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IZRS

“Sag: Dies ist mein Weg!”

Wir sehen wie der Ball in der Schweiz mehr und mehr ins Rollen kommt.
Alles Lob gebührt Allah, denn nun gibt es auch für die Schweizer Brüder und Schwestern ein Seminar in ihrer Nähe.

Islamisches Treffen Disentis 26.3.-28.3.2010 PDF Drucken E-Mail

Islamisches Bildungsseminar in Disentis "Sag: Dies ist mein Weg!"Seminar 26.3-28.3.2010

Am 26.-28. März 2010 findet das erste Bildungsseminar dieses Jahres  in deutscher Sprache für Muslime statt. Nach Annahme der Minarett -Initiative hat die anti-islamische Propaganda eine neue Form der Steigerung angenommen. Der Islam steht im falschen Licht. Dies wirkt sich auch auf das Verhältnis der Muslime zu ihrer Religion aus. Es ist leider sogar so weit gekommen, dass einige Muslime davor zurückschrecken, ihre religiöse Identität öffentlich zu zeigen, aus Furcht vor Konsequenzen oder aus Scham, weil sie störende Kommentare erwarten.

Die islamische Identität ist dennoch das Herz und die Seele eines Muslims und es kann nicht sein, dass diese versteckt oder verlogen werden muss! Der Muslim begeht kein Verbrechen, nur weil er der islamischen Religion angehört und er hat auch nicht suspekt zu erscheinen, nur weil er diese in seinem alltäglichen Leben umsetzt.

Deshalb soll das Seminar auf diese Problematiken eingehen: Wie kann ich als praktizierender Muslim hier leben? Was kann ich für die Bewahrung meiner Religion und meiner religiösen Identität tun?

Nicolas Blancho, Mohammed Ciftci (Abu Anas) und Abu Jibril, werden sich mit verschiedenen Vorträgen zu diesen Themenfeldern äussern.

Es sollte durch das Seminar klar werden, dass der Muslim für die Umsetzung seiner Religion nichts zu befürchten hat und er stolz, kräftig und selbstbewusst sagen soll: „Sag: Dies ist mein Weg!“  (12:108) und davon wird mich niemand unter keinen Umständen abbringen.

Das Sportzentrum in Disentis wird für unser Seminar zur Verfügung gestellt. Es ist in einer wunderschönen, idyllischen Berggegend, wo sicher auch die Möglichkeit zum Wandern und Geniessen besteht.

Für ein schönes Wochenende mit Familie in einem brüderlichen und islamischen Rahmen!

 


Administrative Daten:

Wann: Beginn am 26.3.2010 ab 18.30 Uhr Eintreffen (Programm ab 20.00Uhr)
  Ende: 28.3.2010 ('Asr Gebet)
Wo: Center da sport e cultura, Via Alpsu 51, 7180 Disentis/Mustér

Preise*:

Einzelperson Mitglied IZRS (CHF 50.–)
Einzelperson Nicht-Mitglied IZRS (CHF 55.–)
Familie Mitglied IZRS (CHF 140.–)
Familie Nicht-Mitglied IZRS (CHF 150.–)
Kind einzeln (CHF 25.–)

Referenten:
Abu Ammar Abd Allah
Abu Anas (BRD)
Abu Jibril (BRD)
Geschlechter:   Familien, Kinder und Singles sind herzlich willkommen. Die Geschlechtertrennung ist während der ganzen Veranstaltung garantiert.
Kinder: Für eine ausgeglichene Kinderbetreuung ist in einer extra zu diesem Zweck angemieteten Turnhalle gesorgt. Kinder werden sich austoben und spielen können. Bei gutem Wetter ist mit den älteren Kindern auch eine Wanderung möglich.
Anmeldung: Plätze sind limitiert auf 260. Anmeldung ist Pflicht. Ohne Anmeldung kann das Seminar unmöglich besucht werden. Die Anmeldefrist endet am Sonntag, 21.3.2010 um 20.00 Uhr.

ANMELDUNG JETZT ONLINE!

Symposium von IZRS in Zürich 14.2.2010

Am 14.2.2010 fand in Zürich das vom IZRS (Islamischer Zentralrat Schweiz) organisierte Symposium statt. Alhamdulillah, etwa 700 Teilnehmer waren dabei. Ich – als Mitgründerin von Muslimnet.org – konnte diesmal leider nicht teilnehmen, möchte mich aber trotzdem dazu äußern, insbesondere zu den veröffentlichten Schlagzeilen in unseren Schweizer Zeitungen.

