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Verbot

Offizielle Stellungnahme des ehemaligen Vorstandes der verbotenen Taiba-Moschee!

Der eine oder andere wird es wohl schon in den Medien erfahren haben, der ehemalige Vorstand der verbotenen Taiba-Moschee in Hamburg geht rechtlich gegen das Verbot vor.

WELT ONLINE: Trägerverein klagt gegen Schließung der Taiba-Moschee

Hamburger Abendblatt: Trägerverein klagt gegen Moschee-Schließung

FOCUS online: „Taiba Arabisch-Deutsche Kulturverein" reicht Klage ein
 

Im Rahmen dieser Entscheidung ist auch die folgende offizielle Stellungnahme vom ehemaligen Vorstand der verbotenen Taiba-Moschee verfasst worden. Mit freundlicher Genehmigung der Verantwortlichen werde ich die Stellungnahme hier veröffentlichen.

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Das Verbrechen (Burka Verbot) – Teil 2

Ein Artikel von Musa

Interessant ist die politische Lage, in der sich Belgien seit Jahren befindet. Aktuell ist das Land durch den Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen wieder einmal tief zerstritten. Die Parteien haben sich erneut gespalten und führen einen erbitterten Kampf um die Wählerschaft und das Wahlrecht. Die Unruhen im Land gingen soweit, dass sogar die Regierung daran zerbrochen ist, so berichten viele Zeitschriften, darunter auch der Spiegel am 22. April. Die Parteien sind auf jede Stimme angewiesen und betreiben deshalb Wahlkampf auf Hochtouren. Dabei werden, nach politischer Manier, viele leere Versprechungen gemacht. Es war abzusehen, dass keine der Parteien sich trauen würde gegen das Burka Verbot zustimmen, weil man Wählerstimmen zu verlieren befürchtete. Jeder kann sich denken was die logische Schlussfolgerung daraus war, alle zogen in die gleiche Richtung, ähnlich dem Gruppenzwang, den man so normalerweise nur bei Kindern in der Pubertät kennt. In der Politik, die heutzutage einen schwerwiegenden Einfluss auf das gesellschaftliche Leben hat, sollte es nicht ein solches Verhalten geben. Wie Glaubwürdig kann das belgische Parlament demnach sein, dass ein Burka -und Niqab-Verbot in die Wege leitet? Jetzt kann man sich fragen, ob Frankreich soweit gegangen wäre, wenn Belgien nicht ein solches Verbot beschlossen hätte. Vermutlich nicht, denn wie bereits erwähnt fand diese Überlegung vor einigen Monaten keine Zustimmung.

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Das Verbrechen (Burka Verbot) – Teil 1

Ein Artikel von Musa

In Belgien und Frankreich schon beschlossen und nun europaweit heiß diskutiert. Von Burka, Niqab, Vollverschleierung, Würde und Recht der Frau bis hin zu der Identität eines Menschen in der Öffentlichkeit ist in den Medien die Rede. Unterdrückung und Zwang als Schlagwörter komplettieren das Ganze und verleihen dem Thema eine hohe Brisanz. Doch worum geht es hier konkret und warum ist es von so großer Bedeutung genau darüber Bescheid zu wissen? In Belgien wurde am 29. April 2010 ein Gesetz im Parlament verabschiedet, das das Tragen von Burkas und Niqabs in der Öffentlichkeit, beispielsweise auf der Straße und öffentlichen Einrichtungen, mit einem Bußgeld, und bei mehrmaligem Verstoß sogar mit Haft, ahndet. Vollverschleierung soll es nicht mehr geben. Eine Burka bzw. ein Niqab ist ein Gewand, mit dem sich Frauen bedecken. Bedeckt werden Körper, Kopf, die Hände und die Füße. Der Unterschied zwischen beiden Kleidern liegt darin, dass bei dem Niqab die Augenpartie vollständig zu sehen ist, während diese bei der Burka zusätzlich geschützt ist.

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Kopftuchverbot in der Schule – Bald Realität???

