Die Islamisten! – neuer Wind in Marokkos Politik
Es ist zweifellos die reinste Genugtuung mit anzusehen, wie der Fall der arabischen Despoten während des arabischen Frühlings einen neuen Aufschwung der sogenannten Islamisten mit sich zog. Jahrzehntelang schien die arabische Welt – insbesondere in Nordafrika – zu stocken. Von Entwicklung und Fortschritt konnte kaum die Rede sein. Obwohl Länder wie Algerien und Libyen ein immenses Vorkommen an Bodenschätze, insbesondere an Erdöl und Erdgas vorweisen können, fragt man sich, wieso dennoch ein Großteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Man sollte sich nur mal über folgendes paradoxes Bild einige Gedanken machen: Slums mit "Häusern" aus Blech und Lehm stehen gigantische, exquisite Paläste gegenüber. Paläste, von denen Queen Elisabeth II. nur träumen könnte und in denen sogenannte "Staatsführer" hausen. Könnte man sich ein solches gesellschaftliches Bild in Deutschland vorstellen? Wohl er nicht. Unmenschen wie Muammar Gaddafi, Hosni Mubarak und "Zine Al-Fasiqin" Ben Ali bereicherten sich selbst am gottgegebenen Reichtum des Staatsterritoriums und beteiligten am Reichtum hier und da mal den und jenen, um die eigene Macht zu erhalten und zu pflegen. Westmächte wie die USA "spendeten" hierzu jährlich 1,3 Milliarden (!) US-Dollar an Mubarak, um das Militär zu stärken. Militärdeckung, ja, das ist der Hauptgrund, weshalb Despoten wie Mubarak jahrzehntelang an der Macht stehen konnten. Für die Entwicklung und den Wohlstand wurde (oder wird) nichts getan, stattdessen gibt es zwei Schichten in diesen Ländern: die reichen und die verdammt armen. Korruption, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Perspektivlosigkeit…das sind Schlagwörter, die die Lage vieler arabischer Länder genau definieren. Dessen ungeachtet konnten sich westliche Staatsführer immer mit einem breitem Lächeln mit den Despoten der arabischen Länder Hände schüttelnd ablichten lassen. Was ja grundsätzlich kein Problem ist, da genau dies ja Politik definiert: stets die eigenen Interessen vertreten. Wenn auch unmoralisch und heuchlerisch. Doch um das Kind beim Namen zu nennen: Die Unterdrückung und Tyrannisierung der arabischen Länder durch Despoten war für den Westen notwendig. Dazu später mehr. Weiterlesen
USA: Moderator vergleicht Todesopfer des norwegischen Terroranschlags mit Hitlerjugend
Vollkommen taktlos und sachlich falsch vergleicht der US-amerikanische Radio- und Fernsehmoderator Glenn Beck das Treffen der von Breivik auf der Insel Utøya kaltblütig ermordeten jugendlichen Sozialdemokraten mit der Hitlerjugend.
Dieser absurde Vergleich läßt den Verdacht aufkommen, daß der rechtsradikale Moderator ein Sympathisant des extremistischen Massenmörders Anders Behring Breivik ist.
Der norwegische Politologe Frank Aarebrot hat ihn für diese Schmähkritik als vulgären Propagandisten und Faschisten bezeichnet.
Auch der ehemalige Pressesprecher vom norwegischen Premier Stoltenberg, Torbjørn Eriksen, kritisiert diese Aussage und sagte laut DailyTelegraph:
"Glenn Beck’s comments are ignorant, incorrect and extremely hurtful."
Bei fanatischen evangelikalen Christen steht der Mormone allerdings hoch im Kurs und erreicht mit seinen Fernsehshows schwindelerregende Einschaltquoten.
Zu seinen Fans gehören auch die Anhänger der Tea-Party.
