkämpferischer Populismus rechtsgerichteter Parteien schürt Unruhe durch argumentative Munition und gezielte Provokation, worunter hauptsächlich wir Muslime leiden.
Diese vermehrt um sich greifende Bewegung stellt jedoch auch eine Gefahr für die Gesellschaft als Ganzes dar, weil durch ihre Aktionen die Grenzen zwischen der von uns allen gewollten Meinungsfreiheit und öffentlichen Beleidigungen verwischt werden.
Unterstellungen, gezielte Provokationen, Verunglimpfungen, falsche Koranzitate, Schmähkritik, Aufbauschen, Herabsetzung von religiösen Werten (Koranverbrennung), Erfindung von verächtlichmachenden Bezeichnungen (Salafisten), Sinnentstellung von Begriffen (wie es mit dem Wort Djihad passierte), Haß und Angst-Schüren, usw., all das ist laut der geltenden Gesetzgebung strafbar.
Aber selbst wenn die Behörden all dem nicht nachgehen, oder gar die Gesetze entsprechend ändern würden, damit diese Art der Volksverhetzung straffrei bliebe, wäre es ein großer gesellschaftlicher Schaden.
Hans-Peter Friedrich: Der erste Integrationsverweigerer im Staat
Ein Jahr lang hat Hans-Peter Friedrich nun das Amt des Innenministers. In dieser kurzen Zeit ist er oftmals auf Grund seiner unakzeptablen Handlungen und Aussagen gegenüber Muslimen und dem Islam aufgefallen. In einem Artikel des Politikblogs von Jacob Jung vom 12.03.12 kann man deutliche Worte zu den "zahlreichen Angriffen und Aktionen gegen die in Deutschland lebenden Muslime" von seiten des Innenministers lesen.
12.3.2012 – Als Innenminister ist Hans-Peter Friedrich unter anderem für „Angelegenheiten betreffend Zuwanderung, Integration und nationaler Minderheiten“ zuständig. Um falsche Vorstellungen über seine Haltung in Sachen Integration von Beginn an zu vermeiden, wählte der frühere CSU-Landesgruppenchef am Tag seiner Amtseinführung im März 2011 deutliche Worte: „Dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt“.
Nach nur einem Jahr im Amt und nach zahlreichen Angriffen und Aktionen gegen die in Deutschland lebenden Muslime erhält der Minister jetzt die Quittung für seine Integrationsverweigerung: Die Konferenz Islamischer Landesverbände (KILV) hält Hans-Peter Friedrich als Innenminister für eine Fehlbesetzung und begründet ihren Standpunkt nachvollziehbar.
Muslime unter Generalverdacht: Neue Maßnahme im Kampf gegen den Islam in Deutschland!
Die öffentlichen und offiziellen Maßnahmen gegen praktizierende Muslime werden in Deutschland immer dreister (ganz zu schweigen, wie es wohl mit den verdeckten Aktionen aussieht).
Ein neues vom niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann ausgearbeitete Konzept beinhaltet, dass Arbeitgeber "ihre muslimischen Mitarbeiter kritisch beäugen und Auffälligkeiten den Sicherheitsdiensten melden" sollen.
Natürlich wird wie immer beteuert, dass es nicht um den Islam, sondern um irgendwelche bestehenden Gefährdungen gehe.
So heißt es in einem Artikel der MiGAZIN vom 7.03.12: "Er betont, dass der Islamismus nichts „mit der friedlichen Religion des Islam zu tun“ habe. „Die islamistischen Terroristen und Hassprediger stehen für eine Pervertierung des Islam. Alle hier lebenden Muslime haben Anspruch darauf, vor Vorurteilen und pauschalen Verdächtigungen bewahrt zu werden.“"
Dass dies nur leere Worte sind, die wohl dazu dienen, den Verdacht des Islamhasses von sich abzulenken, versteht sich eigentlich von selbst. Ist es doch eine Tatsache, dass durch solch ein "Konzept", wie es von Schünemann vorgeschlagen wurde, jeder einzelne muslimische Angestellte unter Generalverdacht gestellt wird!
Wie sonst kann die Forderung, "Arbeitgeber sollen ihre muslimische Mitarbeiter kritisch beäugen und die gewonnenen Erkenntnisse den Sicherheitsdiensten weiterleiten", verstanden werden?! Dies ist unmissverständlich ein Aufruf dazu, dass jeder Muslim ab jetzt sehr genau unter die Lupe genommen werden sollte und das nur auf Grund seiner Religion!