Das Thema Kopftuchverbot beschäftigt uns jeden Tag etwas mehr. In der Anne Frank Realschule in Düsseldorf ist es schon eine Tatsache.
Im Unterricht darf man auch aus religiösen Gründen kein Kopftuch tragen. Aber ein tatsächliches Kopftuchverbot gibt es in diesem Sinne eigentlich gar nicht und sei ist mit den Prinzipien der Verfassung auch nicht vereinbar.
Das Schulministerium in NRW hat der Düsseldorfer Realschule untersagt solch ein Verbot in der Hausordnung zu verankern.

Eine Zehntklässlerin eines Gymnasiums in Oberhausen verklagte ihren Lehrer, weil er ihr verbot während des Unterrichts ein Kopftuch zu tragen (Dies ereignete sich vor 2 Jahren). Der Rektor der Schule äußerte sich, indem er sagte, dass ein Kopftuch auch ein politisches Symbol sei und dass man nicht alle gesellschaftlichen Probleme, die anderswo laufen, auch noch in die Schule bringen kann.

Auch in Senden ( Baden-Württemberg) sorgte in den letzten Wochen ein Kopftuch an einer Grundschule für Aufsehen. Hier trug jedoch die Grundschülerin noch nicht einmal ihr Kopftuch in der Schule oder im Klassenraum, sondern nur auf ihrem Schulweg.
Also selbst in der „Freizeit“ wird das Kopftuchtragen nun auch von der Lehrerschaft und den Anwohnern beanstandet. Da hieß es sofort, die Familie sei "extrem religiös" und "unheimlich" , da die Mutter in Schleier (Niqab) gesichtet gesehen wurde.
Die Lehrer beteuern zwar Kinder sollen nicht ausgegrenzt werden, aber akzeptieren will man es auch nicht gerade sie tragen zur Ausgrenzung bei.
Leider gibt es schon solche Gesetze in Frankreich, die es verbieten das Kopftuch in der Schule zu tragen, jedoch können wir noch etwas dagegen unternehmen, denn in Deutschland gibt es noch die Meinungs-und Religionsfreiheit. Und Es ist unser Recht uns äußern zu dürfen und uns so zu kleiden wie wir es für richtig halten…..

 

Ein Artikel von Schwester Hilal

 

Hilal Sezgin zu Burkaverbot & Islamophobie

Am 26.01.2010 wurde auf 3Sat, in der Sendung Kulturzeit, ein interessantes Interview mit Hilal Sezgin ausgestrahlt.
Speziell zum anstehenden Burkaverbot in Frankreich hat sie sich über den Islam im Allgemeinen, als auch zur stetig ansteigenden Islamophobie geäußert.

Sachlich und mit vielen guten Argumenten stellte sie ihren Standpunkt dar.
So bezeichnete sie das anstehende Burkaverbot als einen kommunikativen Akt an die Muslime insgesamt, deutet darauf hin, dass bei Feminstinnen wie Alice Schwarzer ein rassistischer Unterton heraushörbar ist, wenn es um den Islam geht und fordert die Gesellschaft insgesamt dazu auf, ihre Islamfeindlichkeit zu reflektieren.

Das ganze Interview kann man hier sehen:

Europas Jagd auf die Burka!

Im Bus, in der Métro sowie in Schulen, Krankenhäusern und allen anderen öffentlichen Behörden und Einrichtungen soll es in Frankreich bald keinen Platz mehr für den Ganzkörperschleier, der Burka, geben.
Militantisch und radikal soll die Burka sein und nicht mit den französischen Werten der Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit zu vereinen.
Deshalb muss signalisiert werden, dass „die Burka keinen Platz in Frankreich hat“, so Frankreichs Premierminister François Fillon.

Nach diesem, schon monatelangem Bemühen ein Burkaverbot in Frankreich herbeizuführen, müsste man meinen, dass es in Frankreich in jeder Ecke nur so von Burkaträgerinnen wimmelt. Tatsächlich tragen sie von den etwa fünf Millionen Muslimen gerade einmal 2000 Frauen. Doch diese sind wohl schon genug, damit keine Kosten und Mühen gescheut werden dieser „Gefahr“ die Stirn zu bieten.