Feindbild Religion
Dies ist ein Artikel aus der "islamischen Zeitung", der es auf den Punkt bringt. Ständig wird die Religion als Begründung für Unmengen von Konflikten auf der Welt genutzt. Eine Ausrede, mit dem sich noch so kapitalistisch begründete Konflikte erklären lassen. Wie erst vor kurzem mit der Teilung des Sudans. Um sinnlose Kriege und Gewaltakte zu begründen, die auf die verschiedensten Gründe zurückzuführen sind, spricht man gerne, um es sich leicht zu machen, von der Religion. Doch sind es meist andere Interessen, die gewalttätige Auseinandersetzungen begründen, sein es Rohstoffe, Wasservorräte, politische Grenzen oder ethnische Herkünfte. Doch meist um kapitalistische Interesse zu verschleiern, spricht man gerne vom allzu beliebten Sündenbock Religion. Doch die Geschichte hat bewiesen, dass ein Staat auch Menschen mit den unterschiedlichsten Religionen beherbergen kann, ohne dass dies in Feuer und Gewalt endet, und dies besonders in islamischen Staaten der Vergangenheit. Man forsche nur einmal die Geschichte Andalusiens…
Feindbild Religion
Es ist schon erschreckend, für wie dumm sich die Menschen selbst halten. Ich sage bewusst, „Menschen selbst“, denn letztendlich sind die Instrumente (Politik und die Medien), die wir immer wieder beschuldigen für alles verantwortlich zu sein, ebenfalls von Menschen für Menschen.
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2010 konvertierten 100.000 Engländer zum Islam
Für die Moderatorin mag es "erstaunlich" sein – für uns ist es erfreulich!
Im Letzten Jahr sind 100.000 Engländer zum Islam konvertiert. Subhanallah!
http://http://youtu.be/hFFOmM7hVoU
Die Tageszeitung "Independent" berichtet, daß seit 2001 jährlich ca. 15.000 bis 25.000 Engländer zum Islam konvertierten.
Die Überraschung brachte allerdings eine aktuelle Studie des Thinktanks "Faith Matters", denn im Jahr 2010 hat sich die Anzahl der Konvertiten vervierfacht.
Alhamdulillah… letztes Jahr bekamen wir 100.000 neue Geschwister allein aus England! Der Studie zufolge würde tendenziell der Frauenanteil in den letzten Jahren stärker ansteigen als bei den Männern und bis zu 2/3 betragen.
Innenminister mal ohne Heuchelei: “Islamisten müssen damit rechnen, getötet zu werden”
Das Gewand der Heuchelei und Zweideutigkeit ist abgenommen: Unser Hans-Peter Friedrich hat es nun endlich mal geschafft, offen und ehrlich ein Statement zum Thema Muslime abzugeben. Der Innenminister unseres Rechtsstaats droht potentiellen Attentätern in Deutschland mit dem Tod, zu dem müssen "Islamisten" ab sofort davon ausgehen, getötet zu werden. Eine Satire von unserer Seite? Seht selbst:
"Wer den Tod liebt, kann ihn haben"

Seltenheit: Hans-Peter Friedrich offen und ehrlich
Nicht nur Sarrazin
21.06.2011 Th. G. Schneiders et al. informieren über „Islamfeindlichkeit“. Eine Rezension von Von Markus Omar Braun
(iz). Die Äußerungen von Bundesinnenminister Friedrich zu seinem Amtsantritt sollten mit einem gewissen politischen Instinkt als Test verstanden werden, wie weit er mit kalkulierten Affronts gegen die Muslime würde gehen können. Eigenartigerweise haben ihm da sehr selbstbewusst gerade die säkular orientierten muslimischen Vertreter der Islamkonferenz durch ihren scharfen Protest klargemacht, dass dieser Umgangston von ihnen nicht geduldet werden würde.