Was motiviert Islam-Hasser im Internet? – Der Tagesspiegel
Hier eigentlich mal ein relativ ordentlicher Artikel vom Tagesspiegel vom 5.03.12, der sich mit der Realität des Islamhasses im Internet beschäftigt. Was allerdings zu bemängeln ist, ist die Tatsache, dass die u.a. stärkste Ursache für den Islamhass, nämlich das regelrechte Aufhetzen der Bevölkerung gegen den Islam und die Muslime durch Medien und Politiker nicht erwähnt wird.
Angriffe auf den Islam und Menschen muslimischen Glaubens im Internet nehmen zu. Sie lassen sich längst nicht mehr als Erscheinung des rechten Randes abtun. Wie reagiert man angemessen auf einen "Shitstorm"?
“Gestern Juden, heute Islam”
Seit einiger Zeit kann man leider feststellen, dass von Politikern und Medien gegen den Islam und die Muslime eine enorme Hetze betrieben wird. Diese Hetze zeigt in vielen Punkten starke Parallelen mit der damaligen Zeit der NS-Propaganda gegen die Juden. Siehe hierfür das Video unten!
Auch wenn sich nun wieder die Islamhasserfraktion über diesen Vergleich empört und es lediglich als Islam-Propaganda abtut, so bemerken doch immer mehr ehrliche und noch nicht von der Hetzte infizierte Menschen, dass dies die Realität in Deutschland ist!
Mit dieser Thematik beschäftigt sich ein Artikel der NRhZ-Online (Neue Rheinische Zeitung) vom 22.02.2012. Hierbei geht es u.a. um einen Motiv-Wagen beim Kölner Karnevalsumzug am Rosenmontag, der den Namen „Kernspaltung“ trägt. Auf dem Wagen zu sehen, ist ein "islamischer Geistlicher (vergleichbar dem Papst) wie er den iranischen Präsidenten anstachelt, eine Atombombe ins New Yorker UN-Gebäude zu rammen".
Christliche Fundamentalisten in Amerika protestieren gegen TV-Show “All American Muslim”!
Christliche Fundamentalisten in Amerika zeigen wenig Toleranz gegenüber einer Show namens „All American Muslim“ („Durch und durch amerikanischer Muslim“) im US-Reality-TV. Sie beschwerten sich massiv über diese Sendung, die ihrer Meinung nach den Islam viel zu harmlos darstellen würde.
Laut ihrer Erklärung gäbe es im Islam GLÄUBIGE (!), die "eine akute Gefahr für die Freiheit und die traditionellen Werte wären".
Damit nicht genug überschütteten diese christlichen Islamgegner die Baumarktkette "Lowe's", die die Werbeblöcke der Serie kaufte, mit Protesten, worauf diese ihre Werbung mit "gewundenen Erklärungen" strich.
Durch diese Intoleranz der Christen sind nun Fronten aufgerissen worden und zu allem Überfluss stellen sie sich auch noch als Opfer hin!
Quelle:
Peine Allgemeine – 14.12.2011 -
http://www.paz-online.de/Nachrichten/Welt-im-Spiegel/Uebersicht/Kein-Platz-fuer-ganz-normale-Muslime
Da wird immer behauptet, von Muslimen geht der Ärger aus…Man sieht hier, wer der Urheber von Streit ist!
Geert Wilders entfacht ein Feuer, doch ist es Begeisterung?
Es werden große Unruhen erwartet, wenn Wilders seine Macht weiter ausbreiten kann.
Ob für uns Muslime seine Wahl eine Art Weckruf darstellt, den wir zu nutzen wissen, oder ein dumpfer Schlag
ins Gesicht sein wird, das entscheidet sich in den nächsten Monaten. Schuld haben allemal wir selber, denn jedes Volk bekommt den Führer, den es verdient
Drei Monate vor der Parlamentswahl sieht sich die PVV im Aufwind. Dem vorläufigen Ergebnis vom Donnerstag zufolge verdrängte sie im östlich von Amsterdam gelegenen Almere die Sozialdemokraten von der Macht. In Den Haag, dem Sitz der Regierung, wurde Wilders Partei zweitstärkste Kraft. Nur in diesen beiden Städten war die Partei angetreten. Dort hatte sie bei den Europawahlen im vergangenen Sommer besonders gut abgeschnitten.