Ich bin immer wieder erstaunt, was im Namen der Demokratie alles möglich ist. Sobald man ausreichend Angst verbreitet, die Worte „radikaler Islam“ und „Frauenunterdrückung“ genügend betont, ist es möglich, einen großen Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die persönliche und religiöse Freiheit wohl doch nicht das Recht für eine individuelle Bekleidung mit einschließt.

Leider folgen nun auch noch weitere „aufgeklärte“ europäische Länder Frankreichs Beispiel von der „Demokratie“. Die Niederlande entwirft derzeit Gesetzesvorlagen gegen die Burka und auch Dänemark debattiert über ein Verbot. In der Italienischen Stadt Varallo, existiert ein solches bereits. Einzig allein Großbritannien stellt sich gegen eine solche Diskussion und betont die absolute Freiheit der Kleidungswahl

Es bleibt abzuwarten, was die Verbots-Empfehlung der parteiübergreifenden Kommission in den nächsten Tagen und Monaten letztlich ergeben wird. Dennoch darf hier zum Abschluss aber ein großer Dank an Frankreich nicht fehlen. Schließlich soll es sich in der Empfehlung „nur“ um ein Teilverbot handeln.

Auf der Straße darf die "Burka-Trägerin" ja noch rumlaufen. Ihre Bewegungsfreiheit ist ja nicht ganz eingeschränkt. Sie darf ja „nur“ nicht mehr Bus und Auto fahren, zur Post gehen, ihr Kind zur Schule bringen oder gar in einem Krankenhaus medizinisch behandelt werden. Ist ja schließlich alles nicht zwingend notwendig. Für diese großzügigen Zugeständnisse bleibt nur noch eins zu sagen: Merci à la France!

Quellen:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5171666,00.html
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/ohne-burka-in-die-metro/
http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2010/01/25/01016-20100125ARTFIG00505-burqa-les-juristes-conseillent-la-voie-legislative-.php

Friedlicher Protest gegen Minarett-Verbot


Was ist ein Minarett?
Laut Wikipedia ist ein Minarett ein erhöhter Standplatz oder Turm für den Gebetsrufer (Muezzin) bei oder an einer Moschee.


Im schweizerischen Verfassungstext ist nach der Minarett-Initiative der Zusatz eingefügt: "Minarette sind verboten" womit man den Bau neuer Minarette meint.

Laut der Definition ist ein Kirchturm kein Minarett, da es eine bestimmte Voraussetzung nicht erfüllt: Es ist nicht "bei oder an einer Moschee". (s.o).
Auch ein Burg- oder Wachturm ist kein Minarett. Eine Litfaßsäule ist kein Minarett. Ein zylindrisch angesammelter Haufen von Steinen vor der Haustür ist kein Minarett. Eine aus Pappe zusammengeschnittene, senkrechte Säule im Garten ist kein Minarett. Ein Plakat an einem Haus mit der Aufschrift "Das ist ein Minarett" macht das Haus nicht zu einem Minarett.


Den Muslimen wird vorgeworfen, zu wenig über ihre Religion aufzuklären. Das ist nur zum Teil wahr. Wir klären schon auf, aber das interessiert die Medien nicht.

Das ging durch die Presse.
Das ist die Art von Protest, die wir brauchen, damit man auf unsere Stimmen aufmerksam wird.
Das ist es, wozu wir euch ermutigen wollen.

Friedlicher Protest gegen das Minarett-Verbot

Solltet ihr ein eigenes Haus oder einen eigenen Garten besitzen, bastelt euch ein Minarett. Egal woraus, wie groß oder wohin (solange es euer Eigentum ist).

Dieser Protest hat zwei Ziele:

1) Die Medien und die Nachbarschaft sehen den Protest und werden sich fragen, warum jemand ein Minarett aufgestellt hat. Man kann so seinen Standpunkt über das Minarett-Verbot (es geht eigentlich ja gar nicht um Minarette) darstellen und die Leute über die Initiatoren aufklären. Das Minarett ist einfach ein Ball, der eure Dawa ins Rollen bringen wird.