Panzer gegen Kalaschnikows
Wie kommt es bloß, dass solche Tyrannen heute über die muslimische Umma regieren bzw. regiert haben? Wie konnte es zu diesem Desaster kommen? Während der Gesandte Allahs (s), als Herrscher der arabischen Halbinsel, in einer kleinen Kammer in der Moschee lebte und sein ganzer Besitz eine Palmfasermatte und ein Lederbehälter zum Tragen von Wasser war, bewohnt der saudische König als heutiger Herrscher der arabischen Halbinsel, Paläste und riesige Anwesen, während Menschen in Nachbarländer in Afrika, vor Hunger krepieren. Während Umar Ibn Al-Khattab (r) als Herrscher der islamischen Nation, jeden Abend mit den Staatsschätzen durch die Straßen ging, um sicher zu stellen, dass es keinen Notdürftigen gibt, dem er nicht sein Recht gegeben hat, gilt (oder besser gesagt: galt) Hosni Mubarak als einer der reichsten Menschen der Welt, während vor einiger Zeit in Kairo Menschen wegen mangelndem Brot (!) noch protestiert haben. Während Salahdinne Al-Ayoubi (r) sich tapfer gegen eine gigantische Armee gestellt hat, um die erste Gebetsrichtung der Muslime von ihrer Besatzung zu befreien, geben sich heutige "Führer" wie Syriens Al-Assad oder Jemens Abdullah Salah mit der Besatzung der drittwichtigsten Moschee zufrieden und deuten auch keinerlei Absicht an, etwas in Zukunft daran verändern zu wollen. Während Abu Bakr As-Siddiq (r) in seiner berühmten "Antrittsrede" vor der Umma in Medina deutlich sagte: "Seid mir nur gehorsam, solange ich Quran und Sunna folge", führt Gaddafi heute gegen sein eigenes Volk einen Krieg (oder mehr einen Genozid), nur um sich für weltliches Wohl, noch ein paar Jahre an der Spitze des Landes zu stellen. Was ist bloß mit uns geschehen?
Ja zum Dialog – aber ihr gehört nicht zu uns!
Salaamu alaikum liebe Geschwister und Hallo allerseits,
"Ja zum Dialog – aber ihr gehört nicht zu uns" ist wohl das neue Motto der "erfolgsversprechenden" Islamkonferenz. Der Leiter dieser Konferenz, der neue Minister des Innern Hans-Peter Friedrich, versucht nun nach seiner spaltenden Aussage, dass die Religion der Muslime angeblich nicht zu Deutschland gehören würde, die Gemüter zu beruhigen. Er behauptete, dass man seine Aussage "einfach einseitig interpretiert hat, um einen Keil zwischen ihm und den Muslimen zu treiben".
Einen Keil?!
Wie kann man einen Keil in so einen gigantischen Leerraum treiben, Herr Friedrich?
Das Virus des 21. Jahrhunderts: Demokratie
Salaamu alaikum liebe Geschwister und Hallo allerseits,
wie ich schon öfters in Artikel klargestellt habe, bin ich ein richtiger Fanatiker, was exakte Definition von politischen Begriffen angeht. Denn alles andere als eine klare Erklärung eines Begriffs, führt bloß zur Narrenfreiheit des Redners.
Nachdem ich bereits Stellung genommen habe, zu Begriffen wie "Islamist", "Salafist" oder "christlich-jüdische Leitkultur", möchte ich heute einen bescheidenen Artikel zum absoluten Lieblingsbegriff der Politik schreiben, die Demokratie.
Die Überschrift hierzu habe ich nicht selbst gewählt, sondern den Satz habe ich auf der ersten Seite des Bestsellers "Die Zuhälter der Globalisierung" von der renommierten Politik- und Wirtschaftsanalytikerin Loretta Napoleoni, entdeckt.
Der Begriff "Demokratie" ist sehr gefährlich, denn dieser Begriff bietet für die Politiker eine absolute Narrenfreiheit. Nachdem die Staatführungen nach dem 2. Weltkrieg den Menschen klargemacht hat, dass die Demokratie eine angebliche "Wertanerkennung" für Otto-Normalverbraucher ist, haben die Menschen angefangen, dieses Wort mit Dingen wie "Freiheit", "Toleranz" und "Frieden" zu verbinden, und es, wenn man sich heute die Einstellung der Menschen betrachtet, zu einer Art "Religion des 21. Jahrhunderts" gemacht.
Fand die erste Wikileaks-Revolution statt?
Es gibt tunesische Beobachter die sagen, der Katalysator und Zündfunke der den Volksaufstand in Tunesien so richtig auslöste war die Veröffent- lichung der Wikileaks-Dokumente über die Lebensweise und Korruption der Präsidentenfamilie und die anschliessende Unterdrückung und Verfolgung von Internet-Benutzer durch das Regime.
Stuttgart 21 – und wie der Staat mit den Demonstranten umgeht…
Es war eine angemeldete Demonstration von Schülern, doch der Polizei gefiel das so gar nicht.