Wie immer ganz vorne dabei ist die kostenlose Zeitung "20 Minuten", welche sich in letzter Zeit viele ziemlich negative Berichte gegen Muslime leistet. Als zweites kommt der Tagesanzeiger.

Der Bericht in "20 Minuten", ist wie erwartet so negativ wie möglich gestaltet, kommen doch darin Sätze vor wie

Zitat:Die verschleierten Frauen beten einen Stock höher – denn es herrscht «strikte Geschlechtertrennung».

Damit will man wohl betonen, wie die ach so armen Muslimas behandelt werden. Ihr da draußen! Habt ihr euch schon mal überlegt, dass wir uns so wohlfühlen? Ich jedenfalls finde die Geschlechtertrennung gut, früher gab es das ja auch in Europas Schulen!

Weiter liest man Wörter wie "Islamisten, verschleierte Frauen, bärtige Männer"…
Hm, mein Vater, ein Nichtmuslim, trägt auch Bart, muss er in Zukunft fürchten deswegen angegriffen zu werden? :-) Es gibt (leider) auch viele Muslime ohne Bart, aber ob die deswegen weniger praktizierend, respektive "gefährlich" sind, bezweifle ich stark. Ebenfalls muss eine Muslima ohne Kopftuch nicht "harmloser" sein als eine verschleierte Frau. Aber eben, so weit kann "man" nicht denken.

Dann wird das Bild gezeigt, des "armen kleinen Mädchens" welches schon in seinem Alter ein Kopftuch tragen muss. Hat man das Mädchen gefragt? Ich denke nicht. Ich kenne Mädchen, die sind etwa im selben Alter und wollen das Kopftuch tragen! Warum? Weil die Frauen des Propheten Muhammeds s.a.s ein Kopftuch trugen und die anderen Frauen damals auch und weil sie danach handeln wollen. Alhamdulillah (Gott sei dank).

Zitat:Es waren vorwiegend versöhnliche Töne zu hören

Versöhnliche Töne? Warum, haben wir mal was anderes gesagt, als dass wir Frieden möchten? Als dass wir diskutieren möchten? Aber zumindest ist "versöhnlich" schon mal irgendwie positiv zu verstehen.

Der Zentralrat wolle sich unter anderem auch für einen Fatwa-Rat einsetzen, und auch dafür islamische Schulen und Moscheen zu schaffen.

Zitat:Den Juden würden auch eigene Schulen und Gebetsstätten zugestanden. «Aber wenn wir Muslime davon sprechen, dann heißt es sofort, wir schafften Parallelgesellschaften

Wie recht ihr habt, Brüder! Mormonen dürfen Tempel bauen mit einer großen Kuppel (die in Zollikofen leuchtet sogar im Dunkeln), Juden haben eigene Schulen, Gebetsstätten etc. und sind schon lange "integriert", wir Muslime sind die schwarzen Schafe, müssen den Kopf hinhalten für "sogenannte Muslime" die Schlimmes tun und es mit dem Islam rechtfertigen (was falsch ist!) und müssen tagtäglich um unsere Rechte kämpfen.

Ist das korrekt?
Dabei gibt es auch unter den anderen Religionsangehörigen solche, die Schlimmes tun, sogar gegen Menschenrechte verstoßen, Menschen unterdrücken und peinigen (Stichwort Palästina) usw…

Wo ist da der Unterschied? Ich bitte alle Leser und Leserinnen, egal ob Muslim oder nicht, darüber nachzudenken, was Gleichberechtigung eigentlich bedeutet. Gerade hier in unserer einstmal "neutralen" Schweiz und auch sonst wo.

Wenn ein Christ etwas Verbotenes und absolut Schlimmes tut, gibt man diesem Menschen Schuld, aber nicht dem Christentum. Dieses Recht gilt auch für uns Muslime und alle anderen Religionen. Punkt.