2) Das Minarett-Verbot kann durch die obersten Gerichte nur dann gekippt werden, wenn es eine Einzelfallentscheidung gibt. Die aktuellen Klagen werden nicht angenommen, da die Kläger selbst nicht direkt betroffen sind. Wenn offiziellen Stellen (Staatsanwaltschaft, Polizei, Ordnungsamt, Bauamt) euch schriftlich auffordern, das "Minarett" zu entfernen, weil Minarette in der Verfassung verboten sind, dann haben wir den Präzedenzfall.

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Macht Fotos von eurem Protest.
Schreibt Erfahrungsberichte, wenn ihr deswegen irgendwas erlebt habt.
Solltet ihr einen offiziellen Brief erhalten (was natürlich sehr unwahrscheinlich und lächerlich wäre) dann scannt diesen und schickt an uns.

Wir veröffentlichen euren Protest. Wir sorgen dafür, dass die muslimischen Organisationen, deren Klagen abgewiesen werden/wurden, auf euch aufmerksam werden.

Macht mit bei der Dawa.


Kündigungsgrund: Kopftuch

Die 27-jährige Arzthelferin Dunja Allioui aus Düsseldorf durfte dies eines Tages erleben, als sie sich dazu entschloss ihr Kopftuch auch während der Arbeit zu tragen.

Dunja schien ihre Arbeit gut zu machen. Wie sonst lässt sich erklären, dass sie nach dem Praktikum ihre Ausbildung in der Praxis vollendete und schließlich auch noch übernommen wurde? Die Internisten der Gemeinschaftspraxis mussten mit ihr zufrieden gewesen sein. Sie hatte ihre Arbeit gut gemacht, weder Patienten noch Kollegen haben sich über sie beschwert.

Doch ein Stück Stoff auf dem Kopf wird eines Tages wichtiger, als ein zehnjähriges, reibungslos funktionierendes Arbeitsverhältnis. Ihre Kompetenzen scheinen keine Rolle mehr zu spielen. Für die Ärzte ist sofort klar: Das Kopftuch stört. Denn „mit einem Kopftuch kann kein ausreichendes Vertrauen zu Patienten aufgebaut werden“.

Muss man das verstehen? Was hat denn bitteschön das Vertrauen zum Arzt mit dem Vertrauen zur Arzthelferin zu tun? Ich persönlich mag auch nicht alle Arzthelferinnen meines Arztes, doch hat dies keine Auswirkung auf mein Patient-Arzt-Verhältnis. Und wieso sollten Patienten kein Vertrauen zu Dunja mit Kopftuch haben? Macht das Kopftuch sie etwa zu einer schlechteren, gar unzuverlässigeren Arzthelferin? Zählt etwa nicht das, was sie im Kopf hat, sondern nur das, was sie auf dem Kopf hat? Und ist – ganz nebenbei gesagt – ein Kopftuch in einer Praxis nicht einfach praktisch und hygienisch im Vergleich zu lang herumhängenden Haaren ?

Geht es um das Kopftuch, so sind auch bei diesem Fall die Schlagwörter Integration und Parallelgesellschaft nicht weit.

Die Arzthelferin kann doch einwandfrei deutsch sprechen. Sie beteiligt sich am öffentlichen Leben. Zumindest will sie das. Müsste man dies eigentlich nicht als "gelungene Integration" bezeichnen?

„Indem ihr euch anders kleidet, grenzt ihr euch aus!“, heißt es dann aber. Wer grenzt hier wen aus? Wer hat wen gekündigt? Wieso stellt das Kopftuch eine Parallelgesellschaft dar? Wer macht denn hier die Kopftuchträgerin zur Außenseiterin?