Der Staat Deutschland wird immer radikaler, wenn es um die Proteste auf den Straßen geht.
Das Volk soll spüren, wie wenig Macht es doch hat, da macht man auch keinen Halt vor Pfefferspray,
welches bis zu 5m weit gesprüht werden kann!
Künftige Ministerin Özkan für Kopftuchverbot an Schulen
Auch Kopftücher haben "in Klassenzimmern nichts zu suchen"
Die künftige Sozialministerin von Niedersachsen, Aygül Özkan (CDU), hat sich für ein Verbot von Kruzifixen an öffentlichen Schulen ausgesprochen. Anders sei dies bei Schulen in kirchlicher Trägerschaft. Auch Kopftücher seien tabu.
"Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen", sagt Aygül Özkan dem Münchner Nachrichtenmagazin "Focus". "Die Schule sollte ein neutraler Ort sein."
CDU ist gegen ein Koftuchverbot, aber….
'Ich glaub ich bin im falschen Film.’, dieses Gefühl hatte ich am Freitag beim Lesen der folgenden Schlagzeile:
„Integrationskonzept der CDU: Gelassen mit dem Kopftuch umgehen”.
“Kopftücher bedrohen die verfassungsgemäße Ordnung nicht”
Was für ein Fortschritt! Solche Töne sind wir von der CDU nicht gewohnt. Doch der Schein trügt, wie wir im Folgenden gleich sehen werden.
Neun Tage lang diskutierten die Mitglieder der Berliner CDU über das neue Integrationskonzept, welches sie am Donnerstag den 18.03.2010 vorstellten.
Eines der Forderungen der CDU ist:
„Wir sind gegen ein Kopftuchverbot und plädieren dafür, gelassener mit diesem Thema umzugehen“, so die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Monika Grütters.
Weiter heißt es:
„Kopftücher bedrohen die verfassungsgemäße Ordnung nicht. Wir wollen auch nicht, dass die – oftmals gut ausgebildeten – Trägerinnen des Kopftuches durch ein Kopftuchverbot in eine illegale Parallelgesellschaft gedrängt werden. Wir wollen, dass sie bekennende Träger unserer Verfassungsordnung werden.“
Auf den ersten Blick erscheinen diese Punkte des Dokuments recht fortschrittlich. Doch halt. Man schaue sich die „Forderungen“ einmal genauer an.
Erstens ist ein generelles Kopftuchverbot mit dem Grundgesetz ohnehin nicht vereinbar.
Wieso fordert dann die CDU etwas, was mit dem Grundgesetz schon garantiert sein müsste?
Zweitens stellt die CDU diese Forderung im neuen Integrationskonzept, begrüßt jedoch das Kopftuchverbot für Lehrerinnen, Polizistinnen und anderen staatlichen Angestellten, da diese „zur religiösen Neutralität“ verpflichtet seien.
Ist das kein Widerspruch? Wem bringen dann diese „neuen“ Forderungen im Integrationskonzept der CDU überhaupt was? Wie sollen denn die – „oftmals gut ausgebildeten – Trägerinnen des Kopftuches“ “bekennende Träger unserer Verfassungsordnung werden”, wenn sie durch staatliche Verbote „in eine illegale Parallelgesellschaft gedrängt werden”.
Danke liebe CDU, für das neue , in neun Tage und Nächte schwer erschaffene Integrationskonzept, in dem letztlich nicht mehr drin steht, was man sonst von euch liest.
Letztlich bleibt den Lehrerinnen und anderen „staatlichen Angestellten“ doch nichts anderes übrig, als ihre eigenen Einrichtungen zu gründen, um sich später allerdings von euch die Vorwürfe „Parallelgesellschaft“ und „misslungene Integration“ anhören zu müssen.
Quellen:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1277272/Gelassen-mit-dem-Kopftuch-umgehen.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/CDU-Integration-Bildung;art270,3060673
http://www.migazin.de/2010/03/19/kopftucher-bedrohen-die-verfassungsgemase-ordnung-nicht/
http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/03/20/kopftuch-cdu-berlin-ruft-zur-gelassenheit-auf.html
Strategische Islamhetze in den Medien, mit “zionistichen Touch”?