Die professionelle Spaltung der Ummah

Momentan spüren wir einige Spaltungsversuche in der Umma.
Es hat sich – Gott sei gedankt – eine starke Fraktion gebildet mit:

Sheikh Abul Hussein
Sheikh Abu Anas
Abu Hamza
Abu Jibriel
Abu Alia
Abu Adam
…. und allen weiteren Leuten die hinter dem EZP-Team stehen.
Außerdem sind seit kurzem auch die Schweizer mit dem kürzlich gegründeten Zentralrat der Schweiz, dazu gestoßen.

Der Student und gleichzeitig Präsident des IZRS, Nicolas Blancho, erfährt große Beliebtheit bei den praktizierenden Muslimen in der Schweiz und vielen Muslimen in Deutschland. Aufgefallen ist er vor allem durch die Kooperation mit Pierre Vogel (Abu Hamza) bei der Kundgebung gegen das Minarett-Verbot in der Schweiz letzten Jahres.

Die Politik und die Medien bemerkten jedoch ziemlich schnell, dass sich für den Islam etwas äußerst Positives aufbaut, nämlich eine enge Zusammenarbeit von rechtschaffenen und extrovertierten Muslimen, die sich nicht mehr alles gefallen lassen – und das grenzüberschreitend.

Dies musste selbstverständlich umgehend verhindert werden, also bemühten sich die schweizer Politiker, nachdem Sheikh Abul Hussein bereits vor längerer Zeit ein Einreiseverbot erhielt, nun auch Pierre Vogel den Eintritt in die Schweiz zu untersagen – wenn auch temporär begrenzt, jedoch nun aufgehoben.

Nachdem sich der Zentralrat immer besser aufgestellt hat und mittlerweile einen relativ hohen Bekanntheitsgrad genießt, versucht die Presse (u.a. Basler Zeitung) wieder Druck zu machen und mit Artikeln bzw. Überschriften wie:

Schweizer Muslime distanzieren sich von Pierre Vogel

,die Muslime zu spalten. Wer nur die Überschrift liest (was generell fatal ist!), muss sich doch stark wundern, wie es sein kann, dass sich "Muslime" von Pierre Vogel distanzieren, während die Zusammenarbeit vor kurzem noch beispielhaft gewesen ist.

Der Artikel geht aber noch weiter:

“Es sei ein Fehler gewesen, den deutschen Islam-Prediger Pierre Vogel zur Kundgebung vom 13. Dezember des letzten Jahres auf dem Berner Bundesplatz einzuladen, sagte Blancho am Rand des Anlasses.”

Dieses Zitat stellt sich als ein, aus dem Kontext gerissenes und inhaltlich falsches Zitat dar, welches für Unruhen in den Rängen der Muslime sorgen kann.

Kurz nach der Veröffentlichung des Artikels wurden die ersten Stimmen der Verantwortlichen laut: Nicolas Blancho wird – so wahr Gott will – bald eine Aufklärung des Basler-Zeitungsartikels auf der Internetseite des IZRS’ veröffentlichen.
Schnell wird jedoch klar, dass es sich bei dem Zeitungsartikel um einen klaren Spaltungsversuch handelt.

Man hat sich von Pierre Vogel und seinen Ansichten ebenfalls, nicht als Person distanziert, es sei lediglich ein Fehler, einen Nichtschweizer für innerpolitische Probleme einzuladen. Und das ist tatsächlich ein Punkt über den man fair diskutieren kann.

Da wir uns sicher sein können, dass das nicht der letzte Spaltungsversuch gewesen sein wird, sollten wir aus dieser Sache für die Zukunft folgendes lernen:

1. Es gibt Mächte und Kräfte, denen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Muslime ganz und gar nicht gefällt.
2. Diese Mächte setzen all ihre gaunerischen Kräfte ein, um die Zusammenarbeit zu unterbinden, sie es mit politischen oder unterbewusst medialen Aktionen.
3. Die islamische Gemeinschaft darf sich nicht so leicht blenden lassen und nicht auf die plumpen Versuche einer Zeitung oder ähnlicher Medienanstalten hereinfallen.
4. Die Muslime müssen stets kritisch bleiben und nichts ungefragt hinnehmen.
5. Die Muslime müssen zusammenarbeiten, auch wenn sie unterschiedliche Meinungen haben.

Letztendlich müssen sie sich an Qur'an und Sunna halten.

In Kürze lest ihr hier eine Stellungnahme des Schweizer Zentralrats – so wahr Gott will -.