„Achtung, die Arzthelferin will ihre „islamischen Gesetze“ oder gar die „Scharia“ in Deutschland durchsetzten“, wird seit einigen Tagen in vielen Foren und Kommentarfunktionen gewarnt. Nein. Die Arzthelferin versucht nur eins, nämlich das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Religionsausübung für sich in Anspruch zu nehmen!

Normalerweise müsste man das Selbstbewusstsein positiv werten, dass muslimische Frauen und Mädchen es nicht mehr hinnehmen wollen, wegen ihres Glaubens diskriminiert zu werden und sich trauen für ihre Rechte einzustehen.

Aber nein. Bilder im Kopf, die dank Mainstream-Medien tief und fest verankert sind, möchte man ja nicht zerstören. Deshalb bleiben ja nur die zwei Optionen:

Wenn „Kopftuchträgerin“ nichts sagt, ist sie unterdrückt, rückständig, ungebildet und muss unbedingt und schleunigst gerettet werden. Wenn sie jedoch den Mund aufmacht, ist sie radikal, politisch, fanatisch und will die Scharia in Deutschland einführen.

Dass die "Kopftuchträgerin" aus Anwendung reiner menschlicher Vernunft zu dem Entschluss kommt, ihr Haupt zu bedecken, fällt also als Option weg. Na, vielen Dank!

Die Arzthelferin hat die Dortmunder Ärzte nach dem Antidiskriminierungsgesetz, welches besagt, dass Beschäftigte nicht aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfen, auf 1200 € Schadenersatz verklagt.

Nach dieser Rechtslage müssten die Internisten keinerlei Chance haben ihre Kündigung durchzusetzen. Selbst die Vorsitzende der 4. Kammer deutete dies an und sagte: "Wir müssen uns vielleicht daran gewöhnen, dass es bei uns nicht nur Christen gibt, sondern auch große Gruppen anderer Religionen."

Jawohl. Denn, wir leben heute in einer pluralistischen Gesellschaft.

Und das ist ein Segen und kein Fluch. Auch wenn wir verschiedene Überzeugungen haben, können wir friedlich miteinander Leben. Und das ist doch im Sinne all unserer Weltanschauungen, oder?

Quellen:

http://www.westline.de/westline_aktuell/kopftuch-klage—aerzte-auf-schadenersatz-verklagt-.php

Minarett-Verbot in Deutschland?

Quelle: http://news.de.msn.com/politik/politik.aspx?cp-documentid=151134694

 

Dieser Artikel war 30.11.2009 auf der Startseite der deutschen MSN-News-Seite. Meiner Meinung nach ist es sehr traurig, dass gerade in einem Land wie der Schweiz solche rassistichen Entscheidungen getroffen werden. Die Schweiz ist ein Land, das wegen seiner politischen Stellung immer als neutral galt, ein Land, das sehr enge Geschäftsverbinungen zu vielen muslimischen Ländern pflegt, ein Land, das Investitionen in den meisten Golfstaaten und iranischen Ölfirmen hat. Die Schweiz begrüßt jährlich viele Schüler aus muslimischen Ländern in ihren privaten Internaten und förderte bis jetzt generell einen dynamischen interkulturellen Strom. Ich kann mir nicht erklären, wieso sich diese Tendenz jetzt gerade im Zusammenhang mit dem Islam so verändert hat.


Dass nun Herr Bosbach indirekt für ein solches Verbot in Deutschland appelliert ist nichts Überraschendes. Er hat sich schon mehrmals gegen den Moscheenbau in Deutschalnd geäußert und ist besonders besorgt über das Projekt in Köln.


Ich würde gerne Herrn Bosbach und allen anderen Politikern angesichts der bestehenden wirtschaftlichen Krise nur eine Sache ans Herz legen: Jeder Politiker sollte alles daran setzen in dieser schwierigen Zeit der Krise, sein Wissen, seine Erfahrung und seine Kraft nur einer Sache zu widmen: die jetzige wirtschaftliche Situation so schnell und effektiv wie möglich zu verbessern, denn der Islam ist da und den Islam kann man nicht mit einem Minarett-Verbot stoppen. Der Islam hängt nicht von Minaretten ab, aber das friedliche Zusammenleben der Menschen in einer multi-kulturellen Gesellschaft hängt definitiv von der Politik eines Landes ab. Die Politik sollte „Pro Mensch“ und nicht „ Gegen Islam“ sein, so wird man nie das gemeinsame Ziel für ein friedliches Zusammenleben erreichen. Das ist doch unser aller Ziel, oder?