Der Sieg der Partei für die Freiheit bei den Kommunalwahlen könnte die Niederlande dauerhaft verändern. Die politischen Gegner des Rechtspolitikers Geert Wilders fürchten gar soziale Unruhen wie in den Pariser Vorstädten, sollte dieser seinen Erfolg bei der Parlamentswahl wiederholen können.
Wilders’ Partei für die Freiheit (PVV) schaffte es bei den landesweiten Kommunalwahlen in der Gemeinde Almere aus dem Stand heraus, die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA) zu verdrängen und bekam fast 22 Prozent. In der Regierungshauptstadt Den Haag zieht die PVV als zweitstärkste Kraft nach den Sozialdemokraten in den Rat ein. Die Kommunalwahl gilt als Test für die vorgezogenen Neuwahlen, die am 9. Juni stattfinden.
Umfragen sehen Wilders derzeit auf dem zweiten Platz. „Wir werden die Niederlande zurückerobern von der linken Elite, die immer noch an den Islam, an Multikulti, an den Unsinn von Entwicklungshilfe und den europäischen Superstaat glaubt“, verkündete Wilders nach Bekanntgabe der Ergebnisse.
Sein Gegenkandidat in Almere, Shangram Karim, hat davor schon jetzt Sorge: „Wilders vergiftet das Zusammenleben. Wenn seine Partei hier künftig noch stärker wird, brennen Autos, und es drohen Unruhen wie in den Pariser Vorstädten“, prophezeit der 21-Jährige aus Bangladesch.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft entwickelt. Möge Allah den Muslimen den Sieg schenken und möge Allah das Volk zu einem kämpferischen Volk machen, das nicht klein bei gibt, sobald es eine Prüfung erlebt.
[update]TV-Tipp: “Schock-Entscheidung zum Minarettverbot – wie tief sitzt die Angst vor dem Islam?”
[Update]
Die Sendung ist online.
http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=4&b=244
[Update Ende]
Heute: Hart aber Fair” auf ARD um 21.45 Uhr – 23:00 Uhr
Ganz Europa redet über die Volksabstimmung in der Schweiz: Per Basisdemokratie werden da muslimische Minarette verboten. Ist so ein Verbot intolerant? Oder kann man damit sogar Integration erzwingen? Und unterschätzt die Politik auch bei uns, wie viel Angst die Bürger vor dem Islam haben?
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20091202.php5?akt=1
Es wird heute Abend mit Sicherheit kaum ein positives Wort über den Islam fallen, wenn wir uns nur die Besetzung der Studiogäste angucken:
Da wäre der Chefredakteur der Schweizer „Weltwoche“: Herr Roger Köppel, der vor der Sendung völlig sinnlos postuliert: "Ein Verbot der islamischen Symbole würde die Integration der Muslime fördern.", wir dürften gespannt sein, wie er dieses Scheinargument untermauern möchte…
Schock-Entscheidung zum Minarettverbot – wie tief sitzt die Angst vor dem Islam?
Dann ist da noch der Herr Wolfgang Bosbach, CDU-Innenexperte, der die Islamophobie in Deutschland mit trägt und Repräsentatn des elitären Islamhasses ist, da er mit einer elaborierten Ausdrucksweise versucht, die Christdemokraten und konservativen Deutschen unspürbar auf die rechte Seite zu locken.
Er warnt: "Der Schweizer Volksentscheid drückt Sorgen und Ängste aus, die wir ernst nehmen müssen. Denn auch in Deutschland fürchten viele eine Islamisierung der Gesellschaft."
Zu dem dritten Studiogast, Michel Friedman, muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Es ist bedauerlich, dass ihm überhaupt noch die Möglichkeit gegeben wird, sich frei im Fernsehen artikulieren zu dürfen, nach den ganzen Drogen und Sex-Skandalen, die er hinter sich her zieht, wie der Weihnachtsmann seine Geschenke…
Dennoch behauptet er: "Wer Minarette für einen Herrschaftsanspruch hält, sollte sich auch über Kirchenglocken aufregen."
Es wird interessant sein, auf welche Seite Friedmann sich dieses Mal stellen wird.