Nach dem tragischen Fall von Marwa E., die am 01.07.09 in einem dresdner Landsgericht, von einem fanatischen Islamhasser mit 18 Messerstichen brutal ermordert wurde, habe ich die Strategie der systematischen Islamhetze in den Medien unter die Lupe genommen. Zufälligerweise stieß ich hierbei auf einen Bericht vom 08.09.07 des Senders "HR", der den Fall eines Rabbiners, der in Frankfurt auf offener Straße mit einem Messerstich im Bauch verletzt wurde, ausführlich behandelte. Fakt ist, dass die Medien nur in Fällen in denen "Muslime" als Täter gelten, Gebrauch von der Pressefreiheit machen. Der Islam wird, bevor die Ermittlungen überhaupt begonnen haben, als Tatmotiv in Erwägung gezogen, während man im Falle von Marwa E., einen sogenannten "ausländerfeindlichen Hintergrund", noch prüfen musste. In dem Bericht des Senders "HR" berichtete man über "das jüdische Opfer", während man im Falle von Schwester Marwa nur "das Opfer" oder "die Zeugin" erwähnte. Ebenso erwähnte man dort, dass der Täter wohl arabisch gesprochen habe. Während man bei Schwester Marwa, von einem Deutschrussen spricht. Beim Zuschauer diesen Berichtes, beabsichtigt man mit dem Adjektiv "arabisch" eine sogenannte Kettenassoziation auszulösen:
"Arabisch, Moslem, Islam, 9/11, Osama bin Laden, Terror und Frauenunterdrückung."
Desweiteren erwähnt "HR", dass ein jüdischer Bundestagsabgeordneter sich empört zeigte mit den Worten:
"Es ist erschreckend, dass es für Bürger jüdischen Glaubens, noch immer keine Normalität im Alltage gebe."
Man versucht eindeutig von der Diskriminierung der Muslime abzulenken. Warum hat man im Fall von Marwa nicht ebenso die Aussagen der muslimischen Mitbürger oder Politiker in den Medien erwähnt, die auch über diese Tat empört waren? Es ist in Deutschland verpönt, auch nur in geringsterweise, etwas gegen einen Juden zu sagen auch wenn er im Unrecht ist oder Israel wegen Ihres Apartheidsystems zu kritisieren. Stattdessen wird zugunsten der Zionisten gezielte Islamhetze betrieben. Man muss als Muslim, in einem korrupten Deutschland, ertragen, dass die Medien über Mordfälle mit islamfeindlichen Hintergrund schweigen. Also wer hat keine Normalität im Alltag? Eine größere Zumutung gibt es aus meiner Sicht für diese Diskriminierung nicht. Wenn man diese Art von Übergriffen gegenüber Muslimen unwichtiger als Übergriffe gegenüber anderen Religionsgemeinschaften betrachtet, ja dann herzlich Willkommen im Jahre 1933. Heute heißen diese Menschen nicht Ariel, Uri, Israel, nein heute heißen die Bösen Ahmet, Ali oder Mohammed.
Wie können deutsche Politiker behaupten, dass es in Deutschland kein Platz für Islamhass gibt, wenn eine Muslima in einem Gerichtssaal ermordet wird. Dass eine Frau wegen Ihrem Glauben, vor den Augen der Staatsanwaltschaft und des Richters, mit 18 Messerstichen abgestochen wird, ist nicht nur beispiellos, ja es zeigt uns in beängstigender Weise wie weit die Gleichgültigkeit gegenüber Islamhass in Deutschland gekommen ist. Mit dieser systematischen Relativierung moslemischer Grundrechte in USA-/Israelhörigen Medien, welche von USA-/Israelhörigen, korrupten Politikern auch noch unterstützt wird, entsteht eine Athmosphäre der Gewalt gegen Muslime. Kaum eine Politik trägt zur Angst vor dem Islam mehr bei als die der Zionisten.
Man kann nur hoffen, dass das Schüren von Islamhass in Deutschland nicht als eine ausgeartete sportliche Disziplin betrachtet wird.
Wir beabsichtigen nicht, mit diesem Bericht, Hass gegen Israelis oder Juden hervorzurufen. Vielmehr geht es um Gleichberechtigung, unabhängig welcher Religion man angehört.