NewsFlash: Europe

Newsflash: Europa

Hier. Jetzt. Mitten unter uns. Vernetztes Europa. Vielfalt. Persönlichkeit. Vernunft. Menschen. Gemeinsam für ein gemeinsames Miteinander. Unabhängig von Rasse, Geschlecht, Stand, Kultur oder Religion. In Liebe, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit… Was zählt, ist das WIR. WIR und ein friedliches Miteinander.

Schluss mit dem Traum. Taucht ein in die Realität:

Mitten im Herzen Europas geschieht Unglaubliches.

Italien: In der Stadt Varallo wird ein Niqab-Verbot verhängt. Plakate, die Verbotsschildern gleichen, weisen auf italienisch und arabisch auf das Verbot hin.
Grund: Diese Gewohnheiten verstößen gegen die italienischen Traditionen und Sicherheitsnormen und schränkten die Personenidentifizierung ein

Frankreich: Die Regierungspartei „UMP“ fordert eine Ausweitung des Kopftuchverbotes, das sich bisher „nur“ auf Schulen beschränkt. Auslöser: Eine „betuchte“ muslimische Bürgerin war am 12. November 2009 bei einer Parlamentssitzung anwesend.
Besucherin wurde als absolute „Provokation“ empfunden.

Deutschland (Wolfsburg): Aufsehen erregte, wie soll es wohl anders sein, eine Muslima mit Kopftuch. Tätig als Beraterin im Ausländereferat, sieht ein Bürger ihr Kopftuch als kritisch an und beklagt sich über sie.

Schweiz: Die neutrale Schweiz verbietet nach Volksentscheid den Bau von zukünftigen Minaretten.
Argument: Minarette ähnelten Raketen. Kampf der schleichenden Islamisierung…

Mitten in Europa. Hier und Jetzt.


Quellen:
http://www.focus.de/politik/ausland/ital…57664.html
http://diepresse.com/home/politik/aussen…k/index.do
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid…d/11332552

Frankreich und das Burka-Verbot

Seit dem Jahr 2004 ist es unseren Schwestern in Frankreich nicht gestattet, ein Kopftuch in der Schule zu tragen. Grund dafür ist ein gesetzlich festgelegtes Kopftuchverbot. Hierzu muss aber erwähnt werden, dass es an Frankreichs Schulen ein grundsätzliches Verbot religiöser Symbole gibt. In Bayern zum Beispiel, sieht die Lage ganz anders aus: Dort dürfen zwar Nonnen unterrichten, aber muslimische Frauen, die sich aus freiem Willen und Liebe zu ihrer Religion für das Kopftuch entschieden haben, nicht.(http://de.wikipedia.org/wiki/Kopftuchstreit#Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz, unter 2.1)

Da es auf dieser Welt keine anderen Probleme gibt, diskutiert man nun in Frankreich, das Tragen der Burka und dem Niqab in der Öffentlichkeit vollständig zu untersagen. Die Quintessenz der Begründung ist uns nichts Neues: Die muslimische Frau wird unterdrückt. Ja, das wird sie tatsächlich – aber durch Gesetze wie in den Schulen Frankreichs und durch derartige neue Überlegungen.

Um ein Verbot durchzusetzen, will man das “Phänomen und die Motivation” unserer Schwestern begutachten lassen. Wenn man nun zu dem Ergebnis kommt, dass unsere Schwestern unterdrückt werden, so will man “Konsequenzen” ziehen und ein Verbot durchsetzen. Nun fragen wir uns ernsthaft, wie so eine Untersuchung aussehen soll und inwieweit man objektiv vorgehen wird. Wenn man sich einige Stimmen ansieht, so ist es doch stark zu bezweifeln, dass man sich wirklich ehrlich mit dem Thema befassen wird.