Bärbel Hohn, stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, stellt sich auf die Seite der Muslime: "Es ist unverantwortlich, abstrakte Ängste zu schüren und Muslime auszugrenzen. Die Muslime sind Teil unserer Gesellschaft und wir können unsere Probleme nur gemeinsam lösen."
Aiman Mayzek, der einzige Muslim, der eingeladen wurde und somit "Zwangsvertreter" für 4,5 Millionen Bürger in Deutschland, wird insha'Allah ein paar gute Punkte nennen, um auf den permanenten und vor allem stark ansteigenden Islamhass in Deutschland aufmerksam zu machen, wenn Herr Plasberg ihn auch Mal reden lässt…
Wir werden es sehen insha'Allah.
Hart aber Fair” auf ARD um 21.45 Uhr – 23:00 Uhr
Marwa – letzter Gerichtstag
Es war heimtückischer Mord und das nicht aus nur rassistischen, sondern aus islamophoben Gründen.
Der Hass auf den Islam wird immer größer und wird aufgestachelt von Internetseiten wie PI-News.
In unseren Serien machten (und machen wir auch weiterhin insha‘Allah) mehrmals darauf aufmerksam, dass die Muslime in Deutschland oft ungerecht behandelt und oft abgeschreckt werden.
Unsere Schwester Marwa hat sich gewehrt, auf legitimen Wege, sie wählte für ihre Probleme das deutsche Gericht und musste dafür mit ihrem Leben büßen. Das können wir nicht akzeptieren.
Wir rufen dazu auf, den Gerichtssaal am entscheidenden Tag voll zu machen.
Seid in Dresden, wenn die Medien aus der ganzen Welt dort sein werden.
Unterstützt den Mann der verstorbenen Schwester, er ist auch euer Bruder.
Eilt nach Dresden!
Der Hass auf den Islam wird immer größer und wird aufgestachelt von Internetseiten wie PI-News.
“Islamophobie in der Mitte der Gesellschaft angekommen”
Hier nun ein neues Interview, welches von der “Linken Zeitung” geführt worden ist:
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7073&Itemid=1
Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und politische Aktivistin.
Texte von und über Evelyn Hecht-Galinski finden sich auf diesem Link bei Arendt-Art.
Linkezeitung: Der Mord an der 32-jährigen Muslimin Marwa El Sherbini rückt ein lange verdrängtes Thema auf die gesellschaftliche Tagesordnung: Islamophobie. Die Hetze gegen Muslime und den Islam wird nicht nur vom rechten Rand betrieben. Täglich gibt es viele diffamierende Pauschalisierungen in der ganz normalen bürgerlichen Presse wie „Der Spiegel” oder „Die Welt”. Schlüsselfigur zur Verallgemeinerung dieses besonderen Rassismus war der bekennende Islamhasser Henryk Broder. Tragen diese Hetzer von „Spiegel”, „Welt” und Broder nicht eine Mitschuld an der giftigen antimuslimischen Atmosphäre?
Evelyn Hecht-Galinski: In der Tat, Islamophobie wird nicht mehr verdrängt sondern offen gelebt. Bezeichnete sich Hendryk M. Broder anlässlich der Buchmesse in Frankfurt während eines HR Interviews doch selbst als islamophob. Das schafft natürlich ein ungutes Klima, das bis in die „Mitte der Gesellschaft” geht. Nicht der Antisemitismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern die berechtigte Kritik an der menschenrechtsverletzenden Unrechtspolitik des israelischen Staates, begangen am palästinensischen Volk. Letztendlich ist aber durch Äußerungen, wie die von Broder, vom geistigen Brandstifter und Islamhetzer, Ralph Giordano und anderen, die Islamophobie in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der schreckliche Mord an der 32jährigen Muslimin ist nur der traurige Höhepunkt. In Deutschland müsste auch vielmehr auf die unsäglichen Äußerungen von rassistischen Islamophoben, wie dem gefährlich rassistischen Parteigründer Geerd Wijlders in den Niederlanden, aufmerksam gemacht und diese bekämpft werden. Auch hier vermisse ich den großen Aufschrei. Trifft uns nicht alle eine Mitschuld an dieser giftigen, aufgeheizten Atmosphäre, wenn wir dies tatenlos hinnehmen? Wehret den Anfängen.