Interview mit Dr. Sabine Schiffer
Auf das neue Buch von Dr. Sabine Schiffer haben wir hier aufmerksam gemacht. Nun hat sie, anlässlich des Mordes an unsere Schwester Marwa, ein Interview mit unseren Kollegen der “Linken Zeitung” geführt. Vielen lieben Dank an Francis Bryne, der mit seinem Team tatkräftig gegen den wachsenden Islamhass vorgeht.
Hier nun das Interview:
Dr. Sabine Schiffer ist Leiterin des Instituts für Medienverantwortung iin Erlangen. Sie ist Mitherausgeberin des soeben erschienenen Buches „Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich”. Das Buch ist im HWK-Verlag in der Reihe ‘Bücher, die unsere Weltsicht verändern’ erschienen. Es hat die ISBN 978-3-937245-05-8, ist überall im Buchhandel erhältlich und kostet 24,80 €.
Linkezeitung: Der offensichtlich durch antimuslimischen Rassismus motivierte Mord an einer Ägypterin in Dresden ist ein schrecklicher Höhepunkt einer jahrelangen Hetzkampagne gegen den Islam und Muslime. Die große gesellschaftliche oder mediale Empörung bleibt aus. Wie ist das möglich?
Frau Dr. Schiffer: Es ist eigentlich logisch – wer will schon zugeben, dass er selber oder wir insgesamt ein neues Problem haben? Nicht mehr ganz neu, aber nun offensichtlich: anti-islamische Einstellungen erzeugen nicht nur schlechte Stimmung und aufgeregte Polemiken, sondern auch Handlungsbereitschaften, wie man an einigen Brandanschlägen auf Moscheen und auch Friedhofsschändungen und an vielen Beleidigungen muslimischen Kopftuchträgerinnen gegenüber längst hätte sehen können und ernst nehmen müssen.
Die Politik wird sich sicher am wenigsten selbstkritisch bzw. zugestehend äußern, weil sie das Thema nicht nur heruntergespielt hat (ich könnte da von meinen Erfahrungen aus der Islamkonferenz AG 3 berichten), sondern es teils durch entsprechende Gesetze noch befödert: Kopftuchverbote, Muslimtests getarnt als Einbürgerungstests etc.
Linkezeitung: Die Anti-Islam-Hetze solcher Homepages wie „Politically Incorrect” oder rechter Splittergruppen wie „Pro-Köln” sind nur die Spitze des Eisberges.
Über die ganz normalen bürgerlichen Medien werden täglich antimuslimische Klischees und Diffamierungen verbreitet. Wie schätzen Sie die Situation ein?
Frau Dr. Schiffer: Das monieren wir seit Jahren – vor allem den Usus, negative Ereignisse mit islamsichen Symbolen in der Berichterstattung zu “verzieren”. Dies suggeriert Zusammenhänge, die manche zwar gerne behaupten, um ihre Taten zu legitimieren, die aber journalistisch hinterfragt werden müssten. Jeder behauptete Zusammenhang wird ja nicht bildlich umgesetzt und damit verfestigt.
Ja, und auch linke Kreise – vor allem die Antideutschen – bauen ein anti-islamisches Feindbild auf, aber auch in der Mitte der Gesellschaft gehört Anti-islamisches teils zum guten Ton – s. Umfrageergebnisse des Allensbacher Instituts oder die Heitmeyer-Studie. Wer sich nicht “islamkritisch” äußert, gilt schon als verharmlosender “Gutmensch” oder gar noch als schlimmer “Islamisierer”. Gerade Gruppen, die Aufklärung und Humanismus hoch halten, wie die Giordano-Bruno-Stiftung befördern das anti-islamische Ressentiment, verkennend dass die von ihnen beschworenen Prinzipien Pluralismus und Gleichwertigkeit bedeuten würden – genau diese Ideale verraten sie aber zugunsten ihrer selbstidealisierenden Sicht des vermeintlich besseren Durchblicks.
Linkezeitung: Es schleicht sich der Verdacht ein, dass mit der Hetze der Kriegseinsatz in Afghanistan gerechtfertigt werden soll und möglicherweise ein Sündenbock für die Weltwirtschaftsdepression ausgeguckt werden soll. Halten Sie das für möglich?
