Nicht nur Sarrazin
21.06.2011 Th. G. Schneiders et al. informieren über „Islamfeindlichkeit“. Eine Rezension von Von Markus Omar Braun
(iz). Die Äußerungen von Bundesinnenminister Friedrich zu seinem Amtsantritt sollten mit einem gewissen politischen Instinkt als Test verstanden werden, wie weit er mit kalkulierten Affronts gegen die Muslime würde gehen können. Eigenartigerweise haben ihm da sehr selbstbewusst gerade die säkular orientierten muslimischen Vertreter der Islamkonferenz durch ihren scharfen Protest klargemacht, dass dieser Umgangston von ihnen nicht geduldet werden würde.

Volksverhetzung im Gewand der „Meinungsfreiheit“
Die Hetze der deutschen Medien kennt kein Tabu mehr: „DER ISLAM IST DAS PROBLEM“
Gepriesen sei Allah ,der Allmächtige, Dem keiner gleich ist, Der Herr der Welten, Der Seine Religion beschützt und bewahrt und uns mit einer gewaltigen Gnade in dieser Welt geehrt hat: Die Erlaubnis ihm zu Gedenken. Und das in einer Zeit, in der Seine Religion von irregehenden und rebellischen Geschöpfen versucht wird, zu zerstören. Vergebens. Wir, die Menschen, die diese Zeit erleben dürfen, sind Zeugen, wie der Islam von allen Seiten auf dieser Welt und hier in diesem Land, angegriffen wird. Ob jung oder alt, ob Kinderarzt oder Straßenkehrer: viele Menschen in diesem Land stehen dem Glauben an Allah – dem Schöpfer der Himmel und der Erde – feindlich gegenüber. Dies ist zweifelfrei das Produkt einer professionellen Medienkampagne, die, dank der Sarrazin-Debatte, nun alle Tabus beiseitegelegt hat. Nicht das Bundeskanzleramt oder eine Spezialeinheit der Bundeswehr ist die mächtigste und einflussreichste Ebene in Deutschland, nein, die Medien haben das Volk unter Kontrolle! Wieso? Einfach weil sie die Emotion der Bevölkerung kontrollieren…
Das Problem Deutschlands: die Muslim- Gewalt!

Sarrazin hetzt weiter
„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.“
"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“
Knapp zwei Monate nach diesen hetzerischen Aussagen, beschleicht Sarrazin offenbar erneut der Drang nach ungeteilter Aufmerksamkeit. Die „Kopftuchmädchen“ scheinen ihm wohl dafür den geeigneten Stoff zu bieten.
Doch diesmal schießt Herr Sarrazin wieder einmal weit übers Ziel hinaus. Auf einer Podiumsdiskussion in Berlin fordert er ein Kopftuchverbot für Schülerinnen im Unterricht.
Denn „sie sind kein religiöses Symbol, sondern ein politisches. Ein Symbol des Machtanspruches des Mannes über die Frau." Weiter begründet er: "In Europa haben wir steigende Zahlen von Muslimen, was in allen Ländern Probleme macht.“
Applaus erntet Herr Sarrazin hier wieder einmal von seinen Freunden Ralf Giordano, Henry Broder und „Frauenrechtlerin“ Necla Kelek, sowie von den altbekannten anti-islamischen Blogs, die ihn mit „Sarrazin for President“ umjubeln.
Oh ja , natürlich, von Kopftüchern geht eine ungeheure Gefahr aus. Sie gefährden Deutschland aufs Äußerste. Nur ein sofortiges Verbot kann diese Gefährdung beenden. Und Retter Sarrazin hat genau diese existenzielle Gefahrenlage erkannt. Ja, nicht massakerverübende Schüler stellen eine Gefährdung an deutschen Schulen dar, sondern Mädchen, die Kopftücher tragen! Bravo Herr Sarrazin!
Es ist wirklich unglaublich wie unter dem Deckmantel der Frauenbefreiung immer wieder gegen das Kopftuch gewettert wird. An Herrn Sarrazin & Co: "Haben Sie mal eine Muslimin gefragt, ob sie es freiwillig trägt oder vielmehr dazu gezwungen wird?"
Sie als Akademiker müssen das doch schon gelernt haben. Mit welchen Beweisen stützen sie denn ihre Thesen?
Wenn man es so betrachtet, kommt die Zwangsentschleierung vielmehr der Unterdrückung nahe. Ich empfehle Ihnen einfach mal die Muslimin zu fragen. Und wenn Sie wirklich liberal eingestellt sind, müssten sie konsequenterweise diese Frauen unterstützen und ihnen ihr Recht kompromisslos zugestehen. Alles andere wäre pure Heuchelei.
Auch scheinen Sie „Rechtler“ und „Retter“ eines vergessen zu haben. Religionsfreiheit , als eines der elementarsten Grundrechte, steht bei uns in diesem Lande fest verankert im Grundgesetz. Und wenn eine Religion eine Kopfbedeckung oder eine Verschleierung fordert, hat man das anzuerkennen und zu akzeptieren. Und es ist die Pflicht eines jeden Bürgers, (insbesondere die eines SPD-Mitglieds das würde ich weglassen), dieses Recht zu schützen und nicht nach Lust und Laune einzuschränken und irrationale Forderungen zu stellen.
Und liebe Hetzer, sogenannte Integrationsbeauftragte und andere Problemmacher: Wann hören sie endlich mit dieser anstrengenden und immer gleichen Laier auf, das Kopftuch als ein Symbol zu sehen? Das Kopftuch ist kein Symbol! Für niemanden. Es ist kein politisches Symbol und impliziert auch nicht die Unterdrückung der Frau.
Das Kopftuch ist eine private individuelle Bekleidung. Es ist eine religiöse Pflicht, die uns muslimischen Schwestern von dem Einen, Ewigen, Allmächtigen Schöpfer auferlegt worden ist. Nur deshalb tragen wir es. Und da in unserem Rechtsstaat niemand an dem Ausüben seiner Religion gehindert werden darf und das „verschleiern“ /"bedecken"( Ich kann das Wort Kopftuch langsam nicht mehr hören)ein Bestandteil dieser Religion ist , darf eine solche Diskussion und solche Forderungen erst gar nicht auftreten.
Ich frage mich ernsthaft, wann endlich mal die SPD reagiert, dessen Mitglied Sarrazin ist. Seine Äußerungen sind extrem ausländerfeindlich , volksverhetzend und absolut islamophob. Angesichts dieser Aussagen fragt man sich, ob da nicht schon ein warmes Plätzchen bei der NPD auf ihn wartet.
Quellen:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5507124/Sarrazin-fordert-Kopftuchverbot-fuer-Schuelerinnen.html
http://www.n24.de/news/newsitem_5478712.html



Neue Kommentare