Stellungnahme zur momentanen Lage der Muslime in Mönchengladbach
Der Bruder im Islam Sven Lau ("Abu Adam") berichtet von momentanen Ereignissen in der Stadt Mönchengladbach und nimmt Stellung zu einem Hetzartikel des üblichen Verdächtigen "Rheinische Post":
Warum ich Islamunterricht ablehne
As-Salamu alaikum,
Da jetzt wieder das Thema Islamunterricht aufkam, möchte ich meine Erfahrung diesbezüglich mit euch teilen.
Mein Sohn wurde letztes Jahr eingeschult. Da es einige Schulen in Kiel gibt, die Islamunterricht anbieten, habe ich mich informiert, um ihn evtl. dort anzumelden.
Der 33-seitige Lehrplan hat mich diese Sache schnell vergessen lassen. Deutschlandweit ist das wohl der einzige Lehrplan, der jemals an Schulen zugelassen wurde. Um nur einige Punkte auszugsweise zu nennen:
Die Ziele sind unter anderem:
- die Schülerinnen und Schüler zu einer mündigen Glaubensentscheidung und zu einsichtigem und eigenverantwortlichem Handeln in unserer Gesellschaft zu führen.
- die Vielfalt der religiösen Orientierungen im Unterricht abzubilden.
- mit Toleranz, Achtung und Respekt den unterschiedlichen Traditionen im Islam wie auch anderen Weltanschauungen zu begegnen.
Aufgabe des Islamunterrichts ist es, Glauben und Glaubenspraxis
Schavan befürwortet Imame als Religionslehrer
Ein heutiger Beitrag von SPIEGEL-Online:
700.000 muslimische Kinder und Jugendliche gehen derzeit in Deutschland zur Schule – und brauchen kompetente Religionslehrer. Bildungsministerin Annette Schavan forderte nun, islamische Geistliche ähnlich wie christliche Pfarrer in der Schule anzustellen.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine "Anstellung in der Schule finden", sagte Schavan der Wochenzeitung "Die Zeit". Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden.
An den Universitäten in Tübingen, Erlangen und den Doppelstandorten Osnabrück und Münster entstehen derzeit vier neue Institute für islamische Studien. Schavans Ministerium unterstützt die Studiengänge finanziell: Fünf Jahre lang wird jeder Standort mit bis zu vier Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert. Diese Lehrstühle müssten strikt wissenschaftlich ausgerichtet sein, forderte die Bildungsministerin. "Wissenschaftliche Qualität ist durch Bekenntnis nicht ersetzbar", betonte Schavan, die selbst Theologie studiert hat.

So kann man Gespräche aufbauen
Zweifelsohne: Die einseitige mediale Berichterstattung und grobes Fehlverhalten sogenannter "Muslime" haben dafür gesorgt, dass viele Menschen in diesem Land skeptisch und misstrauisch gegenüber dem Islam und seinen Angehörigen sind. Doch auf keinen Fall darf man ignorieren oder sich einreden lassen, dass alle Menschen anfällig für Vorurteile sind, Rassendenken nicht verneinen und alles glauben, was die Nachrichten einem berichten. Sehr viele unserer Mitmenschen sind aufgeschlossen, hören gerne zu und sind offen dafür, Vorurteile und Klischees abzulegen. Es liegt an uns Muslimen einen Beitrag dazu zu leisten. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Oft hat man Hemmungen und man schämt sich vielleicht auch ein wenig, einfach aus dem Nichts plötzlich mit einer Person über den Islam zu reden. Ich bin hierzu auf ein Video gestoßen, dass eine schöne Möglichkeit preisgibt, mit seinen Mitmenschen leicht in Kontakt treten zu können. Ein junger Bruder im Islam stellt sein Projekt nun vor:
Keine Islamschule in Mönchengladbach? Ging es wirklich darum?
Überall ist dieses Video zu sehen und vielen reden darüber:
Doch ging es in Mönchengladbach wirklich um die Islamschule?
DIE LINKE im Gespräch mit den sogenannten “Salafisten”
Die Partei "DIE LINKE" hat das Gespräch mit den Brüdern aus Mönchengladbach gesucht und ein sehr positives Fazit aus dem Gespräch gezogen. Der Artikel ist sehr positiv und erstmalig in den öffentlichem Medien auch ehrlich geschrieben worden.
Miteinander – nicht übereinander reden
Bau der Moschee in Moenchengladbach vorerst gestoppt.
Mönchengladbach/Düsseldorf. Die Stadt Mönchengladbach hat den Umbau der umstrittenen Islamschule, die ihren Umzug von Braunschweig an den Niederrhein plant, zunächst gestoppt.
Rentner Karl-Heinz Schmitz (67): „Ich gehe täglich auf dem Weg zum Supermarkt an diesem Haus vorbei. Ich habe Angst, dort vorbeizugehen – jetzt, da ich weiß, dass dort in Zukunft radikale Dinge gepredigt werden.“
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