Linkezeitung: Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer besuchte zusammen mit seinem muslimischen Kollegen Aiman Mazyek den verletzten Ehemann der Getöteten und bekundete sein Mitgefühl. Über diese Äußerung hat sich die muslimische Gemeinschaft in Deutschland sehr gefreut. Allerdings unterstützte der Zentralrat noch im Januar das Massaker Israels in Gaza. Israel ist ein Staat, der auf Vertreibung, ethnischer Säuberung und Drangsalierung der weitgehend muslimischen Palästinenser basiert. Auch stellt sich der Zentralrat bei rassistischen Entgleisungen immer wieder schützend vor Broder und solchen Leuten. Wie geht das zusammen?
Evelyn Hecht-Galinski: Ich kann mich über den Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, nicht freuen. Seine Anteilnahme schien mir mehr dem Medieninteresse gezollt. Das kann man sehr genau sehen, wenn man die Website des Zentralrats oder ihm nahe stehende Webblocks, wie H.C. und andere sieht. Auch Broders Schmähseiten gehören dazu.
Nicht umsonst unterstützt der Zentralrat Broder und steht voll hinter seinen Äußerungen, wie Präsidentin Knobloch in einem Interview anlässlich eine Prozesses, den ich gegen Broder führe, kundtat. Kramer betont, dass er als Jude und Angehöriger einer Minderheit wüsste, dass wer einen Menschen wegen seiner Rassen-, Volks- oder Religionszugehörigkeit angreift, nicht nur diese Minderheit, sondern die demokratische Gesellschaft als Ganzes angreift. Gleichzeitig unterstützt er aber die Unterdrückung der Palästinenser in Palästina und vertritt damit hier die israelische Unrechtspolitik. Daher sind seine Sätze unglaubwürdig. Er weiß gar nicht, was Solidarität mit Muslimen bedeutet. In Wirklichkeit kennt er nur Solidarität mit Israel. Das sieht man auch daran, dass Israel und der Zentralrat alle Untersuchungen über den Gazakrieg von der UN, Amnesty International und anderen Organisationen einfach negieren. Selbst die Aussagen der Organisation „Breaking the Silence” werden geleugnet. Ganz klar beging Israel Kriegsverbrechen im Gazakrieg gegen Zivilisten.
Das größte Freiluftgefängnis Gaza war in Wirklichkeit ein Laboratorium für neueste Waffen. Das Massaker, die Besiedlung, die ethnische Säuberung, anhaltende Blockade, die Israel weiter begeht, wird vom Zentralrat als Sprachrohr der israelischen Politik voll unterstützt.
Linkezeitung: Es gab keinen großen gesellschaftlichen Aufschrei über den rassistischen Mord. Aber auch die Linke hielten sich sehr bedeckt. Sich selbst links nennende Leute, sogenannte „Antideutsche” haben den Rassismus in Form des Islamhasses in die Linke getragen. Sie selbst sind zwar nur eine kleine Minderheit, aber sie haben weite Teile der Linken für einen Teil ihrer Argumentationen gewinnen können. Müssten linke Aktivisten und Antifaschisten nicht den Kampf gegen die allgegenwärtige Islamophobie mit ins Zentrum ihrer Aktivitäten stellen?
Evelyn Hecht-Galinski: Was heißt schon die „Linke”? Auch die Linkspartei ist über die israelische Politik in sich zerstritten. Die sog. Antideutschen sind für mich eine undefinierbare Gruppe, die Israel blind unterstützt durch Islamhetze, und die durch Störungen Israel kritischer Veranstaltungen auffällt. Es wäre mir wichtig, wenn alle gesellschaftsrelevanten Gruppen, egal zu welcher Partei- oder Religionsgemeinschaft sie gehören, sich gemeinsam zu den Menschenrechten bekennen. Wie betonte es auch Kanzlerin Merkel in ihren Reden: „Menschenrechte sind unteilbar”? Leider vergisst sie dabei z.B. die Menschenrechte der Palästinenser.
Linkezeitung: Was würden Sie den von der Hetze betroffenen Menschen in Deutschland raten? Wie können sie gegen diese Hetze aktiv werden?