Frau Dr. Schiffer: Genau dieser Verdacht wird durch die Kommentare Günter Lachmanns in der Welt bestätigt (man erinnere daran, dass Antisemitismus auch immer neben der erfolgreichen Integration von Juden existiert hat und existiert!). Er stellt damit aber keine Einzelmeinung dar, führt nur schön vor, wie die Denkschiene funktioniert. Wer so tut, als würde die Forderung danach, Islamophobie als Problem der Mehrheitsgesellschaft anzuerkennen, sog. “islamistische” Anschläge in Deutschland befördern, der sucht zu verhindern, dass man derlei tatsächlich mögliche Anschläge als Ausdruck einer Ablehnung des Krieges in Afghanistan und anderen islamischen Ländern wahrnimmt. So schafft man Kohärenz, die die eigene Interpretation bestätigt, nur nichts mit der Realität zu tun hat. Hier verweise ich gerne auf Graham Fuller, der in seinem Buch fragt, wie der Nahe Osten ohne Islam aussähe: er kommt zu dem Schluss GENAUSO, wenn die Politik, die im wesentlichen von außen bestimmt wird, so bleibt.
Mit dem Verweis auf sogenannte Islamisten oder unter ständiger Verwendung des Adjektivs “radikalislamisch” kann man wunderbar von den relevanten Zusammenhängen ablenken. Auch darum wird wohl die Politik hier nicht an echter Aufklärung interessiert sein, seitdem Deutschland deutlich auf Kriegskurs gegangen ist – die anti-islamische Legitimierung, die oft auch als vermeintliches Helfersyndrom für muslimische Frauen (Stichwort. Burka, Mädchenschule) daher kommt, lässt sich aus etlichen offiziellen Texten bis hin zur sog. EKD-Friedensdenkschrift herauslesen.
Linkezeitung: Besonders auffällig ist das große Schweigen bei weiten Teilen der Linken. Das Thema scheint die Linken noch nicht erreicht zu haben. In Ihrer ersten Stellungnahme schrieben Sie: „Unser Mitgefühl gilt der Familie des Opfers! Unsere Sorge uns allen – ohne Ausnahme.” Die Hetze gegen die Muslime betrifft uns alle. Warum?
Frau Dr. Schiffer: Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, hat das Wichtigste auf den Punkt gebracht: heute trifft es die Muslime, morgen vielleicht wieder die Juden, und wen dann? (Vortrag 11.7.2007, Mannheim). Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist eben vor allem Menschenfeindlichkeit und betrifft uns alle. Wie beim Antisemitismus muss es uns gelingen, nicht beim Starren auf die jeweils betroffene Gruppe stecken zu bleiben, sondern zu verstehen, welche Funktionen rassistische Stereotype für die sog. Mehrheitsgesellschaft haben: sie bieten Projektionen zur eigenen Entlastung, haben meist selbstidealisierenden Charakter und können für weiterreichende Manipulationen ausgeschlachtet werden, wozu die Kriegspropaganda ebenso gehört wie die Ablenkung von relevanten Zusammenhängen etwa im Kontext der Wirtschaftskrise, der weltweiten Frauenbenachteilung usw.
So kann alles so bleiben, wie es ist, denn das Problem liege ja bei den anderen, die man sowieso nicht verändern können – eine extrem antiaufklärerische Einstellung. Dies blendet die konstruktiven Handlungsmöglichkeiten aus – und eine friedliche Welt kann nur eine gerechte sein, sonst wird es uns früher oder später alle treffen. Der in die Welt hinausgetragene (Wirtschafts-)krieg ist noch immer wieder zu denen zurück gekommen, die ihn entfacht haben. Übrigens, die taz und die Junge Welt waren mit die ersten Zeitungen, die die Thematik nach unserer Pressemitteilung aufgegriffen haben – insofern denke ich, wie sollten auch die Linke(n) nicht verallgemeinern.
Linkezeitung: Muslimische Verbände protestieren und demonstrieren für eine Schließung der aggressivsten Hetz-Homepages und hoffen auf ein Ende der Diffamierungen in den bürgerlichen Medien. Bräuchten sie da nicht mehr Unterstützung?