Die Einen finden den Anblick “unerträglich”, für die Anderen sind es “Särge der Freiheit” oder auch Gefängnisse.

Erstaunlich ist aber auch eine ganz andere Tatsache: Unsere guten Frauenbeschützer aus Frankreich diskutieren über dieses Verbot, da sich immer mehr Schwestern für die islamische Kleidung entschieden haben. Nun könnte man ja fragen, ob das Ganze nicht ein wenig widersprüchlich ist. Wie kommt man auf die Idee, dass die Frauen durch ihre Gewänder unterdrückt werden, wenn sich doch immer mehr dafür entschieden haben?

Und ist es nicht genauso, wie JoJoGerstner in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung schreibt:

Was für eine merkwürdiges Freiheitsverständnis herrscht eigentlich, wenn man die Freiheit mit Zwang durchsetzen will?

Welches Menschen- und Familienbild hat man, wenn man glaubt, sämtliche Ehen in arabischen Ländern beruhen auf einer dauernden Unterdrückung der Frau?

Wie arrogant ist es, die eigene Haltung als die einzig richtige und seligmachende zu propagieren?

Wenn in Ostanatolien rückständige Sitten herrschen, kann man sagen, die Leute kennen es dort nicht anders. Wenn in Frankreich rückständige Sitten wieder eingeführt werden, muss man sagen, dass die liberale Revolution gescheitert ist.

(http://www.sueddeutsche.de/politik/191/472713/text/?page=7#readcomment) (leicht korrigiert)

Irgendwie verbleibt das Bild, dass man einfach nur ein Problem mit dem Islam hat. Es geht um die Religion. Es geht um Menschen, die ihre Religion ernst nehmen. Denn wir haben es oft betont: Wer meint, dass die muslimische Frau unterdrückt wird, der soll nicht irgendwelche Abgeordneten in Frankreich fragen, sondern die muslimische Frau. Eigentlich eine völlig selbstverständliche Sache. Wenn man ein scheinbares “Problem” lösen möchte, geht dies nicht, indem man mit einer Mauer voller Vorurteile mit Menschen spricht, die genau die selbe Meinung vertreten.

Wer nun den Standpunkt der muslimischen Frau sehen möchte, der kann das hier machen:

http://dawa-news.de/die-frau-im-islam-muslima-sprechen/

Wie die Süddeutsche weiter berichtet, sagen Islamforscher, dass unsere Schwestern sich freiwillig für das Kopftuch bzw. die Ganzkörperkleidung entscheiden, sogar von einem “tiefen Glauben” ist die Rede. Darunter soll es auch viele Konvertierte geben.

Vielleicht ist das ja auch ein weiteres Problem: Christen, die zum Islam konvertieren. Vielleicht sieht man es ja einfach nicht gerne, wenn Menschen einen Sinn im Leben finden und sich so vom typischen Bild des christlichen Abendlandes differenzieren.

Man kann nur hoffen, dass dieses Verbot nicht in Kraft tritt und man sich mit diesem Thema ehrlich auseinandersetzt und nicht irgendwelche traurigen Einzelschicksale, in denen vieles unislamisch abgelaufen ist, zur Norm gemacht werden.

Wir bitten Allah darum, die Situation unserer Schwestern, zu erleichtern.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/191/472713/text/

Über das Kopftuch und das Kopftuchverbot

Es ist ein politisches Symbol, es ist ein Zeichen der “schleichenden” Islamisierung. Es unterdrückt die Frauen und es ist ein kleiner Aspekt einer großen Verschwörung, die die Welt ins Verderben bringen wird. Wenn vom Kopftuch die Rede ist, sind diese stumpfen und bei genauer Betrachung inhaltslosen Thesen kaum auszudenken. Aktuell gab es immer wieder einen Streit in der Türkei: Muslimischen Frauen ist es nicht erlaubt, ein Kopftuch an Universitäten zu tragen. Weiterlesen