Evelyn Hecht-Galinski: Ich würde uns allen raten mehr Zivilcourage zu zeigen und sich auch in der Öffentlichkeit, in Zeitungen, Parteien, Organisationen und Verbänden gegen jede Art von Rassismus und Hetze auszusprechen und zur Wehr zu setzen. Das sollten wir unseren demokratischen Grundwerten schuldig sein – gerade in Deutschland! Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass momentan eine Hetzkampagne vom Zentralrat, verschiedenen jüdischen Organisationen, Broder mit seiner „Achse des Guten”, und seiner „Lizas Welt” und befreundete Korrespondenten, wie z.B. Benjamin Weinthal und Ulrich W. Sahm , gegen Felicia Langer läuft, der alternativen Nobelpreisträgerin und israelischen Menschenrechtsanwältin, die vom Bundespräsidenten für ihr humanitäres Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen bekam. Mit dieser Aktion beschmutzen diese Leute unsere demokratische Verfassung. Das dürfen wir nicht zulassen. Sie sehen also, man sollte nicht nur vor muslimischen Websites warnen, sondern man sollte auch mal die Websites der sog. Israelunterstützer unter die Lupe nehmen.
Linkezeitung: Wir stehen am Anfang einer neuen Weltwirtschaftsdepression. Manche Analysten erwarten, dass die Krise schlimmer wird als die der 1930er Jahre. Versucht der Westen sich mit dem Feindbild der Muslime einen neuen Sündenbock auszugucken? Und sollen damit möglicherweise auch die Angriffskriege gegen Afghanistan, Irak, nun auch Pakistan und demnächst vielleicht Iran gerechtfertigt werden?
Evelyn Hecht-Galinski: Ich sehe nicht die Wirtschaftskrise als Auslöser. Hier geht es meiner Meinung auch um die Energievorräte im Kaspischen Meer, auf die der Westen auf keinen Fall verzichten will. Die Kriege begannen ja schon längst vor der Wirtschaftskrise. Ich sehe den westlichen Hochmut und die Arroganz, mit der die Welt in sog. genehme und sog. „Schurkenstaaten” aufgeteilt wird. Hier macht sich der sog. Westen schuldig, insbesondere die USA und wir in Europa und Deutschland im Schlepptau. Diese Angriffskriege, wie z.B. gegen Afghanistan gehen an der Mehrheit der deutschen Bevölkerung vorbei. Erinnern möchte ich auch an die Millionen Flüchtlinge in aller Welt, die durch diese Kriege heimatlos geworden sind. Ich frage Sie, wie kann es sein, dass ein kleines Land wie Israel die ganze Welt in Atem hält als Atommacht und hochgerüstete Militärmacht auf der ganzen Welt die Angst vor der sog. „Atommacht” Iran schürt? Hängt nicht Israel am Tropf der USA, und unterstützen nicht wir Israel mit Waffen (trotz Verbots in Krisengebiete zu liefern) und Handel? Wie lange wollen wir in Europa und den USA diesem Treiben noch zusehen? Da helfen nur Sanktionen bis zur Beendigung der israelischen Besatzungs- und Unterdrückungspolitik. Anstatt Kriege anzuzetteln und den Iran anzuprangern, der sicherlich kein Beispiel für demokratischen Umgang mit seiner Bevölkerung ist, sollten wir uns besser um die Verhältnisse und Wahlen z.B. in Ägypten und Saudiarabien kümmern. Im Gegensatz dazu waren die ersten freien Wahlen im Gazastreifen demokratisch und laut Beobachtern korrekt aber den USA, Israel und Europa nicht genehm. So sind wir unglaubwürdig, indem wir mit zweierlei Maß messen. Das wird auch Präsident Obama noch zu spüren bekommen. Schöne Reden allein genügen nicht, sondern nur konsequenter Druck. Ein von Israel angezettelter Krieg gegen Iran wäre eine Katastrophe und könnte einen Flächenbrand entfachen.
Linkezeitung: Viele antimuslimische Hetzer, viele bedingungslose Unterstützer der israelischen Politik aber auch viele andere Menschen – darunter insbesondere auch Linke und Intellektuelle – setzen Antizionismus mit Antisemitismus gleich. Stimmt diese Gleichsetzung?
Evelyn Hecht-Galinski: Wer immer noch nicht den Unterschied zwischen Juden, Zionisten und Israel, also zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik begriffen hat, wird zwangsläufig miteinander vermengen, was auseinander zu halten ist.



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