Frau Dr. Schiffer: Ja, dringend. Wo sind die jahrelangen Dialogpartner? Die Kirchen? Wo ist Wolfgang Schäuble, der sich gerne mit muslimschen Vertretern medial in Szene setzt? Von Angela Merkel will ich gar nicht reden. Was für eine Enttäuschung und Desillusionierung muss da auf seiten der Muslime vorliegen – außer uns und dem Berliner Tagesspiegel hatte sich zunächst noch der Interkulturelle Rat entsprechend geäußert (der hat übrigens letztes Jahr bereits ein Konzept zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit vorgelegt) – das offizielle Berlin schweigt. Peinlich, peinlich und vor allem jetzt, wenn deutlich wird, dass man allenfalls im Sinne einer außenpolitischen Public Diplomacy den Mund aufmacht.
Die eigenen Muslime hat man solange als Problemfall konzipiert, dass man sich offensichtlich schwer tut, aus den eingefahrenen Denkmustern wieder herauszudenken und sie wirklich als Teil des WIR zu empfinden und so zu behandeln.
Linkezeitung: Wie könnte eine solche Unterstützung aussehen?
Frau Dr. Schiffer: Es gibt derzeit konkret einige Überlegungen – vielleicht mag sich die Politik hier anschließen, willkommen! Eine Patenschaft für den Sohn des Opfers von einer renommierten deutschen Organisation wäre zunächst einmal ein wichtiges menschliches Signal.
Dann gehört das Thema Islamfeindlichkeit auf die Tagesordung, z.B. weiß ich, dass die Arbeiterwohlfahrt das Problem erkannt hat und sich schult, um entsprechende pädagogische Konzepte zur Bekämpfung des Ressentiments zu entwickeln. Entsprechende Programme benötigen wir etwa auch im Rahmen der Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung oder der entsprechenden Ämter, die Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antiziganismus bekämpfen.
Überhaupt bräuchten wir eine Plattform, die ähnlich ausgerichtet wie das Zentrum für Antisemitismusforschung wissenschaftliche Ergebnisse zur Islamophobie sammelt, sowie anti-islamische Vorfälle dokumentiert und die Erkenntnisse auch in die Öffentlichkeit trägt. Das Zentrum für Antisemitismusforschung hat hier wichtige Vorarbeit geleistet und ist v.a. von Antideutschen heftig angegriffen worden dafür – vor allem, weil man es wagte den Begriff Islamophobie zu verwenden.
Nun, Antisemitismus ist auch ein falscher Begriff eigentlich, aber wir haben ihn inzwischen definiert und das Problem erkannt und darum sollte es doch gehen. In Dresden könnten die entsprechenden involvierten Stellen bis hin zum Max-Planck-Institut etwas tun, von einer aufmerksamkeitsträchtigen Veranstaltung, die die Problematik deutlich macht bis hin zu einer Spendensammlung für die Familie und andere, die ihn ähnlicher Situation sind: viele muslimische Frauen finden ja wegen ihres Kopftuches keine Stelle, wie Marwa El-Sherbini.
Wäre natürlich schöner, sie würden eine finden, aber ein Unterstützungsfonds könnte das Unrecht aufwiegen, dass hier ein Streit auf dem Rücken von Frauen ausgetragen wird, die damit auch die schwerste Last der Irrationalität der anderen zu tragen haben. Wenn ich hier alles widergebe, was diskutiert wird und, könnten wir noch lange reden – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Juristisch wäre allerdings mindestens eine wichtige Grenze noch zu prüfen: sollen volksverhetzende Blogs und Kommentareinträge im Internet straflos ausgehen, weil der Server im Ausland steht? Hier wäre eine internationale Lösung anzustreben, die ethische Standards umsetzt und sich nicht hinter Meinungsfreiheit versteckt – denn in Bezug auf andere Darstellungen haben wir uns Maßstäbe erarbeitet und die müssen auf alle Anwendung finden, um glaubwürdig zu bleiben.
Wir danken für das Interview. Das Interview wurde geführt von Francis Byrne.
Quelle: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7027&Itemid=1



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